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Full text of "Aeneas Sylvius Eurialus und Lukrezia, übersetzt von Octovien de Saint-Gelais nebst Bruchstücken der Anthitus-Übersetzung. Mit Einleitung, Anmerkungen und Glossar herausgegeben von Elise Richter"

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AENEAS SYLVIUS 

EURIALUS UND LUKREZIA 

ÜBERSETZT 

VON 

OCTOVIEN DE SAINT- GEL AIS 

NEBST BRUCHSTÜCKEN DER ANTHITUS- ÜBERSETZUNG 


MIT EINLEITUNG 

ANMERKUNGEN UND GLOSSAR HERAUSGEGEBEN 

VON 

ELISE RICHTER 

PRIVATDOZENT AN DER UNIVERSITÄT WIEN 


HALLE a. S. 

VERLAG VON MAX NIEMEYER 

1914 


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Das Titelbild ist die Wiedergabe einer Miniatur des Londoner Exemplars 

(foL E7 V ). 


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I n h a 1 1. 

Einleitung. 

Das Original 

Die Übersetzungen in Deutschland, Spanien und Italien V 


Eurialus in Frankreich IX 

Anthitns’ Übersetzung XIV 

Octoviens Übersetzung ! . . XXXI 

Die Sprache XXXVIII 

Orthographisches und Phonetisches XLI 

Die Verse XLU 

Beschreibung der Drucke Octoviens IL 

L’ystoire de Eurialus et Lucresse 1—145 

Anmerkungen 146 

Glossar 160 

Anhang. 

Die Versftillsel 166 



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Einleitung. 


Das Original. 

Äneas Sylvius’ reizende Novelle De duobus amantibus, die 
vor 570 Jahren von Wien aus in die Welt ging, hat einen 
der größten literarischen und buchhändlerischen Erfolge des 
XV. Jahrhunderts aufzuweisen. Ja, wenn die Zahl der Auflagen 
den Wert des Kunstwerkes bestimmte, stünde die Geschichte 
von den zwei wahren Liebenden unter den ersten Leistungen 
der Weltliteratur. G. Voigt 1 ) hat nicht weniger als siebenund- 
zwanzig lateinische Einzelausgaben des Eurialus vor 1500 
gezählt 2 ) und es ist charakteristisch für seine Verbreitung, daß 
die Drucke aus den verschiedensten Ländern stammen. Sie 
gehören unter die ersten Arbeiten der Offizinen von Wien, 
Köln, Paris, Venedig, Rom usw. Bis zum Jahre 1500 war 
der Eurialus aber auch mehr als einmal ins Italienische, ins 
Deutsche, Spanische und Französische übersetzt. Dieser große 
Erfolg erklärt sich nicht nur aus dem Interesse für die Person 
und die politische Stellung des Verfassers, auch nicht lediglich 
aus dem literarischen Zeitgeschmack. Er gründet sich auf Vor- 
züge, die dem kleinen Dichtwerk über den Wandel der Zeiten 
hinweg dauernde Beachtung und Zuneigung des Lesepublikums 
sichern. Es vereinigt in einer damals neuartigen Weise Humor 
und Sentimentalität. Der Verfasser vertieft sich in Seelen- 
gemälde, die dem Eurialus das Anrecht geben, eine der ersten 
modernen Novellen genannt zu werden. Anknüpfend an Ovids 
Heroiden, damals eines der beliebtesten und meistgelesenen 

*) Enea Silvio de’ Piccolomini, II S. 299. 

a ) Außerdem war sie in seinen Briefen und Traktaten abgedruckt, da 
sie ja in Form eines Briefes an Marianus Soziuua abgefaßt ist. 

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II 


Bücher, fügt er den Liebesbrief in die Erzählung ein, eine 
üppige Liebeskorrespondenz, die größten Anklang fand. Aber 
das Neue steht nicht in schroffem, überraschendem Wider- 
spruch zu dem bisher Gebotenen. Vielmehr lehnt sich Äneas 
in einer ganzen Reihe von Punkten an das Hergebrachte an 
und leitet so sein Publikum gewissermaßen ganz sacht an der 
Hand des lieb gewordenen Alten zum Neuen. Seine Personen- 
beschreibungen entsprechen durchaus dem mittelalterlichen 
Stil; die Schilderung von den Qualen der Liebe sind den 
Troubadourdichtern entlehnt; die Einzelheiten der Fabel selbst 
sind keineswegs originell: der Liebhaber versteckt sich bald 
im Heu und wird fast mit der Heugabel aufgespießt, bald 
verschwindet er in einer Truhe vor dem heimkehrenden 
Gatten, der just in dieser Truhe etwas suchen will — das 

alles sind Situationen, die das ganze Mittelalter hindurch 

• • 

Leser und Hörer belustigten. Aneas hebt seine Geschichte 
ins Pathetische durch die alles verschlingende Leidenschaft, 
mit der seine Helden lieben. Dem von Fieber und Liebes- 
sehnsucht verbrannten Eurialus bringt nicht die Kunst der 
Ärzte sondern Lucrezias Brief Genesung; Lucrezia stirbt aus 
Liebesgram nach seinem Scheiden. Dadurch scheint unser 
Paar den großen Liebenden Tristan und Isolde innerlich 
verwandt. Von diesem Hohen Lied der Liebe trennt jedoch die 
Eurialusnovelle vor allem die an vielen Stellen ausgesprochen 
ironisierende Schilderung des Helden. Während Lucrezia von 
Anfang bis zu Ende die reinste, treueste Liebe zu ihrem 
Erwählten bewahrt, voll Trauer über ihre vorzeitige und 
unfreiwillige Vermählung, einzig erfüllt von der Sorge um den 
Geliebten, lebend und sterbend in ihrer Liebe, gehört Euryalus 
durchaus in die Reihe moderner Liebhaber, die mit großer 
sinnlicher Neigung fortwährend kühlste Überlegung paaren. 
Zweimal verwünscht er das ganze Abenteuer, schwört sich 
zu, nie wiederzukehren, wenn er nur diesmal heil davonkäme, 
möchte feige entfliehen, zweifelt an Lucrezias Ehrlichkeit, 
haßt sie, bedenkt in erster Linie seine Stellung dem Kaiser 
gegenüber, schreckt vor dem Gedanken zurück, daß Lucrezia 
ihn begleite, sieht nur die Unzukömmlichkeiten, die daraus 
erwüchsen. Er ist tatsächlich mehr überlegener Weltmann als 
rückhaltlos Liebender. Aus dem Charakter dieses Liebhabers 


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ITI 

ergibt sich die Lösung des Romanes. Nachdem Eurialus dem 
Schmerz um Lucrezias Hinscheiden durch Anlegen von Trauer- 
kleidern Ausdruck gegeben, tröstet er sich — auf Wunsch des 
Kaisers — durch eine äußerst vorteilhafte Heirat. 

Die anderen Gestalten der Novelle — der ungeschickte 
betrogene Ehemann, von dem uns von vornherein gesagt wird, 
daß er „nichts anderes verdiente als betrogen zu werden“; 
der eifersüchtig über Lucrezia wachende Bruder des Ehemannes, 
der kupplerische Verwandte Pandalus, dem Eurialus zum Lohn 
für seine Dienste die Pfalzgrafen würde verschafft — sind alle 
Schablonen. Auch die zahlreichen eingestreuten Betrachtungen 
des Erzählers sind nicht originell. So vor allem die auf 
Dante zurückgehende Auseinandersetzung über die mannig- 
fachen Arten, Adel zu erwerben, und über die wahre Vornehm- 
heit. Eine große Anzahl von Reminiszenzen aus klassischen 
Dichtern, die heutzutage nicht unschwer als solche empfunden 
und nachgewiesen werden können, waren damals wenig bekannt 
und verliehen der Erzählung einen besonderen Wert. Es wäre 
überflüssig, hier noch einmal zu betonen, daß jene Zeit 
dem Plagiat ganz anders gegenüberstand als die Gegen- 
wart. Wer selbständig dichtete, flüchtete sich unter fremde 
Autorität, borgte den Schein einer Schule, einer Tradition, 
eines guten Namens, verzichtete also auf eigene Verfasser- 
rechte. Daher empfand man es umgekehrt auch nicht als 
Unrecht, fremdes Gut sich anzueignen, noch dazu das klassische. 
Es zu kennen war Genuß und Glück, es zu verbreiten Ver- 
dienst. Wer es in irgendeiner Schrift herausfand, freute sich 
seiner und rühmte die Gelehrtheit des Verfassers. Den Zitaten- 
apparat der Novelle aufzustellen, blieb den modernen gelehrten 
Herausgebern überlassen. 1 ) Für die Beurteilung des Äneas 
ist es natürlich wichtig, daß seine reizenden Bemerkungen, 
seine zierlichen Wendungen bald dem Ovid, bald dem Terenz 
usw. entnommen sind. Während uns aber manche Seiten 
wie ein Mosaik wohlbekannter, wo nicht gar abgedroschener 

‘) ß. Wo 1 kan, Der Briefwechsel des Äneas Sylvias Piccolomini, I 
S. 353 ff. ( Fontes Herum Austriacarum II, Bd. 61, Wien 1909) und vorher 
Jos. D6vay, Aeneue Sylvii Piccolommei l)e duobus amantibus historia, 
Budapest 1904, wo auch zwei ungarische Übersetzungen aus dem IG. Jahr- 
hundert erwähnt sind. 

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IV 


Zitate anmuten und die gehäuften Anspielungen auf klassische 
Sage und Mythologie uns unangenehm berühren, waren diese 
Schattenseiten der Darstellung in den Augen des Zeitgenossen 
ebenso viele Vorzüge. Ihm boten die Lesefrüchte des Äneas 
Neues und Anziehendes; die Fülle von apte dictis, von graziösen 
schlagenden Ausdrücken war für ihn von höchstem Reiz, jede 
Erweiterung seiner klassischen Kenntnisse willkommen, jeder 
Beweis klassischer Bildung an sich schätzenswert. So mußte 
ihn bei der unterhaltenden Lektüre freudige Bewunderung 
erfüllen, auch wenn er erkannte, daß nicht alles Äneas’ Eigen- 
besitz war. In diesem Sinne ist der Eurialus ganz besonders 
charakteristisch für die dichterische Produktion der Huma- 
nisten. Er ist ein Bindeglied zwischen alter und neuer Zeit, 
so recht danach angetan, die Anhänger des Alten mitzureißen 
in die neue Strömung. 

Auch andere Schwächen der Dichtung waren für die Zeit- 
genossen weniger empfindlich. So die vielen retardierenden 
Momente, die nicht nur durch die klassischen Anspielungen, 
sondern durch die zahlreichen philosophischen und satirischen 
Betrachtungen des Autors in die Erzählung kommen. Gerade 
auf solche „lehrhafte“ Stellen legte das damalige Publikum 
besonderen Wert; es liebte Abschweifungen aller Art. Auf 
solche Leser mochte auch die Pacorusepisode nicht störend 
wirken, die tatsächlich der größte Kompositionsfehler des 
Werkes ist; denn man könnte sie herausschneiden, ohne daß 
die Entwicklung der Charaktere oder der Fortgang der Hand- 
lung die geringste Einbuße erlitte. 

Ein sehr schwacher Punkt ist ferner die innerlich wie 
äußerlich ganz unmotivierte Wendung zum tragischen Ausgang. 
Es wird gar nicht ersichtlich, warum Eurialus nach seiner 
Rückkehr nicht mehr durch Pandalus zu Lucrezia gelangen 
kann, warum Lucrezia den Fluchtgedanken nicht auszuführen 
versucht. So erscheint das plötzliche Ende einigermaßen will- 
kürlich herbeigeführt. Die inneren Gründe dafür sind zwar 
leicht zu finden, aber sie sind nirgends ausgesprochen. Sie 
liegen im Charakter des Eurialus und seiner Liebe: der Kaiser 
zieht von Siena nach Norden, Eurialus, zwar betrübt, zögert 
doch nicht, seiner politischen Mission zu folgen. Das Aben- 
teuer ist zu Ende. Dem mittelalterlichen Romanhelden, der 


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alles nur im Hinblick auf seine Liebe und auf den Lohn aus 
der Hand seiner Dame vollbringt, ist hier der Typus eines 
modernen Mannes gegenübergestellt, dessen Urbild Aneas sehr 
wohl bekannt war. Es kann als sicher angenommen werden, 
daß im Eurialus ein Liebesabenteuer des kaiserlichen Kanzlers 
Caspar Schlick gezeichnet ist, der sich mit Kaiser Sigis- 
mund 1432 in Siena aufhielt und nachher mit einer Herzogin 
von Öls vermählte. An ihn richtete Äneas am 5. Juli 1444 
von Wien aus den Widmungsbrief seiner Novelle. 


Die Übersetzungen in Deutschland, Spanien und 

Italien. 

Wie verhielten sich nun die verschiedenen Übersetzer zu 
ihrer Aufgabe? Sehr wacker hat in gutem Anschluß an das 
Original der erste unter ihnen, der Stadtschreiber von Eßlingen, 
Nyklas von Wyle 1 ) seines Amtes gewaltet und auch der 
spanische Übersetzer 2 ) gibt den Text in guter, wohlgepflegter 
Prosa fast wörtlich wieder. 


*) Nicolaus von Wyle, Enee Silvii von der Lieb Euryali und Lucrezia, 
Augsburg 1473, Wien 1477 (= Hain, Repertorium librorum etc. 242) usw. 

Von den vielen späteren Übersetzungen und Bearbeitungen der Novelle 
seien nur die neuesten erwähnt. Es zeigt sich, daß gerade in den letzten 
Jahren das Interesse an Äneas Sylvins gewachsen ist. 

Eurialus und Lukrezia, nach der Übersetzung von 1797 neu 
bearbeitet und herausgegeben von Max Bauer, 1905 (Kabinettstücke der 
Weltliteratur I). Zum Teil im Gewände des 18. Jahrhunderts. 

Karl von Hutten, Lucrezia und Euryalus, 1889. Vollständige 
Übersetzung mit Einleitung. 

Konrad Falke, Euryalus und Lukrezia, Inselverlag 1907. Eine 
sehr leichtflüssige, nicht wörtliche, unter Umständen kürzende und ver- 
ändernde Übersetzung mit einer warmen Würdigung der Novelle und Dar- 
stellung ihrer Schicksale in Deutschland. 

Max Mell, Enea Silvio Piccolomini, Briefe, 1911, in: Das Zeit- 
alter der Renaissance, hsg. von Marie Herzfeld, I. Serie, 3. Band. Eine 
sorgfältige Übersetzung ausgewählter Briefe, darunter die Novelle, nach 
Wolkans Editio princeps. 

Richard v. Kralik, Die bittersüße Liebe. Gekürzte zierliche 
Bearbeitung in den Heimaterzählungen II, 1909. 

*) Historia verändern de dos Amanfes Eurialo, franco, y Lucrecin, 
senesu, fecha por Eiten s Silvio, Sevilla, Jac. C’romberger 1512, in-4°, goth., 


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VI 


In Italien sind ans dem XV. Jahrhundert Donati und 
Braccio (= Braccesi) zu nennen.') 

Alamanno Donati 2 ) übersetzte ohne inhaltliche Zusätze, 
aber nicht wörtlich, ') obzwar er sich als fedelissimo interprete 
einführt, perche sarebbe sacrilegio fare il contrario. Er ver- 
gröbert den Ton außerordentlich, wenn er z. B. Lucrezia von 
sich sagen läßt: lo ho poco vedere, giudicio et prudcntia: come 

hanno tutte el rcsto delle fern ine: Ic quali hanno meno cervello 

• • 

che una ocha , 4 ) oder wenn er Aneas’ feminam animal esse 
dicebat indomitum, infidum, mutabile, crudele, nulle passionibus 
deditum in folgenden Wortschwall kleidet: quella cssere uno 
animale indomabile et sfrenato senza fcde, vario, et mutabile , 
crudele, micidiale, imperioso , vano, arrogante, verboso, invido, 
malivolo, pcrrerso, vendicativo, scandaloso, querulo, dispectoso, 
iracundo, superbo, avaro, litigioso et sottoposto finalmente a 
mille passioni, et capo et radice d’ ogni nostro male et miseria. •') 

Die erfolgreichste und einflußreichste Übersetzung ist die 
von Alessandro Braccio.«) Eigentlich hat er Äneas nicht 
übersetzt sondern ganz bearbeitet; er warnt sogar jeden 
Leser vor dem Original, weil es „zu traurig und schädlich“ 
wäre. Die wahre Liebe, die so viele Kümmernisse erleidet, 

28 ff., zweite Auflage der Ausgabe von 1498, die verschwunden ist. Nach 
dem Exemplar von 1512 (Br. Mus.) veranstaltete Foulch6-Delbosc einen 
sorgfältigen Neudruck 1907, Barcellona, l’Avenr. 

') Vgl. Giov. Zannoni, Per la storia di duc amanti di Etwa Silvio 
Piccolomini, Rcndiconti della R. accademia dci Lincei, Serie IV, Vol. f>, 
1890, S. llüff- 

*) Uistoria di dun amunti compostu da Silvio Etwa pontefice Pio II 
n Mariano suo compatriota et tradocta di lingua latina in Florcnlina da 
Alamanno Donati al Magnifico Lorcnzo de Medici. Florenz, zwischen 
1480 und 1488. Unikum der Bibi. Corsini, Rom. 

*) Ich stütze mich hier ganz auf Zannoni, a. a. 0. 8. 123 ff., da ich diese 
Übersetzung nicht selbst gesehen habe. 

‘) Vgl. Octovien, V. 1703 ff. 

5 ) Ebenda V. 2584 ff. 

®) Uistoria di duc amanti, Wien 1477, Florenz 1489, Brescia 1491, 
Bologna 1492 usw. (vgl. Hain 247, 248). Neu herausgegeben von Carlo 

Modesto Massa, Capolago 1832, neben einer Bearbeitung ( Storia di duc 

• • 

amanti), die den Text nach dem Original des Aneas wiederherstellt; diese 
letztere Bearbeitung allein, in Daelli’s Biblioteca rara Bd. 38, 18G4 und 
neu herausgegeben von Eugenio Camerini, Koni 1888. 


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dürfe nicht mit dem Tode enden sondern nnr mit einer Heirat. 
Dies entspräche auch der Moral besser. Braccio läßt daher 
während Eurialus’ Aufenthalt in Rom nicht diesen, sondern 
den Gatten, Menelaus de’ Capovani, in Siena am Fieber 
erkranken und sterben. Lucrezia berichtet Eurialus den Tod 
ihres Mannes und bietet ihm ihre Hand an: 

Con ogni posaibile priego, con supplichevole core, con tutte 
le forze dcl mio ingegno, con ogni mia affezione ti priego e di 
grazia immortalissima ti domando, che mi conceda una delle 
due cose; o veramente che tu degni volere la mia indegna 
persona congiungerti per matrimonio, ovvero accettarmi come 
tua serva et ancilla, che in qualunque di questi due modi mi 
vorrai, sarö contentissima, pur che io possa vivere teco. (S. 231. ')) 

Der hochbeglückte Eurialus schickt Lucrezia als erstes 
Angebinde einen Papagei, den sie sich lange gewünscht, der 
aber verendet ankommt. Sie läßt ihn ausstopfen. Folgt ein 
Brief mit Betrachtungen Lucrezias über den toten Papagei, 
der ihr sogar ein Sonett einflößt, wie denn in jeden Brief 
eine Dichtung eingelegt wird, z. B. über das Thema „Nicht 
lieben ist wider die Natur“ 2 ) 04 Terzinen und ein Sonett 
(S. 109 ff.). Der Stil dieser Gedichte zeigt entweder ab- 
gedroschene Troubadourtechnik, wie z. B. das Sonett, mit dem 
Eurialus die Geschenke übersendet (S. 160): 

Se una miliesma parte di mia noia 
Ti fussi nota, dolce mia nimica, 

Forse i er me saresti ormai piu pia usw. 

Oder deutliche Anlehnung an die großen Vorgänger: 

Per te, donna, ha il mio cor Amor reciso 
Col fiero strale, e punto non mi sferra, 

Vincer non ho potuto esta aspra guerra, 

Perche troppo e leggiadro il tuo bei viso; 

Dal quäl, se punto avien ch’ io sia di viso, 

Greve tormento al cor dentro si scrra: 

Discesa c tua beltä dal cielo in terra, 

Formata e tua bellezza in paradiso. 

') Ich zitiere nach der Ansgabe Massa 1832. 

*) Vgl. im Octovien’schen Text V. 1506 ff. 


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VIII 


Jo non porrei narrar quanti diletti 
Al mio cor danno i tnoi lucenti rai, 

Quand ’ e ch' i’ possa rimirarli unquanco. 

Cosi resurgon poi contrari cffctti, 

E doglie amare piü che morte assai 
Cuando tua Meta vista mi vien manco. 

(Sonett aus der ersten Epistel des Eurialus, S. 160.) 

Die Pacorusepisode ist gestrichen, die Gestalt des Pandalus 
sehr breit mit possenhaften Einlagen hingestellt. Braccio 
zieht vor, Pandalus für seine Kupplerdienste nicht den Grafen- 
titel empfangen zu lassen. Vielmehr schickt ihm Eurialus 
sofort ein prächtiges Pferd und, da Pandalus ein Freund von 
Bisticci ist und sich für einen Kenner hält, das folgende 
Sonett (S. 218): 

Amorc amaro i savi e’ matti mette 
In frotta c’ n fretta , dcntro e fora, fura 
Gli amanti amati, e com ’ uotn d’ ira dura 
GH fora e fere con sii alte saette. 

E tira piü ch' un toro c sotto sette 
Suoi chiodi chiude il cuor con cara cura, 

E con sua j)ossa }>assa mari e tnura, 

E pone in pene, amazza e mozza in bictte. 

Costui m’ ha ratto rotto e, spento, spinto 
Che senza sarte in sirte surto gemo 
Avante a’ vanti in pene tante tinto. 


GUi ardo, rido e rodo cl stramc stremo, 

Mia vita e vota et ha suo vanto vinto 
Amorc , io moro e sparto ho ’l spirto e scemo. 


Pandalus ist über die Gabe so entzückt, daß er den Über- 
bringer zu Tisch behält. Noch willkommener ist ihm ein 
anderes Geschenk Eurials, un pajo di calze verdi con un pajo 
di pollastre, denn: era questo Pandalo della fine razza de ’ 
boriosi, e veramente non potea nepare essere della famiglia 
de Capovani, perche avea il capo piu rano ehe un bucciuol di 


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IX 


canna. Es folgt nun eine possenhafte Szene, wie Pandalus 
das Pferd besteigt und, des Reitens ungewohnt, die ver- 
schiedensten Abenteuer besteigt, den Gassenbuben zum Ge- 
lächter, deshalb beschließt, das Pferd zu verkaufen, usw. 

Den Schluß der Erzählung macht die breite Schilderung 
der Hochzeitsvorbereitungen und wie si celebrarono le nozze 
in palese, le quali giä piii volle in occulto s' erano consumute. 
— Non fu necessario dare a Lucrezia le mandole, ne hisingarla 
che aprissi V uscio al honcio, o che mettessi in gabbia il pincione 
(S. 244). Ihre freudige Liebe steigert sich in der Ehe noch 
andauernd und währt bis ins Greisenalter. Eurialus kauft 
in Siena das prächtige Haus neben dem Kloster Santa Marta 
und viele andere schöne Besitztümer, wird Bürger von Siena 
und stirbt fünfundsiebzigjährig. Lucrezia, die ihm acht Söhne 
geboren, überlebt ihn noch um drei Jahre, lasciando dopo loro 
i figliuoli tutti vivi, e ricchi e bene imnati. 

Diese Fortführung des Stoffes „con cose piacevoli ejoconde“ 
machte Glück und w'urde ins Französische übersetzt: lioman 
d’Eurial et Lucresse , Bibi. Nat. Ms. Fr. 19178») (XVI. Jh.), 
fol. 1: Commancement de Vhistoire des dcux tresardantz et 
parfaictz amantz Eurial et Lucresse de Siene. Entrant 
Vempereur en la cito de Siene ... — Fol. 89 v : et Lucresse 
survesquit troys ans, luissans aprcs eulx dculx tous leurs 
enffans vivans, riches et bien conditionnez. Ein. 7 ) 


Eurialus in Frankreich. 

• • 

Abgesehen von der Übersetzung des Braccio sind in 

• • 

Frankreich folgende Übersetzungen zu nennen, die direkt auf 
Äneas Sylvius zurückgehen: 

*) Dies die Bearbeitung, auf die Gröber in der Geschichte der frz. 
Lit., Gr. d. Rom. Phil. II, S. 1168 anspielt. Vgl. Brun et, Manuel du libraire 
S. 68/69. 

*) Prof. Rud. Wölkau, dem ich für mehrere Auskünfte zu Dank ver- 
pflichtet bin, macht mich auf zwei spätere Arbeiten aufmerksam: 

1. Francesco Barlattani übersetzte De tluobus nwmitibns 1666 
ins Italienische. Cod. Vatic. Cappon. 79, fol. 170—319. 

2. Der Codex Vatic. Ottob. lat. 2853 ff. 152 — 63 enthält eine Hi stör in 
trium amantum, Fierine, Janotii, Fistotiensis et Luchesini Lucensis, eine 


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a) Anthitus. 

1. Lystoire de deux vrays amäs eurial Ab hicresse. Fol. l b : 
Holzschnitt mit Inschrift: Lucresse Eurial. Fol. 2*: Sensuyt 
listoire de eurial A- lucresse co pillee par enec siluius A träs- 
latee de latin en francoys par maistre antitu schappellain de 
la salcte chapelle aux ducz de bourgoiyne a digon a la priere 
e regste des danies. Fol. 48 a , 1. 21: Lexcusacion de lacteur. 
(Reichling, Appendices ad Haini-Cop. Rep. 4, setzt an: Lyon 
etwa 1490.) 

2. Sensuyt Ihistoire des deux vrays amans Eurial et la 
belle iAicresse, nouvellement imprime a Lyon. On les vend 
a Lyon sur le rosne cheulx Olivier Arnoullet dcmourant auprcs 
de nostre damc de Confort. Pet. in -4° goth. 32 ff. Mit dem 
zweiten Titel: Sensuyt Ihistoire de Eurial et Lucresse, cöpillce 
par enee Sylvius et träslate de latin en francoys par maistre 
Anthitus chapellain de la saincte chapelle aux ducz de bour- 
gongne a la priere et requeste des dames. (Brunet, Man. du libr., 
Baudrier, Bibi. Lyon. X S. 48; von G. Reynier, Le Roman 
sentimental avant l’AstrSe, 1908, S. 29 ins Jahr 1497 gesetzt.) 

3. Sensuyt listoire des deux vrays amans Eurial et la 
belle Lucresse. Fol. l b : Sensuyt Ihystoire de Eurial et lucresse 
compilee par Enee siluius et translate de latin en francoys par 
maistre Antitus chappelain de la saincte chapelle aux ducz de 
llourgogne a la priere et requeste des dames etc. Paris, Michel 
Le Noir, 34 ff. 381. (Hain *245, Brunet a. a. 0., Pellechet, 
Cat. gen. des Incunables des Bibi, de France Nr. 168). 

4. Lystoire de deux vrays amans eurial et lucresse etc., 
s. 1. n. d. in -4° goth., Heft A enthält nur sechs Blätter. 
(Brunet, a. a. 0.) 

b) Octovien de Saint-Gelais. 

1. Lystoire de eurialus et lucresse. vrays amoureux. Selon 
pape pie. Unter dem Titelbilde (fol. a 2 r ): 

eN lonneur de la saincte trinite 
Louenge de vous charles roy trcschrctien 
De latin en francois lay translate 

anonyme schwache Nachahmung der Novelle, die den Inhalt als wahr und 
„neulich“ in Etrurien vorgefallen angibt. 


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XI 


Lystotre du tresfort amoureux hen 
Deurialus et de lucresse le mamtien 
Que en amours ont eu durant leur vic 

usw., s. 1. e. d. [1493] 94 ff. Der Name Oetovien de Saint- 
Gelais ist nirgends genannt. Doch kann nur diese Übersetzung 
gemeint sein, die Oetovien in seinem Sejour d'honneur (IV. Buch, 
fol. 154 v ) als die seine bezeichnet: 

Quant au premier le livre translatay 
D'Eurialus et de dame Lucresse 
Et qu'en franroys de latin le gettay , 

Selon mon sens et ma rüde simplesse, 

Par le vouloir et pour la Charge erpresse 
Dune dame qui ce me commanda; 

Las, ä la foys que celle me manda 
Sentu n’avoys les ameres pinctures 
De viellesse en mes nerfz et junctures. 

Daß Oetovien sich hier derselben Strophenform bedient wie 
im Eurialus, könnte nicht als Stütze dienen, denn diese Strophen- 
form gehörte damals zu den beliebtesten (vgl. S. XLVIII). 
Auffallend ist, daß Oetovien so wie Anthitus „auf Wunsch 
einer Dame“ an die Arbeit ging. Wenn Oetovien von seiner 
rüde simplesse spricht, so muß bemerkt werden, daß er 
im Sejour stilistisch keine erheblichen Fortschritte zeigt; aber 
er war vom Übersetzen zum selbstschaffenden Dichten gelangt. 
Nach Octovien’s Versen könnte man glauben, daß zwischen 
dem Zeitpunkt des Rückblickes und dieser Jugendarbeit ein 
Menschenleben liege; das ist durchaus eine poetische Fiktion 
und für die Datierung des Eurialus nicht zu verwerten. 
Oetovien hat zwar sicher mehrere Jahre am Sejour d’honneur 
gearbeitet, war aber ebenso sicher noch kein Dreißiger, als 
er ihn vollendete. Er selbst fügt dem tiefempfundenen Ab- 
schied an das Leben und die Lebensfreude fol. 156 r hinzu: 

Ainsi estois souhz l'arhre de soussy 
Lequel avoit plante melencolie, 

Faisant regretz et pensant tout cecy 
Comme celuy qui soing douloureux lye, 

Car ja presse estoye de maladie 
Et ptiis aage m’ avoit d'emblee prins. 


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Quant je tue vy st promptement surprins, 

Sans y trouver ressource ne remyde, 

Plorer me mys, mais ce fust Sans ayde. 

Die schwere Krankheit, die ihn befiel, hat ihn d’emblee 
und si promptement auch zum alten Manne gemacht. In ganz 
eigenartiger und ergreifender Weise zeigt uns Octovien sein 
physisches Leiden im Spiegel der Dichtung. In Wahrheit 
aber liegen zwischen dem Eurialus und der Vollendung des 
Sejour höchstens sechs Jahre. 1 ) Über die Datierung des 
Druckes sowie über die verschiedenen Exemplare vgl. S. IL. 

2. G. Reynier verzeichnet einen späteren Abdruck in: [Jean 
Bouchet] Les Angoisses et remedes d'amours du traverseur ä 
son adolesccnce. Auquel est adjouste nne plaisante histoire 
d’Eurial et Lucresse redigee en langue latine par Aeneas 
Sylenius (sic), poetc excellent et depuis trad. en vtilg. fr. Rouen, 
Ab. Cousturier, 1599, 12° und 1602. 2 ) 

c) Spätere Übersetzungen. 

1. U Histoire dclectable et recreative de deux parfaits 
amans, estans en la eite de Sene, redigic en latin par Encas 
Silvias, et traduite en vulgaire fran^oys. 1537 in -16". 

2. Du Verdier zitiert eine Eurialus-Übersetzung von Jean 
Millet, 1551. 

3. Fr. de Louvencourt, Les Amours de Sienne ou Von 
prouve qne les femmes font mieux Vamour quc les vefves et 
les flies. Paris 1598, Leyden 1706. (Nachahmung des Äneas.) 

4. „M. D. S. H., Varietes, ou divers ecrits, Amsterdam 1744 
(enthält eine Übersetzung des Eurialus). 

Vgl. Brunet, Manuel du libraire und La France litteraire 
au XV c si&cle S. 162, sowie G. Reynier a. a. 0. 

Die zwei vor dem Jahre 1500 abgefaßten Übersetzungen, 
von denen hier allein die Rede sein soll, sind voneinander 
ganz unabhängig. Die des Octovien de Saint-Gelais ist 
ganz in Versen, die des Anthitus ist eine Mischung von Prosa 

•) Ich beabsichtige an anderem Orte auf diese Frage zurückzukommen. 

*) Es ist mir nicht geglückt, etwas Näheres über dieses Exemplar 
zu erfahren. 


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XIII 


und Vers, jedoch anders als bei Braccio. Hier nämlich ist die 
Erzählung durchweg in Prosa und die Verse sind in die Briefe 
eingeflochten. Die Personen selbst dichten. Anthitus aber 
läßt Prosa und Verse auch in der Erzählung wechseln, wählt 
also ganz frei zwischen seinen Darstellungsmitteln. Die 
Übersetzung des Anthitus ist im ganzen eine Kürzung des 
Originals, die Octoviens eine sehr völlige Erweiterung. Er 
brachte sie auf das bei den älteren Franzosen beliebte durch- 
schnittliche Maß einer poetischen Erzählung, d. i. auf etwa 
4500 Verse. 

Es lag etwas Befremdliches in- der Annahme, daß un- 
mittelbar nach der weitläufigen, aber leichtfüßigen und ein- 
schmeichelnden Stanzenerzählung des damals überaus ge- 
schätzten Octovien eine kleine Prosaversion erschienen sein 
sollte. 

Es ist von vornherein wahrscheinlicher, daß Anthitus’ 
kurze Erzählung mit eingelegten Versen das Mittelglied 
zwischen dem Original und der Überdichtung Octoviens bilde. 
In den letzten Jahren hat die Auffindung des Exemplars Reich- 
ling 4 die annähernde objektive Gewißheit gebracht, daß die 
Übersetzung Anthitus’ der Octoviens — wenn auch nur um 
wenige Jahre — voranging. 

Von den vier bekannten Ausgaben Anthitus’ sind, soviel 
mir zu ermitteln gelang, jetzt drei Exemplare vorhanden, 
eines der dritten (Pellechet Nr. 168), in Aix, von wo es laut 
testamentarischer Bestimmung des Erblassers nicht verschickt 
werden darf, eines der zweiten in Grenoble (unvollständig, 
vgl. Baudrier) und eines der ersten (Reichling 4), 1 ) im Besitz 
von Charles Fairfax Murray Esq. 5 ) in Florenz. In Anbetracht 
der erschwerten Zugänglichkeit beider Exemplare, wie der 
literarischen Wichtigkeit dieser ersten Übersetzung, die bisher 
noch nie bearbeitet worden, dürfte eine ausführlichere Be- 
sprechung der ersten Ausgabe nicht überflüssig sein. 


*) Beachte jedoch die Unterschiede im Druck des Titels, wie ihn 
Reichling wiedergibt, S. X mit dem von mir kopierten S. XIV. 

*) Ich danke dem Besitzer, gewiß im Namen aller, die sich für lite- 
rarische Schätze interessieren, für die in freundlichster Weise erleichterte 
Benutzung seines Unikums, sowie für die Erlaubnis, daraus Veröffent- 
lichungen zu machen. 


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XIV 


Antliitus Übersetzung. 

Mr. Murrays Exemplar ist ein mit großen Holzschnitten 
versehenes Oktavbändchen allerkleinsten Formates. Die un- 
geschlachten Gestalten, deren Köpfe meist zu groß geraten sind, 
halten stets ein Schriftband und je nach dem Text ändert sich der 
darein geschriebene Name, nicht die Gestalt, so z. B. für Lucresse 
und Catherine. Fol. a 2 r . Sensuyt listoire de Eurial et Lucresse 
compilee par Enee Siltnus et translatee de latin en franroys 
pur maistre Anthitus, chappellain de ln saincte chappelle aux 
dticz de liourgoigne a I)iynn, a la priere et requcste des dum es. 
Folgt eine Widmung an den Leser in Versen, in der versichert 
wird, es sei convenable und recepvable quasi en tous endroys, 
aus dem Lateinischen ins Französische zu übersetzen; dann 
die Epistel Äneas* an Mesire Gaspar Sicly (= Schlick) Seigneur 
de Neufchastel et chancelier de Vempereur Sigismond, endlich 
ein Huitain des Verfassers en rime hermanetique retrograde 
en tous sens admonestant les pouvres amoureux. Es lautet: 

Evitez vorn tous parfais amoureux, 

Levez les yeulx, prencz a cecy garde. 

Entendez tous , monstrez vous curieux, 

Soyez songneux et plus fins que moustarde. 

De tnieux en mieux, quoy que la chose tarde, 

A tous propos vous trouverez eureuz. 

En tous bons lieux , qui qu’en blasonne ou tarde 
Vous aurez loz, nuilgre les en vieux. 

Se bien ces huit lines visez, 

Quarante et huyt en y lisez. 

Das Kunststück wird wohl auf folgende Weise zu lösen sein: 


1. 

Evitez 

10. 

En- 

2. 

vous 

11. 

ten- 

3. 

tous 

12. 

dez 

4. 

parfuis amoureux, 

13. 

tous, 

5. 

Levez 

14. 

Mons- 

6. 

les 

15. 

trez 

7. 

yeulx, 

16. 

vous 

8. 

Prenez 

17. 

curieux, 

9. 

a cecy garde. 

18. 

Soyez 


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XV 


19. 

son- 

34. 

En 

20. 

gneux 

35. 

tous 

21. 

Et 

36. 

bons 

22. 

plus fins que mous- 

37. 

lieux, 

23. 

tarde . 

w 

38. 

qui qu’en 

24. 

De mieux 

39. 

blason- 

25. 

en 

40. 

ne ou 

26. 

mieux > 

41. 

tarde, 

27. 

quoyque la chos - 

42. 

Vous 

28. 

e tarde, 

43. 

avrez 

29. 

A tous 

44. 

loz 

30. 

propos 

45. 

nuilgre 

31. 

vous 

46. 

les 

32. 

trouverez 

47. 

en- 

33. 

eureux , 

48. 

vieux. 


Die beiden Geleitverse lassen sicli auf diese Weise in ein 
Huitain auflösen: 

1. Se bien ces 

2. huit 

3. Lines visez, 

4. Quaran- 

5. te et 

6. huit 

7. en 

8. y lisez 

Ancli am Sclilusse der Erzählung gibt uns der Verfasser 
eine Nuß zu knacken in 

Lexcusacion de l'acteur. 

A tous ceulx qui cecy lyront 
Noms supplions treshumblement 
T iennent telz terrnes qu'ilz vouldront, 

Hault ou bas, car moyennement 
II procede et rudenient, 

Tom£ est fait en gros bourguygnon, 

Uoms nous pardonrez franchement 
Sans adviser de nous le nom. 

Die Anfangsbuchstaben ergeben den auf dem Titelblatte 
ausgedruckten Namen Anthitus, den man auf den ersten Blick 


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XVI 


für ein Pseudonym zu halten geneigt ist. Da aber anderer- 
seits der Verfasser seine Stellung angibt, war dieses Pseudonym 
auf alle Fälle, mindestens für den Kreis der Nächststeheuden, 
ganz durchsichtig. Nach Emil Picots Meinung 1 ) wäre 
Antitus 7 ) der wirkliche Name des Kaplans. Der Name 
kommt jedoch, wie es scheint, niemals in Dokumenten vor, 
sondern nur in der Literatur der damaligen Zeit und zwar 
im ganzen an folgenden Stellen: 

1477 erwähnt der Interpolator von Jehan de Royes’ 
Chronique scandaleuse einen geschickten Scharfrichter namens 
Antithus: Auquel lim d’Arras, maistre Antithus , nomine maistre 
Denis Cousin, fist ungne merveillmse et grande execution 
d’aucunes gcnsA) 

Coquillart nennt in seiner Enquete *) in einer durch- 
aus ironisch zu nehmenden Aufzählung großer Rechtslehrer 
Johannes Antitus glosator iuris civilis (S. 83), dessen Namen 

Hericault mit tetu zusammenhält während Le Duchat ihn aus 

0 

äne tetu -f entete erklärt. Die Enquete ist aus dem Jahre 
1478. Einen „Rechtsgelehrten“ zweifelhaftesten Charakters 
lernen wir kennen in der Farce Nouvelle de deuxjmnes femmes 
qui coiferent leurs maris, par le conseil de maistre Antitus , 5 ) 
der den beiden Ehemännern befiehlt, ihren Frauen zu gehorchen, 
und den beiden Frauen: 257 . . . leur baillez pour chosc honneste 
Une coiffe dessus leur teste; Voila ce que je vous urdonne. 

1491 im Mystere de Vengeance de Nostre Seigneur (bei 
Verard) erscheint er als Arzt von derselben Art und Geschick- 
lichkeit wie dort als Rechtsprecher. Zu dieser Gestalt paßt 
die von Lacroix (Jacob)") zitierte Redensart faire de V Antitus 
,sich wichtig machen*. 

1507 erschien — wohl zum erstenmal — in dem Sammel- 
bande La Nef de Santo bei Verard die große originelle Moralite 

*) In einer brieflichen Mitteilung, für die ich hier nochmals danke. 

*) Der Name begegnet uns mit und ohne -h-. Für unseren Autor 
ist, wie aus dem Akrostichon ersichtlich, die Form mit -h- beizubehalten. 

8 ) Journal de Jehan de Roye, publik par Mandrot, II p. 365. 

4 ) Ausg. Hericault II, 73 ff. 

*) Nouveau Recueil de farces fran?aises des XV e et XVI* sifecles, p. p. 
Emile Picot et Cristophe Nyrop, Paris 1880. 

•) Recueil de Farces, Soties et Moralins du XV* siede p. p. P. L. Jacob, 
bibliophile (Bibi. Gauloise), Paris 1859, S. 328. 


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XVII 


La condamnacion de Bancquct ’) von Nicole de la Chesnaye, 
in der maistre Antithus als amateur de bonne ch'ere , 2 ) als une 
esjpcce de Lucullus J ) Vorkommen soll. 

Dieser Auffassung kann man nicht ohne weiteres zu- 
stimmen. In der Moralite werden Soupper und Banquet als 
Feinde der Menschen eingeführt. Soupper als Hausherr über- 
fällt die bei ihm versammelten Gäste, Bonne Compagnie , Je- 
boys-ä-vous, Je-pleige-d’autant usw., mit einer Rotte teuflischer 
Wesen: Jaunisse, Gravelle, Goutte, AppopJcxie, Epilencie, Para- 
lyse usw. Es kommt zu einer grossen Prügelei, bei der alles 
in Trümmer geht. Nachdem die Gäste diesen Überfall zurück- 
geschlagen und, selbst vielfach verwundet, sich entfernt haben, 
erscheint Soupper' s Dienerschaft: 

L'escuyer. 

Qu esse cy? Ho! 

Le premier Serviteur. 

tout est gaste. 

Le second serviteur. 

Je n'y congnois ne pot ne rerre. 

L’escuyer. 

Tout ce que avons cy aporte 

Est ruc bas. 

Le premier Serviteur. 

Tout va par terrc. 

Le second serviteur. 

Est ce point (Tung coup de tonnerre? 

Le cuysinier. 

Est ce point d'ting coup de tempeste? 

Soupper. 

Belevez tout et quon resserre! 

*) Jacob, Recueil de farces etc. nnd E. Fonrnier, Le ThSatre fran<;ais 
avant la Renaissance. 

*) Picot a. a. 0. S. LIII. 

*) Jacob a. a. 0. 328. 

b 


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XVIII 


L'escuyer. 

Ha, vous avez fait ccste feste? 

Quel maistre Antitus! 

Le premicr serviteur. 

Quel prophette? 

So upper. 

J'ai montre un tour de fin koste. 

Le cuisinier. 

% 

Vous estes une faulse beste. 

usw. 

Hier scheint durchaus nicht einwandfrei der Sinn vorzu- 
liegen: Was für ein Feinschmecker! Vielmehr, wie auch der 
Nachsatz: 'quel prophette!' sagt, „was für ein Richter!“ Wie 
scharf bist du mit den Leuten ins Gericht gegangen. Du 
lockst sie an und überfällst sie. Du Henker! Es handelt 
sich keineswegs darum, Soupper als Hersteller eines leckeren 
Mahles zu bezeichnen, sondern als den, der die Gäste ins Ver- 
derben lockt, ihnen Pein verursacht. Geht doch der ganze 
Tenor der Dichtung dahin, die verderblichen Folgen der 
Schlemmerei zu zeigen. Das Wort prophette kann hier ja 
auch nur im Sinne des im Sturm daherfahrenden Züchtigers 
genommen werden. 

Ganz klar ist jedoch auf einen Speiseverständigen an- 
gespielt bei Rabelais IV, XL, wo „maistre Antitus“ in der 
Zahl der Meisterköche erscheint, die in die grosse Sau steigen, 
wie die griechischen Helden in das hölzerne Pferd ; auch V, II 
begrüsst Panurge den Einsiedler Albian als „maistre Antitus“ 
in ähnlicher Anspielung. Endlich II, XI alors qu'on fasset 
liccncie Maistre Antitus des Cressonnicres en toute lourderie 
usw. Von da ist die Gestalt in verschiedene andere Schriften 
des XVI. Jahrhunderts gekommen, wie Picot 1 ) nachgewiesen 
hat. Diese verschiedenartigen Anspielungen lassen sich unter 
der Gesamtcharakteristik des Tausendkünstlers zusammen- 
fassen, der verschiedene und besonders fragwürdige Künste 
versteht. Nur ein einziges Mal wird eine wirkliche Person 

>) a. a. 0. S. LIII ff. 


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XIX 


mit dem Übernamen Anthitus belegt, der Scharfrichter Denis 
Cousin. 

Nach alledem erscheint Picots Annahme nicht ganz über- 
zeugend, 1 ) daß der Kapellan der Herzoge von Burgund die 
historische Urgestalt sei. auf die — mindestens im Anfang — 
die literarischen Karrikaturen zurückging. Vielmehr wäre 
es nicht undenkbar, daß gerade umgekehrt der Übersetzer des 
Eurialus an den willfährigen Verfechter der Frauenrechte in 
der Farce heiter anknüpfte; besagt er doch schon auf dem 
Titelblatt, daß er auf Wunsch der Damen das Werk ausführte, 
das gerade bei Frauen größten Erfolges gewiß sein durfte. 

Abgesehen von diesen inneren Gründen spricht auch die 
Chronologie gegen Picots Annahme, denn es ist nicht eben 
wahrscheinlich, daß die Gestalt des Eurialusübersetzers schon 
vor dem Jahre 1477 so bekannt war, daß der Name zum 
Gattungsnamen für allerhand dunkle oder lächerliche Ehren- 
männer geworden sein konnte. Da hätte er doch mindestens 
noch um 20— 30 Jahre älter sein müssen. Doch ist die Eurialus- 
übersetzung vor dem Jahr 1490 nicht nachweisbar, auch in 
keiner Handschrift. Irgendein anderes Geisteserzeugnis ist 
mit dem Namen Anthitus nicht verbunden. 

An historischen Nachweisen über seine Person fehlt es 
fast ganz. Nicaise Ladam le Songeur 2 ) nennt unter den 
bedeutendsten Dichtern seiner Zeit neben Octovien de 
Saint- Gelais (le grand poete evesque d’Angoulesme) und 
Allain Chartier auch Anthitus mit dem Ausdruck der 
Trauer, daß sie alle schon tot seien. Dies gibt uns die sichere 
Kunde, daß er 1506 nicht mehr lebte. Noch einmal begegnet 
uns sein Name, und auch hier wieder in rühmlichster Weise, 
bei der Aufzählung der grüßten Stilisten aller Zeiten: Cicero, ' 

Boccaccio Allain Chartier — Petrarca maistre Arnoul 

Greban Messire Octovian, pasteur et evesque d’Angou- 

lesme, Pierre Gringoire, maistre Guillaume Crestin, Antitus, 

George Chastelain usw. im Contreblason de faulses amours , 

dessen früheste bekannte Ausgabe 5 ) 1512 nouvellemcnt imprime, 

‘) a. a. 0. S. LIY. 

a ) Picot, a. a. 0. S. LV. 

*) Vgl. A. Piaget und E. Picot, Ausgabe des Guillaume Alexis, I, 
Soc. des Aue. Textes 37, S. 280. 


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XX 


also dem Gedichte le Songeurs fast gleichzeitig ist. Mit 
dieser Wertschätzung ist es ganz lind gar nicht vereinbar, daß 
Anthitus 1477 eine in weiteren Kreisen bekannte lächerliche 
Figur, 1478 ein sprichwörtlicher Allesversteher gewesen sein 
sollte. ') 

Alle Bemühungen, seine Spur historisch festzustellen, sind 
bisher gescheitert. In Betracht kam folgendes: 

I)a Anthitus sich 1490 Kapellan der Herzöge von Burgund 
nennt, in dieser Zeit aber der nachmalige Kaiser Maxi- 
milian I. die Herzogswürde bekleidete, wurde das kaiser- 
liche Haus- und Staatsarchiv in Wien zu Rate gezogen. Die 
daselbst vorhandenen vierzig Bände Maximiliana enthalten 
jedoch nur auf das Reich, nicht auf Burgund bezügliche 
Dokumente. Die Archive von Dijon, in denen letztere zu 
vermuten waren, gaben keine Auskunft. 

Da die Kapelläne der Sainte Chapelle in Dijon wieder- 
holt auch die Stelle von Bibliothekaren bekleideten, konnten 
die Inventare des burgundischen Hofes durchsucht werden. 
Folgende Werke ergaben nichts: B. Prost, Inventaires, 
mobiliers, comptes des Ducs de Bourgogne; A. Du Chesne, 
Hist, des roys, ducs et comtes de Bourgogne et d’ Arles; La 
Serna- Santander, La bibliotheque dite de Bourgogne k 
Bruxelles; Peignot, Catalogue dune partie des livres com- 
posant la bibl. des ducs de Bourgogne; Bar ante, Histoire des 
ducs de Bourgogne. Sein Name ist nicht erwähnt in Goujet, 
Viollet-le-Duc, Sainte-Marthe, Melanges tires d’une 
grande bibliotheque; auch nicht in der vortrefflichen 
„Litterature framjaise k la cour des Ducs de Bourgogne“, von 
Georges Doutrepont (Bibi, du XV e siede, VIII). Es bleibt 
also vorläufig ganz unaufgehellt, ob er sonst noch etwas ge- 
schrieben hat (vielleicht unter anderem Namen?) oder nicht; 
denn die wenigen Literarhistoriker, die ihn nennen, verzeichnen 
eben nur seinen Namen und die Eurialusübersetzung. Es sind 
dies meines Wissens: Du Verdier S. 90 , Papilion, Biblio- 
theque Bourguignonne 1745, I S. 3—4, De la Monnoye in 
einem Briefe 1724, zitiert bei Papilion, Chevalier, Repert, 


') Kor. -Note. Zn spät sehe ich, daß G. Paris Rom. X, 284 u. XVI, 419 
das Obengesagte z. T. schon ausspricht und Anthitus bei M. Le Franc belegt. 


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des sources hist.; aus der Gegenwart die S. XVI ff. erwähnten 
Forscher, ferner Henri Chatelain „ Recherches sur le 
vers frangais au XV* siede“ (Bibi, du XV e siede, IV) und 
G. Reynier, „Le roman sentimental avant l’Astree“, S. 29 ff. 

Betrachten wir nun die Übersetzung, die Anthitus zu 
solcher Wertschätzung verhalf, und vergleichen wir sie mit 
der Octoviens. 

Quant en la noble et grant eite de Senc 
Entra jadis en mojeste haultainne 
Sigismunde Vempereur d’Alemaingne 
Et sa noblesse, 

Quel grant triumphe, quel honneur, quel largesse, 

Qucl huult recueil, quelle joge et Hesse 
Lug fust lors faictc de toute gentilesse 
A ses entrees, 

% 

Chascun le scet. Mais quatre mariees 
Entre aultre J ) choses lug furent presentees 
Qui a leur mode estogent treslnen parees 
D’une parure, 

Lesquclles estogent quasi d’une estature 

usw. 

Anthitus folgt dem Original treuer als Octovien in der 
Schilderung des Eindrucks, den Lucrezias Erscheinung macht; 
aller Augen folgen ihr: tout ainsi que Orpheus au son de sa 
harpe tiroit a sog les forestz et roches ainsi tgrogt ladictc 
Lucressc a sog les cueurs des hommes par ses dotilx regars en 
quelque Heu qu’elle les fist. Der Passus fehlt bei Octovien, 
vgl. V. 125-229. 

Der Übergang der Erzählung von Lucrezia zu Eurialus 
ist wesentlich geschickter als bei Octovien (V. 250—251), der 
die, Hauptgestalt der Dichtung in auffallend schwächlicher 
Weise einführt. 

Die Erscheinung Eurials ist in 12 Strophen, en rinne didas- 

• • 

calique weit ausführlicher als bei Aueas geschildert: 

') Die Fehler des Textes sind nicht verbessert, nur diakritische Zeichen 
wurden hinzugefügt und die Orthographie nach dem S. LXII auseinander- 
gesetzten Prinzip verändert. 


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XXII 

En l’aage de trente ans ') estoit, 
En la flenr de tonte jeunesse; 
Sa beaulte moult le decoroit 
Et pareillement sa richesse, 

Au surplus tonte gentilessc 
Avoit cn cueur et en courage, 
Tant estoit bening personnage. 


Auch Kapitelüberschriften werden in Strophenform gegeben, 
z. B. fol. b. 5 : 


L’acteur. 


Lucresse navree jusques au cueur , 
Oubliant d'cstre mariee, 
Languissant en peine et douleur, 
De tonte joye separee, 

Comme une femme desolee 
Contoit ses douleurs et regres 
Comme vous ourrez cg apres. 


Lucrezias Selbstgespräch, das die nächsten neun Strophen 
füllt, ist — natürlich abweichend vom Original und ganz im 
Stile der mittelalterlichen Dichtung — in eine Unterredung 
zwischen Lucresse und Raison verwandelt, die übrigens recht 
klar gegliedert ist. 


Lucresse. 

0 mon espoir qui tire sans compas 
Mon cueur a toy, dont souffrc maulx a tos, 
Ce non obstant a toy me suis donnee 
Et, si te plaist, vivre tu me feras, 
Pareillement aussi tu mocciras, 

Car j’ay ma vie a ton vueil ordonnce 
Et, que plus est, de cueur abandonnee 
Me suis a toy par ung ardant dcsir 
Et n’ay desir de creature nee 
Fors que de toy, de qui je vueil jouyr. 


') Im Original und sonst überall zweiunddreißig. 


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Raison. 

O noble damc, tu t'en repentiras! 

Vise en toy mesme les honneurs que tu as 
Et ne soye point si tresdcsordonnec. 

En ung cstrange peut estre te fyras, 

Dont en fin deceue te trouveras 
Et demouras au monde infortunee. 

Poise ces motz, ne soy pas indignee, 

Mais de bonne heure ricns a moy a sccours, 

Pense a garder ta bonne renommce, 

Et laisse aller toutes f olles amours! 

usw. 

Bei jeder der Redenden bildet die Endzeile der Strophe 
Refrain. 

Rede und Gegenrede fallen ins Kleinbürgerliche: 

Femme perdue, femme pleine de rage , 

Veulx tu ainsi tromper ton mariage? 

sagt Raison. Und Lucrezia lehnt die Notwendigkeit, auf ihre 
Mutter Rücksicht zu nehmen, mit den Worten ab: 

Quant a ma mere, eile est toujours contraire 
A mon vouloir et ce que je vueil faire. 

Nach dieser ausgiebigen Erweiterung der Erzählung spart 
der Übersetzer Platz, indem er die psychologisch feine Schilde- 
rung vom wachsenden Widerwillen Lucrezias gegen ihren 
Gatten ganz ausläßt. Dafür faßt er in einer prose epilogale 
(b 7) Lucrezias Zustand noch einmal zusammen. Die folgende 
Erzählung schließt sich enger an das Original, nur daß Eurialus 
un ckeral ongre reitet. Erst im Gespräch Lucrezias mit Sozia 
beginnen wieder Verse (c 1). 

Elas, fortune, a quoy tient y 
Que jadis ne feuz mariee 
A ung tel mignon que voycy! 

J’estoy au monde bien euree, 

Mais pur vigueur desordonnee 
Tu ne m'as pas roulu ce bien, 

Car a ung vieillart suys donnce 
Qui ne me vient a goust en rien. 


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XXIV 

Fast alle Gespräche sind in dramatischer Form mit auf- 
gedruckten Personennamen gegeben. 

Lucrcsse. [ZjOsias. mon bon serviteur 

En qui j’ai tonte ma fiancc, 

Je te rcquier de tont mon cueur 
Quc tu soye de mon aliance. 

II y a ung mignon de France, 1 ) 

Quc tu voy passer plusieurs foys 
Avec Cesar, comme je pense, 

Quc me dye se tu le cognoys! usw. 

Sozias, je m'en fic en toy 

Et sgay bien que point ne vouldroye 

Me deceler, ainsi le croy, 

Et aussi tu ne daigncroye. 

J’ay choisy d'honneur la monjoye, 

Eurial, qui est en mon cueur 
Tant qu'oublyer ne le s^auroye, 

Dont je sou ff re griefve douleur. 

Zosias. Las pouvre femme desolee, 

Cuide tu ton peche celer? 

Veulx tu aimer a la volee 
Ung qui demain s'cn veult aller ? 

Veulx tu ehascun faire parier, 

Veulx tu estre deshonnource, 

Veulx tu ton bruyt ravallcr ? 

Tu sccroye bien femme esgarcc. 

Wie man sieht, ist Anthitus oft prägnanter und wirksamer 
als Octovien (vgl. V. 586 — 834). 

Das Gespräch wird öfters durch Erzählung in Prosa 
unterbrochen, die kaum mehr als eine Bühnenanweisung ist 
(fol. c3 v Zosias se mist a genoulx prestement u. ä.), und en prose 
epylogale a la louange de Zosias et de tous bons loyaulx servi- 
teurs beschlossen. 

') = Frankenreich. Auch Donati hat das Franco des Originals irre- 
geführt und veranlaßt, Eurialus als frunzese einzu führen. 


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XXV 


Auch aus dem Selbstgespräch des Eurialus ist eine Unter- 
redung geworden, und zwar zwischen Buison naturelle und dem 
Helden. Die Vergleichung mit den Tieren ist übersprungen, 
ebenso die Anspielung auf Sapphos Epistel an Pliaon, die sich 
der Heroidenkenner Octovien nicht entgehen ließ (V. 959). 

Folgt die lettre tnissive en bailade, in gleicher Strophen- 
form wie das frühere, mit dem Refrain: 

Car au vray dire je t'aime mieulx que moy. 

Es sind drei Strophen und eine halbe, die Konklusion, (die 
übrigens aus Versehen des Druckers mitten in der dritten 
Strophe steht), so daß das Ganze einem Troubadourliede, resp. 
einer Ballade ähnlich gebaut ist. 

Kurze Erzählung in Prosa vom Besuch der maquerelle 
bei Lucrezia. die print les lettres et les mist cn pi cccs avant 
que les lire et les getta dedans les cendres (fol. c 7 V ), aber tant 
j>lus qu’elle pensoit a ces lettres tant plus s'enyvroit du beuvrage 
amoureux (fol. c 8 V ). Ist Anthitus hier zierlicher als Octovien 
(V. 1106 ff.), so ist er logischer in dem Passus, das die maque- 
relle sich hütet, Eurialus wieder zu begegnen, weil sie gelogen 
hat. (Vgl. V. 11 58 ff.) 

Lucrezias lettre responsive ist in Form eines Rondeaus, die 
Antwort Eurialus’ in indirekter Rede, wie bei Äneas. 

Im zweiten Briefe Lucrezias (in Prosa) fehlt die Er- 
wähnung, daß der Ring, den sie ihm schickt, von ihrer Mutter 
herrühre; schlimmer ist in Eurialus’ Antwort die Auslassung 
des Verwandlungsmotivs („hirundo — pulex“, vgl. S. XXXVII), 
so daß auf Lucrezias Bemerkung se ne. transmuoycs en aron- 
delle (fol. c 8 r ) keine Antwort erfolgt. Auch sonst kürzt 
Anthitus den Inhalt dieses Briefes, obzwar er nicht weniger 
als 31 Strophen darauf verwendet, die Wortfülle für den Rest 
des Stoffes also eine beträchtliche ist. (Vgl. V. 1284 ff.) 

(fol. d 2 r ) Sans cop de glaive trop plus facillement 

Par tes parolles tu me metroi/es a mort 
Que le jdus grünt dessoubz le firmament, 

Tant fust vaillant et courageux et fort. 

Während Octovien in allen klassischen Anspielungen 
schwelgt, geht Anthitus meist kurz darüber hinweg, vgl. im 


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XXVI 


folgenden Briefe Lucrezias (drei Strophen) die Erwähnung 
von Dido, Adriane (sic!) und Medea, 

Lcs dessusdictes pour estrangicrs aimer 
Se sont trouvees en graut peine et doulcur 
Kn avalant le faulx betarage anur 
De Cupido et de sa graut chaleur usw. 

oder er streicht sie ganz, wie im Briefe des Eurialus (fol. d 3 V , 
vgl. Oct V. 1380—1577). 

Lucrezia schließt: 

Je t'envoye 

Ce don, priant a Dien qu’il tc convoye. 

sagt aber nicht, was sie ihm schickt. (Vgl. V. 1450.) 

Mit größter Breite sind alle Liebesversicherungen para- 
phrasiert, z. B. fol. d 3 T Eurialus: tu m’a oste Vttsage de boire, 
mutiger et dormir, car incessament a toi je pense (vgl. V. 1617 
bis 1640) oder Lucrezia (fol. d 4 r ): 

A toy me donne, a toy prens mon refuge, 

Tu tiens mon cueur en trage possession, 

Des maintenant ne quiers aultre refuge 
Fors demourer en ta dilection. 

Tu es ma joye et ma protection, 

Prcserve moy d’cnnuy et de dangcr, 

Car a jamais ne te vouldray changer. 

(Vgl. V. 1673 ff.) 

In größter Eile schreitet die Erzählung nun vorwärts. 

An Stelle der „cloaca“ (vgl. V. 1905 ff. und 2920 ff.) erscheint 

• • 

eine estroite ruelle en luquellc on jettoit toutes imundices. Uber 
die Mühsal, der sich Liebende unterziehen, spricht Lact cur 
en fagon satirique: 

O insense cueur amoureux, 

Qui hault dangier trouve ligier, 

Qui dotilereux fais gracieux, 

Qui ne te sces comment ranger 


Pour perdre tont bruit et louange usw. 
wie Ovid es erzählt und Maro, le graut poetiste. 


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XXVII 


Däne pour laissier prolixite 
Qui travaille trop la memoire, 

Tel peinc et tel calamite 
Lairons pour intcrlocutoire 
Et reviendrons u nostre histoirc. 

L'eure que Apollo rent a chascune chose sa couleur, le 
jour prefx et desire pour Eurial et Lurcsse venu, se trouea 
ledit Eurial avec la compaynie des portefais usw. (vgl. V. 2100 
bis 2172). In aller Kürze schreitet der Übersetzer zur Liebes- 
szene, die wieder in Strophen dramatisch vorgetragen wird. 

(fol. d 8 r ) embrasse moy a cop, prens moy saisir, 

Car deux corps sommes et si navons qu’ung cueur 

usw. 

Wie Sosias die Liebenden warnt. Lucrezia an ihr Seiden- 
gespinnst. geht, Menelaos eine Kerze verlangt, um die Truhe 
zu durchsuchen, wird in Prosa erzählt, das Selbstgespräch des 
in der Truhe befindlichen Eurialus in Strophen, alles in 
geschickter, nichts Wesentliches auslassender Kürzung, nur 
Eurials Gebet ist etwas zu abgebrochen. (Vgl. V. 2320 ff.) 

(fol. e l r .) Ixicteur: . . . or est vray que cn tous perilz et 
cas soubdains le engin de femme est plus prompt a trouver 
remede que ccluy de l’omme, comme a cc besang bien le monstra 
Lucresse usw. Wo sie ihn dann versteckt, wird nicht erzählt, 
nur en ung aultre lieu (vgl. V. 2388 ff.). Sehr ausführlich wird 
Anthitus erst beim Wiedereintreten der verliebten Stimmung 
Eurials: 

(fol. e 2 V ) Sc j’ag eu graut paour et destresse, 

Se n’est ce pas a comparcr 
A la bcaulte de ma maistresse , 

A la joye, a la grant Hesse 
Que miintcnant puis recouvrer, 

Car nature a voulu ouvrer 
Et mettre cn eile son chief d’ccuvre 
Comme Vourrage le desqueurre. 

Et se cent fogs mourir povoye 
Pour jouyr de son arnytic, 


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xxvm 


Tresvolontiers je le feroye, 

Xe janiais ne contrediroye 
Pour prendre de ma vie pitie 

usw. 

Die folgende Liebesszene schildert Anthitus wesentlich 
roher als Äneas. Das Veilchen, das Pacorus überreicht, ist 
a paupes d'or et dedans le tuyau d'icelle avoit subtilenicnt mis 
une lettre close. (Octovien dagegen hat statt des Veilchens 
eine Nelke, vgl. V. 2760 ff.) Anthitus erwähnt weder „Cicero“ 
noch „Iliade“; er sagt nur: la destruction de Troye fut misc 
en ung si petit livret qui povoyt cn une quoquille de noix 
(fol. e5 v ). Die Studenten bitten um das Veilchen in einem 
Rondeau. 

Vivent les gorgias de court , 

Qui au col j)ortent les Colliers, 

Xon pas ccs lourdeaux escoliers, 

Aux quelz sourent Vargent est court, 

L'ung va le pas et l’aultre court, 

1 jault re tient termes singuliers, 

Vivent etc. 

Leur habit est ung peu trop lourt 
Pour contrefaire des galliers, 

Gens de court sont les vrays pillicrs 
I)es danies et dunt leur bien sourt. 

Vivent etc. 

usw. (fol. e 6 V ). 

Als Pacorus den falschen Eid leistet, bleibt nicht unerwähnt, 
daß Juno (statt Jupiter!) über dergleichen nicht zürnt, daß es 
vielmehr dem Liebenden besser dient als eine Empfehlung von 
Venus an Mars (vgl. V. 2836 ff.) Die Szene mit Drorno {cest 
grant follic de vivre povrement affin de morir riche (e 7 r ) wird 
geschickt gekürzt, die Liebesszene wieder roher und breit- 
spuriger erzählt, Äneas’ „itur in Venerem tensis velis“ mit 
en Visle de Venus wiedergegeben, und so auch fol. f 3 r . (Vgl. 
V. 3060 ff.) Die Szene Eurials mit Pandalus deutet Anthitus 
nur eilig an, alle mythologischen Anspielungen sind hier wie 
an der folgenden Stelle ausgelassen, außer dem Goldenen 
Vließ, das ja in Burgund damals, infolge der Gründung 


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XXIX 


des Ritterordens, besonders populär war. Die witzige Stelle, 
wo Eurialus den Pfalzgrafentitel in Aussicht stellt und 
Pandalus sich ziert, ihn anzunehmen, fehlt, sowie die ironische 

/ W I 

Vergleichung mancher Männer mit Frauen (vgl. V. 3691 ff.) Ist 
die Gestalt des Pandalns schon fast gestrichen, so ist von der 
des Agamemnon kaum etwas übrig. Sein Name wird gar 
nicht genannt: 

. . . la maison estoit ferniee, 

Gardce d'uny viellart reprouver, 

Qui ne sceut moyen controuver 
Quen fin on ne le fiat retraire, 

Par quoy Eurial eust beau faire. 

Lucresse eint et ouvrit l'uys 
A son ami usw. (fol. f 2 V ). 

(Vgl. V. 3851—4024.) 

Eurialus geht nach Rom; Lucresse fort troublee et nuvrce 
jusques au cueur, escripcit a Eurial en ceste moniere. 

Lettres envoyees par Lucresse a Eurial. 

Se je povoye avoir tel le courage 
Que courroucer me peusse cncontre toy 

usw. (fol. f 4 r ). 

Atropos (ein Zusatz Anthitus’) wird sie nicht ihrem Manne 
lassen, also möge er sich ihrer erbarmen. (Vgl. V. 4311 — 4374.) 

Eurialus’ Antwort beginnt: 

Se longuement t'ay mon depart cele 
Cestoit affn que point ne te troublassc 
Car le cueur triste avras et desolc 
Quant il fauldra que la chose se face. 

Console toy et i'is en esperancc 

Car il n'est chose au monde plus lotiablc 

Qu’avoir en cueur tousjours ferme constance. 

On te repute chaste, prudente et sage, 

Pourtant te fault ce fol propos changer. 

(Vgl. V. 4375—4526.) 


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XXX 


Alles Überflüssige ist weggeschnitten. Die Erzählung 
stürzt in fast wörtlicher Prosaübersetzung dem Ende zu. 
Erst in der complainte de Enrial de la wort de s’amye Lucresse 
beginnen wieder Strophen. 

Atrapos parverse et inhumaine, 

Contre nature dure, feile et despite, 

Grant ennemye de la joye mondaine, 

En tes effcctz merveilleuse et soubdaine 
Et en aigreur de morsure confite, 

Comment peulx tu estre si tressubite 
Que sans avoir consideracion 
As mis a wort ma consolacion 


ohne Rücksicht auf 

naissancc, beatilte, valcur, 

As fraudc du tont mon esperunce 
Par ton cruel et ennuyeux maleur 

(f7 r_v ) usw. 


Si te nomme faulse injuste et inique 
Tresdesloyalle , parverse et douloureusc 

J'ay dotic a toy raisonnuble querelle 
Et a bon droit trayson je te impose, 

PuLsque tu es ennemye mortelle 
J)e mon amye, qui estoit la belle 
Dessoubz ') le ciel usw. 

Hier ist Anthitus so sehr im Fahrwasser der für Toten- 
klageu seit der Troubadourzeit eingebürgerten Redensarten, 
daß er gar nicht merkt, wie wenig die dem Eurialus in den 
Mund gelegten Vorwürfe an den Tod „fraudcr son csperance“ 
oder „de l’avoir prise, si ne me vouloyes prendre“ zur Situation 
passen. Auch noch ganz am Schlüsse, als Eurialus mit der 
moult belle pucelle, fille d’ung noble duc et avec ce tresgrande 
terrienne vermählt ist, gestattet Anthitus sich den Zusatz, er 
habe sich mit der Zeit getröstet, ayant la souveraine ctnpraintc 

') Der Druck hat: destoubz. 


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XXXI 


dedans son cueur de sa dame Lucressc come ung hon et loyal 
serviteur doit avoir de sa dame. 

Den Schluß bildet das Envoy an Marianus Sozinus: Or 
as tu, mon amy Marian, Vissue des amoureux Eurial et Lucresse, 
mit der aus der Dichtung zu schöpfenden Warnung vor der 
Liebe, ... ne de boire son beuvrage ouquel a trop plus (T aloes 
que de miel, mais a l’exeniple d’aultruy soyez si cureux de eviter 
le danger que d’amours peult advenir. Et a Dicu. 

Octoviens Übersetzung. 

Trotzdem die Arbeit Anthitus’ nur 64 Seiten kleinsten 
Oktavs umfaßt gegenüber 4628 >) Versen Octoviens, ist sie doch 
vollständiger, denn sie enthält fast unverkürzt den Geleitsbrief 
an Kaspar Schlick, den Octovien unterdrückte und durch die 
Widmungsverse (drei Strophen und eine halbe als Envoy) an 
König Karl VIII. ersetzte. Die Vergleichung ergibt für Anthitus 
den Vorzug der Knappheit; an vielen Stellen hält er sich fast 
wörtlich an sein Original. Er zeigt mehr Geschick im Kürzen 
als Geschmack im Zusetzen. Jedoch sind seine Zusätze, 
ganz unoriginell und dem damaligen französischen Zeit- 
geschmack entsprechend, ihm persönlich nicht anzukreiden. 
Auch das Umspringen von gebundener zu ungebundener Rede 
ist durchaus zeitgenössischer Stil; übrigens ist seine Prosa 
einfacher und erfreulicher als seine Verse. Octovien hat den 
Vorzug der Einheitlichkeit nicht nur in bezug auf die äußere 
Form sondern auch in bezug auf die Bearbeitung; er kürzt 
nirgends, er paraphrasiert alles; hierdurch haben die Pro- 
portionen der Dichtung weniger Schaden gelitten als bei 
Anthitus. 

Octoviens Darstellung leidet zwar ohne Frage unter ihrer 
schwülstigen Breite; aber verglichen mit der Gesamtheit der 
zeitgenössischen Erzählungsliteratur ist Eurialus keineswegs 
unter ihren schwülstigsten Erzeugnissen. Er teilt nur mit 
ihnen die Freude an der Schilderung der Personen und ihrer 


') In der Verszählung ist durch Druck versehen von 3895 auf 4000 
(statt 3900) und von 2015 auf 2025 (statt 2020) übergesprungen. Die 
Dichtung hat tatsächlich 4628 Verse = 578 ganze Strophen und eine halbe, 
das Envoy an den König, V. 25—28. 


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XXXII 


Kleidung, die endlose Darlegung ihrer Empfindungen, ganz 
besonders wo es sich um Liebesschmerz oder -Freude handelt, 
das durchgängige lange Aushalten jeder Gefühlsnote, das 
gemächliche Verweilen auf jedem Punkte der Erzählung. 
Freude an eleganter Kürze war dazumal in Frankreich noch 
wenig gekannt; sie ist durch die Humanisten aus dem Latei- 
nischen neu erweckt worden und Octovien hat die Vorzüge 
eines solchen Stiles noch nicht verstanden. Äneas’ Erzählung 
erscheint in Octoviens Bearbeitung wie in einem Vergrößerungs- 
glase; ihre Fehler wie ihre Vorzüge sind hier noch deutlicher 
zu gewahren als im Original. Gerade darin zeigt sich aber 
Octoviens dichterische Begabung, daß er die von Äneas an- 
geschlagenen Töne so gut wie immer rein aushält, die Stimmung 
mit kongenialer Kraft festzuhalten versteht. Die zierlichen 
Stellen sind bei ihm nicht selten zierlicher; seine Verse fließen 
mit anerkennenswerter Leichtigkeit, oft mit Mussetsclier Grazie 
hin; die Liebesglut, die die ganze Erzählung durchzittert, 
schlägt uns bei ihm, trotz aller Längen, nicht vermindert 
entgegen. Jede heitere, ironische, witzige Wendung ist aus- 
gebeutet; mit erstaunlicher Gewandtheit wird aus einem 
Sätzchen eine Strophe, ja drei, vier. Selbstverständlich werden 
Längen oft schmerzlich fühlbar; manche Feinheiten gehen im 
Wortschwall unter. Man vergleiche z. B. die ja allerdings 
nur im Lateinischen mögliche epigrammatische Kürze des 
einen Satzes: „Helena rapi voluit, non invitam asportavit 
Paris. Quid Hadrianam referam vel Medeam ? Nemo errantem 
arguit, qui cum multis errat“ (Wolkan 1 ) S. 358) mit V. 435—458! 

Auch mußten alle Schwächen der Komposition bei solcher 
Vergröberung doppelt empfindlich w r erden, so die Pacorus- 
Episode; die unverhältnismäßig lange Auseinandersetzung 
Eurials mit Pandalus, die nun bei Octovien nicht weniger 
als 480 Verse füllt (3211 — 3G90), besonders aber der Abschied 
Eurials von Siena (4575 ff.). Bei der Ausführlichkeit der 
ganzen übrigen Darstellung wirkt die flüchtige Mitteilung, 
daß die Liebenden sich nicht mehr sehen können (eine einzige 
Strophe!), noch besonders dürftig. Inhaltlich verändert hat 
Octovien äußerst wenig (vgl. die Anmerkungen). Er streicht 

') Vgl. die S. III genannte Ausgabe von Äneas' Briefen. 


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XXXIII 


den Vergleich mit Orpheus (vgl. Wolkan, S. 356 mit V. 245—249) 
und die Geschichte der Hippia, die ihrem Gatten entwich, um 
einem Liebesabenteuer am Nil nachzugehen (bei Juvenal. 
Sat. VI, 83 ff., vgl. Wolkan S. 384 mit V. 3482 ff.). 

Umfangreicher natürlich sind seine Zusätze. Die Erweite- 
rung der Erzählung bringt es mit sich, daß er öfters allgemeine 
Redensarten, Gemeinplätze u. ä. einflicht, die bei Äneas fehlen. 
Eine seiner bemerkenswertesten Zugaben ist die Schlußstrophe, 
eine Paraphrasierung der letzten Zeilen des Widmungsbriefes 
an Marianus Sozinus, den, wie erwähnt, Äneas an den Eingang 
der Novelle setzt. Hier wie dort wird besonderes Gewicht 
darauf gelegt, daß die Geschichte zur Belehrung und zum 
abschreckenden Beispiel dienen solle, eine Wendung, die in der 
damaligen Zeit ja recht allgemein zu werden anfing, gerade als 
Begleitschreiben solcher Dichtungen, deren laszivem Inhalt der 
Index drohte. Nicht anders hat Fernando Rojas seine Comedia 
de Calisto y Melibca der Verfolgung wegen Unzüchtigkeit zu 
entziehen gesucht. Octovien trennt, wie schon Reynier (S. 36) 
erwähnt, die Belehrung der Damen von der der Herren und 
zieht für jedes Geschlecht eine andere Moral aus der Geschichte. 
Die Frauen sollen sich der Liebesleidenschaft überhaupt nicht 
hingeben, denn sie können ihr keinen Damm entgegensetzen, 
sie gehen an ihr zugrunde. Die Männer hingegen — mögen 
sich an dem edlen Eurialus ein Beispiel nehmen, der mit Vor- 
sicht und Verschwiegenheit liebte und die Ehre seiner Dame 
wahrte. Sieht man näher zu, so zeigt die Herausstellung 
dieser Moral eine ganz sichere Charakteristik der beiden 
Hauptfiguren. Mit dem Verse n’est rin . . . qui tant enyvre 
Que fol amour (4729) greift Octovien auf Lucrezias briefliche 
Äußerungen V. 1370 ff. und 1416 ff. zurück und zieht die Summe 
ihres Wesens. Ist doch die ganze Dichtung erfüllt von der 
Maßlosigkeit und Unkontrolliertheit ihrer Liebesleidenschaft: 
Ihr zuerst sieht Sigismund die Liebe an, die sie nicht ver- 
bergen kann (V. 482: La dame aroit ci avant son cueur mis 
En son amy und alles Folgende); sie macht die ersten Schritte 
zu einer Verständigung, auch mißtraut ihr ihre Mutter; ihre 
Briefe sind glühender als seine (V. 1717); Euriale, mon doulx 
amy, languist, sagt sie 2053, et je meurs (wörtlich nach dem 
Lateinischen); sie gibt die kostbareren Geschenke; sie bedenkt 

c 


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XXXIV 

nach Pandalus Worten 3595 ff. weder ihr Leben noch ihre 
Ehre; bei der ersten Trennung schließt sie sich krank in ihre 
Gemächer ein, am endgiltigen Abschied stirbt sie. Zannoni 1 ) 
meint, Äneas habe den Namen Lncrezia überhaupt in spöttischer 
Absicht gewählt, um in dieser ausnehmend entgegenkommenden 
Frau das Gegenstück zu ihrer keuschen römischen Namens- 
schwester zu zeichnen, mit welcher mehr als einmal der Ver- 
gleich herausgefordert wird, z. B. 795, nachdem Lucrezia von 
ihrem getreuen Diener Sozias eben einen Vortrag über Keusch- 
heit erhalten hat. Frauen von dem Temperament dieser Lucrezia 
werden an ihrer Liebe jedenfalls zugrunde gehen. 

Während der Dichter bei dem weiblichen Geschlechte die 
femmes de bien im Auge hat, richtet er sich in der Belehrung 
für Männer an die, „die lieben wollen“. Diesmal ist in der 
Moral die Summe von Eurialüs’ Wesen gezogen. Das Motto 
für sein Handeln spricht der biegsame Sozias aus 1971: sans 
danger avoirjoye! Vgl. noch besonders 1976 ff.: Lieben in aller 
Heimlichkeit und den Skandal vermeiden und, wenn das nicht 
mehr geht, beizeiten den Rückzug antreten. So wird die 
Handlungsweise, die den Liebhaber, wie schon bemerkt, 
eigentlich als minderwertig kennzeichnet, zu einem nach- 
ahmenswerten Vorzug gemacht und geradezu als Muster auf- 
gestellt. 

Der schlimmste Fehler der Octovienschen Darstellung 
sind die Versfüllsel (Chevilles), die er in schier unerlaubter 
Menge verwendet. In manchen Strophen sind ihrer mehrere 
und die Strophe als Ganzes ist nichts anderes als eine große 
Floskel, z. B. 1482 ff. In dieser Strophe ist die zweite Hälfte 
der Verse 3 — 6 Füllsel, über das man einfach hinweglesen 
kann, ohne den Faden des Satzes zu verlieren, und auch V. 8 
enthält eine überflüssige Dopplung. Nicht anders gibt in 
V. 1140 ff. je der erste Halbvers allein den vollständigen Sinn, 
je der zweite ist Füllsel: Mais aviscs — Quel amoureux — 
Vnus refuscs. Damit steht aber Octovien freilich nicht ver- 
einzelt da; gerade darin ist er das Kind seiner Zeit, einer der 

') A. a. 0. S. 118. Die im folgenden vorgebrachte Meinung, in Mene- 
lans sei Marianus Sozinus, in Lucrezia dessen erste Frau zu sehen, scheint 
mir nicht überzeugend. 


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letzten Vertreter des aussterbenden mittelalterlichen Stiles; 
und weil seine Floskeln an Zahl und Art eine ganze Epoche 
der französischen Erzählungskunst charakterisieren, schien es 
nicht uninteressant, sie im Überblick zu geben. Sie sind im 
Anhang gesammelt, (S. 166 ff.) 

Unvermeidlich war unter diesen Umständen, daß das 
Original unter Octo viens Händen verwässert und geradezu 
ins Mittelalterliche zurückgeschraubt wurde. Oft gemahnt 
uns sein Eurialus mehr an Charles von Orleans als an die 
humanistische Vorlage. Aber gerade diese Mischung von 
mittelalterlichen, humanistischen und modernen Zügen ist ein 
Hauptreiz der vorliegenden Dichtung und macht sie der Ver- 
öffentlichung wert. 

Octoviens literarische Persönlichkeit spiegelt sich schon 
ganz in diesem Jugendwerk: Er war kein Geist von bahn- 
brechender Originalität, er hat der Zeit nicht selbst die 
Richtung gegeben, aber er war allen Zeitströmungen zu- 
gänglich '); dem noch beliebten Alten gewinnt er frische Reize 
ab, das Neue ergreift er mit Gier. Er ist der erste huma- 
nistische Dichter Frankreichs; er wirkte durch Übersetzungen 
sowie durch die klassischen Anspielungen in seinen eigenen 
Dichtungen für die französische Renaissance. Die Mitwelt 
und — noch etwa 40 Jahre nach seinem Ableben — die 
Nachwelt bewunderte ihn als den „gelehrten Bischof“; seine 
humanistischen Bestrebungen standen so sehr im Vordergründe, 
daß die laszive Seite seiner Dichtungen dem Bischof viel 
weniger geschadet, als die humanistische ihm Ruhm einge- 
bracht hat. Wie mit dem Eurialus geht Octovien auch mit 
seinem Hauptwerk, dem Sejour d’honneur auf italienische 
Anregungen zurück und noch ein drittes Mal sehen wir seine 
Arbeit mit der eines Italieners verknüpft, in Le Ihre des 
persecucions des crcstiens (Verard), der gekürzten Über- 
setzung von Bonifacius Simonetas De Persecutione Christia- 
norum (1492). Die Beziehungen Frankreichs zu Italien waren 


l ) Spricht man übrigens von der Unselbständigkeit Octoviens, so muß 
man billigerweise hinzufügen, daß alle seine eigenen Dichtungen aus der 
Zeit vor seinem 27. Jahre stammen, da er $ich als Bischof, w*ie es scheint, 
ganz der Übersetzung aus dem Lateinischen widmete. 

c* 


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XXXVI 


gerade damals besonders intensive und Octovien Hofdicliter 
Karls VIII. 

Es muß übrigens erwähnt werden, daß Antliitus sich neben 
Octovien gut behauptet hat, denn wir haben mehr Ausgaben 
von ihm als von Octovien. Vgl. S. X. 

Die beiden Übersetzungen sind von einander ganz un- 
abhängig. Das sieht man am deutlichsten an den Unacht- 
samkeiten, die sich in beiden nie decken. „Dentes ex 
crystallo“: bei Antliitus joues vermeilles de blancheur cristaline 
vgl. V. 1G5 ff. „Candaulis regis Lidie formosa uxor“: bei 
Octovien ist daraus eine Königin Lydia geworden (V. 2692) 
bei Antliitus statt dessen Hester femme de Assuere roy de 
Libie (fol. e 5 r ) u. älinl. Auf verschiedene Mißverständnisse 
Octoviens ist in den Anmerkungen hingewiesen. 

Beide Übersetzer gehen also auf Äneas zurück, aber auf 
welche Ausgabe bleibt dahingestellt. Octoviens lateinischer 
Randtext weist überaus viele Fehler und Druckfehler auf, die 
sich in verschiedenen Äneas- Ausgaben vor dem Jahre 1490 
finden, z. B. Paris (P. Caes. und J. Stol) 1475? (Br. Mus. 
I A 39205), Rom (Stephan Plannck) 1492 (Br. Mus. IA 18505) 
zu Vers 1549 si sim pcregrinus statt si sie pcrgimus, Lidia 
statt Lidie; in beiden, sowie in Antwerpen (Ger. Leeu) 1488 
(= Hain, 236, Wien HB) zu Vers 1226 formam esse statt 
fore; in ihnen dreien wie in Venedig (Joh. Herbort) 1483 
(= Hain 233, Wien HB) Plinius statt PalinurusA) In 1483 
fol. b 4 r Sp. 2 und 1488 fol. c 6 r steht feminas vestrates 
statt restras, bei Octovien zu V. 3315 vrentes. Gemeinsame 
Abweichungen der Wortstellung wie zu V. 1490 quis cst ille 
statt qu. i. e. = 1475?, 1488, Venedig (Bart. Cremonensis) 
1473?; oder der Wortformen: zu 1259 multi et amaverunt 
statt amarunt = 1473?, 1475?, 1483, 1488; zu 4640 amantium 
statt amantum = 1473? usw. Aus einem Exemplar wie 1483 
Venedig erklärt sich leicht der allen Drucken Octoviens ge- 
meinsame Fehler, daß sie auf fol. 1 6 r den Randtext von k 8 r 
wiederholen, der also zum Inhalt nicht paßt. 1483 ist nämlich 
doppelspaltig gedruckt und c2 v Sp. 1 heu amor infelix ungefähr 
in gleicher Zeilenhöhe (24) wie c3 v Sp. 1 errubundoque similem 

>) So auch bei Donati. 


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(19). Schlug also durch Zufall während des Kopierens von 
c 3 T das Blatt um, so konnte der Kopist leicht in den Fehler 
verfallen, auf dem nun aufliegenden Blatte c 2 V weiter zu 
arbeiten, bis er, nach drei Textstellen, seinen Irrtum bemerkte 
und richtig fortfuhr. Ein ähnliches Versehen könnte die 
Zusammenziehung der zwei Textstellen V. 877 nee Uli querenti 
+ sed vicit meos conatus (= V. 1026) erklären. Das erstere 
steht in 1483 fol. a3 T Sp. 1 Z. 13 v. u., das zweite a4 r Sp. 1 
Z. 7 v. u. 

Der Druck 1488 Antwerpen (= Hain 236) könnte allen- 
falls auch zur Erklärung des eben besprochenen Textfehlers 
herangezogen werden, durch Umschlagen von d 3 V , so daß 
wieder d 2 V auflag; aber die Zeilenhöhe der fraglichen Stellen 
stimmt nicht so gut. Andererseits bietet dieser Text mehr 
Übereinstimmung mit den Handnoten als 1483. Von vorn- 
herein ist anzunehmen, daß Octovien eine neuere Ausgabe 
benutzte. Allen Übersetzungen ist ein Fehler gemeinsam, der 
auch fast in allen lateinischen Ausgaben steht. In der Ver- 
wertung des mittelalterlichen Verwandlungsmotivs, das durch 
die Liebeslyrik aller Literaturen geht, sagt Lucrezia (vgl. 
Oct. V. 1266): Du kannst nicht zu mir gelangen, es sei denn, 
du verwandelst dich in eine Nachtigall. Hierauf Eurialus 
(Oct. V. 1297 ff.) : Noch lieber als in eine Nachtigall würde 
ich mich in einen Floh verwandeln, vor dem du das Fenster 
nicht schließen könntest. Im Original steht aber nicht 
pulicem, sondern pulverem ; und nur zu diesem paßt der 
Nachsatz. 1 ) Den Korrektor Octoviens trifft der Vorwurf, daß 
er so zahlreiche Druck- und Lesefehler aus der Vorlage ge- 
dankenlos in das Übersetzungsexemplar aufnahm. In einem 
Falle jedoch sehen wir Octovien selbst einem Lesefehler zur 
Beute. Zu Vers 2684 (Wolkan S. 377) haben an Stelle von 
parum est, Achates, quod in hac muliere vidisti, mehrere Aus- 
gaben, z. B. 1483 Venedig, parum est, ait, Achates. (1488 
parum est, ait, o Achate.) Die Interpunktion fehlt selbst- 
verständlich in den alten Drucken. Octovien las nun: parum 
est, ait Achates, und legt die nur im Kopfe des Liebhabers 
denkbare Reflexion über C’andaules’ Vorgehen, in unsinniger 

«) Vgl. Wolkan S. 365. 


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XXXVIIT 


Zerstückelung der Rede, dem Achates in den Mund. Aus 
einem lateinischen Druckfehler, Lidia statt Lidie, erklärt sich 
auch das oben erwähnte Mißverständnis, daß er diesen Namen 
der Gattin des Candaules gibt (V. 2692). 

Der Versuch, die Vorlage Octo viens aus den Fehlern seines 
Textes festzustellen, hat zu keinem genügenden Resultat ge- 
führt. Da diese Nachforschung aber vielleicht von Interesse 
sein könnte und die lateinischen Textfehler dazu den Fingerzeig 
geben, sind sie in der vorliegenden Ausgabe unverbessert ab- 
gedruckt, die Fehlerliste jedoch der Beschreibung der Exemplare 
beigegeben worden, S. LVIff. 


Die Sprache. 

Wenige literarische Produkte sind wie dieses geeignet, 
die Sprache an einem einschneidenden Kulturwendepunkt zu 
beobachten und alle in ihr vorhandenen Möglichkeiten gleich- 
wertig nebeneinander zu sehen. Im Folgenden soll nur auf 
die Mannigfaltigkeit der Erscheinungen hingewiesen, keines- 
wegs ein erschöpfender Überblick geboten werden. 

Wir finden bei Octovien noch altfranzösisches Spracli- 
gut, daß z. T. schon im Beginn des XVI. Jahrhunderts 
schwindet. So ist vor allem die Nichtsetzung des Subjekts- 
pronomens noch ganz gewöhnlich; vous trouvrez eureux 
(Anthitus, S. XIV) oder 3539 nous mcttons sind Reflexiva. 

Deutliche Fälle von Rectus Plural: 1262 Icur labour, 
2874 Quelque ung dient, 1200 und sonst il statt des nach 
modernem Gebrauch notwendigen ils resp. Uz. Die Erinnerung 
an Rectus Sgl. ist noch nicht geschwunden: amours 951, 979, 
982, 1206, 1215, 1217 u. a., woneben allerdings amour 705 u. a., 
während im Obliquus amour 1189, 1201, 1288, 1361 u. a., aber 
auch 784 amours vaincray, qui ne se veult couvrir, ebenso 987, 
1436, daher 1248 pour amours mieux conduire 1368 u. a., auch 
kein Plural anzunehmen ist. Neben Reet. Sgl. dieu 1466 auch 
dieux 1052. Als Obi. Sgl. jouvenceaux 928. homs kommt 
passim als Reet. Sgl., aber auch als Obi. PI. und sogar als 
Obi. Sgl. vor 3172. Adjektive mit Rektus-s: 4230 tressouverains, 
4597 tresinhumains ; auch 4398 hays. Genetivischer Obliquus 


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XXXIX 


ist z. B. 2960 la chiche mitte nostre maistre, 3333 Vordre dame 
nature, 4675 les bras sa tnere. 

Alte Formen: Verb. 3125 voisons, 960 vienge, 1759 voirra 

(= verra), 1490 lerroit, 3103 lerras von laisser , 979 art (ardre), 

1614 font ( fondre , vgl. 447 lourt), passim treu ve zu trouver, 

amer zu ahne, neben ume und aimer, 1210 courser = couroucer. 

Pronomen: eist, icel, aucuns (= einige), aucunement ein wenig. 

Die Adjektiva, die auf lat. -is zurückgelien, erscheinen noch 

oft eingeschlechtig: 99 imperial mojeste, 523 telz parolles, 534 

tel dame, 4439 quelz douleurs, 4599 quel peine, 1666 la grant 

perseverance usw. 3299 briefment neben häufigerem briefve- 

ment. 2811 hayne ist noch dreisilbig. Für einzelne Wörter 

vgl. das Glossar. Alt französische Verwendung von ä: 1210 

ne vous course» a mog ; 3497 a ces causes, 2044 a cestc fois. 

Einzelne Wendungen: 1082 ens les maisons entrer, 1780 

ens en chambre neben dem gewöhnlichen dedans ; 1581 ne vous 

veuille des mauvais Souvenir ; 2281 il avoit a faire de chandelle; 

2968 quant est de lui, 3023 soi fuindre, 3842 de toy se vont 

• • 

gabant ; passim a tart, pour tunt (= pour cela). Altere 
Bedeutung verschiedener Wörter, z. B. 599 choisir erblicken. 
Bemerke auch die altfranzösische Form der Doppelfrage, 
wie z. B. 4140 Es tu dehors ou si tu dors ainsi? 2454 Te 
voys je cy ou ce est vanitc ? und den speziell der alten Dich- 
tung eigenen Wechsel der Zeiten: z. B. 76 Prosa Comment 
Vempereur descent .... et fut recueilly .... et des louenges 
qu'il fuit .... 1791 la mere sceut .... et embusche .... Von 
altdialektischen Formen wären etwa zu erwähnen 1784 
Prosa chieux neben chez, ches; vo statt vostre 1238, 1479, 1489, 
1496 usw., 429 pevent, 3873 vieux = veux, 644 tendras 
(= tiendras ); neben dem ausschließlich vorkommenden savroit, 
avroit usw. dürften die zwei saroit 4412, 4444 eher Druck- 
fehler sein. 

Von Formen, die erst im späteren Mittelfranzösischen 
auftauchen, seien erwähnt: einige Perfekte auf - it : escripvit 
im Anthitus (S. XXIX), courit 598, 3081, 4689, prenist 3226, 
clouit 4054; der häufige Gebrauch von fern, cest und besonders 
el neben ceste, eile, die Verwendung von Hz für Fern. PI., z. B. 
88, 3695 usw. Einige Doppelformen: 2000 au davant, sonst 
devant, 2458 cude : rüde, sonst cuide, 2048 flambe, sonst flamme, 


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XL 

2073 garnier = 2173 guernier (= grenier ), 2908 charchoit = 2936 
cherchoit = 657 cerche. Die Vergleichung der geschriebenen 
Kapitalüberschriften im Londoner Exemplar (vgl. S. L) mit 
dem Druck hat ergeben 69 pr. deviser (= diviser), 1888 pr. 
apparceut (= apperceut), 2156 pr. ennuoit (= ennuioit), 3083 pr. 
demeure (= demoure) und einige orthographische Varianten. 
Die einzige sprachhistorisch wichtigere ist 569 pr. au monde 
(statt ou), wo das offenbar monophthongische o aus altem el 
mit dem offenbar monophthongischen o = au < al verwechselt 
und der neufranzösische Gebrauch eingeführt ist, während 
der Druck ou zeigt, vgl. umgekehrt 1894 ou derriere statt au. 

Eine Vokabel neuesten Datums ist pathelin Geschwätz. 

Andererseits ist Octo vienS Sprache durchsetzt mit Lati- 
nismen, von denen einige offenbar aus dem Äheastexte heraus 
geholt, manche zum ersten und wohl auch zum einzigen Male 
verwendet werden: 1951 sortir = sortiri, 2129 locatif, 2598 con- 
temner, 4725 cgerer = egcrerc, 3760 esperner = spernere, 929 
minner sa fame minuere famam, 1073 macule , 3262 inclin (neben 
encliri), 4295 snperer = superare oder epistolle, während andere 
wie deifi(c)que, almifique, quibus längere Zeit hindurch in der 
Sprache lebten. Zahlreiche latinisierende Konstruktionen 
werden der Sprache aufgenötigt, z. B. 3713 on ne treuve venir, 
3076 Mettelaus estre venu annunce, 2840 leur sermens et par- 
jures riroit, 2738 aux regardans leur estat et beaultc denen 

die betrachten. Das Fehlen des Artikels ist ebensosehr 

Latinismus als die Stellung bei 1257 tu ries premier ne seul 
que se fait a; latinisierende Wortstellungen wie 970 voir 
on pourroit de Afrique les Igons Leurs dos fraper, wo durch- 
weg nach französischem, damals allgemeinem Sprachgebrauch 
je das zweite Glied vor dem ersten stehen sollte. Solche 
„lateinische“ Wendungen sind auch 1139, 1220/21, 1704, 1843, 
2087 ff., 2629, 2871, 2875, 3066, 4582. Dazu kommt noch die 
Neigung, jms wie non dem Verb voranzustellen: 2489 pas ne 
voulut oder sonst an die Spitze des Satzes: 3160 u. a. cc pas 
il ne ignoroit. Dazwischen bricht die moderne Ausdrucksform 
siegreich hervor, in aller Grazie und Eleganz. Kein Wunder, 
wenn das Buch Erfolg hatte! 


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XLI 


Orthographisches und Phonetisches. 

Rein orthographische Varianten begegnen fast auf jeder 
Zeile: lui = luy, voit = voyt, 4600 assaux : maulx, 4677 doux 
= doulx, daher auch 2112 caulx = cautos usw. 

ä = e: 3307 Pendale, 2252 pr. dedens = dedans, 3120 menge, 
1043 pance = pensc, 26 allegence, 4158 allegance. 

ai (ay), ei = e: stets james, 3556 mes, 3194 semblet, 1681 
trouvere ; 725 scet; 1223 aistre, 882 vaynes , 2829 amaine, 1514 nayge 
(1614 nege), alle neben den jetzt üblichen Schreibungen; 3121 
peisans, 4195 Helayne (221 Ileleine); 2176 degrey, 2078 deyrez. 

oi = ai: 1284 moint, 1367 fois (= fais): congnois , 408 
essoyer, 2088 deloyer = delayer (vgl. Guill. Alexis, heraus- 
gegeben von Picot I., S. 180). Vgl. Reime, S. XLVIII. 

Noch häufiger sind die Varianten der konsonantischen 
Schreibungen: ung = un, ilz — ils ; 3161 mutacion = 2142 
mutation; 1534 abandonner = habandonner, 1858 ahit = 2237 
habis; 950 vivans, 944 diamants, 1341 transmes = transmets 
= 3573 promet, 2306 conrs = conrts. 

4667 daeil = 4700 dcul; 3693 veilles — 781 vueille, 
70 tresviel, 1058 rielle, 1074 rieille, 3865 viellart, 2226 vieillart ; 
719 sotdleres, 4174 moullees, 1212 estrangcr = 1411 estrangier, 
529 pr. saigement, 591 sage, 1193 saiches, 1205 langaige, 3330 
langage, 366 manage : paraige. 

3149 ruele = 2920 ruelle, 2820 (p ist ule = 1068 epistolle, 
2571 pr. paroles = 2539 pr. parolles, 2913 facilc ment : subt ille- 
ment, 914 Virgile = 912 Virgillc, passim aler = aller, 906 aper- 
ceut = 1128 appergoy, 3804 hacquenee, 3816 haquenee, 2417 
deservir, 2443 desservir, 2431 a fin = 55 affin ; touteffoyes 
= toutesfoyes oder getrennt toutes foyes, 86 angelieque : miri- 
fique usw. 

c = s: 1145 pr. responce = response, 510 que esse — cy, 
(cst — cecy) ce = sc. s cons : chascun = chacun, 124 blasme : damc, 
3272 brule = 3278 bruslant, 2139 guetres = 2172 pr. guestre. 

Hierzu kommen noch die latinisierenden Spielereien: 
deceupz, 947 soubz, 1194 escriptes : dictes. 

Worttrennung. Artikel, Pronomen und Präposition mit 
elidiertem e sind im Druck von ihrem Substantiv nicht getrennt: 
lystoire, iay (=fay), cest (= c’est), Deurialus usw. Aber der 


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XLII 


Vokal ist sehr häufig ausgedruckt: de infamie usw. Vor- 
wiegend ungetrennt ist tres vor dem Adjektiv; a parsog; vaten 
(= va-t-en)-, du quel, ou quel, pres que, mal eur sind häufiger 
getrennt als verbunden; ernbas wechselt mit en bas. Bemerke 
3G6 trahiraige, 2455, 4238 tienge. 

Der leichteren Lesbarkeit zuliebe sind die notwendigsten 
Trennungen vorgenommen worden, aber nicht Zusammen- 
rückungen. So ist bien fait stehen geblieben, andererseits 
aber auch pluscher, das auf den ersten Blick befremdet. Die 
Zusammenriickungen sind in den verschiedenen Exemplaren 
nicht immer gleich, vgl. S. LXII. 


Die Verse. 

a) Skansion. 

Neben Versen, die sowohl alt- als neufranzösischen Regeln 
entsprechen, finden wir zahlreiche andere, die in auffallendster 
Weise abweichen. Auch hierin trägt der Eurialus in seltener 
Deutlichkeit den Stempel des Übergangsalters. Die Ungleich- 
heiten in der Behandlung des Verses sind nicht Flüchtigkeits- 
fehler; sie zeigen nur, wie Altes und Neues in gleichem Maße 
zulässig, die Auswahl noch nicht getroffen war. Die Mehr- 
zahl der in Betracht kommenden Erscheinungen läßt sich auch 
bei Anthitus konstatieren und ist überhaupt nicht für Octovien 
allein charakteristisch. Da Tobler sie im Französischen Versbau 
aller und neuer Zeit fast alle ausführlich besprochen hat, genügt 
es hier, auf ihr Vorhandensein in wenigen Worten hinzuweisen. 

Vorakzentischer Hiatus vokal. Im Inlaut meistens 
nicht gezählt: reu = tu, peut = put,') veoir = voir, as seu re 
= assure usw. 2222 deuement = dument. 3897 paour ist ein- 
silbig, ebenso 3178 u. a. eur, 872 eurees, 990 beneure. 

In einigen Fällen ist das e nicht geschrieben: 500 ut:fut. 
Es sind aber auch Verse wie 71 Les voluptez charnelz e\ut 
en eure, 3046 Combien qu'il e\ ust double destinee. 3038 e\ ure. 
Das c von que, de, se, me, je usw. ist weitaus häufiger aus- 
geschrieben (719 de infamie ) als gekürzt ( dinfamie ), aber in 
der überwiegenden Zahl aller Fälle zählt das e nicht ; 3284 

•) Peut kann also sowohl poet als put bedeuten. 


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XI.III 


qu(e), apr'es qu(e ) avoi(ent ) jouy de leurs amours, 4028 s(e) aucun, 
980 m(e) efforce. Dagegen: 1014 tant que je \ aye damit vous 
propose . 3119 Hors la maison, je \ eu tant soing et eure. 

2336 Si sagement que | aye peu jour ne nuit\ 2842 Vers 
Lucrcsse \ aler il desiroit. Nach deutlicher Pause: Abundance \ 
ou se salut avoie. 

leans = Hais ist stets einsilbig: 1896, 2400, 2498, 2818, 
3052, 3454, 3463; pays schwankt: es ist einsilbig 422, 437, 
444, 1343, 4453 u. a. ; zweisilbig 1603, 4396 u. a. 

Die gelehrten Wörter sind in der überwiegenden Mehr- 
zahl der Fälle unkontrahiert : 821 furi \ eux, Anthitusj[S. XIV) 
curi\eux, 2256 menci\ on usw., jedoch 4429 menciun, 4301 
acordiablement. 

2811 lia\yne\ 700 und Anthitus (S. XXIV) bru\yt\ 4037 
fu | ir, aber 344 fuyre. 

4718 miel zweisilbig, vgl. Tobler, Versbau 5 S. 86. So auch 
1469 fi\el. 

Vereinzelte Verschleif ungen sind z. B. 2314 pourra aler, 
mit ce: 1653 de ce amer^ 2766 de ce estre, 3689 de.ee avoir , 3749 
de ce ont, 3760 pour ce esperner, 3797, 3857 de ce avoit. Daher 
wird auch 2284 ce~ou\yt zu skandieren sein. 2243 und 3725 
muß, um den Vers richtigzustellen, trahison gelesen werden, 
1311 obey , 19 et aucun(e). 

Nachakzentischer Hiatusvokal wird in der 1. und 
2. Sgl. so gut wie nie gezählt: voic = voi, voies — vois u.ji. 
(Über das Fehlen des -s vgl. S. XLV.) 1239 Ne les voudroye 
blessei •, je vous asscure, 1188 Ne teile a qui doies macerelle 
(= macrelle, das sonst steht) envoier; 1267 ff. reimen jtourrois 
(2. Sgl.) : voyes :chois : renvois (1. Sgl. = 1276 renvoy = 1339 
envoye). Dagegen 2543 Ccsar, ccrtes je Vavroy\e fort belle und 
sogar 2645 Et que ta foy ne doi\e \ ensuyvir, 1281 Que t'enroy\e | 
cst de trop plus grant pris. Bei anderen Wörtern: Anthitus 
(S. XXII) De toute joy\e | separee, Oct. 1198 Se la voi\c \ et 
chemin ne monstrassent. • 

_Die Suffixe -ie, -ee, -ue usw^ sind einsilbig : 650 Certes, 
Sozie, de tous ceulx que avons veu, 2311 A molesties et peines 
sans finer, 3144 Eurialus s’en partit celcement : priveement usw., 
aber zweisilbig 2976 Croutes moisi\es et miettes serrer, 2086 
Grant et pesant a Sozi\e semblast, desgleichen 1661 Est rendu\e , 




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XLIV 


froissee et invincible, 2936 En la ru \ c, cherchant son aventage, 
1089 Avise \e n'es pas bien en tes fais. Für -e in der vierten 
Silbe des Verses vgl. S. XL VI. 

Auch hier ist das e in einigen Fällen nicht geschrieben: 
612 farie ; bei Coquillart 11,247 Au fort lessons cestc faerie 
ist das e zwar geschrieben, aber nicht gezählt; desgleichen 
ist faerie bei Villon, Jargon 142 (Ausg. Longnon) zweisilbig. 

Nachakzentisches e zwischen Konsonanten wird 
häufig nicht gezählt: Anthitus (S. XXII): Lucress(e) navrce 
jusques an cuenr, (S. XXI) Quel grant triumph(e), quel bonheur, 
quel largessc, Oct. 4014 Aide de tnoy sur ce aucun{e) n(e) avras. 
Da die Formen cl neben eile, cest neben ceste vorhanden sind, 
ist es nicht bemerkenswert, daß auch die vollen Formen 
gelegentlich nur einsilbig zählen: 1668 tenu couvert, eUle) 
mist en congnoissance, 2329 Mise en ses las : James el(le) ne 
m’ama; dagegen 1077 devers eile \ ainsi on transmettoit. 2649 
loyale \ es, caute, prudente, sage. 1461 epistole | escrire lui a 
pleu. 3107 En la sale | ou Ven souppoit sourent. 

■ent (3. PI.) ist in den meisten Fällen nicht gezählt, nicht 
nur nach ai-, -oi, vgl. Tobler S. 46 usw., sondern auch nach 
anderen vokalischen Stämmen: 3122 Qu’ile di{ent) estre de 
bonne nourriture, 3871 Uz clo(ent) les yeulx. Dagegen 64 Tant 
estoi | ent cointes et atournees, 2803 Estudians avoient eu du pis. 
Die Endung - ent zählt aber sehr häufig auch nicht nach 
konsonantischem Stamm und vor konsonantischem An- 
laut: 3868 pev(ent), 3876 val(ent) usw. Ebenso schwankt die 
Zählung des interkonsonantischen e im Futurum: 3825 I)e 
ce marry estre ne deveras. In trouveras usw. ist das c immer 
gezählt, z. B. 453, 1606; daher wird 3674 zu skandieren sein: 
Tc trouveras. Sur ce adieu te diray. Hingegen 1597 retournray, 
4385 retournra, 2835 retourra, 4516 donra; 3332 am(e)ra 
wie nachvokalisch 812 tu{e)rai, 1157 etivoi(e)ra, 1178 cnroi(c)- 
roit; es ist gar nicht geschrieben: fyras, Anthitus (S. XXIII), 
4709 oublira. Auch das e in esperit schwankt: 2660 Se j’ay 
esp(ejrit qui encores respire, ebenso 2200, 2437 u. ä., aber 1004 
Se de salut mes esperitz avoient. veritc fügt sich nicht ins 
Metrum 2833 und 3782, da man kaum vis(e)ra lesen kann. 

Schließlich nocli ein Wort über das Fehlen des -s in 
2. Sgl. wie auch in einzelnen anderen Fällen. 2. Sgl. ohne s 


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XLV 


sind z. B. Anthitus (S. XXIV) daigneroye, 1087 regards (in 
allen Texten bis auf BN), 4188 fusse, 4252 donne, 4260 plai- 
soie, 4325 eusse, 4382 crucie usw. 

Das Fehlen des -s ist auffallend in: 2573 les crainte etjoye ; 
3725 ff. par traisons et poison .... pathelins, cocquillage, . . . . 
macrelleries, bagage, wo jedesmal Plural und Singular eigen- 
tümlich nebeneinander stehen Da cocquillage : bagage reimen, 
kann Druckerwillkür vorliegen, wie in den vielen Fällen, in 
denen -ons.on steht, während in 2113 log qtielconques statt 
loys sicher ein Druckfehler zu sehen ist. 

Da häufig s aus Druckversehen angefügt ist, wie ung 
porteurs (vgl. die Druckfehlerliste der Texte S. LV) und viel- 
leicht 1021/22 flames : ames muß die Frage erörtert werden, 
ob die fehlenden s einfach zu ergänzen wären oder nicht. 

Die Untersuchung der Verse ergibt mit der annähernden 
Regelmäßigkeit, die bei Octovien allein zu erwarten ist, daß 
die nachakzentischen Silben mit s anderen Wert haben als 
die ohne -s. In der großen Mehrzahl der Fälle werden sie 
gezählt, und zwar nicht nur vor vokalischem Anlaut; daher 
kann z. B. bei les crainte etjoye das s nicht eingesetzt werden. 
Ebensowenig 4382 crucie, 4260 plaisoie. 

Die Silbe zählt, trotzdem das -s fehlt: 4188 fusse, 
4252 donne, 4325 eusse. Hier hätte also eventuell das -s ein- 
gesetzt werden können. 

Sie zählt nicht, trotzdem das -s ausgedruckt ist: 
in jusques : 2073 jusques au garnier a la forme et usage, 
ebenso 2405, 2893, 3001, 3341, 4690 (aber jusques ist zwei- 
silbig 4685, 4688, 4701), in avecques : 57 Dame Juno, Pallas 
et avecques eiles, in encores: 4561 Eurialus estoit encorcs löge. 
Da jusques, encores und avecques neben -s losen Formen 
stehen, hätten die Verse durch Streichung des -s verbessert 
werden können. Ferner : 1616 Se vos graces imparties ne 
me sont. 4051 Aux deux amans cougneues selon leur guise. 

92 croistre eiles avoient simple contenement. 2368 Despcsches 
vous, esTes vous encores cy , also innerhalb desselben Verses 
ist das -es einmal silbig, das andere Mal nicht. Ebenso 

93 Elles avoient en leurs joes tel couleur. Danach wäre es 
also schließlich auch möglich gewesen, das -s bei 4260 plaisoie, 
4382 crucie usw. einzusetzen. 


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XLVI 


Aber auch die 1. PI. zeiget auffallende Varianten, die nicht 
wegkorrigiert werden dürfen, z. B. 1426 ardons : regardons, 
1427 ff. renom — amon — avon — craignon. In derselben 
Strophe wechselt also der -otis-Reim mit dem -on-Reim; hier 
(renom) wie an anderen Stellen, z. B. 1403 ( maison ), 2142 
(Imitation), sind Verbalformen mit Nomina auf -on gereimt, 
und schließlich auch 3356 trouvon : n’avons. Es wurde daher, 
wie an allen anderen Stellen, prinzipiell keine Veränderung 
vorgenommen, um so mehr, als diese Varianten nicht nur bei 
Octovien Vorkommen (vgl. Tobler, S. 71) und auch für die 
ganze Sprachbehandlung charakteristisch sind. 

Eine Cäsur nach der vierten Silbe ist sehr oft, aber 
keineswegs regelmäßig, vorhanden; vor der Cäsur zählt eine 
unakzentuierte Silbe für voll, die im Innern des Halbverses 
übergangen wird, so daß wir den Typus des alt- und mittel- 
französischen ersten Halbverses vor uns haben, den Tobler S. 99, 
Ph. A. Becker, Jean Lemaire S. 331 beschreibt, (vgl. Rolands- 
lied 756 A/[j] en escientre ||): 3190 Qu’il povoi\ent , || se saluoient 
tont bas: vor der Cäsur ist -ent gezählt, innerhalb des zweiten 
Halbverses nicht, während in der folgenden Zeile Ile ne savoient 
pur engin ne compas, -oient einsilbig an vierter Stelle steht; 
vgl. noch für die anderen zum Teil nicht gezählten Silben: 
1461 epistole \ ecrire, 1891 IfEuriale \ et, 1741 Se on les pri\e, 
ce n'est jtas hur rouloir, 1869 Est congneu \e qui taut couverte 
estoit u. a. (vgl. viele der schon zitierten Verse). Jedoch ist 
auch hier von einer dem Dichter vorschwebenden festen Regel 
keine Rede; immerhin dürfte bei schwieriger zu skandierenden 
Versen darauf Rücksicht zu nehmen sein, daß die Elision eher 
unterbleibt, wenn irgendeine Sinnpause eintritt, 1822 quelque 
embuche | ou fallace latente. Die Rücksicht auf die Cäsur 
entscheidet z. B. in 2195 Car a Teure ung esperit cuida voir 
für Beibehaltung des Hiatus eure ung und Kürzung von esp(e)rit. 

Bei der Skansion der -s-Silben wird natürlich ebenfalls 
diese Stellung im Verse zu berücksichtigen sein: 97 Quant 
aux roses vermeilles s’asorte a; die erste -es-Silbe zählt, die 
zweite nicht. 4160 Pas encores n'es niorte, com(me) je croy usw. 

Die Untersuchung der Elision wirft naturgemäß ein Licht 
auf die Aussprache des Dichters, z. B. in 1596 muß ein e 
aus Alemaingne elidiert werden: En Alemaingne soit a gaing 


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XLVII 


ouaperte. Vermutlich das erste: Almaingne. 1779 (Test que 
Euriale le frere bastard boute-, fallen die beiden le zusammen 
oder entfällt das e von frere? Vermutlich das erstere, da ja der 
Name auch ohne -e vorkommt und z. B. in 1923 Mon Euriale, 
dist el, que j’ayme tont sogar vor konsonantischem Anlaut 
gekürzt werden muß. 1744 Elles se efforcent faire moindre folie : 
das e von moindre ist unentbehrlicher als das von faire. 1728 
Gardee d’ Argus comme Lucresse sans tacke ; offenbar entfällt 
das e von Lucresse, die s-Silben fallen zusammen, ebenso 25 
prince souverain ; oder die beiden r-Silben: 17 vostre royal(e) 
mojeste ; die beiden n-Silben: 4014 aucune ne arras usw. 

Der Rhythmus ist in Octoviens Versbau noch ziemlich 
archaisch; speziell der erste Halb vers ist oft ganz schwebend 
oder eher trochäisch, z. B. 1G12 sc possible est que je vive sans 
cueur. Die Füllsel stehen mit Vorliebe im zweiten Halbvers, 
vgl. S. XXXIV und den Anhang. 

b) Reime. 

Octovien reimt nur die letzte Silbe und diese nur vom 
akzentuierten Vokal ab. 

Unreine Reime sind selten: 2062 und 2077 euere : treuve, 
4247 courtes : boutesj) 4368 seulete : dcsserte, 991 response 
: soffrance. In 2780 doubte : monte und 1506 requerent : viennent 
sind wohl Textfehler anzunehmen. Kein unreiner Reim, 
sondern offenbar nur graphische Differenz liegt vor in 435 ff. 
entreprise : nuyse : reprinse : prinse , 495 emprinse : prise, 699 ff. 
entreprinse : mise : chemise : guise, 1778 entreprinse : eylise : advise 
: guise. 

Augenreime. 1115 Heu : acreu : apcrceu : congneu. An 
eine dialektische Aussprache liii ist kaum zu denken, 3153 
eut (u) : veut (ce). 

Etwas anders geartet ist: 1287 desprises (= despriscs) 

: exquises. * 

In der Strophe 770 ff. ist der vierfache fe-Reim nur fürs 
Auge bewahrt, tatsächlich sind es zwei Reimpaare: 771 
eut : sceut, 773 pcut (ce) : veult, ebenso 4360 asseur : seur, 4363 
eur : erreur. Dasselbe ist vielleicht V. 246 ff. anzunehmen, ueil 

') Vgl. Chatelain S. 52 und Q. Paris, Villoniana, Rom. XXX, 357 ff. 


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XLVIII 


:actteil und 249 deuhseul ; andererseits ist, wie oben erwähnt, 
deul = deuil. Bemerke noch 2541 ff. merveille : belle : toille : eile. 
1224 reimt resine : eigne, 1475 eigne : designe : encline : termine. 

Für die Phonetik von Interesse sind noch etwa folgende: 
2166 eureux : loqueteurs, 3607 esme : cyroisme, 3552 estre : croistre] 
1267 pourrois (2. Sgl.) : votjes : chois : renvois (1. Sgl.), 2535 avoit 
: refait ; 706 taise : noise, 2956 baillerS (= ai) : laboure, ebenso 
3036, 1930. Hierher gehört auch der Reim 4535 foible : enda[i\ble. 
Der Text bietet die Form endable , die auch sonst belegt ist. 

Der Reim 4484 contrainct : tiendroint legt die Frage nahe, 
ob nicht hier die zeitgenössische allgemeine Aussprache der 
Endung -oient vorliegt, so daß die phonetische Umschreibung 
noch nicht tgedroi resp. Ujedroiet, sondern tgedroit resp. tySdroi-nt 
wäre. 

Grammatische Reime: 4321 aime 3. Sgl. : 1. Sgl., 4346 
tnaine imp. 2. Sgl. : ind. 1. Sgl. 

Das Gesetz vom regelmäßigen Wechsel männlicher und 
weiblicher Reime dämmerte Octovien erst auf. Kaum ein 
Drittel der Strophen entspricht ihm, z. B. V. 29 ff., 53 ff., 69 ff., 
85 ff. usw. 1 * ) 

c) Strophenformen. 

Octoviens Dichtung ist in einheitlicher Strophenform, bei 
Anthitus finden wir außer kreuzweise reimender Erzählung 
und Rondeaux eine ganze Reihe von Strophen verschiedenen 
Baues, von denen übrigens keine Anspruch auf Originalität 
hat. Sie sind alle bei Chatelain, liccherches sur le vers 
franeais au XV * siede vielfach belegt. 

1. Vierzeilige Strophe, Schema: aaa 10 b 4 bbb 10 c 4 
usw. (S. XXI) vgl. Chatelain S. 87. 

2. Achtzeilige Strophe, Schema: ababbcbc, das 
eigentliche Versmaß des XV. Jahrhunderts, vgl. Chatelain 
S. 91 ff. Anthitus wählt für seine Huitains teils den Acht- 
silbler (S. XXIII ff.), teils den ZehnsilbldV (S. XIV); Octovien 
für seine ganze Dichtung den Zehnsilbler. 

3. Achtzeilige Strophe, Schema: a b a a b b c c 11 
(S. XXX) vgl. Chatelain S. 101 ff. 

1 ) Vgl. noch L. E. Kästner, JSaltcrnanee des ritnes depuis O. de SahU- 

(ielais jusqu'ä lionsurd, Kev. des Langues Kom. XLVII. 


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II, 

4. Achtzeilige Strophe, Schema: ababbaba 8 
(S. XV) vgl. Chatelain S. 90. Hierher gehört auch das Huitain 
am Anfang des Buches S. XIV) trotz des angehängten Reim- 
paares (c c), da ja das Huitain als solches gekennzeichnet wird. 

5. Zehnzeilige Strophe. Schema: aabaabbcbc 10 
(S. XXII) vgl. Chatelain S. 136. 

6. Siebenzeilige Strophe, Schema: a b a b b c c 
mit acht Silben (S. XXH) und die seltenere Form mit zehn 
Silben (S. XXVI) vgl. Chatelain S. 144/45. 

Für das Quarante-Huitain, das die Auflösung des ersten 
Huitains ergibt, wird man billigerweise keine feste Strophen- 
form verlangen können. Die Reihenfolge der sieben Reime 
ist diese: 

lad c e c d 

b e a c e b 

b e f g b a 

c a c d f g 

a b a b c a 

a f b g e a 

c a d b f e 

8 a 16b 21c 32a 40b 48c 

Das Huitain, das sich aus den Geleitzeilen ergibt, hat 
drei Reime, worunter zwei des Quarante-Huitain, und zwar 
in dieser Folge: 

1 a 5 a 
h h 
a e 
e a 

Beschreibung der Drucke Octo viens. 

Die französische Versübersetzung von Eurialus und Lucrezia 
ist, wie es scheint, in nicht mehr als sechs Exemplaren auf 
unsere Zeit gekommen: 

1. M. Paris, Biblioth&que Mazarine. Titel: Lystoire de 
eurialus et lucresse. vrays amoureux. Selon j pape pie. Titel- 
bild: Der in französischen Büchern dieser Zeit so häufig wieder- 
kehrende Typus des sitzenden Gelehrten in geistlichem Ge- 
wände, der sein Buch einem vor ihm stehenden Fürsten im 

d 


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L 


Hermelinmantel darreicht. Im Hintergründe Hofleute. Hübsche 
Randleiste aus Ranken werk mit Vögeln. 4° goth. 93 ff. Papier. 
Das Exemplar, das übrigens tadellos erhalten ist, war 
ursprünglich größer. Der oberste Schnörkel des verzierten L 
auf dem Titelblatt ist etwas beschnitten. 

2. A. Paris, Biblioth^que de l’Arsenale. Wie 1, jedoch 
stark wurmlöcherig. 

3. W(ien), k. k. Hofbibliothek. Wie 1. Unbeschnitten, 
vortrefflich erhalten; jedoch ist an mehreren Blättern der 
Seitenrand ergänzt, so daß die lateinischen Textstellen fehlen. 
Am Schluß mit viel späterer Schrift: „A Paris 1492.“ 

4. BN. Paris, Bibliotheque Nationale. Wie 1, jedoch fehlen 
ff. a 4 und 5. 

5. L(ondon), British Museum ; der Titel fehlt, das Widmungs- 
bild ist übermalt, speziell die Rahmenleiste des Bildes mit 
goldenen Lilien auf blauem Grunde dick überlegt. Außer dem 
Titelbilde noch 129 Miniaturen. Die Häufigkeit ähnlicher 
oder ganz gleicher Bilder legt die Vermutung nahe, daß es 
übermalte Drucke seien ; auch ist auf den Gesichtern die Farbe 
so dick aufgetragen, als ob Drucklinien überwunden werden 
sollten. Andererseits gewahrt man nur beim Widmungsblatte 
— trotz der starken Übermalung — die Drucklinien, wenn 
man es durchs Licht betrachtet. Alle Bilder sind sorgfältig 
ausgeführt; nur fol. h l r fehlt die Nelke, die Pacorus über- 
reichen soll ; sie ist angedeutet, aber ihre Ausführung offenbar 
vergessen. Fol. k 7 r ist ein gröberes Versehen unterlaufen: 
statt des Türspaltes, durch den sich Eurialus nur mit be- 
sonderer Geschicklichkeit hindurchzwängt, sind zwei offene 
Türen dargestellt. Die Bilder sind von verschiedener Größe 
und nehmen den Raum ein, der in den anderen Exemplaren 
den Kapitelüberschriften gegeben ist. Diese letzteren sind, 
soweit es der Platz erlaubte, am Rande in schwarzer Schrift 
eingeschrieben. Pergament. Auf der letzten Seite, verkehrt 
genommen, steht in verschieden großen Schriftzügen: 1. (klein) 
En lonneur de la saincte trinite louange de charles Roy tres- 
crestien de lutin en francoys jay translate IÄstoire du tresfort 
amureux (sic) le dit orialus et de lucresse ; 2. sehr große Krakel 
ohne Zusammenhang; 3. in ganz kleiner Schrift: en Ihonneur 
de la saincte trinite lonanges (sic) de Charles Roy treschrestien 


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LI 

de latin en francoys jay translate lystoire du tresfort amoureux 
Ourialus et Lucresse\ 4. etwas größer: en attendant je souhaite 
und Cliiffem. Die prächtige Ausstattung und die Lilien- 
einfassung des Titelbildes lassen annelimen, daß es sich um 
das Widmungsexemplar für den König handelte. 

6. O(xford), Bodleian Library. Der Titel und fol. m 5 
fehlen. Das Exemplar ist stark beschnitten, zum Teil schief, 
sieht sehr abgegriffen aus, trägt Karrikaturzeichnungen und 
verschiedene Eintragungen an den Rändern, die zum Inhalt 
in keiner Beziehung stehen. Papier. 

Die Breite der Exemplare schwankt zwischen 18 — 19 cm; 
viel größer sind die Unterschiede der Höhe: L 28 • 8, BN 27 • 5, 
A 26 • 8, M 26 -2, W 25 • 5, 0 23-3 cm. 

Diese sechs Drucke sind bisher so beschrieben und ein- 
geteilt worden: 

1. Hain-Copinger 243 = M, nach Pellechet Nr. 166 
und P. Maiais et A. Dufresne, Cat. des Incutiablcs de Ja 
Bibi. Max. 1893, sowie Delisle, Marais et Delisle, Cat. des 
Inc. etc. 1894; = W nach dem Katalog der Wiener Hof- 
bibliothek. 

2. Hain-Copinger 244 = BN und A, nach Pellechet 
Nr. 167; = L und 0, nach R. Proktor, An Index to the early 
printed books in the British Museum Nr. 8429. 

Als Unterschiede werden angeführt: 

Hain 243 (also M W) ist datiert von 1492, wird überall 
beschrieben als 31 zeilig, unter dem Titelbilde: louenges de vous. 

Hain 244 *) (also BN-A, L-0) ist datiert von 1493, wird 
überall beschrieben als 32 zeilig. unter dem Titelbilde: louengc. 
Copinger fügt hinzu: de voies (statt de vous). 

Diese Angaben halten der Überprüfung nicht stand. 

Zunächst die Datierung. Eine Verschiedenheit der 
Jahreszahl ist in den Exemplaren selbst durch nichts gestützt. 
Es fehlt sowohl Druckort als Jahr und nur die völlige Gleich- 
heit der Ausführung mit anderen Drucken Verards ans der- 
selben Zeit berechtigen — allerdings mit der größten Wahr- 

l ) Hains Titelvariante . . . uinsi que l’a descript au temps ancien Kueas 
Silvius (vgl. V. 7!) translatee en rithme francoisc paßt auf kein Exemplar. 
Der Unterschied der Titeltypen bei Pell. 1G6— 167 ist nur scheinbar; 
es sind überall sehr große Minuskeln bis anf das verzierte L und das S. 

d*- 


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LI 

scheinlichkeit — zu der Annahme, daß Eurialus aus dieser 
Offizin zu dieser Zeit hervorging. Verardsche Drucke, die in 
Typenform und Spatium genau dem Eurialus gleichen, sind 1 ): 

1492. Paraboies de maistre Alain (Wien, Bibi. Nat.); 
Josephus (Wien, Bibi. Nat., Maz., Br. M.); Livre de Faul- 
connerie (Wien, das N stimmt nicht); L’art de bien mourir 
(Br. M.); Ladvenement de Antechrist (Bibi. Nat.). 

1493. Bocace (Wien); L'arbre des batailles (Wien, Bibi. 
Nat. in zwei Exemplaren, davon eines ein prächtiger Pergament- 
band; Maz., wo zwar die Typen stimmen, aber die Größe nicht); 
Henry de Croy, hart et Science (Maz., Br. M.); Grans croniques 
(Maz., Br. M.); Leonardo Bruni ( Aretino ), Trakte tres plaisant 
et recreatif de lamour parfaicte de Guisgardus et Sigismüde, 

fille de Tancredus prlce des Solermtiens — Cy finist le 

traite des deux loyaux amans tmprime a Parts le sixiesme jour 
de mag lan tnil cccc quatre vingz et treize par Anthoine Verard. 
(Br. M. und Bibi. Nat., hier zusammen gebunden mit Eurialus, 
daher es für dessen Datierung immer als besonders wichtig 
erachtet wurde, obzwar dieser Umstand nur etwas ganz 
Äußerliches ist. Es handelt sich sichtlich um zwei verschiedene 
Bücher.) 

1493/94. Ovid (Brit. Mus.). 

1494. Lancelot (Bibi. Nat.). 

1495. Vinc. de Beauvais (Maz.). 

1500. La danse macabre (Bibi. Nat). 

Kann diese Vergleichung auch gewiß nicht den Anspruch 
auf Vollständigkeit erheben, so erhellt doch, daß von den in 
den genannten Bibliotheken vorhandenen datierten Verards 
eine bedeutende Anzahl, die 1492/93 gedruckt sind, mit Eurialus 
übereinstimmt, während vor dieser Zeit kein einziger Druck 
genau denselben Charakter hat, nachher aber die Ähnlichkeit 
nur ganz vereinzelt auftritt. Es erscheint daher tatsächlich 
gar kein begründeter Einwand gegen die Ansetzung des 
Druckes bei Verard, 1492/93. Was nun aber die Jahreszahl 

') Es wurden nur die Schätze der Hofbibliothek (= Wien), des 
Britischen | M[useums) und der drei genannten Pariser Bibliotheken (Bibi. f 
Nat., Maz., Ars.) untersucht. In der Münchener Hof- und Staatsbibliothek 
beliudet sich, laut freundlicher Mitteilung des Direktors, Herr Dr. Hans 
Schnorr von Carolsfeld, kein datierter Verard. 


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Lni 


selbst anbelangt, so war bekanntlich in Frankreich seit 
dem XIII. Jahrhundert der Jahresbeginn zu Ostern, ca. am 
1. April; folglich stimmen die Datierungen etwa vom 1. April 
bis 31. Dezember in der Jahreszahl mit der jetzt üblichen 
Zählung überein, während Datierungen vom 1. Januar bis 
Mitte April nach unserer Berechnung um ein Jahr vorzustellen 
sind; das von V6rard am 20. März 1492 datierte Buch gehört 
also nach unserer Zeitrechnung auch in das Jahr 1493 und 
aus diesem Zwiespalt der Auffassung scheint der Umstand zu 
erklären, daß ein Teil der Eurialusexemplare ins Jahr 1492 
gesetzt wurde, der andere in das Jahr 1493. 

Was den Unterschied des Druck Spiegels anbe- 
langt, so ist er tatsächlich nicht vorhanden. Sämtliche be- 
kannte Exemplare haben den gleichen Wurm, also auf der 
gleichen Seite je die gleiche Zeilenzahl. Die Charakterisierung 
von M W als 31 zeilig, der anderen als 32 zeilig stimmt nicht, 
da alle Exemplare auf folgenden Seiten 32z eilig sind: 
ff. a6 T , a7 rv , a8 v , bl v , b3 r , b6 v , b7 r , c2 r , c3 r , c4 v , c5 r , 
c6 v , d4 rv , d7 T , d8 r , el", e3", e5 T , f5 r , h5", h8 r , i2 v , 
i3", i4 r , i7 r , i8", kS", 12 r , 14", 15* 16", 17 r , m2 r . Die 
31zeiligen Seiten (c8 v , d5 v , d6 rv , d8 v , g5 v , g6 rv , h6 v , i4 v , 
i5", i6") sind folglich in allen Exemplaren ebensowenig 
als volle Seiten anzusehen, als die, die unter 31 Zeilen haben. 
Die Zeilenzahl schwankt — stets in allen Exemplaren gleich — 
nach der Anzahl der Kapitelüberschriften. Photographische 
Vergleiche und Pausenmessungen des Druckspiegels erweisen 
in allen Exemplaren die gleiche Blattseite als gleich gedruckt; 
hiervon macht auch L keine Ausnahme. Der Druck wurde 
nicht mit Rücksicht auf die Bilder irgend verändert, vielmehr 
passen sich die Bilder dem Raum der Kapitelüberschrift ein; 
daher wechselt ihre Größe und daher hängt ihre Häufigkeit 
nicht vom Inhalt der Erzählung ab. So hat fol. a5 r ihrer 
zwei, die fast dieselbe Situation schildern, a5 v und a6" haben 
keines usw. 

In allen Exemplaren ist die letzte Zeile von d8 v je vous 
suppig ma dame que penses wiederholt als erste Zeile von e 1 r . 

Ebenso wenig sind die Unterschiede in den Wörtern der 
Widmung unter dem Titelbilde vorhanden; der Text zeigt in 
sämtlichen Exemplaren louenge de vous, weder in M louenge s 


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LIV 


noch in L usw. voies; louenges erscheint nur auf der letzten 
Seite von M und zwar geschrieben, vgl. S. L. 

Sämtliche Exemplare stimmen auch in der Behandlung 
der Anfangsbuchstaben jeder Strophe überein. Der für sie 
bestimmte quadratische Raum ist nur in L durch geschmückte 
Initialen auf Goldgrund ausgefüllt; in allen anderen Drucken 
ist der Raum entweder leer oder es steht dort ein kleiner 
Buchstabe, weggerückt von dem zunächst folgenden, z. B.: 

e T se on me dit tu pdra® t<5 höneur 
Et bon renon q tu as en grät bruit 
A ce respons quel mal ne quel douleur 
Me pevent faire soit de lour ou de nuyt usw. Fol. b2 v . 

Öfters sind auch die gewöhnlichen großen Anfangsbuch- 
staben verwendet, aber ebenfalls von ihrem Wort abgerückt. 
Alle diese Druckeinrichtungen sind Seite auf Seite gleich. 

Die Bezeichnung der Seiten steht nur auf dem Recto der 
ersten vier Blätter jedes Bogens, also a 1 — 4 usw.; 5—8 sind 
überall unbezeichnet 

In allen Exemplaren finden sich folgende gleicheDruck- 


fehler 

» 

I 




V. 

94 

sa Sorte 

statt sasorte 

55 

267 

ses 

55 

ces 

55 

370 

ung autre 

55 

une autre. 

55 

402 

tournient 

55 

tournent. 

55 

503 

tresprivement 

55 

trespriveement. 

55 

565 

Qn 

55 

On. 

55 

610 

voit 

55 

vois. 

55 

830 

ce 

55 

se 

55 

959 

Sipho Pharaon 

55 

Sapho Phaon. 

55 

1123 

femmes maries 

55 

mariees sceut. 



sceust 



55 

1284 

espitre 

55 

epistre. 

55 

1465 

a dire 

55 

adire 

55 

1508 

viennent 

55 

? 

55 

1584 

sonstenir 

5f 

soustenir. 

55 

1597 

retonray 

55 

retoumray. 

55 

1663 

ducctible 

55 

ductible. 

55 

1788 

sembler 

55 

semble. 


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LV 



V. 1796 

adit 

statt 

a dit. 


99 

1856 

et yve 

n 

? 


11 

1893 

percial 

ii 

precial. 


n 

1908 

n’avoit 

91 

ne voit 


n 

1965 

ce 

ii 

se. 


ii 

1966 

Zeile 7 der Strophe fehlt. 


n 

1977 

comment 

ii 

convient. 

nach 

ii 

1999 

pr.: ilz fust 

99 

U. 

99 

ii 

2060 

pr. : ung porteurs 

11 

porteur. 


ii 

2088 

fuir 

n 

suivir. 


ii 

2096 

charhes 

ii 

ch arges. 


ii 

2097 

doubter 

ii 

doubtez. 


ii 

2113 

loy quelconques 

n 

loys. 


ii 

2203 

Corps prins 

ii 

l’a prins 


ii 

2224 

fut 

ii 

fus 


n 

2263 

peut 

ii 

peu 

99 

V 

2268 

pr.: Eurialus 

ii 

Menelaus, sogar in L, 






wo es geschrieben ist. 


19 

2322 

me veuilles 

91 

ne. 


91 

2371 

pr.: femme 

99 

femmes. 


11 

2422 

cest 

11 

sest. 


11 

2440 

ma que 

11 

mais que. 


11 

2454 

ou ce cest 

n 

ou ce est. 


11 

2481 

ao 

99 

au. 


11 

2521 

ilz 

11 

il 


11 

2539 

ung porteurs 

V 

porteur. 


11 

2554 

fiesse 

11 

feisse oder fusse. 


11 

2791 

il 

11 

el. 


11 

2863 

plus que 

11 

plus 


11 

2888 

reponse 

11 

repons 


n 

2944 

chevalux 

11 

chevaulx. 


ii 

3186 

de la pautonnier 

11 

de la le pautonnier. 


ii 

3193 

doubter 

11 

doubtez. 


n 

3204 

com 

n 

qu’on 


n 

3241 

je ne navoie 

n 

je ne avoie. 


ii 

3453 

ioyeur 

n 

ioyeux. 


ii 

3492 

parens amis 

ii 

parens et amis. 


ii 

3659 

mias 

ii 

mais, auch in L, wo es 


geschrieben ist. 


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fiVI 




V. 3719 

la 

statt le. 

„ 3741 

fauclieurs 

91 

faucheur. 

„ 3758 

mais 

91 

mes. 

„ 3762 

q’ (= qui) 

11 

q (= que). 

„ 3786 

pr.: Laceteur 

11 

Lacteur. 

„ 3860 

se 

99 

ce. 

„ 3888 

eusse 

11 

eussent 

„ 4100 

Mais 

11 

mas. 

„ 4148 

detinee 

11 

destinee. 

„ 4208 

Si 

11 

Sa. 

„ 4236 

prenes 

11 

prendre. 

„ 4253 

joul 

11 

jon(g)- 

„ 4297 

les amant 

n 

amans. 

„ 4302 

cestoit 

ii 

sestoit. 

„ 4315 

cest de ce cas 

19 

qu’as. 

„ 4330 

tu s’en ira 

n 

t’en iras. 

m 4342 

ays 

ii 

ayes. 

„ 4346 

maines 

ii 

maine. 

„ 4353 

ny a saväs 

ii 

? 

„ 4360 

soit 

ii 

sois. 

„ 4385 

retonra 

ii 

retournra. 

„ 4519 

je feray tant sans quelque dommage. 

„ 4557 

et receut gent et coint statt ?. 

„ 4597 

trelshumains 

ii 

treslhumains. 

„ 4632 

Ee 

ii 

De. 

„ 4633 

Ct 

ii 

Ce. 

„ 4642 

des trois 

ii 

destrois 


Endlich stehen in allen Exemplaren folgende Druck- 
fehler, Abweichungen und sinnstörende Fehler des 
lateinischen Randtextes:*) 


V. 

48 

Venit Sigisra. 
maritatas 

quatuor statt 

(cum) venisset, S. q. m. 

11 

71 

grandenus 

n 

grandevus 

11 

118 

deciperetur 

ii 

deciperet. 

11 

302 

Piramt 

ii 

Pirami. 

11 

321 

quietam 

9 

11 

quietem. 


■) Vgl hierzu 8. XXXVI. 


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LVII 


V. 

407 

manebis 

statt manebit. 

11 

501 

Octoviano 

11 

Octa viano. 

n 

508 

Euriale, Euriale 

n 

Euriale. 

11 

525 

Euriali ocnlos 

ii 

Eurialo. 

11 

612 

videri 

ii 

viden. 

J1 

679 

Prodam me ego 

n 

pr. ne e. 

11 

698 

quod si hoc 

n 

si hanc rem. 

11 

773 

ingenuit 

ii 

ingemuit 

11 

877 

nec illi querenti sed vicit 

meos conatus. 

11 

882 

populente 

ii 

populanti. 

n 

969 

dentes acuti 

ii 

acuit. 

11 

972 

quam tiunt terga 

n 

quatiunt t. 

ii 

1020 

victumque 

n 

vinctumque. 

ii 

1149 

Eurialo invento 

ii 

E. autem i. 

ii 

1154 

At ubi trans 

ii 

At u. te. 

ii 

1259 

multi et amaverunt 

ii 

multi amarunt. 

ii 

1301 

pullicem 

n 

pulverem. 

ii 

1306 

an fieri possis me vobis 

n 

an si fieri possit me nolis 



alloqui 


alloqui. 

ii 

1410 

quanti p. 

n 

quantum. 

ii 

1426 

posteaquam 

ii 

postquam. 

n 

1538 

paucorum 

ii 

paucarum. 

ii 

1549 

si sim peregrinus 

n 

si sic pergimus. 

ii 

1586 

te 

ii 

tu. 

ii 

1602 

multa his in partibus 

ii 

m. h. i. p. negotia C. 



Cesaris negotia 



ii 

1612 

suavum 

ii 

suavium. 

ii 

1643 

hora 

ii 

hera. 

ii 

1705 

efte 

n 

es te. 

ii 

1761 

indormitum animali 

ii 

indomitum animal. 

ii 

1809 

vero 

ii 

viro. 

ii 

1841 

mirantur noscunt 

ii 

mirari noscere. 

ii 

1858 

quasi egram 

ii 

qu. e gravi. 

ii 

1915 

Affuit tandem 

n 

mox. 

ii 

1929 

Ad istud Eurialus 

n 

At istud, ait E. 

n 

1937 

sane 

ii 

cave. 

ii 

1945 

incedamus 

n 

incedemus. 

n 

2016 

hec 

n 

hoc. 

n 

2045 

decepi 

n 

decipi. 


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LVIII 


V. 2093 

indicans statt iudicans. 

„ 2158 

Titannis 

11 

TitonL 

„ 2173 

intimus 

11 

ultimus. 

„ 2239 

sordiltis 

n 

sordibus. 

» 2246 

vitam 

ii 

virum. 

» 2261 

tutus tenebris 

ii 

t. his t 

„ 2316 

quisquam labor 

ii 

quispiam amor. 

„ 2382 

tantavit 

ii 

temptavit. 

„ 2469 

gerne 

n 

gene. 

„ 2494 

verba exposcere 

ii 

verba et oscula e. 

„ 2500 

si scitum est, ait, nemo 

ii 

s. sc. n. e. qu. c. n. 


est qui non cetera 



„ 2530 

mitterem 

ii 

amitterem. 

„ 2532 

memet 

ii 

memor. 

„ 2568 

Achatem et Pliniumque 

ii 

Achaten Palinurumque 

„ 2636 

innuo 

ii 

im(m)o. 

„ 2684 

parum est ait Achates 

ii 

p. e. A. 

„ 2685 

femina 

ii 

muliere. 

„ 2694 

Lidia 

ii 

Lidie. 

„ 2700 

faceram 

n 

facerem. 

» 2749 

primam 

ii 

primum. 

„ 2790 

obviam 

n 

post. 

„ 2834 

aducit 

ii 

adducit 

„ 2849 

ventis 

ii 

Nothis. 

„ 2877 

hominem vita 

ii 

v. h. 

„ 2884 

nonne prudentis Con- 

n 

numquid pr. consilii. 


silium 



„ 2926 

podibus in utramque 

ii 

pedibus in utrumque 


pacietam 


parietem. 

„ 2997 

nucta coquina 

n 

uncta popina. 

„ 3109 

Jamque virum detinere 

ii 

Ibique d. v. 

* 3124 

quando 

ii 

quoniam. 

„ 3156 

et si 

ii 

etsi. 

„ 3251 

capere 

ii 

cupere. 

„ 3259 

quam 

ii 

quid. 

„ 3283 

contraque plerosque 

n 

contra vero p. 

„ 3316 

vrentes 

ii 

vestras. 

„ 3347 

animi me die 

ii 

a. qui me d. 

„ 3379 

si quis 

ii 

sed quis. 


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LIX 

V. 3403 

An me statt Aut me. 

» 3427 

simul 

77 

semel. 

„ 3435 

quando me vales 

79 

quomodo me valeas. 

„ 3443 

universa 

99 

inversa. 

„ 3460 

sapiunt 

99 

faxint 

„ 3517 

Nos hoc scimus ex 

n 

non hic sumus ex b. d. 


duobus bonis 



„ 3523 

per quid medium 

tJ 

per quam nedum tuo 


sanguini tuo 


sanguini. 

„ 3699 

lenocinii mercedem 

79 

lenocinii mercede. 

„ 3892 

postquam admovere 

99 

postquam Agamemnon 




movere. 

» 4027 

est inquit dormitum 

99 

inquit Agamemnon d. 

„ 4039 

Eur. tuus inquit 

99 

inquit Enrialus. 

„ 4073 

medium amplexatus 

99 

mediam amplexus. 

» 4111 

optabilis erat in huius 

99 

optabilius e. i. h. p. m. gr. 


me potius gremio 



» 4120 

desosculatus 

79 

deosculans. 

n 4151 

audis 

99 

audias. 

„ 4160 

apperi 

99 

attole. 

» 4192 

inviam 

99 

invicem. 

» 4216 

putarem 

99 

putaram. 

» 4248 

fingis 

99 

fugis. 

„ 4256 

Almene 

99 

Alcmene. 

„ 4295 

oram 

99 

omnia. 

„ 4353 

famuli 

99 

famili. 

„ 4399 

errabundoque similem 

99 

e. m. s. 


me 



„ 4407—4440 vgl. S. XXXVI. 



„ 4463 

te 

79 

tarn. 

„ 4464 

quantum vituperarent 

99 

quam tune vituperareris. 

» 4472 

fecit potentem divitem 

99 

f. et potentem et divitem. 

» 4487 

Unde quantum esset 

99 

Vide quam e. t. et m. 


michi et tibi decoram 

99 

decorum. 

„ 4496 

suadetur 

99 

suaderet. 

„ 4504 

is 

99 

id. 

„ 4536 

extonnasset 

99 

extenuasset. 

» 4544 

solabatur 

99 

consolabatur. 

„ 4559 

Posthac . . Perusiam 

99 

post hec . . Perusium. 

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V. 4584 

dulcedo in conversando statt d. fuit i. c. 

„ 4600 

de obitu 

77 

in o. 

„ 4624 

recebat 

V 

recedebat. 

„ 4640 

amantium 

77 

amantum. 

„ 4647 

Laudomia-Protheselao 

77 

Laodamia-Protesilao. 

„ 4673 

perseveraret 

77 

perseverat. 

„ 4695 

enim 

77 

eum. 


Von all diesen Fehlern könnten höchstens 4536 extonnasset 
und 2382 tantavit ein gewisses Interesse beanspruchen. 

Der lateinische Randtext zeigt die Namensfora Octo- 
vianus (V. 500), die damals allgemein als die richtige galt und 
die auch dem Dichter nach allen zeitgenössischen Zeugnissen 
zukommt. 

Trotz dieser Übereinstimmungen kann man die sechs 
Exemplare durchaus nicht als gleich bezeichnen; ja auch 

BN und A oder L und 0, die a. a. 0. als einander besonders 

/ 

nahestehend geschildert werden, dürfen wir nicht als „Dou- 
bletten“ ansehen, ebensowenig M und W. Die Reihe der 
Nichtübereinstimmungen unter allen ist ganz ansehnlich 
und gibt jedem Exemplar seinen gesonderten Platz. Das mit 
zwei Narrenköpfen verzierte L in Lystoire auf dem Titel- 
blatte, das V6rardsche Drucke seit 1488 zeigen und das Verard 
von Le Caron übernahm,') variiert um 0. 75 cm in den ver- 
schiedenen Exemplaren, ebenso die Stellung des L auf der 
Seite selbst. Die Numerierung einzelner Blätter ist — nicht 
übereinstimmend in allen Drucken — mehrmals ausgeblieben, 
z. B. in M fehlt al; in L d 1, m3; in BN gl, k2 in W BN 
k 3; in 0 m 1; in L A BN W fehlt m 4. Vor allem aber zeigen 
sie folgende Abweichungen des Textes, die, wie man sieht, 
literarisch alle belanglos sind und nur die Verschiedenheit der 
Exemplare bezeugen. Aus ihrer Zusammenstellung erhellt 


') Vgl. Clandin, Histoire de Vimprimerie au XV* et au XVI * siede 
en France II, S. 385 ff., Macfarlane, J. A. Verard, London 1900; A. Bernard, 
Ant. Verard et ses livrcs a miniatures (Bulletin du Bibi. 1860, Paris). 
C. Häbler, Typenrepertorium der Wiegendrucke, II. Serie, Abt. II; Samm- 
lung bibl. wissenschaftl. Arbeiten II. S. 5 6, Didot, Gravüre sur bois, 
S. 122 ff. 


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LXI 


auch, daß sich ein Übergewicht an besseren Lesungen für 
keinen Text nach weisen läßt. 1 ) 

V. 132 MAWO beau. BN fehlt. L tresbeau. 

„ 189 M nuncsuavis. A W BN 0 necsuavius. L nuncsuavius. 
„ 244 M A onneur. W BN L 0 lonneur. 

„ 470 M — 0 grande. BN grant, 

„ 584 M — L descouvert. 0 decouvert. 

„ 826 M W BN L curialus. A 0 Eurialus. 

„ 886 M. et A— 0 ou 
„ 1087 M— 0 regarde. BN regardes. 

„ 1277 M L autresfois. A — 0 autreffois. 

„ 1357 M — 0 escrire. L escript. 

„ 1936 M eschelle. A — 0 eschele. 

„ 1945 M — 0 incedamus. W incedamns. 

„ 2049 M — 0 vivrese. A vivre se. 

„ 2116 pr. M — L Invective. 0 Jenvective. 

„ 2119 M A Ct. W— 0 Et. 

„ 2361 M— 0 dommage. L domage. 

„ 2364 MAL iocalia. W BN 0 iocalta. 

„ 2423 M BN entreprise. A— 0 entreprinse. 

„ 2427 M— 0 habandonner. L habandoner. 

„ 2453 M parfait. A— 0 parafit. 

„ 2493 M BN 0 requiere. AWL requere. 

„ 2500 M BN dist A— 0 dit. 

„ 2530 M— 0 mitterem. W miterem. 

„ 2576 M quis timor gaudium. A BN quis t quis g. WLO 
quis t. quod g. 

„ 2651 MWL oultrag. A BN 0 oultrage. 

„ 3132 M in infiniti penarium. A— 0 in infimum p. 

„ 3193 M— 0 doubter. L doubtez. 

„ 3602 M L fuyre. A— O suyre. 

„ 3777 M BN L folles. A W O fol les. 

„ 3875 M tune. A— O tum. 

„ 4023 M L Sy. A— O Fy. 

„ 4231 M facius (statt facilius). A— O sacius. 

„ 4243 M— L sy. O fy. 

') Zu größerer Übersichtlichkeit ist die oben angesetzte Reihenfolge 
der Texte M A W BN L O dieser Vergleichung stets zugrunde gelegt. 


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IiXII 


V. 4303 M — 0 sentit. L sensit. 

„ 4370 M— 0 desserte. L deserte. 

„ 4638 pr. M — 0 su bout. W subout. 

„ 4670 M — 0 a. L la. 

„ 4671 M— 0 ouquel. L auquel. 

Hierzu kommen dann noch viele fast unmerkliche Druck- 
differenzen, die oft nur darauf beruhen, daß bei dem einen 
Abdruck die Druckerschwärze etwas dicker aufgetragen war, 
wodurch der Zwischenraum zwischen den Buchstaben ver- 
schieden ausfiel; z. B. 1478 W Aautre, 1514 M Sithie W Sithic, 
L etwas zwischen c und e\ 816 M femmede, W fcmmede, 
A — 0 femmc de-, W 2491 pourcela, 2387 vouloirdivin, WL 1599 
pardela. Umgekehrt zeigen vereinzelte Trennungen: WL 1593 
honneurcy toien, 3071 en durer, M 2316 illaque abit, W 2368 
encore s, 2408 so n usw. 1108 zeigt W eile, M eile (wie 
vom Sinn gefordert) ganz deutlich; dem entsprechend wurde 
an mehreren Stellen, z. B. 2199, 2211 el le statt des vor- 
handenen eile gedruckt, da das le durch den Sinn gefordert 
wird, eile und el aber gleichwertig ist; 2172 pr. Z. 3 blieb 
aus Versehen eile stehen. 

Schließlich noch ein Wort über die Graphie der Drucke 
und die Einrichtung der vorliegenden Ausgabe. Die 
Nasalligatur ist sehr häufig und zwar willkürlich angewendet, 
auch da wo Raum zum Ausdrucken des Buchstabens gewesen 
wäre. Ich habe sie vor Dental mit n, vor Labial mit m auf- 
gelöst, außer wo die ausgedruckten Wörter andere Formen 
zeigen, z. B. passim homs-, und contemner. Für -our ist häufig 
die Ligatur o' verwendet, aber sie kommt auch für -or vor: 
atno'" und mo s t\ V. 118 ff. steht cornes : bo'nes : vio'nes : sejourncs. 
Der Druckfehler retonray beschränkt sich auf das Fehlen 
des ' vor n. 

Der Druck trennt nicht v von u, j von t, s [a o von g [a o, 
(z. B. 506 changoit , 3065 nagant, 3J86 dcsloga, 3198 allegance) 
c [o a von r[oa (3 francoys, 29 scavoir). Hier wurde verändert, 
und zwar durch Einsetzung eines j an Stelle des g, da die 
moderne Schreibung allzu störend gewesen wäre; bei -ance 
hätte eventuell - ence eingesetzt werden können, doch sollten 
die Varianten von e-a nicht verdeckt werden. 


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IjXIII 


Dem Drucke fehlen alle diakritischen Zeichen. Auch hier 
wurde nur so viel ergänzt, als zur leichteren Lektüre nötig 
ist: der Akzent bei oxytonem e und die i-Punkte, sowie der 
Apostroph bei elidiertem Vokal. 

An Interpunktionen finden sich einzelne Striche und 
verhältnismäßig häufig Doppelpunkte. Die Striche wurden 
durch Kommata ersetzt (die große Mehrzahl ist neu dazu- 
gekommen). Die Doppelpunkte, die zumeist unseren modernen 
Bedürfnissen nicht entsprechen (z. B. 1098, 1419, 1420, 1471, 
1834, 1911, 1941, 2118, 2222, 3027), wurden belassen, um das 
Spezimen alter Interpungierung zu bringen und nur um den 
einen, 1735, und alle vor der direkten Rede vermehrt, wo sie 
gerade im Text nie stehen. 2050 wurde der Doppelpunkt 
durch Komma ersetzt, 2701, wo er nach faire steht, ans Ende 
der Zeile versetzt. 

Im ganzen wurde bei der Einrichtung der vorliegenden 
Ausgabe leichtere Lesbarkeit auch für Nichtphilologen an- 
gestrebt. Wo die Exemplare ab weichen, wurde entweder die 
bessere Lesung oder wo die Lesungen an sich gleichwertig 
sind, die ältere Form eingesetzt. Bei rein orthographischen 
Varianten wurde die von W genommen. Die allen Exemplaren 
gemeinsamen offenbaren Druckfehler wurden verbessert. Für 
die aus Versehen unkorrigiert gebliebenen 


952 

Sipho 

lies Saplio 

1465 

a dire 

„ adire 

2863 

plus que 

„ plus 

3204 

com 

„ qu’on 


Für freundliche Förderung meiner Arbeit spreche ich 
Herrn Dr. Theodor Gottlieb (Kustos der k. k. Hofbibliothek, 
Wien), Mr. Aude (Conservateur de la Mejanes, Aix), Mr. Paul 
Deslandres (Sous-Bibliothecaire ä la Bibliotheque de l’Arsenal) 
und ganz besonders Mr. Paul Marais (Conservateur de la 
Bibliotheque Mazarine, Paris) meinen herzlichsten Dank aus. 

Wien, Pfingsten 1914. 


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Lystoire de Eurialus et Lucresse. 
vrays amoureux, selon papp Pie. 


En l'onneur de la sainete trinite. 

Louenge de vous, Charles, roy treschrestien. 
De latin en franeois j’ay translate 
L’ystoire du tresfort amoureux lieu 
5 D’Eurialus et de Lucresse, le maintien 
Que en amours ont eu durant leur vie, 

Ainsi que l’a descript ou temps ancien 
Eneas Silvius, nomme pape Pie. 

Bien licite est a l’omme humain, 

10 Apr£s devote coutemplation 

Soy occuper a prendre soir et main 
Au monde aucune recreation, 

Car, selon commune opinion. 

Tousjours prier n'est pas necessite. 

15 Mais passer temps en bonne Operation 
Et eschever du tont, oysivete. 

Vci pourra vostre royale majeste 
En lisant par maniere d’occupacion. 

Prendre soulas et aucune felicite, 

20 Voyant d’amoui”s la condition, 
l'orrible peine et la tribulation. 

Les perils et forfaiz maleureux 
Et aussi la misere et affliction 
Que ont souvent les povres amoureux. 

1 


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25 


o 


Prince souverain, par ta benignite 
Aux povres amans donne leur allegence 
Sur tous entretien en prosperitk 
Charles VIII. trescrestien roy de France. 


“ 3 r Traict£ tresrecreatif et plaisant de l’amour indicible de 
Eurialus et de Lucresse, compos6 par le pape Pie avant 
la papaute noninie Euee Silvye et translatd de latin en 

fran<^ois. 

Chascun peut bien facilement sgavoir. 

30 Car c’est cliose presque par tout commune. 

(’omme rempereur Sigismundus, pourvoi r 
Victorieux par le don de fortune. 

En la cit6, dont je suis opportune, 

De Senes fut recueilly noblement, 

35 Lors se loua sur toutes cites de une 
Qui le recent treshonnorablement. 


Urbem Seims 
intranti Sitfis- 
mundo cesuri 
&c. 


Palatium illi 
apudsacelluin 
Sancte Mnrthe 
*c. 


Pres l’eglise saincte Marthe on dressa 
Sur la rue qui maine proprement 
Vers la porte estroicte, des pieca 
40 Ainsi dicte, ung palais; ricliement 
Acoutre fut. moult honnorablement, 

Ainsi que affiert a si noble empereur. 

On ne savroit narrer entierement 
De ce palays le triumphe et honneur. 


Coninient Cesar entre en la citd et eut devant luy sur le 
chaffault qnatre nobles danies qui le receurent. 


» 3 ' 


Venit Siffis* 
mundus qua- 
tuorniaritatus 
etc. 


45 Quant l’empereur Cesar arrive fut 
Au lieu si bien pare que rien n ; y fault. 
Sa majeste au devant de luy eut 
Quatre dames de noble estat et hault, 
Oentes de corps, parees sans nul deffault 
50 A la gorre et plus que grant possible; 

De grant joye tout le cueur luy tressault, 
Quant apergoit cliose a dire impossible. 


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Se les dames n’eussent este que trois. 
Licitement 011 eust peu dire d'elles: 

55 Vecy les trois deesses affin cliois. 

Que Paris vit quant vist les tresbelles, 
Dame Juno. Pallas et avecques elles 
II vit Venus, qui sur toutes luy pleut. 
Sigismundus n’eust eu joyes moins par elles. 
00 En les voyant. que des quatre lors eut. 

Forme, pareil age. ornement avoient 
Les plaisantes dames dessus nommees 
Et presque en tont elles s’entresembloient, 
Tant estoient cointes et atournees. 

65 On ne pourroit pas a longues journees 
Si grans beaultes souffisamment descrire, 
Mais touteffoys, quant bien sont avisees. 
Une seule peut pour toutes snffire. 


Si tres duiii- 
taxat fuisRent 
ctc. 


Forma ornatu 
otatoqup 
pjire«* Ptc. 


Comment 1’empereur prenoit graut plaisir a ouyr dlviser 

les dames. 


Sigismundus de sa propre nature, 

70 Qui ja tresviel et ancien estoit, 

Les voluptes charnelz eut en eure 
Et des dames voulentiers escoutoit 
Le beau parier; tresfort s’i delectoit, 

Rien plus plaisant ne luy fut en ce monde. 
75 Icelles voir grandement desiroit, 

En contem plant leur beaulte et faconde. 


u 


Ar 


Krat Sitfin- 
munduH, licet 
trrandenuH, in 
lihidincm pro- 
nus Ac. 


Comment Tempei-eur deseent de son clieval et fut recueilly 
des dames, et des louenges qu’il fait d'elles a ses barons. 


Quant lempereur Cesar eut advise 
La noblesse des quatre damoiselles. 

De son cheval descendre a propose. 

80 Entre leui-s mains bien fut recueilly d'elles. 
A ses barons, qui visoient les merveilles 
Et grant beaulte des dames dessusdictes, 
Dist en riant: „Veistes vous onc pareilles? 
Certes eroies que oneques telles ne veistes. 


l’t erß’o has 
vidit, deRilions 
oquo 



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4 


Kgo dubius 
hum, an facie» 
humane »int 
angelicive vul- 
tns &c. 


85 En doubte suys prins se elles ont 
Face humaine ou visaige angelicque. 
Celestielz faces certes elles ont, 

Comme s'ilz avoient nature deifique, 
Vergongneuse maniere mirifique, 

•JO Les yeulx embas regardans simplement. 
Pour leur beaulte et face almifique 
Croistre, elles avoient simple contenemeut. 


a 4 T 


SparHO nantpie 
inter ^enas 
mbore. 


Elles avoient en leurs joes tel couleur 
Comme d’Inde le blanc yviere a, 

95 Quant sa blancheur de vermeille liqueur 
Est couloure, ou que le lis a, 

Quant aux roses vermeilles s’asorte a. 

Tresbien leur siet c'est avenante chose. 
L’imperial majeste moult prisa 
100 La grant beaulte que en leur face est enclose. 


Comment Lucresse estoit la plus belle desdictes quatre 

dames. 


Preeipuo 
tarnen inter 
ea» nitore 
Lucressia 
tulsit. 


Et jasoit ce que toutes quatre fussent 
Si tresbelles que souhaiter on peut, 
Touteffois ceulx qui bien visees les eussent, 
Facilement, quant l’oeil bien viser veut, 

105 Eussent esleu celle, qui trop plus pleut 
A l’empereur Cesar, c’estoit Lucresse, 

Qui de beaulte lors plus que humaine eut. 
Elle sembloit sur les autres deesse. 


Adolescontula. 
nondumviginti 
anno» nata. in 
famiJia Cumi- 
lorum <*e. 


Encor viugt ans Lucresse pas n’avoit, 
110 Mariee lors a Menelaus; 

Riehe, puissant de grant lignee estoit, 
Ü’amourettes moins garni que d’escus, 
Digne n’estoit, ains fut ung vray abus, 
Qu’on luy donnast si plaisant damoiselle. 
115 Tel a des biens et asses de quibus, 

Qui n’est pas digne d'avoir jeune pucelle. 


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5 


Cominciit Lucresse estoit mal mariee quant au persoiinage 

De estre trompe son mari estoit digne 
Et que on luy fist come a 1111 cerf comes, 

D’ung vray cocu portoit asses la mine, 

120 De amouretes ne congnoissoit las bournes. 

Pour faire hars de genest 011 viornes 
Plus propre estoit que de avoir belle dauie. 

Pour que au blason longuement ne sejournes: 

Peu lui chaloit. s’en ee avoit los ou blasme. 


Coininent Lu eiesse estoit belle dame et la descripeion 

de sa beaultl. 

125 Lucresse estoit asses haulte sur bout. 

De stature estoit tresavenante, 

Olieveulx avoit si eopieux que tout 
Le corps couvroient par maniere decente: 

(Je neant nioins pour estre plus plaisante 
130 De templetes. d ? or clos el les avoit 
Et de pierre precieuse luisante, 

(Je que tresbien et beau lors lui duisoit. 

Lucresse avoit le front bien spacieux. 

Sans macule ne quelque ride avoir; 

135 Ains estoit hault, frais, blanc et luminenx 
On ne savroit rien plus beau concevoir. 

On ne vit onc face, pour dire voir. 

Plus venuste ne a veoir plus agreable. 

Nature avoit la mis de son povoir, 

140 Qni la faisoit sur autres merveillable. 

Lucresse avoit a peu de poil noiret 
En maniere d’arc tendu les sonrcilles. 

Par distance qui bien les separoit, 

Onc plus belles n’enrent femmes ne filles. 

145 Les yenlx avoit si clers, beaux et facilles 
Que des voians le regard hebetoit. 

Le sonleil par ses rays tressutilles 
Des autres yeulx la clarte offuscoit. 


a r 


Sed dij^no, 
(|iiem uxor de- 
riperetur qua*i 
cervum cornu- 
tum redderet 
Ac. 


staturn mulie- 
ris «unineutinr 
reliquis Ac. 


n .» v 

Fron* ult« »pa- 
riique decentis 
A. 


Superrilia iyi 
arrtim tenaa A. 


Oculi Unto ni- 
tore syjlendpn- 
tea Ac. 


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6 


■ 


Xuum in tilum 
£c. 


N ich il histfeniH 


u (i r 

Oh parvum 
deccnsque &r. 


Braut iu ejus 
ore et cetera. 


Elle povoit occire les voians 
150 Par ung trait de ©il, quant jeter le vouloit. 

Et si povoit les mors faire vivans. 

Quant le doulx trait de ses yeulx envoioit. 

Le nez avoit traitis conime ung fil droit, 

Qui ses joes par egale mesure 
155 Decentement et tresbien divisoit; 

En ce se estoit efforcee nature. 

Kien plus plaisant, plus doulx, plus amiable 
On menst pas sceu que les dictes joes voir, 
Quant eile rioit par maniere agreable 
160 I)eux petites fosses se venoient soir 
Ou tin milieu de ses joes: oncques voir 
Horns ne. les peut. qui ne leur desirast 
Qnelqne baisier donner. tust main ou soir. 

Et qui ponr ce du cuenr ne souspirast. 

165 Petite bouclie et levres coralines 
Plus vermeilles <iue ne fut onc coral 
Lucresse avoit, de estre baisees dignes 
Et doulcement morses saus faire mal. 

0 

Petites dens plus blanclies que cristal. 

170 Entre lesquelz sa langue armonieuse 
Faisoit ung son plaisant et cordial 
Avecques chant et voix melodieuse. 

Son corps estoit de toutes pars louable, 

Par le dehors on povoit aisement 
175 Des intimes jugement tresfeable 

Faire, par ee que on veoit clerement. 

Oncques liomme ne la vit proprement 
Qui ne conceust en son cueur quelque envie 
Vers son mary: car veritablement 
180 De teile avoir digne n'estoit il mie. 

Facessies yssoient de sa bouclie 
Et parolles exquises a «lerveilles. 

Cornelia, qui estoit Sans \ reproche 
En ses enfans louant, ne! dist pareilles; 

/ 




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185 Hortensia paroles point plus belles 
Ne proposa devant les empereurs, 

Quant el garda dames et damoiselles 
Par ses beaulx ditz et rethoriques fleurs. 

II n’estoit rien plus donlx que son parier, 

100 Plus attrempe ne de plus grant faconde; 

Elle savoit honnestete garder 

Quant triste estoit, saus ce que homme du monde 

Eust apperceu quelle eust face iraconde, 

Car eile estoit joyeuse et attrempee. 

105 Tousjours nne. gente. plaisante et blonde 
Et sur toutes antres tresmoderee. 

Trop peureuse ne trop liardie n’estoit. 

En tons ses fais eile tenoit raoien 
Et courage plus que virile avoit. 

200 Ferme propos avec rassis maintien 
Pour conduire quelque ehose de bien, 

Elle avoit cueur constant et immuable. 

Chose qu’el veist ne la chanjoit en rien; 

Car eile n’estoit point come autres muable. 

205 Vestue estoit de habis tresprecieux. 

Chaines, baudriers de tin or reluisoient, 

Qui tout autour son gent corps amoureux 
Si bien que rien n’y fault, avironnoient; 

Et de perles ses bras couvers estoient. 

210 Pres que toute en or resplendissoit. 

Affiques d’or comme estoilles luisoient, 

Dont des voyans les yeulx el repaissoit. 

Son chief avoit gentement atoume 
De couronne et joyaulx precieux, 

215 De diainans et saphirs aourne 

Si proprement que on ne pourroit pas mieulx. 

Ses mignons dois plains estoient en tous lieux 
De signes d’or, esmeraudes, rubis. 

Clers diainans et saphirs lumineux. 

220 Qui bien seoient par dessus ses habis. 


7 


Scrrno i» fuit 
qualiter rumor 
e»t Ar. 


N er MiaviuH 
aliquid eius 
nratione. 


a (>v . 

Non timidanon 
audax A. 


VohU*h illi 
nullt ifiliceH Ar. 


Kcdimitta 
c apitis mirifica 
Ar. 


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8 


Non Heienam Je ne croy pas que Helei ne fiist plus belle. 

pnlehriorem . , 

etc. Quant son man Menelaus mena 

Le beau Paris a disner aveques eile. 

Que Lucresse qni lors bien s’atourna. 

225 Andromache. quant Hector espousa, 

N’estoit pas plus ricliement acoutree 
Que Lucresse estoit en ce jour la 
Que l’empereur fist en Senes entree. 


« 7 r Coinment la coiupaigne de Lucresse trespassa et avant 
son trespas l'empereur fist son filz Chevalier et fut a 

l’enterreinent de la dame. 

inter ha.» <t Katherine estoit apres Lucresse 

< «th. r.n,. 2 30 La plus belle et la plus avenant, 

Car eile estoit en sa tleur et jeunesse 
Cente. frisque. tresgorriere et plaisant. 

Ung filz avoit qui n’estoit que ung enfant 
Et Chevalier fut fait par l’empereur. 

235 Ains que la mort de son darf trespoingnant 
Katherine occist par sa rigneur. 

L’empereur fut a son enterrement 
Avant partir. en quoy lui fist honneur. 

De Lucresse n’oublia nullement 
La grant beaulte. le sens et la valeur. 

II n’y avoit en court quelque seigneur 
Qni jour et nuyt n’en fist son parlement 
Et qui ne dist: c’est des dames la fieur. 

L’onneur. le pris et tout le parement. 


( ouiment chascun sortoit en la rue, quant Lucresse 

passoit, pour celle volr. 

»7» 245 Quant el sortoit pour aler quelque pait 

Tont le monde la poursuivoit a l’ueil. 
vuocunquouiii C’estoit basme d’avoir ung seul regard 

YRrt^batnr Ae. . .. 

De ses (Jers yeulx; son graeieux acueil 



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0 


Faisoit passer nielenrolie et deul. 

250 Cesar par tont la louoit en publique. 
Eurialus en parloit a tout seul; 

Sans faire bruit a bien Taymer s ? applique. 


Coninieiit Eurialus, lioiniiie noble et liiignon de l'einpereur, 

estoit vertueux et digne de estre ani£. 

Trente et deux ans avoit Eurialus. 

Riehe et puissant de avoir aussi de amis, 

255 Miste, avenant et courtois au parsus, 

Nature avoit beaucop biens en lui inis. 

Car il estoit asseure et hardis 
En tous ses fais. de stature uiovenne. 

Noble, joyeux, recreatif en dits. 

260 Affin que mieulx dames il entretienne. 

II estoit gent et de belle faconde 
Secret. liunible et de deeente forme, 

En lui n’avoit quelque note du monde. 

Pour ung amant estoit ung parfait homiue. 

265 Sur lui n’avoit ne niais, ne si. ne eonime. 

En la graee de 1’empereur estoit. 

A ses causes d'or et d'argent graut sonime 
Sur tous autres curiaulx il avoit. 

Par chascun jour chanjoit de abillement 
270 Et plus goiTier estoit de jour en jour. 

11 se tenoit si tresmignonnement 

Que estoit digne que on l’aymast par amour. 

Des serviteurs avoit tout a Fentour, 

Qui lui faisoient par les nies compaignie. 

275 Ce luv estoit ung gracieux sejour, 

Quant veoir povoit Lucresse la jolye. 

Chevaulx avoit telz que ceulx de Meneon, 

Quant a Troye vint pour la seeourir; 

Pour qu'amoureux fust le noble baron. 

280 Ne luy restoit fors qu’eust temps et loisir. 


Duonim et tri- 
irinta annonim 
erat kc. 


Mömbris uon 
sine quaduni 
maiehtate de- 
eori« kc. 


a h r 

In dies ornat ior 
conspectibiis 
kr. 


Tum equi tale* 
illi erant kr. 


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10 


Les jeunesse, prosperite, desir, 

Esquelz estoit Eurialus le sage. 

De estre amonreux tant lui font souvenir 
Que resister ne povoit son courage. 


I'om ment Eurialus fut amonreux de Lucresse et eile de 
lui saus cc qu’ilz sceussent aucune chose l’ung de l’autre. 


KurialuH ut 
IjUcrfHsiiun vi- 
dit ardore c<*|>it 
Ae- 


285 11 mist son cueur si avant en Lucresse 

Que «le la veoir james n’enst pris ennuy; 
Plus la veoit plus estoit en Hesse. 

Quant ne la voit. il est triste et inarry. 

De ce ne doit aucun estre esbaliy. 

290 Par il jetta ses yeulx sur la plus belle. 
Pareillenient tist Lucresse sur ly; 

Quant se voioieiit. ilz avoient joye nouvelle. 


:• (Sv 


295 

Non tarnen liar 
ipHH die Ar. 


3 < >0 


Et touteffois ne savoit pas Lucresse 
Que son regard sortist james effect ; 
Eurialus, des barons la noblesse, 

Se Lucresse bien l’aynie rien n’en scet. 

Ce neant moins quant sollt en leur secret, 
L’ung de l’autre a en son cueur memore; 
Plus y pensent et plus ont de regret, 

S r ilz ne parlent et sentrevoient encore. 


mm'- Yoisinete fut cause de l’amour, 

Pirami'. Coui de Tisbes et Piramus lison. 

r/aniour croissoit entre eux par chascun jour, 
J/ung de l’autre pres estoit la maison. 

305 Par laps de temps, saus quelque autre acliaison 
Ne avoir rxmgneu l'ung l'autre au paravant. 
Furent esprins saus mesure ou raison 
Du feu d'amours qui les aloit brillant. 


Le dieu d'amours les navra bien soudain. 

310 Quant de son dart leurs deux cueurs transpersa. 
L’onnestete de Lucresse et le train 
Par iing trait d'eul vitement renversa. 


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11 


Car la dame de bien aymer pensa 
Ung estrangier qne jaines n’avoit veu, 

315 Et son mari hors de s’amour lansa; 

De amourettes trop desiroit le jeu. 

Quant la dame tut esprinse du feu 
Qui la bruloit par eure langoureuse, 

El ne povoit en place ne en lieu 
320 f'rendre repos. tousjours estoit songneuse 
De, remembrer la face gracietise 
De Eurialns. qui l’a navre a oultrance. 

De son mari devint si odieuse 

Qu’el ne tronvoit en lui quelque plaisance. 


Comnient Interesse se emenicilloit qtiYlle ue povoit aymer 
son niary et que mieulx aymoit ung estranger et de ee 
eile se arguoit et blasmoit et arguoit pro et contra. 

325 Elle disoit a soy niesnies souvent: 

Je m'esbahis, dont ce me peut venir 
Que je n’ayme plus cordialement 
Menelaus et que ne prens plaisir 
Avecques luy a le veoir et ouyr? 

330 Las. je n’ayme rien que cest estranger 
Qui jour et nuyt me vient en Souvenir. 

Cant que j’en pers le boire et le menger. 

Ha, Lueresse, oublie ta folie, 

De ton cliaste cueur oste la clialeur! 

335 Maleureuse. de fole amonr remplye. 

Boute toy hors de peril et d’erreur! 

Se je povois sortir de tel langneur 
Plus ne seroys en si graut maladie. 

Mais il y a quelque chose en mon cueur 
340 Qui me contraint, saus que luy eontredie. 

Je congnois bien lequel est le meilleur 
Et touteftois je veil suivir le pire, 

Conscience me dit: suv ton honneur! 

Et Cupido dit qne je le doy fuyre. 


Sauciu or^o 
tfravi cur» 
IiiicrcsHin A. 


Nor ii 11 um 
mcinbriH uuiu 
(|uictam. 


fi 1 r 


SiTiiniqui’ 

lll'MMO l|lli(l 

nhntut. 


Kx cutc 
»•onceptas C 
enato pretore 
Hamma» A. 


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12 


Sc io ciuid «»8t 
melius Ar. 


b 1 v 

Si virum 
fustidiis Ar. 


Sod li«»c niicdit. 
Quentini i lli uh 
fncien. 


Vu)i produm 
<'tfo ca*to* A. 


Srd non «**t i* 
rilis vtiltu* Ar. 


345 Noble dame. comment te peut induire 
Ung estranger a si folle plaisance 
Que ton lionneur vueilles ainsi destruire 
Et maculer le bien de ta naissance? 

Ha. Lucresse, se n'aymes ton mary 
350 F2t que d’amours te vueilles entremettre, 

De ce pays peus eslire ung amy 
Sans au peril d’ung estranger te mettre, 
Mais, lasse moy, quant je vueil contremettre 
De Eurialus la tresplaisante face. 

355 .Je ne me puis retirer ne liors mettre 
Que son amour ne desire et sa grace. 

Sa graut beaulte, son aage. sa noblesse 
Et sa vertu m'ont change le courage. 

Et se je n’ay secours par sa prouesse. 

300 Mourir me fault a grant dueil et dommage. 
Sonverains dieux. faictes moy ung passage 
Et vous plaise si bien me conseiller 
Que je puisse sans danger ne oultrage 
De mes amours jouyr au paraler. 

365 Mais quant j’ay tont regarde. fy de luy. 
Trahyraige mon loyal mariage? 

Me lierayge en ung forain ? nenny! 

•Te ne oongnois ne luy ne son paraige. 

Quant avra fait de moy, tant soit il sage. 
370 11 s'en yra pour une autre espouser 
Et me lairra, c’est le eommun usaige. 

Je ne m’en doy par ce point abuser. 

Mais de traitre ne porte pas la face. 

Sa noblesse ne le pourroit souffrir. 

375 Car noble cueur n'en dureroit en place 
Ses vrayes amours decevoir ne trahir. 

Fraude ne dol ne peut entrevenir, 

En cueur d’ounne qui porte tel semblaut. 

De moy tousjours il avra souvenir. 

380 Doubter n'en fault, car il est trop savant. 


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13 


Je feray tant se je puis envers luy 
C^u’il jurera me estre bon et loyal; 

Craindre ne doy estre deceue par luj', 

11 me semble doux, courtois et feal. 

385 C’est mon advis qu’il endure mon mal 
Pour ma beaulte, qui est inestimable. 

Et que de amour m’ayme aussi cordial 
Que je fois luy, c’est chose raisonnable. 

Se le regoy une fois en ma grace 
390 En luy donnant ung gracieux baiser, 

II ne artera jamais, ce croy, en place 
Tant qu’il puisse son grief mal apaiser. 
Servir vouldra sa maistresse et aiser 
Et se donra du tout a mon service, 

395 Plus belle dame ne syavroit adviser 

Pour les plaisirs d’amours, ne plus propice. 

Je ne me puis transporter quelque part 
Soit a mon huys, en ville ou a l’eglise, 

Qu’on ne me suyve a l’oeil, soit tost ou tart. 
400 De ma beaulte ckascun parle et divise; 

Et nuyt et jour, sans doubter froit ne bise. 
Plusieurs mignons tourneut sur les carreaux 
Pour mon gent corps regarder a leur guise: 
Je suis l’espoir de tous amans loyaux. 



ment Lucresse delibere estre amoureuse de Eurialus. 


405 Bref je aimere: je veil estre amoureuse 
l)e Eurialus, le plaisant escuyer! 

II n’est vie si plaisant ne eureuse, 

Comme je croy, il me fault essoyer. 

II m’aymera du cueur sans varier, 

410 De ce pays james ne partira, 

Et s’il s’en va pour soy repatrier, 

Je iray, quant luy point ne me escondira. 


i. 2* 


I)ahit ante 
tidem. 


Kffo quoque ita 
Mum pulchra. 


Quot me 
ambiunt proci 
quocunque 
perR-t* 


h 2* 

Dabo nmori 
operiun. aut 
hic manohi.H. 


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14 


Erg’O Cffu et 
matreiu A 
virura et 
patrium rolin- 
quam. 



425 


Par ses moyens je vueil habandonner 
Mere, mary, mon pays et renommee; 

Car ma mere me veult redarguer. 

Mieulx saus mary fusse (jue mariee! 
Chascun a pays la ou il y agree 
Vivre et passer son temps, comme l*en dit. 
Je ne pourroys estre plus mal euree 
Ne pis avoir que j’ay, c’est mon edit. 


Coinnient Lucresse respond aux objectz que on luy pourroit 

faire, de aymer Knrialus. 


Quid michi 
rumoren 
lmminum. 


Et se on me dit. tu perdras ton honneur 
Et bon renom que tu as en grant bruit. 

A ce respons, quel mal ne quel douleur 
Me pevent faire, soit de jour ou de nuyt, 
430 Les langaiges, qui se diront par huit 

Ou par miUe, mais que rien je n’en oye? 

Je m’esbatray et prendray mon deduyt. 

D’or et d’onneur dis fy a qui n’a joye. 


1 . 3 ' 


Nichil audct 
qui fiuno nimi>* 
ntudet Ac. 


Cil qui trop craint a blesser son honneur 
435 Ne fait jamais quelque bonne entreprise. 
Plusieurs dames ont esleu pour meilleur 
Abandonner leur pays. quoy qu’il leur nuyse, 
Que de tousjours escouter la reprinse 
Et chastiement de parens et mary. 

440 Helayne soit cy ]iour exemple prinse. 
Suyvant Paris, son gracieux amy. 


Quid Modeuni 
rofernm Ac. 


Ainsi le list iMedee. quant Jason 
Elle choisit, Chevalier tresplaisant, 

Car eile laissa ses pays, pere. maisons 
445 Pour qu’elle fust d’amours mieulx jo} r ssant; 
Se je estoie seule en ce faisant, 

Trop lourt seroit mon erreur et emprise. 
Plusieurs dames ont ce fait paravant; 

Pour quoy devray moins en estre reprise? 


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15 


450 Qui de plusieurs suyt rerreur, pas ne fole; 
Matiere avray aacune de repliqne. 

Car ou soye reputee sage ou tolle. 

Je trouveray, se mon sens bien aplique. 

Daraes asses qui sans nulle traflque 
455 Ont desire vivre a leur plaisance. 

C’est tout, basme, c’est vie deifique 
Que avoir d’amours a son gre joyssance. 


Lucressia tout a soy mesme disoit 
Ce que par cy devant ay recite, 

400 Et sur toutes clioses eile desiroit 
De Eurialus l’araour, c’est verite. 
Eunalas, qui plain de humilite 
Envers amours estoit, n'avoit repos, 
Leurs courages estoient par unite 
465 Joinctz ensemble. par confornie propos. 


Nemo orrnn- 
tflDI HgOit qui 
rum multis 
errat. 


Sie Lucressia. 
Nee intra pec- 
tu» ininora in- 
cendiu nutrie- 
l>nt Kurinlus. 


Com ment Eurialus estoit log6 proprement entre rempereur i> a* 

et Lucresse. 


Eurialus estoit bien proprement 
Log6 entre l’empereur et Lucresse. 

Ce avoit il fait tresprudentement 
Pour a son cueur donner quelque liesse. 
470 Car deux clertes. pour sa grande noblesse 

Enluminer des deux costes. avoit. 

/ / 

Dont l’empereur luraiere de richesse 
Et Lucresse d'araours clarte donnoit. 


Rurialun rar- 
di ns cetera. 


Quant le baron au palais s’en aloit 
475 De 1’empereur, cointement acoutre, 

Sur son cheval raonter il ne povoit 
Qu’il ne fust veu. perceu ou rencontre 
De Lucresse du lieu hault tenestre 
De son logis. La darae regardoit 
480 Son eher amy, qui luy estoit entre 

Dedens le cueur tant que d’amours ardoit. 


Nee palatium 
Kurinlus. 


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lö 


La dame avoit si avant son cueur rais 
En son amy, lequel tant desiroit, 

Que ailleurs pancer ne luy estoit permis 
485 Ne sans rougir veoir eile ne le povoit. 

A ces causes l’empereur prevoioit 
•sed erubuit De Lucresse l'amour et le courage. 

Momper etc. 

La graut ardeur que en son cueur concevoit, 
Dissimuler ne sceut, tant fust eile sage. 


b I r 


Nom cum i*x 

Bua 

conHiiotudinc. 


Comment 1/empereur aperceut que Lucresse estoit 

amoureuse de Eurialus. 

490 Sigismundus Cesar, noble empereur, 

Acoustume avoit par chascun jour, 

Par devant l’uys de la vermeille fleur 
Faire en alant qs. et la quelque tour. 

11 aperceut Lucresse de l'amour 
495 D’Eurialus estre si fort emprinse, 

Qu’elle en rnuoit plusieurs fois sans sejour 
Face et couleur, dont pas raoins ne la prise. 


Car Mecenas pas mieux voulu ne tut 
D’Octovien que Eurialus estoit 
flu r>00 De l’empereur Sigismundus. qui n’ut 

Autre plus pres de luy, quant il aloit 
Par les rues; car il se divisoit 
Trespriveement avec son servant 
Eurialus, qui bien dire savoit. 

505 Encores mieux d’exploicter bien savant. 


Comment reiupereur pari» a Eurialus et luy dist que 
Lucresse estoit amoureuse de luy et sembloit que le 
dit empereur eil fust jaloux. Et comment il lui obaissa 
son chapeau quant il/ passoieut par devant la maison de 

Lucresse. 

L’empereur vit que la dame chanjoit 
(Couleur si tost qu’el voyoit son amy, 

Joyeusement en quelque bon endroit 
Chanja propos et se adressa vers luy 


b 4 V 


Ad quem vor* 
öuh: Eurialo. 
Eurialc. 


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17 


•MO En luy disant: „beau sire, «jue esse cy? 
Sont les danies de vous si amoureuses 
Comme je apergoy ? je n’entens point cecy. 
Vos nianieres de faire sont eureuses. 

Eurialus. je apeivoy que Lucresse 
515 Te ayme tresfort, ce m’est cliose congneue. fc 
Et ce luy dist l’empereur en tristesse. 
Comme jaloux par envye sourvenue. 

Quant il vindrent a l’endroit de la nie 
En la quelle Lucresse demouroit, 

520 L’empereur fist, quant il l’eut aperceue, 
Quelque bon tour, ainsi qu’il entendoit. 

D’Eurialus rabatit le chappeau 
Devant les yeulx. en disant telz parolles: 
Tu ne verras pas maintenant ce beau 
525 Mireur ou quel tes yeux paiz et consoles. 
Nous y voulons sans faintes ne frivoles 
De nos nobles yeux l’office employer 
Pour la dame, tant que sommes en coles 
A nos plaisirs seulz veoir et remirer. 


Coninient Eurialus respondit a reinpereur saigenient eil 

parlant de sa dame, la belle Lucresse. 

530 Eurialus dist au noble empereur: 

„Je n’entens point, pour quoy faictes ce signe; 

Ce luy pourroit tourner a deshonneur. 

Male bouclie a mesdire s’encline, 

Je ne suis pas de tel dame avoir digne; 

535 Avecques eile ne haute aucunement. 

Je seroie de dame avoir indigne 
Se blasme avoit par mon conteneinent/ 4 

Eurialus estoit sur ung boiart 
Si proprement monte que on pourroit dire 
540 Pour ung clieval bien prins, bien gaillart. 

Il n’y avoit quelque chose a redire. 

2 


.Malier il 1 u te 
nrdet «te. 


Kuriuli oeulos 
pilleo eontexit. 


1» .V 


Tum Kurialus: 
quod hoc siffni 
ent, cewwr. 


Krat Kurinlo 
spudix equH «te. 


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Quo licot 7 dum 
sola fuit «t- 


1 ) :t r 


Sed ut »ieciiH 
ii^or &. 


lta ost »ane ut 
sauientibuH 
vidotur &c. 


Teste, ventre. croupe comme de cire 
Faictz il avoit et l’oreille mobile; 

Ester en lieu ne povoit, a voir dire, 
545 II n’estoit rien plus gent ne plus abile. 


(Om men t Lucresse estoit toute esmeue et passionnee, 

quant eile voyoit Eurialus, son amy. 

Eurialus en or resplendissoit. 

De toutes pars ses abis reluisoient. 

Quant la dame son amy appergoit. 

Tons les esperitz du corps luy remuoient. 

550 Quant seule estoit, tresbien se contenoient. 

Fermer son huis a amours proposoit; 

Mais quant les deux amans s’entrevoient 
Chascun des denx son mal renouvelloit. 

Car Lucresse a l'ardeur ne povoit 
555 Du feu de amours resister sans doubtance, 

Ains tout ainsi que ou champ bruler on voit 
Le chaulme sec, quant par sa violence 
Souffle le vent de bis qui avance 
Et fait liaster le feu, pareillement 
560 Le feu de amours consumoit la substance 
De Lucresse. qui aymoit loyaulment. 

El ne povoit recouvrer medecine 
Qui peust l’ardeur de sa chaleur estaindre. 
Prosperite fait raaint tour faire et signe. 

565 On ne s’i peut gouverner ne contraindre. 

Qui des sages les ditz vouldra sans faindre 
Croire et noter, il trouvera sans doubte, 

(^ue chastete desire estre en lieu moindre: 

Car richesse la cliasse et la debonte. 


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1P 


Com ment «Lastete est a graut peiue gardee des gens 
qui ont toutes leurs plaisances ou monde. 

570 Quant ung homme est esleve par fortune, 

II ne appete que vivre a sa plaisance: 

Dancer, chanter et regiber sur plume 
Entre deux draps, e’est amoureuse dance. 

Avoir logis de graut magnificence, 

575 Choses plaisans pour volupte attraire. 

Faire ne peut chastete demourance 
En haulx palais, tel lieu lui est contraire. 

A ces causes Lucresse. tresplaisant. 

Riehe de biens mondains a son souhet. 

580 Ne desiroit fors que de son amant 

El peust jouyr; mais bonnement ne seet 
A qui puisse reveler son secret 
Ne decouvrir a plain sa voulente; 

Plus brule amour secret que descouvert. 

585 Car mal tapv tart recouvre saute. 


Comnie Lucresse proposa faire savoir a Eurialus 1'amour, 
dont eile l’anioit, par ung serviteur nomine Sozie, nuquel 

eile parle longuement de Eurialus. 

Lucresse avoit de serviteurs ung tas. 

Entre lesquelz Sozias luy plaisoit; 

Loial estoit sans noise ne debas 
Et ja long temps tresbien servy avoit; 

590 Viel, ancien et preudoinme estoit, 

Du propre pays de Eurialus, tressage. 

Et plus ou pays eile se confioit 
Qu’en Sozias, pour faire son message. 

Cesar ung jour a moult grant compaignie 
595 De ses barons par la ville passoit, 

Quant Lucresse bien paree et jolie 
Ouyt le bruit du peuple, qui couroit 

2 * 


(^uisquis 
sreundis rofou» 
Ac. 


I» 6 r 


Inturnn i^itur 
Kuriiiliim Ae. 


(^ui tacitus 
ardet 
tiritur. 


Krnt intor viri 
*nrvoN. 


Plus natioui 
quam homini 
eredens. 


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20 


I» l»v 


Quo ubi ndesxo 
Kurialum 
coRrnovit 


Vidori ut 
omne» cato- 
mistniti. 


Semen hoe 
Deorum es t aut 
celo missa pro- 
«•onies. 


Nisi testes 
oculi essent Ar. 


Pour veoir Testat, el s’en courit tont droit 
Aux fenestres pour choisir son amv, 

600 Le quel sur tous bien acoutre estoit, 

On ne tenoit lors compte que de luy. 

Quant Lucresse l’eut par desus tous clioisi 
El appella Sozias promptement 
Et luy a dit: „Approche toy d’icy 
605 Et regarde embas legierement. 

Ou pourroit on trouver aucunement 
Homme qui fust a cestui cy semblable? 

Je ne croy pas que soubz le firmament 
On peust trouver honnne plus agreable. 

610 Ne vois tu pas quelle chevalerie, 

Quelz perruques? tant sont bien acoutrees! 

Ces gens cy sont, ce croye, de farie; 

11z ont faces plaisans comme poupees, 

La chair blanche, poitrines eslevees, 

615 Et plus que jonc les corps drois et plaisans. 
On ne savroit trouver en nos contrees 
Telz ymages ne gens si avenans. 

Hz ont este engendres de haulx dieux. 
C’est semence, comme je croy, deifique, 

620 Envoi6e du ciel en ces bas lieux 

Pour parfaire quelque cliose autentique. 

Se fortune, par son art mirifique. 

M’eust confere l’ung de ceulx pour mon mary. 
Je vivroie joyeuse, gente et frisque; 

625 Et je languis plaine de tout ennuy! 

Se de mes yeulx n’eusse leur beaulte veue, 
Quant la me avrois nulle fois recitee. 

Je n’en avrois pas ta parolle creue 
Oncques ne \y si noble chevauchee. 

630 Je croy que bien parle la renommee 

Quant les gentilz gens eslieve par sur tous, 

La dame doit se reputer euree 

Qui peilt avoir de telz mignons espoux. 


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21 


Dy, Sozias, respons moy sans faillir! 

635 Congnois tu nul de ces nobles barons?“ 

„Certes oy, dame, sans vons mentir, 

Je les congnois, leurs parens et maisons.“ 
„Mais entre untres congnois tu le mignons 
Eurialus?“ „Comme moy,“ dit Sozie. 

640 „Dictes. dame, les causes et raisons. 

Pourquoy voules que tant je vous en die.“ 

„Je te promet, rien ne te celere. 

Car je say bien que es certain et loyal 
Et que tendras secret ce que dire, 

645 Espoir en ay comme de homme feal. 

Ta grant bonte d’ung vouloir cordial 
Me fait vers toy venir et retirer. 

Je te diray, m’en prengne bien ou mal. 

Ce que mon cueur ne pourroit plus celer. 

650 Certes, Sozie. de tous ceulx que avons veu 
Par cy devant passer n’a pas longtemps. 

N’en n’y a que ung qui proprement m’ait pleu 
Pour parvenir aux fins ou je pretens. 

Eurialus tant plaisant et si gens 
055 Qu’il a esmeu mon vouloir et courage. 

A luy aimer, c’est la fin ou je. tens. 

.Je ne cerche vers toy autre avantage. 

Je ne pourrois reposer ne dormir, 

Avoir ne puys en moy paix ne confort; 

660 Se je ne puis une fois parvenir 
Ou je pretens, je desire la mort. 

Se je peusse par aucun art ou sort 
Eurialus oublier. mais nenny! 

Bref, je mourray de deul et desconfort 
665 Se ne tais tant que je parle avec lui. 

Je te prie, Sozie. sans- difterer 
Va t’en tout droit a luy, ne tarde point. 

Et si lui dy. que je le vueil aymer. 

Autre chose ne te vueil sur ce point; 


b 7 r 

Sed uuMti tu, 
Sozia, aliquos 
etc. 


Dicaui, lnquit 
Lucretia Ic. 


Kx hin qui 
ccMari uHtant. 


Nec iilum obli* 
viati nec mihi 
pacem etc. 


I. 7 * 


Per^e, oro, 
Sozia, conveni 
Eurialum. 


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22 


Quid audih. 
rcfert Sozia*. 


Prodaiiiquf' 
dominum > 
lanque nenex 
incipinm ftil- 
lere A. 


Quin putius 
clnra proben io* 


b S' 

Non eff re amn- 
rcm pellit que 
primie obrtat 
inrniltihn«. 


Quod ni hoc re- 
geirrt mnritus. 


670 Je te feray des biens, n'en doubte point, 
Ta peine pas ne sera retenue. 

Se la chose vient ainsi que dieu doint, 
Je me tendray tousjours a toy tenue.“ 


Com ment Sozias fut triste de ee que sa dame Lacrosse 
estoit devenue folle amoureuse. Et coinme il la reprint 

et blasnia. 

Lore Sozias souspira tendreinent 
675 En disant: „dieux, las, et que ay je oy cy? 

0 ma dame, trairay je present 

En mes vieulx jours celui que j’ay servy 

En jeunesse loyaulment et chery? 

C’est graut peche de pen sei* tel folie. 

680 De le faire plus graut; je vous supply. 

Que jetes höre ceste merancolie. 

Mon bon seigneur, vostre espoux et man 
qui tant en moy de tout temps se confie. 

Se de present estoit par moy traliy, 

685 Je trahirois la plus noble lignie 

De la eite de Senes. Je vous prie, 

Liiere dame, estaignes la chaleur 
Et folle araour, qui tant vous contralie 
Par fol espoir, qui vous met en erreur. 

690 qui aux premiere assaulx de amnurs resiste. 
Faeilement il obtient la victoire; 

Du eontraire, qui a aymer persiste. 

Nourrist ung doulx venin, c’est chose voire. 

Lequel, si tost que on l'acoustume a boire, 

695 Rend l’amoureux si serf et si subject 

qu’il n’est liomme. qui asses puisse croire 
Tie grant peril auqnel il se submet. 

Ha, ma dame, se monseigueur savoit 
que voulsisses faire teile entreprinse, 

700 (’ertes, dieu scet quel bruit il a\Toit! 

Vous seriez en piteux estat mise. 


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II vous mettroit nue en vostre chemise 
Et vous batroit tresinhumainement; 

Je congnois bien son courage et sa guise. 
705 Amour ne peut soy celer longuement.“ 


(’omnient Lucresse respond a son serviteur Sozie et dit 

qu’elle ne donbte chose qui soit. 

Lucresse dit a Sozie, qu’il se taise 
Et que en effect eile n’a peur qui soit; 

De son mari point ne doubte la noise, 

Plus tost la mort doubter eile deveroit. 

710 Ce neantmoins bien asseuree se voit, 

Car de la mort n’a aucune doubtance: 

Et pour quoy chose nuire ne lui savroit 
Pas fortnne par son aspre inconstance. 


Com ment Sozie reinonstre a Lucresse le dangier ou eile 

se veult mettre. 

„Povre dame tressimple et miserable." 

715 Dist Sozie, „et que voules vous faire? 

Tons vos parens par ung fait detestable 
Vous jetter6s en piteuse misere! 

Seule seres, infame, et adultere, 

Qui soulleres par note de infamie, 

720 S’il ne vous plaist de folie vous retraire. 

Tous vos parens et notable lignie. 

Se vous dictes que estes bien asseuree 
Et que le cas sera tenu secret, 

Mille yeulx aves par chascune journee 
725 Tont a l’entour de vous, chascun le scet. 

Vostre mere ne tiendra pas couvert 
Vostre peche, ne pas plus vostre marv. 

II n’y avra eousine ne varlet 
Qui vostre cas cele, je vous affy. 


Tacc, iuquit 
liucrctia,nichil 
loci tcrrori cst 

*C. 


Ii Nv 


Quo misern 
r>ergri», Sozias 
rctulit. 


Tut um e»Rt- 
fucinuH rea*? 
mllle circa t« 
oculi sunt. 


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24 


Sem ut tace- 
ant, i amen 1 h 
I nrjucutur. 


r l r 

»tfjita ent 

mutfni* seeli- 
ribtiH Ado* et 
cetera. 


Meine con* 
cuhitUM novo?» 
et cetera. 


Seio rectum 
quod diri* 


730 Se les liommes vous celent d'aventure. 

Chiens et jumens et marbres insensibles 
Accuseront par quelqne pourtraicture 
L'adultere. tant soies invisibles. 

0 

II y a plus, dien qui est perceptibles 
735 Et der voiant. par tout vos faitz. verra 
Adulteres et peches deffeetibles. 

Lesquelz apres griefvement punira. 

Oertes. daine, ne vous fies en homme, 

Qui soubz umbre de peclie vous permette. 

740 Car il ny a point de foy. ainsy coinme 

L’en dit, en grans pecliez gist chose infaite. 

Craindre deves que ne soyes forfaite 
Et liors mise du College des danies, 

Qui ont garde <le chastetl la niete. 

745 Vonlans sanlver leurs corps aussy leur ames. 

Craindre deves clianger vostre mary 
Pour un nouveau estranger niettre en grace, 

Si le faictes, vous seres. vous et luy. 

En grant danger, car fol plaisir se passe. 

750 Mais la peine que pour ce Ton amasse 
Dure tousjours. la note ne nieurt point. 

Bien eureux est qui sa vie compasse 
Si sagement, que de blasme n’ayt point/ 

('online Luc resse respond a Sozle, son serviteur, qu'elle 
entendoit bien qu’il disoit vray, mais neantmoins qu'elle 
estoit deliberee de acomplir sa volenti el qn’ll pariast 

a Kurialus de par eile. 

l/irs la dame respondit a Sozie: 

755 ...Je s$ay assez que tu dis verite. 

Mais la fureur de amonrs me contralie, 

Qui me contraint faire ina voulente. 

Je cognois bien, saus que soit recite. 

Le grant danger ou voluntairement 
760 Me vueil mettre et infelicite. 

Mais ce ny fait inen quant en ras present. 


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J’ay estrive longuement contre amoui-s 
Et debatu autant que femme nee. 

Trop longuement ay employ6 mes jours 
765 A le cuider vaincre comme forcenee. 

De son plaisir faire deliberee 
Suys et seray, ayes de moy mercy! 

Fay ung plaisir a la povre egaree. 

De par eile salue son amy.“ 


Coninient Sozie respoud a sa dame et la prie de laisser 

son fol ainour. 

770 Quant .Sozias eut de la dame ouy 

Les pleurs et plains, en son cueur grant dueil eut 
Et luy a dit: „Dame, je vous snpply 
Kn tant que j’ay vertu et mon cueur peilt. 

Par les loyaulx Services que oncques sceut 
775 Mon eorps clianu a vostre lignee faire. 

Que de l’ardeur d’amours. qui bruler veult 
Le noble cueur de vous. vueillez retraire. 

Dame, aydes vous, c’est pai*tie de sante 
Que desirer que on la puisse obtenir.“ ' 

780 Lors Lucresse dist: „Ne soyes si teilt«; 

Que tu croyes que ne vueille obeir 
A ton conseil. lequel je vueil suivir, 

Encores n’ay ma vergongne perdue; 

Amours vaincray, qui ne se veult couvrir, 

785 Puis «iue par toy je ne suys secourue. 

Mais en ce cas ung seul refuge t.reuve, 

C’est prevenir par mort ce malefice.“ 

Sozie, qui fnt espeury pour la neufue 
Responce que eut, ne se monstra point uice. 

790 Ains dist tantost: „Du mental vice 

Trop effrene, dame, 1’assault vueillez com bat re, 

Car vous estes pour vivre lors propice 
Que a mort livrer vous voules saus debatre“. 


r 1 ^ 


Vincit tt 
rogfnat furor 
|)oten9(]ue. 


lnjfrniut nupcr 
Sozias Acetora. 


Pars sunitatis 

v*l vcllc? snnuri. 


«• 2-r 

UnLcum 
offnen um ejit 
hujus mali, 
mort« ul 
lireveniatn. 


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Decretut» est. 
ait Lucretia, 
mori. 


Genus leti 
quero ^cetera. 


Non patiar, 
inquit. 


r 2 v 


Vite 

quam fame 
conHulendun» 
est 


Lucresse dist: „J’ay decrete mourir. 

795 De Collatin la femme se venja 

Et par glayve le cryme voult punir 
Que par force avoit commis desja. 

Je prevendray par mort sans faire ja 
Ny acomplir ce que mon cueur desire. 

800 Plus lionneste de trop ma mort sera, 

Qu’il ne seroit de moy apres destruire. 

Je ne foys plus que la sorte querir 
Et maniere de la inort que demande, 

De moy pendre on de glayve me occir, 

805 De quelque tour moy getter ou que mande 
Quelque poison, le quel venger commande 
Ma ckastetä de mon ardante flamme. 

Car que a l’une de ces choses me rende 
Pour mort souffrir, livrer vneil corps et ame." 

810 Sozie dist: „Ce point ne souffriray“. 

Et Lucresse luy respond vistement: 

„Se. aucun mortel disoit, je me tueray, 

On ne pourroit l’engarder bonnement. 

Plus que garder on ne peut vrayement 
815 Porcia, qui de Caton Alle fut, 

Femme de bruit: eile n’avoit ferrement. 

En avalant charbons ardens mourut. 


Comment Sozie pour garder l’ouneur et mort de sa 
liiaistresse faignit qu’il parleroit a Eurialus d’elle. 

Tout pour l’amour de son loyal mary 
Elle se occist. „Lors Sozie luy va dire: 

820 „Dame, se aves le cueur si fort saisy 
De fole amour et furieux martire 
Je ne vouldroye vos plaisirs contredire. 

Car la vie plus que bon renon vault. 

Tel a bon los qui peil vault, pour vray dire. 

825 Tel l’a mauvais a qui d’onneur bien chault. 


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27 


Tenter convient quel est Eurialus 
Et aux plaisans esbas d’amours vaquer. 

De ce faire suys prest, sans parier plus. 
Geste chose savray bien appliquer, 

830 Je vous feray tous deux communiquer 
Et ce fern par mon moyen cest euvre. 

Si ne suys deceu au parier, 

En ce cas cy fault que mon engin preuve“. 


Comment Lucresse fut resjouye, quaut Sozie luy eut 
promis qu’il parleroit a Eurialus, combien que ce n’estoit 

que fainte (ln eost£ de Sozie. 

yuant Sozie eut ce que dexsus dit. 

835 Le courage de la dame entlamnia 

Du feu d’amours, par mouvement subit 
L’esperance doubteuse eonfirma. 

Mais toutesfoys Sozie, qui l’ayma 
Comme loyal et sage serviteur. 

840 A soy mesmes dit que rien n’en fera; 

Estre ne vent de mal mediateur. 

II ne queroit que differer. affin 
(^ue sa dame son courage muast. 

Et que son cueur, a fole amour enclin, 

845 Par delayer de folie retirast 

Et que par temps la chaleur s’en alast 
Et la griefve maladie qu’elle sentoit; 

Mal luy faisoit que tant perseverast 
Mais toutes fois remede n’v trouvoit. 

850 Sozie en ce faisant existimoit 
De joye vaine sa dame contenter, 

Jnsques «ul ce que Cesar partiroit 
Ou qu’elle peust son courage muer. 

Aussy qu’elle eust message peu trouver 
855 Autre que luy ou la main sur luy mettre. 

A ces causes ne vonlut refuser 

Ne les eommans de sa maistresse obmettre. 


Tomptcinus 

hunc 

Kurialuni. 


v 

Hin dicti* 
incßDBum 
nnimaxn 
intininmavit 
amore. 


Differre ani- 
mum feminc 
«ptorebat. 


KxiMtiuiftvit 
Sozia» falsiti 
•raudiis puel- 
:im producero 
et cetera. 


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II fist semblant d'aller par plusieurs fois 
Ou sa dame, qu’il conversast cuidoit, 
s. pe igitur ire 860 Et luy disoit que Eurialus courtoys 

ut^ue redire. Tx . - . . ... 

De son amour tresfort joyeux estoit, 

Que temps congru et ydoyne queroit 
Ou quel peussent emsemble pourparler. 

A l’une foys, (jue parier ne povoit 
865 Et a l’autre. que hors la ville estoit. 


« ö * Coiimicnt Sozie saus y penser rencontra Eurialus et luy 
dist 1111 inot seulement dn quel Eurialus l’interroja. 


Sic dielm» 

milltis «*KTU- 

tuin pavit 
nniinmn. 


De Lucresse la joye aspendoit 
.lusques au retour et par plusieurs journees 
Le courage malade repaissoit, 

Et pour que ces mensonges raieulx parees 
870 Fussent du tont et moins tost advisees 
Euriale rencontra et lui dist: 

„0 taut aym6 d'amourettes eureesP 
Autre chose lors Sozie ne fist. 


Com ment Eurialus fut plus que devant e m b rase dn feu 
d'amours et se doubta que Sozie luy avoit ce dit de 

Lucresse. 

Eurialus demanda a Sozie, 

875 Quil entendoit par re que dit avoit, 

Mais il n’en eut parolle ne demie 
De response, dont desplaisant estoit. 

Cupido lors de son dart si estroit 
Parmy le cueur le transperse et assault 
880 Qu’il ne povoit en lieu, tust chault ou froit, 

Prendre repos; medecine n'y vault. 


Ner. illi c|ue- 
renti »etl vicit 
meoB conattiK 


r 4 r 

tenc turtivo 
populontc 
vena«. 


Ung feu secret par ces vaynes couroit 
Comme larron, qui icelles consume, 

Les mouelles toutes il devoroit. 

885 Car reposer il ne povoit sur plume; 


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20 


Ce son grief mal luy engrege et alnme. 
Que Sozie ne congnoist proprement 
Et ne cudoit forger sus teile enclume 
Oomme Lucresse. de honneur le parement. 


800 Point ne cnidoit qu’elle eust Sozie transmis 
Ainsi que bien sonvent il 11011 s advient 
Que moins avons d’espoir, je vous afis. 

Que de desir, ce voyt on clerement. 

Mais quant il vit par effait reaulment 
805 Que Lucresse de bonne amour l’aymoit, 

Sa prudence loua tresgrandement, 

Mais plusieurs fois luy minies se increpoit. 


Com ment Eurialus arguoit a soy pro et contra, savoir 

s’il aymeroit Lucresse on non. 

Euriale disoit: il aparsoy. 

D’amors cognoys asses la seigneurie; 

000 Longs pleurs y a, courts ris et, combien voy, 

Joye petite, crainte, qui trop ennuye. 

Car qui ayme par humaine folie 
Tousjours se meurt, janiais iuort ne se treuve, 
Doncques je dis que a toy seroit folie 
005 De toy fourrer plus avant en cest euvre. 

Quant aperceut qu’en vain il resistoit 
Dist: „Moy meschant, qui contre amour repune! 
Loisible m’est faire ce que faisoit 
•Julies Cesar, Alexandre pour une, 

010 Ou Hanibal qui en ayrna quelque une. 

(-Jens de guerre amayne pour exemple, 

Virgille en fut, comme il pleut a fortune. 

En liault leve, se bien le fait contemple. 

Virgile fut d’une corde tire 
915 Jusques au milieu d’une tour liaulte et belle. 

Ou demoura pendu tout ayre 
Sans que jouir peust de la dainoyselle. 


Noc Lucrossio 
inissum 
pntavit. 


Kn Euriale. 

*1 nid nit amoris 
imporium 
nosti. 


r »v 


At cum hc 
friiHtru. 


Per funoiii 
tractUH ad me* 
diam turrim. 


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30 


Quid de 
philoBopbis. 


Das equu 
potostaa ent 
coHiirif*. 


c 5 r 

Hcrculuni 
dicunt qui fuit 
fortiwunuH. 


Se on l’excuse pour la vie nouvelle, 

Voluptueuse et large qu’il menoit, 

920 Nous trouverons que ceulx qui n’ont point teile 
Vie comme luy menee. amours de?oit. 

Que dirons nous doncques cy maintenant 
Des sages, clercs, philosophes moraulx? 

Aristote, qui tant estoit savant, 

925 Oncques ne peut eviter les assaulx 

De Cupido qui, comme on fait chevaulx, 

Bride ne fust et seile dune femme 
Qui d’esperons poignit le jouvenceaux, 

Quant montee fut pour minuer sa fame. 

930 Aux dieux, pour vray, de Cesar la puissance 
Est egale et n’est point verite 
Que majeste et amours residence 
Faire ne pevent en ung lieu limite: 

Plus amoureux n’a en ceste eite 
935 Que l’empereur Cesar; ou pourroit on 
Trouver homme d’amours plus invit6 
Pour le servir en tout temps et saison? 

Pareillement de Hercules on recite 
Qui tresfort fut et de lignee des dieux, 

9-10 Que son quarquoys par une amour subite 
Et du lyon, dont fut victorieux, 

Les despoulles lalssa en quelque lieux 
Et quenoulle print pour sa fuisee faire. 

Entre femmes dyamants precieux 
945 Mist en ses dois. pour qu’ilz peussent mieulx plaire. 

Ses gi-os cheveulx, qui rüdes moult estoient, 
Soubz rigle mist. car il les acoutroit; 

Et de ses deis. qui massues portoient 
Ou temps passe, avec fiseau filoit. 

950 A tous vivans, ainsi que chascun voit, 

Amours si est passion naturelle. 

Ce des oyseaulx la nature apper$oit, 

Quant frapes sont d’amouretes soubz l’esle. 


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31 


Une turtre qui de uoire plume est 
955 Est bien souvent ame d’un vert oyseau; 

Les coulons, blaues plus cler que le jour est. 
Avec les vers se jouent bien et beau 
Se recors suis d’ung dit asses nouveau 
Que Siplio mist a Pharaon par escript. 

900 Vienge du cueur, du foye on du cerveau. 

Tout sera vray sans contredit. 

Si nous voulons les chevaulx regarder. 
Amours le fait pour fumelle combatre; 

Les cerfz craintifz batailles sans tarder 
965 Veulent avoir pour amonr debatre. 

De Hircanie les tigres s’entrebatre 
Pour la chaleur d’amours souvent on voit; 

Le porc sanglier pour mieux l’autre porc bat re 
Dens aguiser souvent on appergoit. 

970 Voir on pourroit de Afrique les lyons 
Leurs dos fraper quant amours les esmeut; 

Les belves de Pont par legions 
Brulent de amour, eschapper on neu peut. 
Amours peut tout qu’on lui denie ne veult; 

975 Quant commande. veult avoir obeissance. 

Des juvenceaulx les flammes il commet. 

Les feuz estains fait revivre a puissance. 

Des pucelles le courage et vouloir 
Amours de feu incongneu brule et art: 

980 Pour quoy doneques me efforce je povoir 
De nature les loix frisser et art? 

Amours vaint tout, donctjues en ceste part 
Donnons lui lieu: c’est raison que ainsi soit. 
Servir le vueil et obeir tost et tart. 

985 Qui contre lui estrive se decoit. 


X am nig’er a 
viridi turtur 
amant. 


Quid quadru- 
pode* referam. 


Timidi cervi. 


Vruntur 

hyreanae 

ty^ride». 

Vulniflcm* 
»per dente.M 
acuti. 


v :»v 


Peni quam 
tiunt torR'». 


Arden» Ponti 
belve. 


Vir^inum 
ißnoto ferit 
iirno pectuH. 


Omnia vincit 
iimor et non 
cednmuM 
Annori. 


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:Y> 


Coniment Enrlalns delibera estre amoureux de Lu er esse 

et cliareha une macrelle. 

Quant le baron de ferme et seur propos 
Eut de servir amours delibere, 

Macrelle quist qui a son mal repos 
Peust recouvrer par son sens asseure. 

A qui puisse pour estre beneure 
Lettres bailler et savoir la response 
Pour que tousjours il ne soit maleure 
Et languissant par piteuse souffrance. 

Nisus estoit compaignon tresloyal 
995 D’Eurialus, en telz clioses bien fait, 

Cault et subtil par vouloir cordial; 

Macrelle quist et lui compte le fait 
D’Euriale, qui ses lettres parfait 
Et de Nisus le retour attendoit, 

1000 Quant ilz eurent tont conclud et parfait. 

La vielle ala ou Ten la condnisoit. 

Coniment Eurialus flst ses lettres et la teneur d’icelles. 

Les lettres fist qui telz motz contenoient: 

Par mes escriptz, dame, vous saluroie, 

Se de salut mes esperitz avoient 
Littere in.hao 1005 Abundance ou se salut avoie. 

"Scripte.* Mais tout salut de vie. espoir et joye 

De vous deppent, plus que moy je vous ame; 

Et, com je croy, celer ne vous pourroie 
Ma grant ardeur. ce congnoissez, ma dame. 

.iudex tibi o.xso 1010 Ce povez vous avoir veu en mon vis. 

potuit vultus ß ^ 

me«*. Souventes tois de lermes arouse, 

Et les souspirs que aves de moy ouys 
Vous ont ass6s mon grief mal devise; 

Tant que je aye devant vous propose 
1015 Tous mes griefz maux et ouvert mon courage. 
Benignement sans estre refuse 
Soye escoute. dame courtoise et sage! 


c6 p 

Ninun huic 
fiel uh comPH. 


Hoc ubi 
firmatn sunt. 

990 


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33 


Yostre beaulte nie tient plins et lye 
Par laquelle surmontes toutes dames. 

1020 Que estoit. amours jusque cy n’essaye; 

Par le command de Cupido et flaines 
Asubjecte m’aves. et corps et ames. 

.l’ay resiste longuement. ce confesse. 

Ponr que peusse les violentes armes 
1025 D’ainours vaincre et me tirer de presse. 

Mais la eierte et resplendeur de vous 
Mes grans effors a vaincn saus «loubtance; 

Et de vos yeulx les rays plaisans et doulx. 
Par qui aves plus qm* soleil puissauce. 

1030 M’ont si vaincn que je n'ay resistanee, 

Ains suis tenu; a moy plus je ne suis. 

Car vous m’aves l’nsage et soustenanee 
De pain et vin oste: manger ne puis. 

Par ehascuu jour et chaseiine nuytee 
1035 Je vous ame. desire et appelle, 

Je vous attens; en vous est ma pensee. 

En vous ayant espoir. ma damoiselle. 

Je me esjouys de vous comme de celle 
Avecques qui je suis tont et entier, 

1040 Vous. qui estes des dames la plus belle. 

Me poves bien saulver. perdre ou noyer. 

I)e moy saulver ou perdre elises! 

Ce que en pance aves. vueilles ese.rire. 

Mais point vers moy plus dure ne soies 
1045 De. parole que des yeulx: ee. desire. 

Par les quelz yeulx nfaves mis en martire. 
Prins et lie eonnne jioisson en nasse. 

.le ne requier fors que vous pnisse dire 
Ce que je rescris. si devant vous parlasse. 

1050 S'il est ainsy. je vivray treseureux, 

.Si ne se fait, mon cueur sera transy. 

Qui vous ayme plus <pie luy. si m'aist dieux. 
A vous du tout me rens, baille et confy 

y 


«• ii «• 


(Ypit mp tloctis 
viotuiiiquo 
tcnc*t. 


S«*d vieit mOOH 

Colltlllis *('. 


To «lies lioetes- 

«|II0. 


Kliir«’ liormii 
altermn. 


c i r 

Hoc si <la^ ? 
vivo. 


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34 


Hft-s ubi ß’omni 
hignatn.«. 


c 7 * 

Hane tibi 
i'pistolum. 


Krat lenorinio 
liotata inulier. 


Mon seul penser! Sur ce a dien vous dy. 

1055 La deffen.se et garde de ma vie! 

De moy ayes memoire, je vous pry, 

Car autrement ma vie seroit flnie. 

Comnient la macrelle receut les lettres de Etirialus et 

ala vers Lucresse. 

Quant, la vielle eut les lettres receues. 

Qui signees et bien closes estoient, 

1 1060 Hastivement print chemin par les nies 
Qui vers l’ostel de Lucresse menoient. 

Lore seule fut; ses gens deliors estoient. 

La macrelle a Lucresse lors dit: 

„Des amoureux, en quelque lieu qu’ilz soient. 

1065 Le plus noble vous envoie cest escript. 

Comnient la macrelle presente les lettres a Lucresse. 

Le plus puissant, courtois et gracieux 
De la maison de Cesar empereur, 

L’epistolle, que cy devant vos yeulx 
Voies. par moy vous envoie de bon cueur. 

1070 Par prieres requiert vostre faveur. 

Et que de lui ayez piti6, ma dame! 

C’est des barons tout le bruit et lionneur, 

Sans reproche, macule ne diffame. 

Comnient Lucresse tist semblant d’estre marrie pour ce 
que la macrelle estoit fenime mal renommee et comnient 
eile parle rudement a eile en luy disant que a eile ne 

se doit adresser. 

La vieille estoit pour macrelle clamee. 

1075 Ce que tresbien Lucresse cognoissoit. 

Et mal lui fist que femme mal famee 
Devere eile ainsi on transmettoit. 

A ces causes Lucresse lui disoit: 

„Vielle infame, qui t’a fait si liardie 
1080 De entrer dedens ma maison, quoy que soit? 

Qui t’a fait cy venir par sa folie? 



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35 


('online oses tu ens les maisons entrer 
J)es nobles hons pour leurs femmes seduire. 
Leurs mariages treschastes violer? 

1085 A poy me tiens que ton chief ne decire! 

Tu m'apportes lettres. vecy pour rire! 

A moy parles, tu me regarde fays. 

Je ne seay point que cecy te fait dire. 
Avisee n’es ]>as bien eil tes fais. 

1090 So mon lionneur plus je ne. regardoie 
Que le dangier, de toy tresbien punir 
Par mon labeur an jourduy taut feroie 
Que tu lravrois faculte de venir, 

Pour telz lettres d'amours faire tenir 
1095 Xe les porter a uiatrones ne dames, 

Car en prison te feroie retenir 
Ou pleurerois les messages infames. 

Vat’en d’icy: pars bien legierement, 
Vielle infecte. venefique et mauldicte! 

1100 Et tes lettres empörte vitement 

Avecques toy pour que n’ayes poursuvte. 
Baille les moy et tantost d’nne snyte 
Tjes desrompre, ou feu seront boutees! 

Trop as este abusee et seduite, 

1105 Telz folies seront bien reboutees.“ 


Coniment Lucrcsse print les lettres et les rompit. faignant 
estre eourroussee, puls les fonlla aux pies. Kt des parolles 
qu’elle dist a Ia maerelle et la response (l'leelle. 

Lucresse print le papier contenant 
De Eurialus le cordial amour. 

El le rompit en iceluy foulant 
Avec les pies. puis craclia tont autour. 

1110 En la cendre jetta tout saus sejour. 

A la vieille dist: „On deust ainsy faire 
De toy, qni es de feu digne en ce jour 
Plus que de vin lioire pour ton salaire. 

y* 


Tu nohiliuui 


«• Rr 


Nisi plus (|tiod 
ino tlorel 


I ociits. 
vonoHcn. 


ArripicnRt|tio 
pupx rmn ot 
roforti. 


.• s v 


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30 


Mais neantmoins vat’en legiereinent 
1115 Que mon marv ne te treuve en cest lieu. 
Qai te feroit souffrir estroictement 
Le suplice du mal que t’ay acren. 

Garde toy bien que jamais apperceu 
Ton corps ne soit devant moy ceste part, 
1120 C'ar si ce fait de aucun estoit congneu, 

Tu seroies deffaicte tost ou tart“ 

La macrelle eust eu peur, com je croy, 
Mais des femmes mariees sceut la guise 
Timuisse uii« Et commenca lors dire a par soy: 

mw ,er 1125 „Tresgrandement desires. com je avise, 

Euriale, puis qu’ainsi m’as reprise 
Et que tu dis que de ce tu n’as eure. 

Je appercoy bien que ce n’est que faintise; 
Tel voulsist bien, qui dit: je n’en ay eure.“ 

La vieille dist a Lucresse: „Pour dien, 
Pardonnes moy madame, je. vous prie! 

Point ne cuidois que ce vous eust despleu. 
Ains pensoie. je le vous certiffie. 

Tresbien faire: se ay failly par folie. 

Je vous supply, Supportes rimprudence 
Et me donn£s par vostre courtoisie 
Grace et pardon en lieu de penitence! 

si non vis ro- Se ne voules que retourne vers vous. 

(loani, parobo. i • • r • 

Preste je suis de vostre plaisir taue. 
di r 1140 Mais avises sagement a par vous 

Quel amoureux. des autres lexemplaire. 
Vous refuses.“ Ce disant part de l’aire 
Et Lucresse toute seule laissa. 

Vers l’amoureux pensa de soy retraire. 

1145 Au cueur duquel grande joye amassa. 


1130 


Mox (jue iul 
illimi.lpiirro, 
inquit. 


1 135 


Sod abi ociut* 
no te vir in- 
veniat meuM. 


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37 


Conimeut la vieille niacrelle rapporte responce des lettres 
a Eurialus et faint avoir bien fait la besongne, et de la 

jo.ve de Enrialus. 

Quant l ; eut trouve luy dist: „Respirer fault. 

Vray amoureux des autres plus eureux! 

I)e Lucresse le cueur tremble et tressault. 

Plus est de toy que n’es d’elle amoureux. 

1150 Si n'a eile eut espace ue lieux 

De rescrire. triste je l’ay trouvee; 

Mais quant ton non onyt, ainsi m’aist dieux, 

Klle devint joyeuse et bien haitee. 

Quant tes lettres eile tint entre ses mains. 

1155 Par mille fois le pappier en baisa; 

Sans doubtance. laisse douleurs et plains. 

Car en briet temps nouvelles t’envoiera.“ 

Lors la vieille qui de son cas peur a. 

Doubtant estre bastue et fustigee 
1160 Pour fallaces desquelles eile usa, 

S’est tout acoup partie et absentee. 


Kurialo in- 
vento, renpira, 
inquit. 


Al ul»i Irans ,(<*. 


Coniiucnt Lucresse, aprfcs que la inacrcllc fut partie, 
assembla les pieces des lettres de Eurialtis que eile, avoil 

rompnes et de ce qu’elle Hst et dist. 

Quant Lucresse vit la vieille partie <i i v 

Et (tue seule demouree estoit, Lucreti» pn*t- 

.. . .. quam an us 

Elle cliercha partie apres partie cvamt ,*c. 

1165 Ce que rompu et deeire avoit. 

Car les pieces en leur lieu reniettoit. 

Les parolles froissees eile reunit 
Si gentenient que lire on povoit 
Le contenu qui moult la resjouyt. 


1170 Apres qu elle eut ce par mille fois leu. 
Par mille fois le baisa, saus doubtance; 
En ung tresfin syndone fut receu. 

Mis et pose a grande diligence. 


(^uod po?*t 
inihes lepfit «tc. 


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38 


En suu coffre, ou estoit sa chevance. 

1175 Riehes joyaulx, le pappier rompeu mist 
En repetant raot a mot la substance 
Dont amours heut, qui moult langnir la fist. 


Coiiinicnt Lucresse delibere rescrire a Eimalus et la 

teneiir des Iettres qu’elle fist. 

Euriaio re».-ri- Elle ordoiiua que Iettres envoieroit 

herc ntatmt. # # n 

A Euriale ainsi que apres s'ensuit: 

1180 „Ne desire. car folie seroit, 

Ce que ne puis avoir. soit jour ou nuyt. 

De tes Iettres et messages le bruit 
Faees eesser que plus n’en soys vexee, 

Et ne croy point que soye de ceulx que on dit 
1185 <^ui se vendent, ne de leur assemblee. 


•' -2, Je ne suis point de celles que ymagines 

Non sum quam Xe teile a qui doies macerelle envoier. 

puta«. 1 

Autre cliarche pour les faiz libidines, 

Car chaste amour vueil suivir et aimer. 
1100 Avecques autres que moy pourras parier 
Et faire ainsi que bon te semblera, 

Mais de cecy ne vien plus sermonner. 

Tu n’es digne de moy, saiches cela.“ 


('omni ent Euriale fut ung peu trouble des Iettres dessus- 

dietes, toutesfois il eilt bon espoir. 


Iler epistola 
fj na in vis durior 
Ära. 


Combien que les Iettres dessus escriptes 
1105 A Euriale dures ung peu semblassent 
Et contraires aux parolles ja dictcs 
Par la vieille et ne le consolassent. 

Se la voie et clieinin ne montrassent 
De bien povoir l’ung a l'autre rescrire. 
1200 11 ne doubta. pour que affin il menassent 
Mieux leur amour. par lettre son cas di re. 


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39 


Mais il estoit grandement desplaisant sed anpcbaiur 

, .... qilil sormoni.H 

(j)u il ne povoit Italien parier. YtaUci etc. 

Par estude curieux tut soignant 
1205 Et le langaige aprint au paraler: 

Amours le Hst diligent escolier. 

Puis apergoy epistole compose 
En langage qu'il souloit mendier. 

Et respondit ce que ensuit par sa prose. 


Coiiinieiit Kurialus respoud aux lettres de Luc resse et > - ,v 

la teneur de ses lettres. 

1210 Ne vous courses a muy. sh j’ay transmis 
Femme qui soit ville ou mal renoinmee! 

Com me est langer et ignorant le Hs 
Qui ne sgavois eelle estoit malfamee. 

Plus honneste je n’eusse point trouvee: 

1215 Amours de ce faire me contraignoit. 

Honneste tust, infame ou diffamee, 

Amours sur ce eertes lors n’avisoit. 

Dame, je croy que estes chaste et pudique, cr.dere *c foro 

.. ‘ . . .. pudicam cto. 

Par ces moyens de plus graut amour digne. 

1220 Femme qui est insolente, impudiqne 
Je repute d’amant avoir indigne. 

Femme d’honneur prodigue donne signe 
D’aistre haye; aymer ne la vouldroye. 

Car aussy tost que vergougne resine, 

1225 Elle pert d’honneur la louange et la joye. 

Fourme et beaulte sollt deleetable cliose. 

Mais caduque et de trespetit pris. 

Se vergougne n’est parmy eulx enclose, 

Ne proffitent, ains engendrent despris. 

1230 Quant vergogne et beaulte sollt comprins. 

Mis et poses ou cueur de quelque dame. 

On ne seroit de teile amer reprins, 

Car Fest i liose divine et saus blasnie. 


Form um osm* 
(li'Iectahil* 1 
bonuni etca. 


Nil Micri'drn- 
(luiii esse >*i I »i 
iteu. 


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40 


«I ;{r 

I|»h;iih utraqu«* 
(lute pollentem 


Optarc >*e tau* 
tum nllo<|iii Ar. 


Arrepi littera» 

tun* ÄC. 


d :i * 

Multi et ama- 
Terunl summt 
me nlii Ar. 


Je s^ay asses qu’estes riebe et douee. 

12:55 De tous les deux pour ee vons ayme et prise 
Et ne vouldrois, soyes tonte asseuree. 

Faire cliose qni a vostre honneur nuyse. 
Quant vo renon et fanie bien je avise. 

Ne les vouldroye l)lesser. je vons asseure! 
1240 Je ne reqniers fors que puisse a ma g^iise 
A vous parier quelqne petit quart d’heure. 

Mon coura^e je vous vueil descouvrir 
Et ee dire que je n’ose rescrire.“ 

Eurialus pour a ses fins venir, 

1245 Dons et presens envoya. pour vray dire. 

Que on povoit veoir trop plus par art reluire 
Et ouvrage que par matere; d'eux 
Donner eonvient pour amours mieux eonduire. 
On apaise par leur donner les dieux. 


Com ment Lucresse respondlt aux lettres dessusdietes par 

les siennes, desquelles la teneur ensnit. 

1250 Lucresse print la plume pour escrire 
Responce ad ee que dessus est escript. 

Pnis commenra en ses termes rescrire: 

„J’ay tes lettres receues sans faire bruit. 

(’roy. complaindre ne me vueil par edit 
1255 De la vieille qui tes lettres porta. 

Que tu me aymes. joye neu ay ne despit. 

Tu n'es premier ne seul que ee fait a. 

Ma beaulte a autres que toy deceu; 

Plusieurs pie<,*a in’ont aymee. mais present 
1200 Autres m'ayment desquelz ne sera seeu 
Dit ne prouve qu'ilz ayent jouyssement. 

Frustres seron t leur labour. vainement 
Ilz einployeront ainsy que tu feras. 

Aveeques toy parier aueuuement 
1205 Ni* puys ne vueil; pour taut a dien yras. 


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41 


Si yrondelle tu ne veulx devenir. 

Seule trouver pour vray ne me pourrois. 

La maison est si haute que venir 
On n’y pourroit. et les portes et voyes 
1270 Tousjours closes de ganles affin chois. 

Tes dons ay prins, pour que d’eux 1’artifice 
Ma tresfort pleu. point ne te les renvois; 
L’ouvrage en est gent. honneste et propice. 

Mais touteffois ne croy point que vers moy 
1275 Ce retienne pour estre d’amours targe. 

Par le porteur ung aneau te renvoy. 

Qui autreffois tut donne par usage 
Par mon mary a ina liiere tressage. 

Pour tes joyanlx le t’envoye connne pris. 

1280 Car la gemme preeieuse du gage 

Que t’envoye est de trop plus graut pris.“ 


Comment Eurialus repliqua et le contenu de ses lettres 

qu’il envoye a Luc resse. 

Eurialus repliqua sur ce point 
En la forme qu’iey apres s’ensuyt: 

„Vostre epistre ma aporte joy moint. 

1285 Puis qu'il vous plaist ne faire plus de bruit 
De la vieille; mais desplaisir me suyt 
De ce que mon araour vous desprises, 

Car par amour nul plus ne vous poursuyt 
Que moy. aymant ile amours tresfort exquises. 

1290 Plusieurs ayuient. mais un tont seul n'y a 
Qui soit digne d’estre a moy eompare. 

Ce ne croy es. Une raison y a. 

Car de avec vous suis tousjours separe; 

•Se de parier estoye auctorise. 

1295 Ayme seroys de vous saus contredin*. 

A mon desir fusse ores commue 
En yrunde pour nies desirs vous dire! 


linenire nu* 
holam ni*i fuis 
ynindn Aca. 


Mtiuera tua 
MiMcrpi Aca. 


d I r 

3lagno itiirhi 
traudio Ac. 


Nam et *i tc 
plure*. 


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42 


Li heilt ins 
tranafonnari 
in milliceni 
veilem 1t*. 


An fieri povi- 
me vnhin allo- 


«I 

Me ne vorhin 
eneca quivitum 
oculia michi 
proben. 


Absit her cm* 
delitn». 


l>e»mo jain 
plura ponccrc 
1c. 


Plus voulentiers puce je deviendroye, 
Lors fenestres ne pourries fermer; 

1300 Si ne poves a mon cueur donner joye, 

Ne me desplaist; mais me fait souspirer 
que ne voules! Je ne vueil regarder 
Antre chose que vostre bon vouloir. 

Las. Lucresse, trop me faictes yrer, 

1305 quant ne voules m’ouyr, parier ne voir. 

Com ment se peult faire, que ne voules 
Celuy qui est le tout vostre, escouter 
Et qui ne quiert fors ce que desires? 

Le quel i>our vous se yroit ou feu bouter, 
1310 S’il vous plaisoit ad ee lui commander; 
Plustost seroit obey que commande. 

Ne vueilles plus ce mut la reciter: 

Se ne poves, ayes la voulente! 

De parolle ne me vueilles tuer, 

1315 qui par ung seul retard me donnes vie! 
S'il ne vous plaist mon parier escouter 
Kt que impetrer puisse ce dont je prie. 

Je obeyray; mais du cueur vous supplie 
Qu’il vous plaise vostre propos inner. 

1320 Et ne dire que soit a moy folye 

Ou temps perdu a vous vouloir parier. 

Chasses dehors si graut crudelite, 

Soyes un peu plus doulce a vostre amant! 
Car si ainsi est que en ceste austerite 
1325 Perseveres, n’en soyes point doubtant. 

Vous occires eil <jui vous ayme tant. 
Vostre. parier trop plus tost me occiroit 
Que ne feroit ung glayve fort tranchant, 
Plus contraire chose ne me seroit. 

1330 .le ne requiers chose pour le present 

Fors. madauie. que vous me vueilles amer. 
Tons vos objectz n'v font aucunement. 

On ne vous peut, de ce vouloir, gardej*. 


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43 


Dictes, sans plus, que m’aymez saus tarder. 
1335 Et tout acop je seray beneure; 

Et se mes dons vous pevent soulas donner. 
En ce me tiens puur joyeux et eure. 

De mon amour memoire donneront 
Les petis dons; autres je vous envoye 
1310 Qui sont moindres, point ne vous desplairont; 
Car comme amant les transmes par la voie 
Plus precieux. valans plus de monnoye; 

De nostre pays apport es me seront. 

Quant les avray, je vous en feray joye, 

1345 Car aussy tost par devers vous yront. 

Soyes seure, dame, que vostre aneau 
Jamais du doy ne me departira, 

Et tous les jours. n’en doubtez bien et beau, 
Oil lieu de vous souvent baise sera 
1350 Et de larmes mon ceil l’arousera. 

A dieu soyes, tout mon bien et desir. 

Je vous requiers. ce pou vous coustera, 

Que me donnes soulas, joye et plaisir!“ 


Com ment Lucresse respondit aux dessusdictes lettres de 
Eurialus. Et par ses lettres lui fait savoir que voulciitiers 
l’aymeroit eil faisant argumeus pro et contra. 

Quant ilz eurent longuement replique. 

1355 Ainsy que avons recite cy devant, 

Lucresse a bien son engin applique 
Pour escrire lettres a son amant. 

Telz motz escript: „Enriale, doubtant 
Tu ne soies que je complairoie 
1360 Tresvoulentiers, aussi participant 

De mon amour voulentiers te seroie. 

Ta nublesse et graut honneur bien vault 
Aussi tes meurs, que point ne arnes en vain. 

Dire ne vueil signantement en hault 
1365 Combien me plaist ta beaulte, soir et main. 


lila lt? uli- 
• liiando Hifi Ac. 


<1 'tr 

Annulii» tuus 
nunquam ex 
riijfito men 
reeedet 4c. 


Sir rum fre- 
quenter rrpli- 
ratum «te. 


Xaiii id tun 
nohilitan et 
cetera. 


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44 


Ton visage de benignite plain! 

Mais de te aymer diffk-ulte je fois. 

<i .'»* Anssi d’amonrs prendre la voie et train. 

Pour (|iie mes meurs et nature congnois. 


si uinorc in- 13 <0 Se commenet* uue tois a amer. 

ripiam Pt . . , . . 

pptprn. ,1t* ne tiendre ne rigle ne inamere. 

Tu ne peulx pas cy longuement alter: 
Et se une fois j’entre soubz la baniere 
l)u jeu d’amours. n’est porte ne barriere 
1375 Qui de jouer me seeust contretenir. 

De toy snyvir n’est pas ehose legiere; 
Tu ne vonldrois et je vouldrois snyvir. 


Moncut iiip 
inultnruni w- 
omp]i« 


Kt tontefl'ois puis jo estre asses deineue 
Par exeiuples de plusieurs nobles dames 
1380 Qui ont ante, e’est ehose bien eongnene. 

Les estrangiers et perdu los et fames. 

Pour les amer ont sonffert mains diffames, 
Car ilz les ont treslaschement laissees, 
Apres qu’elles leurs avoient eorps et arnes 
1385 Saulvez et puis leurs eorps abandonn6s. 


.Tu^on medeam 
cujus aiixilio 
vigjlcm iutcr- 
eniit drncbo* 
nein. 


1300 


Jason occist le dragon sans doubtanee 
Par le moyen de la belle Medee. 

Kt par son art. dont ent. experiance. 

La toison d’or si lui tut delivree. 

Medee laissa. qu’il avoit aecordee 
Lui promettant avec lui l’emmener. 

Trop laschement tut sa foy discordee, 
t^uant sans eile s’en voulut retourner. 


Thcücu» ininn- 
thuuro in 
( »cain. 


.1 lir 


Minothaure eut Thesee pour viande 
1305 Moi*s et glouty, runge et devore: 

S'il n’eust tenu d’ Adriane la bande, 

II estoit mort, transsi et expire. 
Adriane, qui 1' avoit remire. 

Pour son amant le print et amoureux. 
1400 Kn une isle. par ung fait eonjnre. 
Labandonna comnie fallacieux. 


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45 


Daine Dido, qui royne de Carthage 
Fut eil soll temps, receut eil sa maisoii 
Le duc Enee. qui lny sembloit si sage 
1105 Et qui subtif estoit, eomme lison, 

Quant el lui eilt de corps et biens fait don, 
II la laissa seulete et esgueree. 

Dont eile print de se occire achaison, 

Car el mourut doillente et esplouree. 

1410 Je congnois bien quel peril et danger 
C’est que d’aymer estrangiers incogneuz; 

Je ne me vueil eil tel ordre renger 
N’en telz perilz niettre. rest ponr le mieulx. 
Les hoinmes sollt fermes et eourageux 
1415 Et bien sijavent de amour fureur refraindre; 
Mais quant femme est du darf ainoureux 
Frappee au vif. le feu ne peilt destaindre. 

Car eile ne peut que par mort fin bouter 
A son amour: femmes pas proprenient 
1420 N’ayment: ains plus affolent saus doubter. 

En leur amour n’a quelqne attrempement, 

Et s’il ament. que amour egalement 
A leur fureur ne soit correspondant. 

II n’est cliose qui si cmellenient 
1425 Se contienne ne si mal concordant. 

Quant une fois du feu d'amours ardons, 
Nous ne doubtons perdre vie ne renom 
Et remede aucun ne regardons 
Fors que jouyr de ce que nous amon; 

1430 Car de taut plus que ce moins nous avon. 

I)e taut est il par nous plus atire; 

Aucun peril ou dangier ne craignon 
Mais que puisson jouyr du desire. 

Et pourtant je. que noble et riebe suis 
1435 Et mesmeinent suis femme mariee. 

Vueil a anioui*s la porte dorre et l'uys/ 

Sur tout au tien. que point longue duree 


t^uid Dido 
infelix. 


Soio qunnti 
lK»riruli ost 
ft fftor». 


Snla |)otff*t 
morte a.M9f(|ui 
tiTminuin. 


PoMlpnquam 
ropo^tuM est 
ikfins Ära. 


d i\v 


Mir hi er«’«» 

mintf nobiii 

diviti. 


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Xe peilt avoir, affin que Rliodopee, 

Pliilis ne soys ou autre Saplio dicte. 

1440 Par toy me soit eeste chose accordee. 

Ne me fay plus de amours quelque poursuite. 


Et tuum ut Que tu vueilles destraindre. te supply. 

prim.»«. La grant amour qu as envers moy conceu! 

Car es hommes n ? est point si acomply 
1445 Amours qu’il est. quant en femme est receu, 
Si tu me aymes com me j’ay par toy sceu. 
De ce ne dois pour voir me requerir. 

Qui plus de mort que de vie me soit veu 
Donner cause, ce ne dois tu querir. 


Pr» tuin donis 1450 Uue croix (l’or te renvoie pour tes dons. 

nrniitto Ae. . . ,, 

De tresbelles inarguentes ornee 
Et ja soit ce, se bien la regardons, 

Que petite et courte soit trouvee, 

El ne sera ja pour ce moins prisee. 

1455 Prix et bonte en soy beancop contient, 

Ce congnoistras quant bien l’avras visee. 

A dieu soies. qui tont en sa main tient!“ 


Non tacuit 
Kurinlu» et 
pptera. 


«I Ir 


Point ne se teilt Eunale courtois, 
Quant les lettres de sa dame eut receu. 

1400 Mais embrase d’anioui-s, cornine autrefois, 

# # 

Epistole escrire lui a pleu. 

Pour nouvelles lettres qui lui ont pleu, 
La plume print et se mist a escrire, 
Comme il sera cy apres veu et leu, 

1465 Fomielement telz motz ou peu a dire. 


Coininent Eurialus respond aux lettres de Lucresse et luy 

soult tous les objeetz <|u'elle a faitz. 


Snivp, anmip Mon cucur, m amour, Lucresse. dieu vous gard. 

«»'. norrotm. . . . . 

Par vos escnptz qui tout sam me rendes! 

Combien que vous mesles en quelque part 
De vos lettres du fiel et mordes. 


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47 


1470 Mais s'il avient qm; vous vons acordes 

A moy parier: tonte aigreur mise arriere, 

.Te suis bien seur. sans que plus vous tardes. 
Qne me feres voulentiers bonne chiere. 

Entre raes mains sont vos lettres venues 
1475 Tresbien sellees de vostre aneau et signe. 
Par plusieurs foys les ay baisees et leues; 
Mais peut sembler que la lettre designe 
A autre chose que eela ou s’endine 
Vo eourage. qui me vient requerir 
1480 Qu’en vostre amour ’mette fin et tennine. 
Pour que estrangier ne voudries suyvir. 

Et des danies qui ont este deceues, 

Les exemples bien au long aves mis 
Si ornement, quant bien elles seroient veues. 
1485 Qne je devrois. ainsi qu’est mon ad vis. 

Et vostre engin aussi vos faitz et dis 
Esmerveiller et louer, sans doubtnnce, 

Plus que oublier a ce ne contredis. 

Ains plus ayme vo savoir et prndenee. 

1490 Qui est celuy qui a aymer lerroit 
Une danie. quant la verroit si sage? 

Se vouli6s mon amour cy endroit 
Diminuer, vostre plaisant language. 

De doctrine plain et non en usage, 

1495 Ne devies en vos lettres coucber. 

Car ce nva plus abstrnint en vo servage 
Et cause soif. que je ne puis estanclier. 

Ung bien graut feu, cause d’une estincelle 
Petite asses, aves fait et cause. 

1500 Car quant j’ay leu et veu vostre epistelle. 
Amours m'ont plus que devant embrase; 

Si tost que j’ay apperceu et vise 
A vo beaulte doctrine estre conjoincte: 

11 n’est liornme. tant soit bien avise, 

1505 Qui ne sentist de vostre amour la pointe. 


Vonit moiiM in 
tnanus 
ot pptorn. 


Kt noni» 
pxoiiijjfa iloppp- 
taruin. 

cl 7v 


Quii» 08 t illo 
«|iii tune ainiire 
doHinut 
pf pptpra. 


Itrncm maxi- 
uiuin ox pan a 
enntiarp favilla 
•te. 


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48 


Verba mmt Les paroles de vos lettres requerent 

timieu quibu» » « • 

rojfai*. Que desiste de voiis suivre et amer; 

Mais requeres. ains que telz choses viennent., 
Que montaignes puissent en plaine aler, 

1510 Des fontaines les ruisseaulx reculer 
En leurs sources et obscure carriere. 

Taut me pourrois de vous amer passer, 

Tom le soleil peut reculer arriere. 


Si posaent 

rarere nivihu». „ 

151o 

(1 Sr 


1520 


De Sithie quant saus naipre seront 
les montaignes et saus poissons la mer. 
Et que haultz bois et förestz demourront 
Sans les bestes sauvages: lors prier 
Me deveres que je vueil oublier 
Vostre plaisant et delectable amour! 

Que les hoinmes puissent si de legier 
leurs vrays amours oublier. c’est erreur. 


Xmn quod tu 
nostro »ex ui 
:iMcribi» pleri- 
quo vontrn 
:i»»ii'nnnt. 

1 525 


Oe que aux liommes de aymer legierement 
Attributs, aucuns dient le contraire. 

Et des femmes dient veritablement 
Oe estre entendu: de cela me vueil taire. 

Mais bien je vueil a ce response faire, 

Quant vous dictes que ne voules aymer 
Pour estrangiers qui ont voulu desplaire 
A leurs amours et les abandonner. 


Exempia ponii« 1530 Des exeniples vous aves asses mis, 

»od poaacm , 

p*o piuru Mais je pourrois des auians assigner 

“ Qui des dames ont este relenquis. 

(’risis je vueil pour exemple amener, 

Qui Troilus bien seut abandonner, 

1535 Filz de Priam; Heiaine si deceut 
Deiphebus. et Circes sceut muer 
Ses amoureux en pourceaux, quant lui pleut; 


Sed iniquuiu 
«•»t ox puueo- 
rum con»uc- 
tudino totuin 
vul^u» renscro. 10*10 


Par ses herbes et faulx enchantemens 
Ses amoureux en bestes transt'ormoit. 
Mais c'est cliose inique, com je sens. 

Et tpii pas bien en raison ne seroit. 


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49 


Se pour vices de aucuns on arbitroit 
Tout le monde pareil et vicieux, 

En personne fianee on ne avroit. 

1515 Trop ravales seroient les vertueux. 

Et suppose que je soye estranger 
Et que pour cinq on dix liommes pervers 
Vous me vueilles a eulx comparager, 

Hayr, blasmer a tort et a travers. 

1550 Pareillement, soit a droit on envers, 

Toutes dames je pourrois accuser 
Pour les untres, qni par ars tresdivers 
Les liommes ont prins pour les cabuser. 

Mais je vous pry, aut re exemple prenon 
1555 Et regardons de quel amour aymerent 
Marc Anthoine. Cleopatre et voyon 
Que l’un l’autre oncques n'abandonnerent. 

Asses d’autres les acteurs en referent. 

0 

Que pour cause de brefvete je passe, 

1560 Car mes lettres sommerement requerent 
Que des mauvais exemples soies lasse. 

Vous aves leu Ovide, com je croy, 

Et aves bien memoire et souvenance 
Que plusieurs grecz, en retournant cliies sov, 
1565 Ont recouvert amours et aliance, 

De leurs dames taut ayme la plaisance 
Qu’en leur pays jamais n’ont retourne. 

Plus ont ayme avoir peine et souffrance 
Que leurs dames avoir abandonne. 

1570 Hz ont esleii laisser royaulmes, pays 
Et les choses qu'ilz avoient trescheres, 

Com s’ilz feussent de leurs maisons banis. 

En soustenant plusieurs douleurs ameres 
Pour resider et faire leurs repaires. 

1575 Avec celles, que avoient pour dames prinses, 
Ont endure toutes choses contraires. 

w 

Jusques a la mort, saus aucunes reprinses. 

4 


« 18 * 

Nam si *im 
j»oro8Tinu». 


i^uin putius 
ulin Huinamut« 
oxompln. 


(Jvidiuni 

loiristi 4C. 


Domo rcffniH 
ct nliifi, que 
sunt 


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50 


e 1 r 

Hoc toro£o, mi 
Lucretia ot 
cetera. 


Nee te me 
percKrinum 
«t cetera. 


Kt quamvis 
allqoMido et 
cetera. 


.Multa li im in 
purtibu» Ce- 
Haria ne^otia 
»unt. 


e 1 r 

N ec dnbita, 
Hiiavum mouni. 

Lucretia. 


.Je vous supply, ma dame. que penses 
Au bon vouloir que j’ay de vous servir! 

1580 Le contraire. je vous prie, delaiss6s! 

Ne vous vueille des mauvais Souvenir. 

w 

Car je vous vueil de tel vouloir suivir. 

Que a tousjours mais loyaument aymere 
Pour vostre honneur et bon non soustenir! 
1585 Vostre je suis, ay este et sere. 

Ne dictes point que estranger je soye. 
Citoien suis mieulx que eil qui est. ne 
De ce lieu cy, car ponr plaisir et joye 
Election m’a pour tel ordonnA 
1500 L’autre si est citoien destine 

Par fortune, et je n’ay pays queleonques 
Fors eil ou est vo gent corps aourne 
De tont honneur. cytoien suis je doneques. 

Et ja soit ce que quelque fois departe 
1595 De ce lieu cy. bien tost je reviendre; 

En Alemaigne, soit a gaing ou a perte, 

Ne retournray, sinon que je prendre 
Temps pour aller, ou quel je contendre 
De mes clioses ordonner par de la; 

1(500 Puis tont soudain devers vous m’en viendre. 
Asses moyens trouveray de cela. 

Car l’empereur a tousjours des affaires 
En ce pays pour lesquelz exploiter 
II envoye par de^a commissaires 
1(505 Pour les clioses faire et executer. 

Je trouveray faeon, sans arrester, 

Que je obtiendray quelque commission; 

De ce ne fault aucunement doubter 
Que ne aye asses Charge et legation. 

1610 Ma joye, nvamour. Lucresse. ma doulceur, 
Tout mon espoir et mon seul souvenir, 

JSe possible est que je vive sans cueur. 

Lors vous pourray seulete relenquir! 


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A vostre amant vueilles donc subvenir, 

Car tout ainsi corame la liege tont 
1(515 Par le soleil, vous me voirres finir, 

Se vos graces imparties ne me sont. 

Dame, ponr dieu, regardez les labours 
Que j’ay souffers ponr vostre amonr acquerre, 
Kt vous plaise mettre dedans briefz jours 
1(520 Fin a mon dnr martire, qui me serre 

Si fort le cneur! ponr quoy menes tel guerre 
A vostre amant et tant le crucies? 

Je me esniervueil que je suis vif sur terre, 
Veil que si peu de moy vous solides. 

1625 Comme ay je peu tant de maulx endurer 
Et tant passer nuictz et jours saus dormir? 
Tant de jusnes. sans boire ne menger? 

Je suis maigre. on me voit bien blesmir, 

Pallir le vis; ce que peut retenir 
1 630 L’ame dedans mon corps est peu de chose. 

Se vostre amonr ne me veult subvenir, 

Monrir me fault, mon. ame ne repose. 

Si voz parens, pere, mere et enfans 
Avoye mis a mort, plus grief torment 
1635 Je ne pourrois endurer que je sens. 

Doncques se ainsi suis puny griefvement. 

Qui vous ayme de cueur parfaictement, 

Que pourres vous a vos ennemis faire? 

Hz ne savroyent mourir plus griefvement 
1640 Qu’il me convient, se me estes si contraire. 

Ha. Lucresse. mon salut et ma daine. 

0 0 0 

Mon retuge, recepvez moy en grace! 

Reserives moy que vous me ames sans blasme. 
En tout honneur, sans ee que mal vous face, 
1645 Et que vous suys en chascun lieu et place 
Ame, chery, loyal et bien voulu; 

Dire puisse sans aucune fallace, 

De Lucresse suis servant retenu! 

4* 


ConBidera 
niooH InhurcM k. 


Si tibi aut 
imronto» mit 
H !io*. 


o 2 * 

Ha. mon Lu- 
crctiu, inea 
Imra. moasftlun 
& rotera. 


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52 


Nil aliud vnlo. 

1650 



1655 


Autre cliose ne vueil pour le present. 
Les enipereurs ont ayme leurs servans, 
Quant ont eongneu leur bon gouvernement 
Et que loyaux estoient et bien veillans; 

Et de ce amer n'ont este desdaignans 
Qu’ont aperceu leurs serviteurs amer. 

Mon seul espoir que tant suis redoubtans. 
Adieu soves, taut eil terre qu’en mer.“ 


('online Lucresse fut vaineue par les lettres de Eurialus. 

rt mrris.^un Coiunie une tour qui est dedans froissee, 

Et par dehors semble estre invincible 
Par la paroy dont eile est apuyee, 

1660 Qui la sentoient, mais tantost deffectible 
% Est rendue, froissee et vincible. 

m 4 

Quant la paroy et soubstenement fault, 

Lucresse ainsi fut vaineue et ductible 
Par le parier ingenieux et cault. 


o 2* 1665 

PoKtquam 
enim Moduli- 
tatein et cetera. 


1670 


Quant eile eut veu et congneu elerement 
I)e son amant la graut perseverance, 
L’amour que avoit. en bien dissinmlant, 
Tenu couvert, eile mist en eongnoissance 
Si tresclere qu’elle n'eut pacience. 

Ains escrivit tantost a son amy, 

Luy deseouvrant quelle estoit en oultrance 
Navree d'amours en son cueur tont panny. 


('oninient Lucresse escrit a Eurialus <|u'elle se rend a luy 

et lui donne son amour. 


Non poHsutn 
tibi ampliiiw et 
cetera. 


„Euriale eher et amy parfait. 

Je ne pourroys contre toy resister, 

1675 Et si ne puis par moyen ne par fait 
De ton amour mon cueur desheriter. 

Tu m’as vaineue, tienne suis saus doubter! 
Ha. moy lasse, qui tes lettres receu, 

En grans perilz il me convient bouter. 
1680 Puis que d'amours vueil eongnoistre le jeu. 


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53 


En grans dangiers certes me trouvere; 

Si tes bonnes vertus, foy et prudence 
Ne subviennent, ne sray que je fere. 

Je te supply, pren bien garde et y pense 
1085 D’entretenir, comme j'ay ma confidence, 

Ce que as promis et escrit tant de foys! 

A ceste lieure, sans plus faire d’instance, 

En ton amour legierement m’en voys. 

Ne me laisses. de tous seras le pire 
1690 Traitre et cruel que james dame vit. 

Une femme est aisee a seduire; 

Mais de tant que plus aise on la seduit, 

De tant en est le fait aussy le bruit 
Plus infame pour eil qui ce meffait. 

1695 Avant que entrer plus avant ou deduit, 

Avison bien qu’il n’y ait rien forfait, 

Se tu me veulx laisser quelque saison. 

Dy le moy tost, ains que amours plus me bles.se. 
Ne commen^on cliose dont nous puisson 
1700 Nous repentir; bien forvoye qui s’adresse. 

Car de tous faitz par priulence et sagesse 
On doit la fin prevoir et aviser. 

Femme je suis, qui n'ay pas la noblesse 
Ne le savoir de la fin bien viser. 

1705 Tu es homme qui la Charge prendras 
Et la eure totalle de nous deux. 

Et des present le faict entreprendras; 

A toy me rens, donne et livre en tous lieux, 

Ta foy suivraj 7 , soyes jeune ou vieux, 

1710 Je ne me rens a toy pour aucuns jours; 

Tant que la mort par darf pernicieux 
Nous separe. tienne seray tousjours. 

Adieu te di. mon amour, ma deftence. 

Tout mon plaisir, conduite de ma viel“ 

1715 t^uant. les amans eurent a souffisance 
Escript asses d'une et d'autre partie, 


Nisi tua nie 
rtdcB. 


e 3 r 

si me denen» 
ft crudelis etc. 


Si putflL» me 
(lescrendum. 


Tu vir r»te mei 
et tui et cetera. 


Vale, meuin 
presidiura et 
cetera. 


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54 


r 3 r 

Snl arrtmun ar 
i»ene impoaai- 
bile. 


Munt-lau* 
jllWIHt obser- 
vari 


Sunt oniui ferr 
rjunmodi mit- 
lWes omncj* 


Tarn iacile c**t 
invitam ousto- 
dire mulierem 
quam iD fer- 
irnte soll* puli- 
ruin ffrctfom 
obaervar«-. 


FJt que l’araant pour vray n’escrivoit mie 
Si ardamment que Lucresse faisoit. 

IJng seul desir avoit. je vous affie, 

1720 Connne seul a seul ensemble on parleroit. 

Mais se sembloit chose presque impossible 
Pour la grande multitude des yeux 
De toutes gens, qui prenoient au possible 
Sur Lucresse garde cornrne envieux: 

1725 .laiuais u’aloit seule en (luelquonques lieux 
Sans garde avoir, car de Juno la räche 
Xe tut oncques par fait si curieux 
Gardee d’Argus connne Lucresse sans tache. 

Menelans, qui estoit son espoux. 

1730 Avoit ainsi commande la garder. 

Car ce vice d'estre ung peu trop jaloux 
Es Ytalles voit on fort liabunder. 

On noseroit leurs femmes regarder; 

(k)mme tresor sollt en cliambre recluses. 

1735 Trop graut prouffit n : y savroie regarder: 

On pert souvent clioses soubz clef incluses. 

FJt les femmes sollt de ceste nature 
Pres que toutes. qu’il desirent avoir 
(Je que on leur a par diligente eure. 

1710 Seit main ou soir, prohibe, c’est le voir. 

Se on les prie, ce n’est pas leur vouloir; 
Quant on ne veult, lors desirent que on prie; 
Se on leur lache la bride a leur povoir, 

Falles se efforc.ent faire moindre folie. 

1745 Garder femme de faire a son plaisir. 
Quant une fois ne veult aultrement faire. 
N’est possible point plus que de tenir 
A la grande chaleur du corps solaire 
Quehjue assemblee de puces. Soy retraire 
1750 Et chastement vivre, quant ne luy plaist. 

A nature de femme est contraire. 

Se de sa part et coste cliaste u'est. 


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55 


Et ne prouffite aux mariz les garder o 4 r 

Par servitenrs, car femme est trop subtille. FruHtra maritu» 

1755 Elle s<;aura cautement regarder nero servantes. 

L’un des servans plus tost que au sault faqueille 
La folie ; et n’eust il croix ne pille 
Pour des siennes, jouer commencera 
Avec cellui qu’elle voirra plus abille 
1760 Et (pii son fait mieulx celer eile voirra. 


Femme est beste que on ne peut chastier 
Ne avecques frain quelquoiiqiie retenir. 

Car eile scet ses' longs poins espier, 

Quant eile veult aller on revenir. 

1765 Lucresse sceut a ses lins parvenir. 

Ung frere avoit, lequel bastard estoit, 

Pour de lettres Enriale fournir; 

De ces aniours niessager le faisoit. 


Indormitum 
animali ent 
muliiT. 


Coiiiniciit Lucresse tist un frere bastard, qu'elle avoit, 
niessager des aniours de Eurialus et d’elle et ce qu’elle 

luy dist. 

Lucresse dist au frere dessusdit, cum iior rou- 

1770 Olfen la maison boute secretement ?umutci"m 

. , . - . doini rocipiat. 

Luriale; cest frere ja predit 
Residence faisoit entierement 
Ches la mere de Lucresse, ou souvent 
Elle hantoit et l’aloit visiter. 

1775 Et sa mere veuoit pareillemeut 

Avecques eile parier et quaqueter. 

L’une if estoit de l autre loing sans doubte 
Et fut l’ordre tel de leur entre]»rinse, 

C’est <iue Euriale le frere bastard boute 
1780 Ens en chambre. quant la vieille a l’eglise 
Alee sera, et (|ue Lucresse advise 
Tantost entrer; attendant le retour 
De sa mere. eile jouera a sa guise. 

Faire pourra d’amourettes maint tour. 


el v 

Nor inaffpo 
intcrvallo dista- 
bant. 


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56 


Post liiduum 

Statut us erat 

teruiinus etc. 


(oniinent Eurialus et Lncresse cnidereHt enisemble parier 
chieux la niere (le Lucresse, inais ilz furent deceupz. 

1785 I)eux jours apres on avoit ternie mis, 

Qui aux anians plus de deux ans durer 
Peurent sembler, car quelque bien promis 
Aux attendans trop seuible demourer. 

Lors foitune ne voult favuriser 
1790 Aux deux anians, ne leur desir parfaire. 

Car la niere seeut eautement viser 
l)e 1’emprinse et embusche 1’affaire. 


Atque, ut dies 
venit, etfressa 
etr. 

1795 


1800 


Puis quant le jour assigne tut venu. 
La niere, qui a Teglise tendoit, 

Son tillastre lors a circonvenu 
Et luy a dit que l’uys dorre vouloit, 
Que liors allast. Remede n'y avoit. 

Ses nouvelles a Euriale porte, 

Qui desplaisant et triste eueur avoit, 

Et Lncresse par conformante sorte. 


e 5 r 


Oue postt|uam 
rletectoH i 4 rno- 
vit (lolos A 
cetera. 


Comment Lncresse proposa Irouver untre moieii pour 
parier a Eurialus par le nioien de Pandalus. 

Quant Lucresse eongneut que descoiv verte 
Fut Tembusche et maniere de faire. 

Dist a soy: „Puis qu’en ceste voie aperte, 

Autre chemin et aultre part fault traire, 

1805 Tout le povoir de, ma liiere retraire 

Ne me pourroit, garder de ma plaisance 
Et volupte, comme rentens parfaire. 

On ne pourroit me faire resistance. 


Pandalus ?ero 
afdnis erat 


Paudale estoit aucunement affin 
1810 De Lucresse et son secret savoit. 

Taut vers amonrs avoit le cueur enclin 
Que la dame reposer ne povoit. 

A Euriale manda que aider se doit 
De Pandale loyal, seur et secret, 

1815 Car la voie d’eulx assenibler povoit 
Trouver aeoup par amoureux decret. 


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57 


Conunent Eurialus ne st* voulut coiifier en Paudalus et 
ce temps pendant fut envoid deliors par l’empereur. I>e 
la contenanco de Lucresse et de ce qu’elle tist. 

Euriale seur point ne repntoit 
Soy confier en Pandale servant, 

Par chascun jour aler il le voyoit 
1820 Pres du mary Lucresse, le suyvant. 

A ces causes Euriale, doubtant 
Quelque embusche ou fallace latente. 

Sur ce point tut ung peu deliberant 
Et differa de reconfort l’ateute. 

1825 Tandis que ainsi sur ce deliberoit 
Euriale: l’empereur lui a dit. 

Que vers Romme aler lui convenoit 
Et avecques le pape, par edit, 

Transaction faire sans contredit. 

1830 r rouchant le fait de son couronnement, 

Dont triste fut, quant on lui a ce dit, 

Et Lucresse le porta aigrement. 

Mais convenoit le inandement parfaire 
De Tempereur: deux mois il demoura. 

1835 A Lucresse c-hose ne povoit plaire, 

En sa maison seulete se tira, 

Ses fenestres par jour eile serra. 

Abis de pleur et de deul el vestoit. 

Oncques sortir. taut que le temps dura, 

1840 On ne la vit; tousjours triste eile estoit. 

De Lucresse cliascuu se esmerveilloit, 

(’ar la cause de ce. ne cognoissoient; 

Senes veufve lors dire on povoit, 

En tenebres toutes clioses sembloient 
1845 Estre: ainsi (jue se prives estoient 

De la clarte du soleil. sans doubtance. 

Ses serviteurs qui coucher la voyoient. 

De quelque mal la dient avoir sonffrance. 


.• :» ^ 

At Eurialo 
nun videhatur 
tutum, illi se 
rrederr. 


Inter delibe- 
randum jtissus 
ent Eurialus 
Koinain petere. 


Setl opnrtebat 
Imperium 
Ci saris farcrt* 
A retera. 


Mirantur 
oinnes nee 
ratisam nos- 
runt. 


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58 


P fi r 

Et ijiiidrjuiri 
remediorum 
nticrr» poterat 


Tune euim 
quani (‘gram 
Homno oxcitata 
etc. 


Quam ut C>»ar 
%idit etc. 


tt 6 v 

Quis enitn 
inoduM 
ainuri. 


De remedes et toutes medecines 
1850 On lui faisoit offre pour la guerir. 

Mais on ne sceut aviser quelques sign es 
Dont on congneust qu’el se sceust esjouir, 
Rire ne veult ne de cliambre saillir, 

Fors quant eile sceut Euriale arriv6, 

1855 El ne voulut aucunement faillir, 

Car eile avoit avantage es[s]yve. 

Et teilt ainsi que se on Feust esveillee 
D’un grief dormir: l’abit de deul hors mis. 
Lors de riclies vestemens aornee. 

1800 Ses fenestres ouvrir eile a permis. 
Esquelles a son gracieux corps mis 
En attendant de Euriale la veue; 
Joyeusement se contint vis a vis. 

Pour qu’elle tust de Euriale aperceue. 


( oni ment rcinpereui* dist a Kurialus qu'il ne falloit 
doubter que Lucresse ne l’aymast et la response de 

Kurialus. 

1805 t^uant l’empereur Cesar vit la mignongne, 

A Eurial, <iui pres de lui estoit, 

Dist: „A ce cop voy bien que la besongne 
Est congneue, qui taut couverte estoit. 

Plus denier le fait on ne savroit; 

1870 Oncques honinie u’a Lucresse apperceue 
Tant que dehore as este. Orendroit 
Est l’aurore et clarte revenue. 

En amours n’a ne moien ne niesure; 

Plus ne peut on amour que tous celer.“ 

1875 Eurial dist: „Ce vous vient de nature. 

De vous ainsi avecques moy jouer 
Et de rire me faictes tressuer. 
de n’entens point ce de qnoy me parles. 

De la venir l’ont peu exeiter 
1880 Le bmit des gens. que on fait. quant hors ales. 


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59 


C'oninient Eurialus et Lucresse se entresaliierent des 

yenlx secretement. 

Quant eut ce dit. getta furtivement 
L'angle de l’ceil pour sa maistresse voir. 

Et la les yenlx sceurent mignotement 
Bien saluer l’ung l’autre et pourvoir 
1885 Que cela fust jnsques a leur revoir 
Premier salut: sagement y ouvrerent; 

Car on ne peut leur amour percevoir 
Fors sealement ceulx qui bien les celerent. 


Coiiiinent Nisus, conipaiguon seeret de Eurialus appereeut 
nne taverne derriere l’ostel de Lucresse, de la quelle 011 

povoit faeileinent parier a eile. 

Apres aucuns peu de joui*s ensuyvans 
1890 Nisim, qui fut compaignon tresloyal 
D’Euriale et de son fait soignans, 

Ainsi que doit ung amy cordial, 

Quelque taverne et lieu fort precial 
II avisa qui estoit ou derriere 
1895 I)e la maison Lucresse, especial 

Pour leans gaudir et faire bonne chiere. 

Ce lieu duquel ay cy devant parle. 

En la chambre Lucresse regardoit. 

Le tavernier il a concilie. 

1900 Donne permis, comme en tel cas on doit, 

Le lieu par lui bien vise. la endroit 
Euriale mena tresamoureux, 

En lui disant que de la. quant vouldroit. 

Lucresse a lui parleroit entre eulx deux. 

1905 Entre l’ostel du tavernier et eil 
De Lucresse ung grant evier avoit 
Tout plain de eaue que homme. taut fust subtil. 

Pas le soleil arriver ne voit. 


Atque hie c-ffa- 
1 uh liucrctinm 
furtim aspexit. 


e7 r 

l*aucia deindt* 
interiectis 
di eou» 


In Lucretie 
r am er am re- 
♦ rore*uni hahe- 
hat intuitum. 


Media inter 
utramque do- 
liiuin cloara 
tu it 


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60 


Bien troys aulnes de distance y avoit 
1910 Depuis l’ostel jusques a la fenestre 
I)e Lucresse: l’amant la se seoit 
Kn esperant ses yeulx povoir repestre. 


Coninient liiicresse apperceut Kurialus et parla a lui. 


V t v 

Nec deecptu* 
t-st. Affuit ton- 
drm Liieret in lOlo 
et cetera. 


1 920 


Euriale ne fut point lors deceu, 

Car Lucresse tantost se presenta. 

De sa fenestre a Euriale apperceu, 

Puis lui a dit : ,.A mon amy, qui t'a 
Eli ce lieu mis? Tu es celui qui a 
De ma vie tont le Gouvernement, 

Mon cueur, nraniour! tourne les yeulx de^-a, 
Ma deffense, tout mon soustenement!“ 

w 


riniuM e»t I-t" ,-Ha ma dauie, voyes cy vostre amant! 

Vostre Eurial retard es, s’il vous plaist!“ 

„Mon Euriale“, dist el, „que j’ayme tant, 

Avec lequel parier Grant joye m’est, 

1925 A mon desir que ge feusse ou il est, 

Ponr que embrasser le peusse a ma plaisanee! 
Chose ou monde plus Gt’acieuse n’est, 

C est mon espoir. mon bien, ma soustenance !“ 


Coiniiient Kurialus parle a Lucresse. 


Ad ibtud 
Kurialus: non 
ma^no conntti 
fiiciam etc. 



Kurialus a cela respondit: 
„Legierement ce moyen trouvere. 

Une esclielle prendre sans contredit, 

De la cliambre soit par vous l’uys serre. 

Ha. ma dame, trop avons differe 

De. nostre amour la plaisanee et fruit! 

Avecques vous facilement ire 

Par 1’eselielle, sans faire quelque bruit. 


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61 


Com in eilt LucreN.se dist a Eurialus, qu'il ne sc Hast, point «• s 
au tavernier et qu’il failloit trouver autre moyen. 


„Euriale, mon amy, garde toy. 

Se tu me veulx de graut danger saulver, 
Car a dextre y a, comme je croy, 

1940 Fenestrelle qui moult pourroit grever. 

Et le voisin rien ne vault: point Her 
En telz houliers lioms sage ne se doit; 

Pour poy d’argent, qui luy vouldroit donner, 
Nous deux amans en une lieure perdroit. 


Suno, mi Euri- 
a!e. wi me vis 
salvam. 


1945 Autre clieinin certes nous fault tenir, u 
Dist Lucresse. „Ce pour present suffist 
Que avons trouve lieu par ou peut venir 
Nostre parier et dire ce qui gist 
Dessus le cueur!“ Lors Euriale dist: 

1950 „La vision de vous, dame, m’est mort 
Plus que salut, se vo corps ne sortist 
Ent re mes bras pour me donner confort.“ 


Sctl aliu in- 
cpdanuiM via. 


En ce lieu la parlerent longuement 
Et furent dons d’ung a 1‘autre envoies 
1955 Par ung baston, qui estoit proprement 
Cave et creux; non moins aprecies 
De Lucresse aussi ou moins prises 
Furent les dons que d'Eurial. sans double; 
Car liberaux furent, savoir poves, 

I960 A (pii mieulx cliascun son engin boute. 


Diu ex hör loro 
traetus est 
sernio. 


Comment Sozie apperceut les cautelles de Eurialus et. <■ ^ r 
coninient il tachoit trouver les niojens, ]iar lesquelz il 

gardast Lucresse d’infaniie. 

Mais Sozie, duquel par cy devant s.-nsit .ioj.>s 

Avons parle, les cautelles perceut. 0/1 t "' 

A luy mesmes s’en va cecy disant, 

Que en vain tasclie ce qu’empescher ne peut. 


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Ex hin mnlis 
Pte. 


81 non potent 
onxtodiri etc. 


f 1 r 

Kestiti quoail 
potui, nc Ar. 


Commune 
malum lihirin 
o« t. 


62 

1965 „Se ne pourvoie,“ dist il. „tant que se deult 
Ma maistresse, eile sera perie 


Qn’elle n’encoure cy note d’infamie. 

De deux inaulx fault le plus grant eviter. 
CTest le meilleur pour cette heure que voie; 

1970 Secretement amer et habiter 

Peut ma dame, saus danger avoir joye. 

Par trop amer aveugle est, sans qu’el voye 
Souffisamment ce que regarder doit. 
Presentement est requis que je essoye 
1975 De deux clioses l’une, que l’nne gardee soit. 

Se ehastete ne peut estre gardee, 

Oster convient le rumeur du vulgaire. 

Pour que tout infamie soit ostee 
De la maison et que meurtre, qui faire 
1980 Lors se pourroit, sans quelque contraire 
Chasse dehors, je vueil la Charge prendre 
De ce fait cy, puis qu’il est necessaire. 

Tout mon povoir a ce je vueil extendre. 

A mon povoir j’ay resiste tousjours 
1985 Que ce cas cy ne sortist quelque effait; 

Quant je ne puis qu’ilz ne jouent de leurs tours 
Plus empescher, tendre me fault de fait 
Que ce faict cy soit occultement faict 
Et si secret que aucun chose n’en Sache; 

1990 Si ne sera point le cas si infait 
Ne macule de si villaine tache. 

C’est ung vice commun a tous humains 
Que luxure, homme n’est qui ne sente 
Des esguillons de la char, soir ou mains, 

1995 Tant soit povre, riclie ou doue de rente; 

Que celluy soit plus chaste me contente, 

Qui cautement scet bien son fait conduire.“ 

En ce disant avisa la tresgente 
Lucresse (jui sortoit pour soy deduire. 


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63 


('oiiniieiit Sozie viut parier a Lucresse pour qu’il fust 
mediateur de l’amonr de Eurialus et d’elle. 

2000 Cil s ! en ala tout droit au davant d’elle 
Et luy a dit: „Dame, je m’esbahis, 

Que ne nfaves du moins quelque parcel le 
De vostre amour dit, baille et commis. 

Je sgay assfe que Euriale est amis 
2005 Et eher tenu de vostre gentillesse; 

Secretement amer se avez promis, 

Gardez que foy on vous garde et promesse. 

Car en amours de droite sapience 
Le principal degrey et le premier 
2010 Est non aymer; mais qui d’amer s’avance 
Pour le segond degrey et derrenier, 

Doit sur toutes clioses bien aviser 
Que son amour soit cel6 et couvert. 

Qu’il ne vienne en appert, doit viser 
2015 Et que son cas ne soit point descouvert. 

Tu ne pourrois seule sans messager 
Le fait d’amours a la longue conduire. 

Tu congnois bien que suis prompt et legier 
A toy servir, sans en rien contredire, 

2025 Et de long temps, autant qu’il peilt suffire, 

Ma loyaulte et foy as esprouvee. 

Communiquer si tu me veulx et dire 
Tous tes secres, ja n'en seras coursee. 

Commande moy tes vouloirs et plaisirs! 

2030 Je acompliray tout au mieulx que pourray. 

Car la plus grant partie de mes desirs 
Est que ton fait soit sans bruit asseure 
Tenu secret; que ton cueur en serre 
Ne soit apres de peine et desplaisance, 

2035 Que n’en seuffres, les moyens je querr6, 

Ne ton mary sur tous. C’est ma plaisanee.“ 


AreronBuaquo 
tVminum Ar. 


f 1 r 

Primus 8R- 
pientie gradus 
»•Mt non amuro 
Ar. 


Sola heo «ino 
intomuncio 
fttoore non 
potOM 


Jubc. mirhi 
innxima cura 
ost 


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Coinnient Lucresse respond a Sozi«* qu’il dit bien et que 
de ces a in 011 rs secrettes se veult eil luy fler et messager 
le faire. Et lni liaillc Charge «le parier a Eurialus. 


r 2 r 

All hoc Lu- 
crctia: sic cst 
nt ni», Sosin. 

2040 


Loi*s Lucresse respondit a Sozie: 

„11 est ainsi que tu dis proprement. 

Et grandement en toy je me confie; 

Si me semble que as trop negligemment 
Mon fait. conduit et que totalement 
A mes desirs resister tu voulois. 

J 

Mais puis que tu t’offres si loyaulment. 
De toy servil- me vueil a ceste fois. 


Xcque ni>s t<* 204 o Pomt ne craindray estre par toy deceue. 

. cloccpi tinioho , , , ,, , 

I u sces asses que le feu d amours m art 
Et que ay en moy si graut clialeur conceue 
Que la tiambe me brule tost et tart. 

Plus ne pourrois vivre, se par quelque art 
2050 Ceste clialeur n’est exteinte et ostee. 

Je te supply, ayde moy ceste part 
Et fay de deux amans une assemblee. 


Runalusatnorc 
lan^uct et e^o 
morior etc. 

2055 


2000 


Euriale. mon doulx amy, languist. 
Las, et je meurs, si je n’ay allegence. 

II n’est eliose qui plus de mal me fist 
Que d’empescher nostre concupiscence. 
Car se uue fois nous avons jouyssance 
L’un de l’autre, nostre amour tempere 
T antost sera et couvert sans doubtance, 
Secret sera et trop plus modere. 


Coniineiit Lucresse iiiamle a Eurialus par Sozie qu’il se 
veste d’ung roquet en gnise d’ung porteur et qu'il vienne 
avecques les untres dedans quatre jours <i uaiit les fermiers 
ameneront les grains et qu’il entre en la chambre de 

laquellc l’nis euvre sur le degre. 

f 2 » Va t’en tout droit a luy, je te supplie, 

Vade ijfitur De a moy parier un seul moien lui euvre. 

Tiam unicam I u luy diras, je te pne, n y fains mie, 

Que a quatre jours (l’icy tout prest se treuve 


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65 


2065 Que d'ung roquet il se veste et couvre 

Et vienge avec les paisans, qui viendront 
Pour aporter du fourment, qu’il recouvie 
Sac ou pouche. ja garde n’y prendront. 

Quant ilz seront arrives tous emsemble. 

2070 Que sur son col sa pouche de ble Charge 
Et montera tont droit, se bon luy semble. 
Par les degres comnie paisant de village 
Jtisqties au garnier, a la forme et usage 
Que les paisans ont acoustume faire. 

2075 Ce luy dires comnie prudent et sage, 

Que bien sache son emprinse parfaire. 


Oportu» fturco 
triticum Ae. 


Tu congnois bien que l'uis de ma chambre euvre Tut? »ci# th*i»- 

n i . . . , intim inoutn. 

Sur les degrez, tont eecy luy diras. 

Faulte n’avra que ce jonr ne me treuve 
2080 En ma chambre seule, luy noteras. 

Ainsi que bien faire tu le savras, 

Dy luy que seul l’uys de ma chambre boute 
Et qu’il entre dedans. Ce parferas 
Ainsi que j’ay en tov fiance tonte.** 


Comnient Sozie delibere faire son liiessage a Eurialus. 

2085 Et jasoit ce que le fait difficille. 

Grant et pesant a Sozie semblast, 

De deux vices le moins mal comme abille 
Voulant. suivir. sans que plus deloyast. 
feste Charge, ainsi que s’il doubtast 
2090 Trop plus grans maulx ensuivir, print Sozie. 

Disant a soy qu’en quelqne lieu trouvast 
Euriale, ne luy celeroit mye. 


r :i>- 

Sozius q U um- 
vis nrduum 
facinip* i'tc. 


Coimuent Sozie fait son niessage de par Lucresse a Eurialus 
et comnient Eurialus se apresta et fut acoup prest. 

Tout par ordre fut narre le message y ue m P 

A l’amoureux par le loyal Sozie. luTontir^. 

2095 Euriale receut de bon courage 

Tous les commans et eharges de sa mye. 


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6 6 


O insen»atuni 
poctu* Ae. 


t :jv 


Tu omne dis- 
rrimen parvi- 
facin. 


O rorum 
ainor doniitor 
onmiuni. 


Qui nutritu.H in 
delicita funrut. 


Tout luy estoit legier. 11 ’en doubtez mie. 

Pour ce faire se apresta vistement. 

La demeure grandement luy ennuye; 

2100 A qui a teilt, ennuye communement. 

L’acteur fait invective contre les f'olz amans. 

0 poictrine et pensee mal sensee 
De fol amant, aveugle, peu voyant! 

0 cueur sans peur, trop asseuree pensee. 

Quelle cliose est a parfaire si grant, 

2105 Que petite ne reputfe! rien taut 

N’est aspre ou dur que ne dies plain et doulx. 
Rien si bien clos n’est que ne dies contant 
Par tov povoir estre ouvert a tous coups. 

11 n’est danger qui ne soit mis en soubte 
2110 Par toy, car rien si ne fest difficile! 

Toute garde, tant soit eile resoulte 
Des caulx maris, reputes inutile, 

Loys quelconques ne veulx avoir en ville. 
N’estre subject a crainte ny a doubte. 

2115 Tout labour fest comrae jeu tresfacille, 

En tnus t.es fais aveugle ne vois goute. 


Invective contre Cupido, dieu d'aniours et fllz de venus. 

0 Cupido, dieu d’aniours, vainquisseur 
De tous humains: le premier tu contrains 
Et plus proehain de Cesar, de age meur, 

2120 Plus accepte. plus riebe, d’engin, sains, 

Lettre prudent. laisser pourpres et trains, 

D’une vieille pouche sa robe faire. 

De couleur faux son visage estre tains 
Et de seigneur en serf se contrefaire! 

2125 Tu contrains eil qui de constume avoit 
Estre nourri delicieusement, 

Dessus son dos porter, comme l’en voit, 

Churges et sacs de ble peniblemeut; 


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6 7 


('oinme locatif mercenaire humblement 
2130 En lien public, a vil euvre s’aplique! 

Sans honte avoir porte publiquement 
Plains sacs de ble et tont par la pratique. 

0 chose pres que a dire incredible 
Et digne que on s’en doive emerveiller! 

2135 Veoir ung homme, autant qu’il est possible 

Grave en conseil. maintenant cheminer 

/ 

Avec ung tas de voituriers, aller 
En la boe imnnindice et ordure 
Telz lierpailles guetres acompaigner, 

2140 A grans contens de sa noble nature! 

Qui est celluy <jui alleguer pouiToit 
De homme sage plus grant mutation? 

Autre chose Ovide ne pouiToit 
En son livre lequel nous appellon 
2145 Metamorphose, quant transnnitation 

De homme en beste, en pierre ou en plante 
Estre disoit, par bonne fiction, 

C’est quant amour raison d’omme snpplante. 

Geste mesme mutation sentoit 
2150 Maro, de tous poetes plus excellent, 

Quant de Circes les amoureux disoit 
. Estre en dos de bestes promptement 
Muez, et ce voit on bien clerement 
Que par le feil d'amours est la pensee 
2155 D’omme muee et changee tellement 

Qu'elle semble pres que en beste muee. 


f Ar 

O rom miran- 
dam peneque 
inorodibilom 
otc. 


Qui» truns- 
lormntiuncni 
quorat inajo- 
rom &o. 


Hoc ot poeta- 
rum pxuniu» 
Maro »ontit Ar. 


L’acteur fait une description du temps ou quel Eurialua 
attendoit aller porter le bl6 on sac dedans le garnier de 
Lncresse: eoinnient Teure lui ennnioit ensemble com ment 

il porta le sac de b!6 ou garnier. 


Lors Aurora de Titan son amy 
Le lit vermeil avoit desja laisse. 

Et pour chasser de terre tout ennuy 
2100 Avoit le jour de hault en bas lance 


i 4^ 

Linquetis cro 
reu» Titanui» 
Aurora cubile. 





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Kxpectantom 
rccrcat Kurin - 
lum. 


Intimus des- 
condontiuin 
fuit &c. 


f f»r 

Et uecodens 
propius, salve, 
ini nnimc, in- 
quit. 


Null us Jam 
pari es, null:» 
distantia Ar. 


6 8 

Puis Apollo; ses retz avoit dresse 
Et des clioses la beaulte demonstree. 

Euriale d’attendre estoit lasse, 

Qui attendoit du point du jour l’entree. 

2165 Euriale fut recree du jour 

Et grandement se porta pour eureux. 

Quant avisa avec luy tout a tour 
Pesle mesle ung tas de loqueteurs 
Et qu’il n’estoit aucunement d’icenlx 
2170 Congneu; tres bien avecques eulx s’en va 
Et se cbarja de fourment pour le mieulx, 

Puis ou garnier legierement tira. 

Coinment Kurialus entra dedans In chainbre de Lucresse 
tout guestrl, conuuent il la salua et connnent Lucresse 
niiia couleur, quant eile vit son amy, connnent eile ein- 
brnssa et haisa et parla a luy plusieurs choses. 

Ens ou guernier le dernier demoura. 

Vers la chainbre sa dame descendit 
2175 Et tout ainsi que Sozie instruit Ta. 

Vers le millieu du degrey seul se vit. 

L’uys qui serre estoit boute ung petit. 

Dedans se mist. puis la porte serra. 

Et Lucresse, qui en soye tyessit, 

2180 Euriale promptement avisa. 

Euriale s’approclia de Lucresse 
En lni disant: r Ma pensee. ma defense. 

Tout mon espoir! joye, sante. Hesse. 

Vous dont celui qui a toute puissance! 

2185 Que estes seule monstres par evidente: 

Ce que tousjours ay quis et desire 
Est acomply par vostre sapience. 

A ceste heure je vous embrassere! 

II n'est paroy qui empesche present 
2190 Ne distance que ne vous puisse voir 

Devant mes yeulx!“ combien que clerement 
Lucresse sceust de tout ce fait le voir 


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69 


Et l’ordre aussi, vous l’eusses veu mouvoir, 
Changer conleur comme ung peu espantee. 

2195 Car a Teure ung esperit cuida voir 
Non Euriale, taut estoit transportee. 

Elle ne cuidoit james que ung si graut lions 
Eust telz perilz et dangiers entreprins, 

Mais quant el le eilt embrasse. com lisons. 

2200 Tenu, baise et son esperit reprins, 

El le congneut disant: >0 bien aprins, 

Sage, discret, es tu Eurialus?“ 

En Tembrassant parmy le corps [lej prins, 
Estraint, serre tant que on ne ponrroit plus. 

2205 En ce faisant eile mua couleur. 

De son amant la face regardoit 
Et lni a dit: „Mon amy et seigneur, 

Comme estes vous oze venir cy droit 
En tel danger et peril. comme on voit! 

2210 Que diray je? a ceste lieure appergoy 

Que je vous suis treschere, quoy que soit. 

De ce danger suis cause, bien le voy. 

Certes autre tu ne me trouveras, 

# 

En tous dangers me boutere pour toy! 

2215 De ton coste les dieux tu requerras 

Et moy du mien, qui nous facent otroy 
De leur faveur! a nostre bonne foy 
Et vray amour venlent donner bon vent! 

Car soyes seure que autre que toy de moy. 

2220 Tant que vivre, n'avra jouyssement! 

Pas mon mary — se mary je le doy 
Deuement nommer: car contre mon vouloir 
Me Tont donne nies parens et quant a moy, 
James ne fut consentant de Ta voir! 

2225 C’est mal paity de faire a fille avoir 
Contre son gie vieillart en mariage. 

Caissons cela! plus il n ; en fault chaloir. 

Mon bien, nTamour, des amans le plus sage! 


Vertun tantum 
ad <‘ii p»‘riculii 
ilurum sibi non 
?*iiadebat «t. 


Heu quanto tc 
ait Ac. 


f 5* 

Scd noque tu 
me aliam in- 
venies 


Nec mai'i tu 
quidem, si rite 
maritum &c. 


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70 


•Sed atfe, men 
vohiptfti*, 
d cetera. 


t Ü r 

Jam illti de- 
poaitiaaordilti- 
ostro fultfebnt 
et auro. 


Tegfite furta 
Vectra dolinqur 
vitam fallite 4. 


Tum Lucretiu, 
latibulum par- 
tim, inquit. 
•ubatracto. 


Mais or avant, ma volupte, ma joye, 
2230 Ostes ce sac. monstres vous clerement. 

Despouilles vous, faictes tant que vous voie! 
Hors cest. habit de porteur vitement! 
Deceignes vous de cordes promptement. 
Ottroies moy que je vous puisse voir.“ 

2235 t^uant despouille se tut legierement. 

Riens plus plaisant jaines ne fut a voir! 


Cominent Kurinlus se despouilla du roquet et des cordes 
et apparureut ses heaulx vesteniens, et coinnient sur ce 
point Sozie leur vint dire que Menelaus venoit en hault. 

t^uant ses habis de vil pris eut liors mis, 

En pourpre et or reluisoit le mignon. 

Se fortune eust a Teure permis, 

2240 A ses amours eust donne guerison. 

Mais Sozie, si tost qu’en fut saison. 

A la porte trappa tressagement 

En leur disant: „gardes vous de trahison. 

Menelaus vient cy legierement. 

2245 Je ne s<*ay pas qu’il vient icy querant; 
Secretement eouvr£s vostre larcin, 

Chascun de vous soit subtil et savant! 

De ce, mary tromper, c’est vostre fin, 

Ne penses point qu’il soit homme si fin 
2250 Qui de reans sceust maintenant sortir. 

Pourvoies y bien sagement, affin 
t^ue vos amonrs ne faille departir.“ 


( ommeut Lucresse fist musser Kurialus dedeus uue muce 
qui estoit en la chambre ou Ten niettoit les clioses secretes 

de la iiiaison. 

Lors Lucresse dist a Eurialus: 

„Dessoubz ce lit une muce a secrete. 

2255 La sont plusieurs clioses bien eher tenus, 

Et de ce t’ay pieca mencion faicte 


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71 


Par mes lettres; si par quelque deffaicte 
Menelaus nous surprenoit ensemble, 

Tu te mettrois ens en celle muete. re- 

2260 Ainsi se doit faire, comme il me semble. 

Entre dedans! par l’obscurte du lieu (niedere huc, 

. . . tut«» tenebria 

Kt tenebres tu seras seurement, eri«. 

Mais quant dedans seras, ne tant ne peut 
Ne remueras: ne crache aucunement!“ 

2265 Eurialus doubta, se entierement 

Acompliroit ce que on lui conseilloit, 

Puis proposa que le commandement 
Et le conseil de sa dame suyvroit. 


Conuuent Menelaus entra tout suant en la chambre, lui et 
son hoinnie, pour avoir certaines lettres, qu’il charchoit. 

[Ajpres ouvrit de sa chambre la porte nu fonbun 

2270 Et retourna tixtre comme pardevant 
A son mestier, et tantost se transporte 
Menelaus son mary tout suant, 

Avecques luy Bertus l’accompaignant. 

Quelque lettre de la chose publique 
2275 Estoit alors Menelaus querant. 

A les chercher entierement s’applique. 

Quant es escrins chose ne peut trouver 
De ce que avoit presentement a faire. 

Dist que dedans la muce recouvrer 
2280 On les pourroit, ainsi qu’il povoit croire. 

A TiUcresse dist qu’il avoit a faire 
De. chandelle pour dedens regarder. 

Euriale tut, point ne le fault taire, 

Pres de la mort. (juant ce ouyt demander. 


Qiip poBtquam 
ntillif» inventa 

BUDt. 


f 7 r 


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72 


Jaoque 1 lii- 
eret i am odiose 
incipit. 


<^ui» me hinr 
vivnm eripiet 


f 7* 

Brevis eat illa 
ToluptM, dolo- 
re* lornri»*imi. 


Amorie causa 
cujus letici» 
1'umo com- 
parari potest 
infinitis no* 
objeetamus 
anirustiis. 


< 'omni ent Eurialus se deffla de Lucresse, qn’elle'le voulsist 
trahir et des parolles, qn’ll disoit lui estant en la muce. 

2285 II commenQa Ions a liayr Lucresse 
Et dedens soy fol il se repntoit. 

,.Ha,*‘ disoit il, „que m'a fors ma jeunesse 
Et legierte fait venir ey endroit! 

.Je suis happe et prins. et a l>on droit 
2290 Infamie: j’ay la grace perdue 

De l’empereur; combien que ce peu soit, 

Il me suffist. se la vie m’est rendue. 

Qui me pourra de ee lieu vif tirer? 

Il est certain. qu’il est fait de ma vie. 

0 vain et sot. de tous folx le premier, 

2295 Le plus meschant de tous en vraie folie! 

J’ay ma propre voulente ensuivie, 

Par moi je suis tumbe en ce (langer. 

Teiles joyes prouffiter ne voy mie. 

Puis que acheter les me convient si eher. 

1/acteur parle des voluptes eil les blasniaut en la personne 

de Eurialns. 

2300 La volupte des plaisirs amoureulx 
Est bien courte: et longue la doulenr. 

0 voulsissons pour le royaulme des cieulx 
Autant prendre de peine et de labeur! 

Merveilleuse est la folie et Terreur 
2305 De nous povres miserables humains. 

Qui cours travaulx et bien peu de sueur 
Pas n’endurons pour les biens souverains; 

Et pour cause de vain et fol amour. 

Que a funiee on peut bien com pa rer. 

2310 Nous nous offrons taut de nuyt que de jour 
A molesties et peines sans finer! 

A ceste lieure je puis bien aviser 
Que je sere de tous exemple et fable. 

Las. je ne soay comment en pourra aler 
2315 N'a (juelle fin viendra le miserable. 


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73 


Coniinent Eurialus voue que s’il peut eschapper, jamais 

n’y retournera. 

Se aulcuu dieu par sa doulce cleraence 
De ce peril me povoit delivrer. 

Tant que vivrois par mon insipience 
En tel (langer ne ine viendrois gluer. 

2320 0 dieu du ciel, vueilles moy delivrer 
Et pardonnes a ma fole jeunesse! 

Mes grans faultes ne vueilles remembrer. 

A l’ignorant faictes grace et 1 argesse! 

Je te supply, plaise toy me garder 
2325 De ce peril. pour <iue je puisse faire 
Penitence des peches. sans tarder, 

Que j’ay commis! las. il est bien notoire 
Que Lucresse m'a cy pour me defaire 
Mise en ses las: james eile ne m’ama! 

2330 Voicy mon jour, ma fin ilont nul retraire 
Ne me pourroit. se dieu pitie n’en a. 

J’avois asses autres fois des fallaces 
Et malices des femmes ouy bruyt, 

Et icelles en plusieurs lieux et places 
2335 Ouy narrer, et ne me suis conduit 

Si sagement que aye peu jour ne nuit 
Leurs cautelles eviter; mais se puis 
De ce peril par quelque saufconduit 
Me bouter liors: aux femmes a dieu dis.* 4 


Comnient Lucresse avoit. soing et crainte taut pour eile 
que pour Kurialus et comment soudainemeut eile trouva 

reniede contre le dangier. 

2340 Lucresse lors moins de crainte iravoit 
De son salut. et curieusement 
De Euriale doubte et soing avoit 
Si graut que on peut avoir aucunement. 


Hinc si me 
deorum quis- 
quam traxerit. 
nusquam me 
rursus labor 
illuqueabit. 


f Sr 

Keserva me, 
ut horum di- 
lictorum peni- 
trufiam agam. 


Audirram ogn 
-epe rau Herum 
fallüria* ner 
drrlinarc «rivi. 


Sed ner 
Lucretia miuo- 
ribiiM urffeba- 
tur raolestii». 


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IX 


I Sv 

Aff«-, in«juit. 
vir, ri»trUail)if* 
a» ii per f«*neMtru 
••nt ubi ti» 
ineinini etc. 


Tun(|iiani 
vellnt »per i re 
ciHtollHm, 
latenter cmn 
(lenrMum im* 
pulit. 


Ferge ocitt.«. 
ne inealin vol 
Mrripture. 


Vide audutiam 
mulien« etr. 


Mais tout ainsi qu’en peril eminent 
23-15 Des fenunes est plus que de liomes l'engin. 
Soudain, subtil pour trouver promptement 
Pemede, acoup Lucresse y tronva tin. 

„Sa. mon mary.“ dist Lucresse soudain, 
„Une areliete sur teile fenestre a; 

2350 Je memoire que de ta propre main 

As dedens mis les lettres qui sont la. 

Peut bien estre que la se trouvera 
'Pont ee que cy longiiement tu as quis.~ 
Legierement le coffret empoigna 
2355 Kt puis dessus la fenestre la mis. 

Puis tist semblant que ouvrir eile vouloit 
La petite liete, et eil Pouvrant, 

Seeretement, taut qu’on ne l’apper<*oit. 
L’areliete fist en bas tumber; courant 
2360 A son mary dist: „Ne soies tardant 

Que ne perdons et n’ayons grant dommage! 
Car Parchete que tenoie cy devant 
Est tumbee, qui n’est pas avantage. 

Coures bien tost, recouvres nies joyaulx 
2365 Et nies bagues et les lettres aussi! 

Al 6s vite, car la sont nies plus beaux 
Et plus riches joyaulx, je vous afFy. 
Despeschäs vous! est es vous eneores cy? 

Ales, je fais le guet qu’on ne les robe! 

2370 Quelque larron, taut que seray icy, 

N’y mettra pas la main, mais que ne höbe.“ 


l/acteiir par forme de yronie parle de l’engin subit des 

fenimes et de leur grau de hardiesse. 

Kegarde, cy la grande liardiesse 
D’une femme et cauteleiix ouvrage! 

A ceste lieure dois croire sans paresse 
2375 A leur parier; il li est homme si sage, 


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75 


Si der vojant qui puisse l’avantage 

D’elles avoir, taut soit il der voiant. 

# • 

Et qiie tromper ne puissent, c’est l’nsage. 
Cliascun le seait, le cas est apparant. 

2380 C'elluy, pour vray, de malice de daine 
E.st et sera exempt, je vous afti. 

Le qnel sans plus la seule et propre femnie 
N’a point voulu decevoir, ce vous dy. 

Par tortune, je le vous certiffy, 

2385 On est trop plus eureux que par engin. 
Menelaus et Bertus avec luy 
Descendire.nt par le vouloir divin. 


« i r 


Is riunitaxut 
non fuit illu- 
hh.m, quem con- 
junx fallere 
non tantuvit. 


Coninient Lucresse in ist Eurialus eu autre lieu, taut 
com me son mary alla querir ses bagues. 

Geste maison de Lucresse monlt liaulte et™»™ 

. more nltior 

A la mode des htrusqmns estoit. fuit. 

2390 Plusieurs degres avoit, sans quelque faulte. 

Par ou monter et descendre failloit. 

Eurialus ce temps pendant avoit 
De lieu changer faculte, ce qu’il tist; 

Car Lucresse, ainsi qu’elle entendoit, 

2395 En quelque autre neufve muce le mist. 


Quant ilz eurent tont prins et recueilli iociiibuJat^ur 

Bagues, joyanlx, lettres et aut res biens, »rripturi» *r. 

Pour ce que n’ont ce qu’ilz charchoient parniy 
Trouve, tantost vindrent, sans dire riens; 

2400 En la chambre nionterent et puis liens 

Au pres du lieu du quel partv estoit k i » 

Eurialus, chareherent. „Lors je tiens,“ 

Ce dist Bertus. r tout ce qu’il nous failloit.“ 




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76 


Conimeiit le mary de Ln er esse et so» liomine s’en allereut, 
quant ilz enrent les lettres qu'ilz queroient. 

Voti compot.^ Puis par apres Lucresse saluerent, 

tncti conHahi- _ jrk „ 

tata Lucre^iu 24 Oo hn luy disant adieu jusques au retour; 

En sa cliambre seulete la laisserent. 

Se leur sembloit tantost saus long sejour. 

Elle appelle son ainy par amour. 

Quant l’uis ferme et barre fut apoint, 

2110 En luy disant: „mon amy. mon seignour, 

Sortes deliors acoup. ne tardes point!“ 


Coniment Lucresse parle a Kurinlus, apres qu'il fut liors 

de danger. 

veni tr»udiu- Ma peiisee, mon cuenr, toute ma joye, 

meonmi ctc. La tortuue de toute uia plaisauce 

Et la source de mon bien, ou que soye. 

2415 Plus doulx que ray de miel sans doubtance, 

Vien ma doulceur, m’amour. ma soustenance! 

Toutes choses sont present a seurtä, 

Parier povons seurement sans instance, 

Du cliemin est hors mise la durte. 


k - r 2120 


Jam loett§ e»t 
amplexibu* 
tutu«. 



Nous povons bien embrasser seurement 
L’un l ? aut re sans que fortune nous nuise; 
Combien quelle s’est portee radement 
Vers nous. rompant la premiere entreprise 
I)e nos baisers. les dieux par bonne guise 
Et faeon ont regarde nostre amour. 

De si loyaulx amans ont veu l’emprinse. 
Ne les voulans habandonner nul jour. 


Veni jam moa> 
in ulnas, nirhil 
eat, quod iam 
amplius TCre- 
are etc. 


2450 


2435 


Entre mes bras vien t’en, mon doulx amy, 
Chose craindre maintenant tu ne dois. 

Plus que roses ne fleur de lis aussi 
Donnant odeur. mon amy. a tin chois! 

Que tardes tu. que crains tu ceste fois? 
T’amye suis, que veulx tu delaier 
A me embrasser? ne tarde deux ne trois. 

Plus ne nous fault du (langer ejfraier! 


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Comineiit Eimalus ne se povoit asseurer et aprfes qu’il 
fut asseurö, acolla Lucresse et baisa et de ce qu’il dist. 

A peine peut ses esperitz asseurer 
Eurialus, touteffois quant il eut 
Toute crainte liors mise, acoler 
Lucresse vint, disant que james n’eut 
2440 Si grant fraieur, inais que pour eile veult 
Avoir soufert et endure tourment. 

w 

Qu’elle est digne que on face ce que on peut 
Pour son amour desservir loyaulment. 

Telz doulx baisiers et doulx embrassemens 
2445 Xe peut avoir bomme saus peine avoir. 

Car il les doit par craintes et tormens 
Loyaulment deservir main et soir. 

Iceulx gangner par travaulx, c’est le voir. 

Se apres ma mort ressuciter povoie 
2450 Et les peusse par telz travaulx avoir. 

Par mille fois pour eulx niorir vouldroie. 

0 ma tresgrant et vraye felicite, 

Mon bien parfait et ma beatitude, 

Te voys je cy ou ce est vanite? 

2455 Te tienge ou non ou ta similitude? 

Suis je de engin si rebouque et rüde 
Que par songes soye deren vainement? 

Certes es tu: bien le scay, plus ne ende! 

Je te tiens cy. je le scay, fermement. 


L'oniment Lucresse estoit lors vestue et de sa graut beaulte. 

2460 Lucresse estoit d'un fin roquet vestue 
Asses legier, qui au corps la prenoit 
Si justement que tout dune venue 
Les membres, telz qu’ilz estoient, demonstroit. 

Plus que naige la bouclie blanche avoit 
2405 Et de ses yeulx la clarte et lumiere 
Comme celle du soleil reluisoit, 

Regard plaisant, joveuse avoit la cliere. 


Kurialu» vix 
l undem fonni- 
dine po^ita Ar. 



Nee istee 
oaeula et tum 
dulcea am- 
plexus etc. 


Omeafeiicitns 
o mea boati- 
twdo. 


Krat Lucrotia 
levi vestits» 
palln. 


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ß*3r 

Genie veluti 
liiia purpurei > 
inumxta rosi*. 


Pcctus ampluin 
pupille quasi 
iluo puniea 
puma 


Oblitua timoris 
lnodentiuin 
quoque ab so 
repnlit 


* 3 » 

Nor aliud ejus 
ainorom quam 
verton ex- 
poacerc. 


Les joes avoit d’une couleur vermeille. 
Blanches parmy comme vermeilles roses 
2470 Avec les lis meslees, c’est couleur belle: 

Et si avoit aussi entre autres choses 
En la bouche parolles gracieuses, 

Ris avenant, modeste et tempere. 

C’estoient choses a veoir delicieuses, 

2475 Nature avoit en ce bien opere, 

Lucresse avoit poictrine ample et belle 
Et de chascun coste rebondissoit 
L T ne ronde, ferme et plaisant mamelle, 

Comme pommes rondes eile les avoit, 

2480 Le mouvement d’icelles excitoit 

Tous vrays amans au jeu d’amours parfaire. 
Pourtant ne peilt Eurialus, quant voit 
Biens si parfaictz, sov lefraindre ou retraire. 

II oublia lors toute modestie, 

2485 Toute crainte liors mist d’avecques luy, 
Lucresse print et lui dist: „Je vous prie. 

Le fruict d’amours recevons sans ennuy!“ 

Es parolles le fait fust ensuivy, 

Mais Lucresse pas ne voulut souffrir, 

2400 En luy disant qu’elle a eure et soucy 
De honnestetA et bon nom obtenir. 


('oninient Lucresse faignit ne vouloir hnbiter avecques 
Eurialus, disant que on ne aynioit pas pour eela et la 

respouce qu’elle flst. 

„Euriale,“ dist eile, „raon amy, 

Je n'entens point que nostre amour l’equere 
Autre cliose que diviser ainsi 
2495 Honnestement, sans autre chose faire.“ 

Eurialus a lors ne se peilt taire, 

A sa dame dist. que quelque ung savra 
Qu’il est venu leans pour son plaisir faire, 

Ou que de ce aucun riens ne savra. 


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70 


2500 „Se aucun,“ dist il. ..a de ce congnoissance 
Que iious soyons icy secretement, 

Ne pretendra ja cause d’ignorance 
Que nous facons d'amours 1’esbatement. 

Infamye vouloir apertement, 

2505 Estre entonrne atort et sans rien faire. 

Folie seroit, selon nion sentement; 

Pour quoy conclns que tont devons parfaire. 

Et suppose que aucun neu saclie rien. 

Plus tost devons le jeu d’amours parfaire. 

2510 Puis que parier ny en mal ny en bien 
On n’en pourra, le jeu nous devra plaire. 

(Test tout le fruict d’amours que de ce faire. 
Mourir me fault plus tost que ne le face! 

Je vous supplie, ne me soyez. contraire. 

2515 Puis que avons temps. lieu convenable et place. 


Coninient Lucresse replique, disnnt que ne devoten! 
liabiter, niais eile fut finahlement vaincue. 

Lucresse dist: „Certes qui parferoit 
Le demourant, ce seroit ung graut vice.“ 

Eurialus dist. eil qui ne useroit 
Des biens, iceulx appliquant a l'office 
2520 Esquelz ilz sont ordonnes. seroit nice, 

Et feroit mal quant il les peut avoir. 

Laisser cliose qui est a soy propice, 

Ne seroit sens, niais lasebete, pour voir. 

Et cuides vous que voulsisse laisser 
2525 Loccasion qui present m’est donnee, 

(^ue ay taut qnise par venir et aller 
Et par long tenips grandement desiree?“ 

Par la robe a Lucresse empongnee 
Qui resistoit, mais eile fut vaincue; 

2530 Et ne fut pas leur volupte saoulee 

Com de Hamon, quant Thamar eut congneue. 


Si 8citum ef»t, 
uit, nemo ent 
• iui non cetera 
Hunpicetnr. 


Sin vero ne- 
scituin est et 

IlOC (JUÜfJUC 
seiet nullus. 


u I r 

Ha scclus Ost , 
iiujuit Lucretia. 


An ejfo 
oceasionem 
iniehi con- 
eesMim tum 
i|iiesitam tum 
ojitat&in 
nntterem. 


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80 


31 onio t tarnen 
diHcriminis 
Eurialus poat- 
quam vini dbl- 
quo paulispor 
Imusit 


X 4 v 


Admirabatur 
ho ipstim 
KunnliiM. 


Nunquain nie 
iniHBum facorei 
donec Hoirot 
oninin. 


Xam et ipso 
lianc Rinnt *te 


Coiniiient apres le fait d'amours acomply il aynierent 
plus que devant et coninieiit Eurialus print congie. 

Plus grande soif de loyaulment ayiner 
Leur engendra ce qu’ilz avoient parfait. 

Eurialus se sceut bien remembrer 
2535 Pu grand peril que evite il avoit. 

De pain et vin quant un peu fut refait, 

Son congie print; Lucresse repugnoit. 

On n’eut oncques suspection du fait. 

Pour qu’en forme d’ung porteur s’en aloit. 

Coninieiit Eurialus eil alant remembroit le danger ou il 
avoit est6 et les parolles qu’il disoit a soy mesnies. 

2540 Eurialus en alant par la voye 

En soy mesmes se donm* graut merveille, 

Disant: o dien! se present rencontroye 
(’esar, certes je l'avroye fort belle! 

Se apercevoit ce vestement de toille. 

2545 Suspicion tresgrande il avroit; 

Fable seroys a tous pour l’amour d’elle. 

Et grandement de moy on se riroit. 

Jamais en paix il ne me laisseroit 
Jusques ad ce que eust congneu tont le voir. 

2550 Et bien acoup il me demanderoit 

De cest habit, car tout voudroit savoii-. 

Se lui disoie que venisse de veoir 
Quelque femme. en Lucresse taisant, 

Et que feisse par tout mon plain pouvoir 
2555 Pour l’excuser. rien iren seroit croiant. 

Je s<;ay asses que t'esar loyaulment 
Tres voulentiers Lucresse aymeroit. 

Pas mon prouffit ne seroit seurement 
Moy descouvrir, car mal fait se seroit 
25G0 De reveler ce que celer on doit. 

Trahir ne doy celle qui saulve m ! a. 

(,'ertes plus tost vif on m’escorcheroit 
t^ue voulsisse condescendre a cela. 


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81 


Coinment Eurialus en »laut avisa (leux de ses loyaulx k ’> r 
eompaignons, Nisns et Achates, et ne se inonstra point 

a eulx ainsi guetrl. 


Tandis que ainsi aloit a soy parlant, 
2565 Nise, Achates et Pline il avisa. 

A son povoir les ala devangant, 

Taut que nul d’eulx congnoissance n’en a. 
Ains a l’ostel cautement arriva, 

Ses sacs osta et sa robe a reprinse, 

2570 A son amy l’a venture conta. 

La maniere du t'ait et Fentreprinse. 


Dum sic loqui- 
tur Nisum, 
Achaten» ct 
Pliniumque 
ccrait. 


Comment Eurialus conta son aventnre a son feal amy 
Achates et des paroles qn’il disoit considerant le dnngier 

ou il avoit est<?. 

Tresbien recors de tont il recitoit 
Les crainte et joye a lui entrevenus. 

Et semblable a l’une fois estoit 
2575 A eil qui craint aussi coninie confus, 

Puis a l’autre joyeux se monstroit plus. 

Disant ainsi: „Oonstitue en crainte, 

Par femmes suis ung vray fol devenus. 

Et mis mon chief en peine et douleur mainte. 


Dumquc tiuis 
timor quocl 
guudium Ac. 

K > 


2580 Mon pere pas ainsi ne eonseilloit, 

Quant il disoit qu’en femme qui tust nee 
Fidelite ne loyaulte n’avoit, 

Que evitasse eulx et leur destinee.' 

Car il disoit: femme est beste indomtee. 

# 

2585 Infidele, cruelle, aussi muable 
Et a mille passions inclinee, 

I)e ce povois bien estre remembrable. 


Non sic me 
putor ainino- 
nuit. tlum nie 
nullius fomino 
tldoni sequi 
di'licro dicclmt. 


Mais je ne eu de ce quelque memoire. k^o patorno 

. - 3 . . inincinor dis- 

Abandonne ay mon ame et mon corps, cipiino. 

2590 Le principal et aussi l’accessoire, 

Entre les mains d’une femme. Si lors 

6 


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82 


Alionum me 
CuoHar fecinsct 
A. 


Sova ost lex 
Julia mcchis 
Ac. 


K <> r 


Sod putomus 
virum popor- 
eiwc vito. 


Di cum us et 
illiiiHiuQ inanu» 
offutforo Av, 


Que de fournient estois eharge la liors, 

On m’eust congneu, quel honte et infamie 
A mes parens fust avenu des lors, 

2595 Consequamment a toute ma lignie. 

Cesar eilst eu de moy abandonner 
Matere asses; car il eust bien peu dire: 

On doit comme vil et fol contemner 
Homme qu’on voit ainsi mal se conduire. 
2G00 Se le mary de Lucresse, a voir dire, 

M’eust empoigne quant les lettres cerchoit. 
II n’y ent eu matere de quoy rire; 

Bien entendre chascun le peilt et doit, 

La loy Julie, que on dit des adulteres, 
2605 Est cruele pour eulx selon les drois, 

Mais du mary sont peines plus austeres 
Que de la loy, car tout a une fois 
La loy punist par glayve, com je croys, 

Et le mary par divers batemens 
2G10 Occist et bat sans regarder les loix. 

Ne si f rappe de bois ou ferremens. 

Mais supposons que le mary m’eust fait 
Grace du corps et m’eust donne ma vie, 

Si m’eust il mis pour mon cas et forfait. 
2G15 En ses prisons; puis, je vous certiffie, 
M’eust a Cesar, a ma grant infamie, 

Baill6 livr6, tout ainsi m’en fust pris; 

Plus doulcement je ne povoie mye 
Ce mal passer, quant eusse este surprins. 

2620 Or supposons que povois evader 

D’entre ses mains, car sans armes estoit, 
Et que je avois, pour moy de lui garder, 
Mon espee, qui au coste pendoit, 

Certes des gens avecques lui avoit; 

2G25 Ses armeures a la paroy pendoient, 
Facilement prendre il les povoit, 

En sa maison mains serviteurs estoient. 


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83 


Clameurs et cris lors faictz eussent este, 
Les huis fermes, tous eussent prins vengence; 
2030 De mon meffait ilz n’eussent arreste 
Pour soy venger de mon insipience. 

A ceste heure j’ay eiere congnoissance 
Que du danger ne ma pas delivre 
Mon bean parier, mon sens ne ma prudence. 
2G35 Mais fortune qui bien y a ouvre. 

Qu’esse que dy de fortune, qu’el nva 
Hors de danger et de peril hors mis? 

Certes, bien sce que rien fait el n’en a, 

Mais s’a este Lucresse au der vis, 

2040 Son prompt engin, non tardif ne remis. 

0 loyale et tressage amoureuse! 

0 noble amour, auquel me suis submis, 

Plus que toy n’est ehose delicieuse! 

Qui me tiendra que ne aye en toy creance 
2645 Et que ta foy ne doie ensuyvir? 

Se je avoie par divine ordonnance 
Cent chiefz, a toy oseroie bien venir, 

Pour qu’en ta foy le voulsisses tenir. 

Loyale es, caute. prudente, sage. 

2650 Bien sces amer. a tes fins parvenir 

Et ton amant garder de tont o ul trage! 

Qui est. celuy qui eust si tost pourveu, 
Considere ne le moyen pense 
Soudainemeut, ainsi que l’as pourveu. 

2655 Pour du danger, ou m’estoie lance, 

Bouter dehors? que ne feusse presse. 

As la voie promptement avisee. 

Bien dire puis qu’estoie mal agence 
Et ma vie entierement finee. 

2660 Se j’ay esperit qui encores respire, 

Je ne tiens ce de quelque ung que de toy. 

Ne me seroit point fort dur. a vrav dire. 

La vie perdre que je retiens par toy. 

G* 


Clamnrcs inox 
invaluissent. 


Quid Casus? 
innuo et 
proinptum in- 
^cnitun 
liUcrctic*. 

K 


Cur nie tibi 
nun orocliun? 
cur tunm non 
Hcqunr ticleni? 


Qui» tum cito 
exeo^itaro 
l>otuiH»ot. 


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84 

Non mein» est A ton plaisir tu penz faire de moy, 

sporo. 2(>65 Le povoir as de ma mort et ma vie; 

A toy me rens et coramande en ta foy 
A tousjours mais, sans faire departie. 


Kl' 

O cnndidum 2670 

pectUB, o dul- 
cem linjfuum. 


2675 


0 poictrine blanche comme le lis, 

Doulce langue, clers yeulx et lumineux, 

0 prompt engin, membres plains et polis, 
Plus que marbre, souefz et amoureulx. 
Quant pourray je vous revoir de mes yeulx 
Et les levres coralines baiser 
En les mordant par plaisirs amoureulx, 
Pour mieulx amours resjouir et aiser? 




tmndo tremu- 
um lin^tiain. 


2680 


Quant pourray je en ma bouche sentir 
(.'eile doulce langue murmurative 
Et ses dures mamelles a laisir 
Taster, qui sont de la generative 
Excitatif: il n’est contemplative 
Vie, qui soit si doulce que Lucresse, 

C’est ung tresor, c’est vie perfective, 

C’est tout basme, c’est parfaicte Hesse!“ 


('oininent Achates, coinpaignon de Kurialus, pari» a lui 

et des paroleN qu’il dist. 


Parum est, ait. 

Achates, quotl 
in hic Irmina 2Ü8i) 
vidlsti. 


2690 


Lors Achates, amy et compaignon 
D’Eurialus, lui dist: „C’est peu de chose 
De la beaulte, propriete, blason, 

Qu’as allegue estre en Lucresse enclose. 
De tant qu’on voit femme sans estre close 
Toute nue, eile semble plus belle; 

Et se monstrer se povoit, je suppose 
Que plus beaulte se trouveroit en eile. 


K 7 * 
Nun Candali 
rejpa Lidia 
formosa ux*»r 
cetera. 


Lidia tut du roy Candalus femme 
Gente, belle: non pas plus que Lucresse; 
Ne m’esbahis, pour monstrer de la dame 
2695 La grant beaulte, s’il voulut sans peresse 


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85 


A son amy par ung trait de liesse 
Son esponse descouvrir tonte nue, 

Affin qu’il peust par plus grant hardiesse 
Les joyes d’araours prendre d’une venue.“ 

La response que Eurialus fait a Achates de Lucressc et 

de sa heaultl. 

„Semblablement se faculte je avoie ouoquc 

.... .. itidem Taceram 

De ce faire, croy que ainsi se teroit: *<•. 

Toute nue je la te monstreroie, 

Car ma langue suffire ne savroit 
A descrire bien au long et a droit 
La grant beaulte de Lucresse indicible. 

Homme mortel a ce ne suffiroit; 

Tant est belle qu’a dire est impossible. 

Considerer ne pourrois proprement 
La joye plaine qu’ay au jourd’uy receue. 

2710 Mais avec moy te esjouys plaisainment 
De mes amours, car la joye que j’ay eue 
Est plus grande, se bien l’avois perceue. 

Que parole exprimer ne pourroit. 

J’ay liesse a grant liabnndance eue; 

2715 Autre que moy ce ne conceveroit,“ 

Eurialus tout ainsi que dit est k«' 

Ne plus ne moins a Achates parla. sir Euriaiu- 

. „ _ _ rum Achate 4c. 

Et Lucresse qui senile a sa chambre est 
N’en dist pas moins: ma»s ce diminua 
2720 Sa plaisance, car taisible cela 

Ce qu’el n’osoit a quelque ung reveler; 

A Sozie quelque peu en parla, 

Tout ne voulut pour honte declarer. 


Nrr tu quam 
solidum quam 
Plenum fuorit 
meum Gau- 
dium potes 
considerare. 


2700 


2705 


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86 


Conime Pacorus fut ninoureiix de Lucresse saus partie. 


Pacoru* inter- 
ua, PanoniuB 
cc|uc*h, domo J i Co 
nohilia, (pii 
Oeaamn »eque- 
bfttur. 


2730 


Ce temps pendant ung horas panonien, 
Homrae noble. Pacorus eut en nom, 

Qui de Cesar en la grace estoit bien. 
Homme a clieval et de noble maison, 

De Lucresse fut en eette Saison 

Fort amoureux, en cuidant qu'el aymast; 

Car il estoit asses beau conpaignon 

Kt ne cuidoit que quelque ung rempescliast. 


iiin sirut nm» Pour sa beaulte estre ame arbitroit; 

dominabuH. 11 ne doubtoit rien que la chastete 

T)e Lucresse, laquelle a tous monstroit 
2735 Pareil semblant par grand bonnestete. 
C’est la inode. soit yver ou este, 

De nos dames, saus varier estre nne 
Aux regardans leur estat et beaulte, 

A tous faire une cliere commune. 


2740 

K S T 


An* p*t *ivc 

dpccjjtio 

potiu». 

2745 


Et ce font il plus par decepcion 
Qu'elles ne font par art, je vous affie, 
Pour que l’amour qu’ilz ont et union 
Tresancien ja ne se notifie. 

Pacorus meurt a peu, se crucifie, 

On ne le peut consoler par quelque art, 
Se a Lucresse ne dit et clarifie. 

Le feu d’amours qui le consume et art. 


Solcnt matronc 
Smensca ad 
7>riTnam lupi- 
dom &. 


11 veult . premier quelque response avoir 
De Lucresse, qui coustumiere estoit, 

2750 l’om les dames de Senes, aler voir 
Nostre dame de Betlileem; c’estoit 
Une place <jui pas fort loing n’estoit 
De la eite: Lucresse et ses deux tilles 
Une vieille ensemble la menoit, 

2755 Pour y faire oraisons tresutiles. 


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87 


Coinnic Lucresse va eil pelerinage aconipaignee de deux 
Alles et uue vleille et coinnient Pacorus se presenta 
devant eile et de ce qu’il flst et dist en baillant ung (rillet 

a Lucresse. 

Lucresse aloit en ce Heu bien souvent; 

Elle partit pour son voyage faire. 

Pacorus va apres mignotement 

Et, pour son cas mieulx conduire et parfaire, 

2760 Tient ung oeillet a fleurs d'or qn’a fait faire; 

Dedens avoit une epistole close. 

Qu’en fln velin il avoit fait pourtraire, 

D’amourettes pari aut, non d’autre cliose. 

Ne t'esbahis que on n’ait en peu de lieu 
2765 L’epistole dessus escrite mise; 

Car Ciceron, cjui doit de ce estre creu, 

Dit, qu’il a veu, sans aucune faintise, 

L’yliade de Omere estre comprinse 
Subtillement en si petit d'espace, 

2770 Que une escalle de noix. par bonne guise, 

La contenoit entiere. sans fallace. 

Pacoms vint asses pres de Lucresse, 

La dicte fleur lui offrit humblement, 

Que en sa grace le mette fort la presse; 

2775 Le don offert refusa promptement. 

Treshumblement la prie et instamment 
Que ladicte fleur vueille recevoir. 

Lors la vieille qui estoit la present 
Dist: „Pren la fleur. que c’est son vouloir. 


Comment la vieille conseille a Lucresse qu'elle prenne 
la fleur, ce qu’elle Hst et la donna a une de ses Alles. 

2780 Quelle crainte as tu de chose ou n’y a doubte 
N’aucun peril? Tu peus bien apaiser 
Cest gentil lionis de chose qui ne monte 
Et qui ne peut te prejudicier.“ 


Soquitur Pacn- 
ruH, violain in 
manu gestans 
Ac. 


h 1 i 

Nec miroro. 
tradit enim 
Cicero Hylia- 
dem. 


Offerl violain 
Lucrotie 


(^uid times, 
ubi nullum e»t 
pericnlum? 


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A ce conseil se voulut incliner 
2785 Lacrosse, qui de rien lie se doubtoit 
Et puis sa fleur tantost alla donner 
A la fille qui de pres la suivoit. 


i. 1» 


Ncrdiuolniiun 2/00 
facti »uut (luo 
studcntcs etc. 


2795 


Puis asses tost deux escolliers trouverent 
Qui regardent la tleur qui belle estoit; 

Et la fille tresinstamment prierent 
Leur faire don de la fleur qu'el tenoit; 

Pour (|ue de ce graut conte ne faisoit. 

Elle donna la fleur incontinent. 

Tantost la fleur. qui la lettre couvroit, 
llz ouvrirent asses facilenient. 


Carmen uuin- 
torium invenc- 
ruut etc. 


2800 


Dedans la fleur trouverent l'epistolle 
Qui des ainours de Pacorus parloit. 

Ceste sorte de gens clers et d'escolle 
Ou par avant de nos danies estoit 
Moult fort ayme, niais ce trop empeschoit 
La venue de Cesar; car depuis 
Que en la ville de Senes residoit, 
Estudians avoient eu du pis. 


On se railloit d'eulx. on les desprisoit. 
2805 On les liayoit. c’estoit ung piteux cas, 

Car des armes l’estat plus delectoit 
Nos mignongnes que de tous advocas 
Le beau parier, orateurs n'avoient pas 
Entre danies lieu pour leur graut faconde. 
2810 Par ces moiens entre les deux estas 
Avoit liayne aigre. dure et parfonde. 


Comment deux estudians en liayne des gens d'annes 
baillerent les lettres de Pacorus au mary de Lucrcsse. 


h 2 r 

l^uerelKintquc 
to^e via* 
omncH 


I^s gens d'annes et nobles desiroient 
A leur pouvoir nuire aux estudians; 

Du contraire les autres se efforcoient 
2815 Aux dessusdit/. resister par moyens. 


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89 


Quant ilz eurent desserre les liens 
E trouve ce qui en leur fleur estoit. 
Clies Lucresse tirerent tout droit liens: 
Menelaus trouvent qui se seoit. 


Comment le mary de Lucresse la mcnassa ei eile se 

exeusa par la vieille. 

2820 I/epistole tantost baillee luy ont 
En luy disant que ce lire devoit; 

Quant eut ce leu, luy eschauffa le front. 

Vers Lucresse il s’en alla tont droit. 

Triste et niarry moult t'oi*t il l'arguoit. 

2825 Sale et maison a de clameurs reinplie; 

Et Lucresse le fait luy renyoit 

En luy disant que oneques ne fist folye. 


Comment le mary de Lucresse fist sa plninte a Cesar 

enipereur. 

Lucresse tout le cas lui recita 
Et la vieille pour tesmoing eile amaine, 

2800 Menelaus vers Cesar s’en ala. 

Sa plainte fist, suant a grosse alaine. 

On appella Pacoms qui deniavne 
Grant deconfort. la verite confessa; 

Qu’on lui face pardon a bonne estraine 
2805 Requist et que james n'y retourra. 

Devant Cesar jura et fist promesse 
Que Lucresse jamais ne vexeroit, 

Car bien savoit que Jupiter tristresse 
Des parjures amans jamais n’avroit. 

2840 Ains leurs sermens et parjures riroit 

Et de taut plus que on lui a fait deffence. 

Vers Lucresse aler il desiroit. 

1 Veile suivir et voir, c’est sa plaisance. 


F.pihtolam(|iU' 
ut IrK’ttt 
roß-atur ctc. 


h 2 * 


Kcmqup 
K-ohtam oxponil 
c»t an uh aducit 
(eHtimonium. 


Hoc jure- 
jurando con- 
fi rinnt. 


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90 


Venit hyemn 
exeliuisque 
ventin et cetera. 


Ii Ar 


Mine nactus 
ocrasinnein. 


Quin non favo- 
rabilem etc. 


Hoc etfo 
sapientibu« 
concedo 


(online nt Pacorus jasoit ce qu*il eust promis ne faire 
auenne solicitation a Lucresse, trouva autre mojen de 
par lequel luy cuidoit envoier ses lettres en une pelote 

de neige. 

L’iver survint, vens de midy hors mis 
28-15 Furent, et puis souffla le vent de bise; 

Neige» vindrent, a jouer se sont mis 
Les citoyens et par joyeuse guise 
Les bourjoises; par serieuse emprise 
Les pelotons de neige se gettoient 
2850 Aux fenestres. Pacorus bien avise 
La maniere que les autres tenoient. 

Occasion et ent ree trouva 
Par le moien des autres. Vitement 
Une epistre en ei re close il a, 

2855 Puis de neige l’a couvert gentement. 

Ainsi ronde quelle estoit, promptement; 

En la chambre de Lucresse la lance. 

Qui est celuy qui ne dira present, 

Que fortune tout regist et avance? 


L’acteur dit que tout est gonverne par fortune par 

laquelle dien est entendu. 

28G0 Qui est celuy qui du vent favorable 
De fortune ne veult estre mene? 

Car de bon eur, c’est cliose veritable, 

Une heure plus que vauldroit a l'ornme ne 
Que de Venus estre reeonimande 
2805 Par ses lettres au dien Mars de batailles. 

Sages dient, (plant ont bien regarde, 

Que fortune ne leur peut rien qui vaille. 

A telz sages leur propos je confesse 
Qui seulement de vertus riches sont 
2870 Et qui. povres malades de tristresse. 

Vie eureuse posseder se diront, 


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91 


Desquelz oncques en valee ne en inont 
Aucun ne vi et ne croy qu'il en soit. 
Quelque ung dient ce que dire vonldront, 
2875 Et les suive qui bien dire les croyt! 

Geste vie mestier et besoing a 
Des grans t'aveurs de fortune et ses biens; 
Monlt grande auctorite el a 
Quant eile donne anx ungs, es autres riens, 
2880 L’ung hault lieve. l’autre laisse ou fiens. 

Qui a perdu Pacorus fors fortune? 

D’omme prudent il trouva les moyens 
Quant en la fleur inist l’epistre pour une. 

De liomme prudent l’office excer^a 
2885 Secondement qua nt l’epistolle mist 
En pelote de neige et la langa 
Vers Lucresse, et ce aucun dit qu’il fist 
Moins cautement, je repons: quant transmist. 
La pelote, se fortune eust voulu 
2890 Le secourir, difficult^ n’y gist, 

Qu’il n’eust est6 sage et prudent tenu. 


Cominent la pelote de neige en laquelle estoient les lettres 
de Pacorus vint es mains de Menelaus, mary de Liieresse, 

et s’en fnyt Pacorus du pais. 

Mais fortune hors des mains de Lucresse 
La pelote jusques au feil envoia; 

Ce inatere fut de neufve tristesse, 

2895 Car quant le feu la liege fondue a 
Et la cire reniise, on avisa 
L’epistolle qui a brusler prenoit. 

Aperceue fut par ceulx qui estoient la: 

Menelaus y fut, qui la lisoit. 

2900 L’epistole qui entre les mains vint 
De ce mary, nouveau bruit commenca; 

En la eite Pacorus ne. se tint. 

Mais par fuite le dangei evita. 


h 3* 

Communis 
hominem vita 
fuvorihus for- 
tune in di ot. 


Nonne prüden - 
tis cousiliuni 
fuit beneficio 
«t retora. 


Sed obstann 
ratum pilm 
A cetera. 


I. V 

NovaMjue lites 
excitaverunt, 

• |iuu* Pacorus 
Ac. 


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02 


Num vir dum 
^roHsusct actus 
Pucori Hpecu- 
latur Ac. 


Kxpcctuhttut 
ainantes p<j*t 
primum cou- 
cubitum secun- 
das nuptias. 


h l* 


Pur einem podi- 
bus in utram- 
(pie pacictam 
porrectis in 
icncstram etc. 


De ce fait cy la rnmeur transvola 
2905 A Eurial, qui son prouffit en fist; 

Car de aller voir Lucresse proposa. 

Pour les moyens trouver son engin mist. 


( omni ent Eurialus eharclioit les moyens par lesquelz 
pourroit ent rer dies Lucresse et de la ruelle par la quelle 

on povoit entrer en la chanilire. 

Tandis que Menelaus charehoit 
I)e ca et la Pacorus pour le prendre, 

2910 A Eurial espace et temps donnoit 
De parvenir a ce ou vouloit tendre. 

Et si est vray, chascun le peut entendre. 

(.^ue on ne garde pas bien facilement 
Une cliose, qui tant de gens sourprendre 
2915 Venlent par leur engin subtillement. 

Les deux amans attendoient chascun jour, 
Comment pourroient pour la seconde fois 
Faire le jeu d'amours et du retour 
Tresgrant desir avoient, comine je croy. 

2920 Une ruelle, lieu petit et estrois, 

Entre Lucresse et son voisin estoit, 

Par la quelle, sans faire grans effrois, 

('lies Lucresse lancer on se povoit. 

Car on povoit tout acoup afourcher 
2925 D une paroy sur l'autre aisement, 

Et puis de la i»ar la fenestre entrer 
En la chambre de Lucresse coyement; 

Mais ce povoit on par nuyt seulement. 

Menelaus aux champs devoit aller: 

2030 Moult ennuya aux deux son partement, 

Car il devoit la nuyt aux champs couclier. 


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93 


Coniuient Sozie in ist Kurialus dedans une estable panuy 
du fein et coiument il fnt presque tronv6 par Dromo 

page, n’eust est6 Sozias. 


Menelaus partit et s’en ala 
En sa maison qu’il avoit au village. 
Eurialus gueres ne sejourna, 

2935 Tout son liabit mua et de courage 
En la rue, cherchant son avantage. 
Secretement embuscher s’en ala. 

Une estable avoit pour son usage 
Menelaus, ou Sozie le bouta. 


Eit recesHus, 
lmitatia Euriu- 
1 uh ventibu* in 
viculmn HO 
reoepit. 


2940 Dedens le fein se mist Eurialus 
Ou partie de la nuyt sejourna; 

Dromo lors, page de Menelaus, 

Palefrenier second, y arriva, 

Qui des chevaulx la eure et Charge a 
2945 Et pour emplir les rateliers s’eiuploye; 
Pres du coste d’Eurialus tira 
Du fein, a poy que tout il ne desploie. 

Dromo estoit tout fin prest de tirer 
Et abatre du fein plus largement 
2950 Et avecques sa fourche rencontrer 
Eurialus: mais Sozie promptement 
Le grand peril avisa sagement, 

Puis a Dromo dist: „Mon frere et amy, 
Que je aclieve cest euvre hardement, 

2955 Je passere a ce teinjis et ennuy. 

Tandis que je aux chevaulx baillere 
Ce qu'il leur fault, va t’en en la cuisine 
Et regarde se on a bien laboure 
Pour le souper, car je te determine 
2960 Que nous devons, tant que la chiche mine 
Nostre maistre est liors de la maison, 
Boire et gaudir; a ce mon cueur s’encline. 
Xous lui devons bien faire sa raison. 


Ibi nocto 
inunons huI» 
tVno lutebut. 


li 5»* 


Kratquo am- 
pliuM Husrop- 
turus oc Eu- 
rialum furca 
porcusHuruM. 


Tu intoroa loci 
viele an eena 
nobin sit in- 
Htrurta. 


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29(55 


Meli ns est 
nubis cum 
dominu uuam 
cum illo. 


2970 


Nunquam 297i) 
nobis bene est 
dum ille adest. 


li 5" 2980 

Uninscuiusuuc 
eene an^uillas 
saUas Ae. 


2985 


ljuanto melius 
nubis cum her». 


2990 


2995 


1. Dromo, curu, 
ut quam nuetn 
coquina sit Ae. 


Trop mieulx nous est avec nostre maistresse 
Que avecques lui; grande est la difference. 

Car il n’est rien plus joyeux que Lucresse, 

Plus liberal ne de plus grand clemence. 

Quant est de lui, tousjours rechine ou tance. 

II crie, il brait, il brule de avarice, 

On n’a james avec lui pacience! 

Difticile est, rien n’est plus mal propice. 

James n’avons bonne chere ott il est. 

11 cliastie nos ventres par juner, 

Tont mort de faim et affame il est 
Pour nous aut res maigrir et crucier; 

Croutes moisies et miettes serrer, 

Pour les mettre le lendemain sur la table, 

Fait; il n’est lioras que en sceust endurer, 

Se Lucresse n’estoit plus amiable. 

Et le poisson sale qui lui demeure 
De son soupper, soit anguille ou brocliet, 

Pour l’endemain fait garder a toute heure. 

Tout est conte, soit chief d’ail ou poret. 

Il merclie tout et clot soubz son eignet. 
Miserable est de vouloir estre chiche 
Par telz moiens, car rien si sotelet 
N’est que vivre povre pour mourir riebe. 

Trop fait meilleur avec nostre maistresse 
Qui ne seroit contente de donner 
A ses servans viandes a 1 argesse. 

Car el ne veult seulement festoier 

I)e beaulx chevreaulx. mais fait apareiller 

Graces poulles. faisans et gras oyseaulx, 

Et du meilleur vin qui soit ou celier 
Leur arrouse leurs gosiers et museaulx. 

Va t’en, Dromo, cours bien legieremeiit. 
Ayes eure et soing de la cuisine.“ 

Dromo respond: „Jen avray soing vray einen t, 

A la table mettre mon cueur s’encline 

» 


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95 


3000 Plus que aux chevaulx f rot er la chiclie miiie. 
Nostre maistre j’ay jusques aux champs mene; 
Mal luy vienne. car parolle ne signe 
One ne m’a dit taut que suis retourne. 

Sur le vespre, m’a dit, que je retourne 
3005 Et les chevaulx remaine avecques moy; 

A ma dame que die, qu’el sejourne 
Pour au jourd’uy; ainsi je lui diroy. 

Puis il m’a dit: ‘Je ne retourneroy 
Point au gitte.’ Tout vient bien a propos. 
3010 Bonne chere au jourd’uy je feroy, 

Du vin bere encor plus de trois pos. 

Ha, Sozie mon amy, je te loue 
De ainsi hair les meurs de ce viellart. 

Car, par ma foy, aux sains et dieu je voue, 
3015 Que ja pieeja feusse alle autre part 

Changer maistre; se la prudence et art 
De ma dame par souppes, que au matin 
El me donnoit, ne m’eust matin et tart 
Entretenu. prins eusse autre chemin. 

3020 11 ne convient point dormir ceste nuyt. 

Boire nous fault d’icy que le jour vienne, 
Devourons tout: ass£s y a pain cuyt, 

Qui se faindra, male fievre le tienne! 

Nostre maistre. quant il vouldra. revienne! 
3025 Mais en ung moys autant ne gaignera 

Que despendrons, de quelque lieu qu’il vienne. 
En ung soupper: Bien employe sera. 


Nisi vespori 
cum mp rc- 
minit 


Ii (Jr 

Ila, luudo t<», 

Sosin. 


XicKiil dor- 
miondum ost 
lnic nooto. 


Comnieiit Kurialus escoutoit la langiic des serviteurs et 
fut mis en la chnnibre par la fenestre et de ce qui fut 

fait la. 

Eurialus voulentiei-s escoutoit Amid.at hoc 

t . .. . • Kurialus lihoufl. 

Des serviteure le babil et langte, 

3030 Combien que leurs conditions notoit, 

Que ou le povoit servil- de tel ouvrage. 


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90 


h o» 


3035 


Oquain, inquit. 
Dratum nocteni 
Sozia tu o benr- 
Hcio »um hnbi- 
turu». 


3040 


3045 

Aderat hora 
pre»crii>tii, 
lotiiH Kuriitlus. 


3050 


Lucrctiam 3055 

juxta fuculum 
»cdentcm etc*a. 


Itur in Vono- 3060 

rein tcnnis velis 


i> 7 r 3005 


Quant Dromo fut party pour le .suffrage 
Des cuisines, Eurialus sortit. 

A Sozie, qui fut vray personnage 
Et fidele, telz paroles a dit: 

r O Sozie. mon amy, tant je avre 
Enreuse nuyt par ton grant benefice! 

Qui cy m’a mis par engin eure. 

De tout danger garde et malefice. 

Tu m’as est6 clement, doulx et propice 
Et a bon droit te ame et doy araer! 

Je ne sere ingrat de ton office, 

Ains du bien fait recors sans l’oublier. 

L’eure estoit ja venue et arrivee 
(^ue Eurialus devoit eil liault aler, 

Combien qu’il eust double destinee. 

Double peril evade et danger. 

Dessus le mur se mist affin que entrer 
En la chambre par la fenestre peust; 

Ouverte estoit. il entra sans t arger 
Sans que aucune personne rien en sceust. 

II trouva leans Lucresse auprfes du feu. 

Qui le soupper apareill6 avoit: 

Tout estoit bien acoutre en ce lieu. 

Car la dame son amy attendoit. 

Quant el le vit. a luy s'en vint tout droit. 

Par le millieu du corps el le embrassa, 
Mignotises et blandisses savoit, 

De doulx baisers donner eile ne cessa. 

Devers Venus tirent a voile plaine. 

Des avirons d’amours la nefz conduirent. 

Cytheree lasse et a grosse aleine 
Estoit: Ceres et Bachus la refirent. 

Presupposez comment qu’ilz firent 
Mains gentilz tours en najant sur le fleuve. 
Entendement, engin et force mirent. 

A qui mienlx mieulx; se l'un pert. l'antre treuve. 


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97 


L’acteur laineute les peines que ont les foulx amoureux 
et recite comment le mary de Lucresse, du quel 011 ue 

se guettoit, arriva. 

Helas, tant sont courtes les voluptes 
Qu’en ce monde prennent les amoureux, 

3070 Et longues sont les peines et durtes, 

Travail et soing qu’endurer fault pour eulx! 

A peine avoit une lieure este joyeulx 
Eurialus, quant Sozie frappa 
A la porte, qui message piteux 
3075 Aux deux amans fist savoir et nun$a. 

Menelaus estre venu annunce 
Et la joye des amans perturba. 

Eurialus avoit de paour mainte onte, 

De s’en fuir tout prest estre cuida; 

3080 Lucresse tout sagement regarda, 

La table osta et au devant courit 
De son mary, lequel el salua 
En lui disant ce qui aprös s’ensuit. 


Comment Lucresse cautement parla a son mary et fist 
semblant d’estre desplaisant de ce qu’il avoit taut 

demourö. 

„O mon mary, dist la gente Lucresse, 

3085 Le bien soi6s retourne et venu! 

Je te cuidois, en foy de gentillesse, 

Estre desja villenot de venu! 

Pour quoy t’es tu si longuement tenu 
Au village? Garde que je ne sente 
3090 Quelque chose qui t’ait la retenu, 

Soit pastoure ou bergerete gente! 

Pour quoy ne te tiens tu a la maison, 

Moy contristant ainsi de ton absence? 

Car quelque temps qui coure ne saison, 

3095 En crainte suis, se je n’e ta presence, 

7 


Heu, quam 
breves volup- 
tates sunt, 
quain lon^e, 
solicitudines 


Reditum Mene- 
lai nunciat Ac. 


h 7 * 

O mi vir, 
inquit, quam 
bene rcaisti. 


Our non domi 
inanes etc. 


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98 


Aussi je suis cliascun jour en doubtance 
Que tu ne aymes autre femme que moy! 

Les hommes sont aux femrnes, com je pense, 
Fort desloyaulx; eil doubte suis de toy. 


Quo metu bi 
mo vis solvere 

Ac. 


3100 


3105 


Se tu me veulx de ceste peur hors mettre 
James deliors la nuyt couclier n’iras; 

Je te supply, vueilles le moy promettre! 

Ja joye n’avray, quant seule me lerras, 

Sur tout la nuyt. Souppons icy embas 
Et puis yrons couclier joyeusement!“ 

Les paroles disoit, n’en doubtes pas, 

En la sale ou l’en souppoit souvent. 


Com ment Lucresse amusa son mary en bas et le mena 
en la cave tant que Eurialus s’en fenst a!6. 


h 8' 

Jamque virum 
drtinerc 

Lucrctia nite- ollO 
batur Ae. 


3115 


Lk Lucresse se efforgoit retenir 
Menelaus son mary longuement, 

Jusques a ce que Eurialus saillir 
I)e la chambre peust plus facilement. 

Mais pour que avoit souppe liors, promptement 
En sa chambre retirer se vouloit, 

Quant Lucresse lui dist esplourement 
Que peu l’amoit, cherissoit et prisoit. 


cur non potius „Que n’a tu prins peine de revenir 

tlomi apud me ^ ^ 

cenaati ac . Avecques moy soupper? C ar je te jure 

Que pour cause que t’es voulu tenir 
Hors la maison, je eu tant soing et eure 
3120 Que ne y menge ne beu, c’est ma nature. 
Quelques peisans ont du vin a])porte, 

Qu’ilz dient estre de bonne nourriture. 
Tant triste estois que point n’en ay goute. 


Nunc quando Puis que tu es present, je te supplie 

HdcH f oamuB bI _ . . .. 

piacet in ceiia- 3125 Qu ll te plaise que voisons ou celier, 

rium. _T , _ \ . , 

Et la dedens pourrons, si ne t ennuye, 
Se le vin est tel qu’ilz dient, essayer.“ 


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99 


Ce dit, el print tantost sans delayer 
La lanterne avec sa dextre main 
3130 Et de l’autre print pour le festoier 
Menelaus, qui n’avoit soif ne fain. 

Puis au plus bas du celier descendit, 
Et son mary lui faisant compaignie, 

La longuement furent, comme l’en dit, 
3135 En gacongnant le vin dessus la lie. 

Ce faisoit el, je le vous certiffie, 

En attendant que Eurialus partist, 

Qui s’en ala bien tost, je vous affie; 

A Lueresse, qu’il soit dehors, suffist. 

3140 Quant ilz eurent tout en la cave fait, 
Ilz se alerent coucher enssemblement. 
Lueresse bien se feust passee du fait 
Et des esbas du lit certainement. 

Eurialus s’en partit celeement, 

3145 Entour minuyt en son logis ala; 

Car il entroit et sailloit priveement 
Toutes les fois que ce bon luy sembla. 


In inflmum 
penarium do- 
Hccndit tum que 
di« nunc Ac. 


h 8 r 

Ac ita dnmum 
ad in^ratos 
hymoncoH cura 
viro transivit 
Ac. 


Cominent Menelaus, mary de Lueresse, flst niassonner 
la fenestre par ou Eurialus estoit sorty et les causes 

pour quoy. 

Menelaus l’endemain massonner sequonti iuco 

La fenestre sur la ruele fist, 

3150 Pour que de eile bon se faisoit guetter 

Ou que quelque ung mal n’en pariast ou dist; 

Et croy asses que cela il parfist 
Pour la doubte ou suspicion qu’il eut. 

Que l’en passast par la plus ne permist, 

3155 I)e mal faire le moyen oster veut. 

Et ja soit ce qu’il n’eust aucune cause. 

D’avoir teile mauvaise opinion, 

Si savoit il par lettre en mainte clause. 

Que on lui faisoit sollicitacion 

7* 


Xam ot »i 
nichil coriBciuB 
erat illi, voxa- 
taui tunicn Ac. 


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100 


Par chascun jour et deprecacion 
3160 Du fait d’amours; ce pas il ne ignoroit 
i 1 r Et des femmes la graut mutacion 

D’autre coste souvent consideroit. 


Cujus tot sunt 
voluntates 
quot in arbo- 
nbus folia Ac. 


3165 


3170 


II congnoissoit des femmes le vouloir 
Estre inconstant et que autant sont en eiles 
De voulentes, pour en dire le voir, 

Qu’il a dedans plusieurs arbres de fueilles; 
Les congnoissoit estre toutes pareilles 
En convoitant chascun jour saus cesser 
Bagues, joyaulx, quelques choses nouvelles, 
On ne savroit de ce les contenter. 


Baroque virum II congnoissoit aussi que bien a tart 

copiun c h J aJb“et. Ayme femme lioms duquel tousjours eile a 

La facult6, parier, coucher, regart; 

Car de changer tousjours apetit a. 

3175 Par ces moyens la faculte osta 
A Lucresse de parier ou escrire. 

De autres marys les voyes immita, 
Chassant mal eur pour le bien introduire. 


Comment le niary de Lucresse deloja le taveruier qui 

derriere sa niaison demouroit. 


Kam et cau- 
ponem qui post 
edes Lucretie 
vinariam 
tubcrnuin 4c. 


i 1^ 


Ung tavernier, qui grant houlier estoit, 
3180 Pres de l’ostel Lucresse avoit maison, 

De la quelle Eurialus souloit 
A Lucresse parier mainte raison, 

En ung baston creus en toute saison 
Lettres povoit facilement bailler. 

3185 Menelaus si trouva achaison 

Qu’il desloja de la [le] pautonnier. 


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•101 


Comment les deux amans ne pouvoient plus trouver fa^on 
de parier l’un a l’autre, dont furent nioult desplaisans. 

Plus n’avoient les deux amans loyaux 
Que le regart des yeulx pour tout soulas, 

Et par signes, plus secretz et nouveaux 
3190 Qu’il povoient, se saluoient tout bas. 

Ilz ne savoient par engin ne compas 
Trouver fagon de hurter au guischet. 

Grande douleur avoient, n’en doubtez pas, 

Et cruciement qui a la mort sembtet. 

3195 Et la raison de ce grant desconfort 
Estoit teile, car ilz ne avoient puissance 
Par leur engin, subtillit6 ne effort, 

De mettre a leur maladie allejance. 

Ilz ne povoient bouter en oubliance 
3200 Leur grant amour, n’en luy perseverer, 

Pourquoy estoient en nioult dure souffrance; 

Qui bien ayme a tart peut oublier. 

Eurialus estant en ce torment, 

Angustie autant com pourroit dire, 

3205 Prenoit conseil a soy avisement. 

En meditant qu’il pourroit faire ou suyre; 

Puis fut recors que avoit voulu dedire, 

Longtemps avoit, Lucresse dune chose, 

De Pandalus, qui cousin fut du sire 
3210 Menelaus; s’en aider il propose. 


C'oniment Eurialus proposa soy aider de Pandalus, cousin 
de Menelaus, pour qu’il trouvast fa^on de les assenibler, 
luy et Lucresse, et luy promist le faire conte palatin, 
ce qu’il fist, et comment il parle audit Pandalus. 

Des medecins tressages ensuivit 
La pratique, qui ont teile maniere 
Que es grans perilz de mort, ainsy qu’on dit, 

Voians l’omme quasi pres de la biere, 


Restabat solus 
oculomm in- 
tuitus 


Quift n pc amo- 
ria potcrant 
obliviaci ct 
cetera. 


Dum nie anxius 
Kurialus quid 
consilii capiat 
Ac. 


i 2r 


Peritos niedi- 
cob imitatuH. 


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102 


Affffrodi Pan- 
dulum ntatuit 
remediumque 
»uscipere. 


Hinc orR’o 
accersito et in 
penitiorem 
(lornud partum. 

i 2* 


Hin, qua* in te 
Hcio sitaa, dili- 
gentia, tide et 
tariturnitate, 
volui Ac. 


Nunc et te 
noaen et quia 
probate fidfci e* 
Ar. 


3215 Menger luy font raedecine et matiere 
Qui est de mort et de vie incertaine, 

Et mieulx ainsi leur plaist, c’est cliose clere, 
Que de tousjours du mal laisser la peine. 

Pareillement Eurialus ayma 
3220 Pluscher parier du faict a Pandalus 
Et remede trouver, si aucun y a, 

Que demourer tousjours triste et confus; 

Et proposa que, sans deloyer plus, 

Ce qu’il avoit autreffois reffuse, 

3225 Presentement il remetroit dessus, 

Bien en prenist ou en fust. cabusk 

II appella Pandalus doulcement, 

Ou plus secret de sa chambre le mist; 

Quant il fut la entr6 secretement, 

3230 „Mon bon amy, sie toy cy“, lors luy dist, 
„Quelque cliose dessus le cueur me gist, 

Qui est grande, la quelle te vueil dire. 

J’ay graut besoing de toy; ce me suffist 
Que mon conseil tu ne vueilles redire. 

3235 J’ay maintenant. affaire des vertus. 
Diligence et foy qui en toy sont, 

I)e la bonne bouche et celer sans plus 
Qu’ay entendus estre en toy, c’est le ront; 
Et des pie<;a tout mon secret parfont 
3240 Te reveler delibere avoie, 

Mais je ne avoie par valee ne mont 
De toy si grant rapport que desiroie. 

A ceste fois je te congnois et croy 
Que de foy es loyale et esprouvee, 

3215 Et pour ce t’ay ayme et aymeroy. 

Des citoyens as bonne renommee, 

Ilz te louent chascun jour a journee; 
Pareillement si font mes compaignons 
Qui ont a toy congnoissance trouvee, 

3250 De toy m’ont fait bonnes relacions. 


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103 


Entendu ay pareillement par eulx 
Que desires fort ma benivolence 
De la quelle, par vouloir gracieux, 

Participant te fois a ma puissance. 

3255 Moins n’es digne d’avoir mon acointance 

Que suis de toy; tien suis et tien vueil estre. 
Oroire me doys sans quelque deffidence; 

Vers toy verras mon vouloir acroistre. 

Puis que ainsi va que sommes bons amis, 
3200 Bien briefvement te diray mon affaire. 

Tu congnois bien que a aymer est soubmis 
Le genre humain et inclin a ce faire, 

Soit ce vertu ou vice du contraire, 

Par tout se extend ceste calamite. 

3205 Tout cueur humain languist en ceste haire, 

Nul n’est exempt de ce ne respite. 

Le tressage Salomon point n’en est 
Exempt, aussi non fut Sanson fortin. 

De fol amour la nature teile est 
3270 Que si une fois le cueur d’omme est enclin 
Et par chaleur eschauffö: quelque fin 
Mettre on n’i peut, ains tousjours brule et art; 
Plus est contraint et plus tire a sa fin. 

De fole amour ne veult laisser la part, 

3275 Ceste peste ne peut estre guerie 

Mieulx que en faisant jouyr de ce qu’on ame. 
Plusieurs hommes et femmes ont la vie 
Perdue par ce que de la bruslant flamme 
Du feu d’amours, pour les garder de blasme, 
3280 On les vouloit retirer sagement. 

De bons conseil n’eussent prins une drame, 
Leur voulent6 suivans entierement. 

Du contraire plusieurs avons congneu 
Que, apres que avoient jouy de leurs amours, 
3285 Leur fole amour laisser on les a veu, 

Quant avoient fait embrassemens et tours 


Ex quibus te 
c apere me am 
benivolentiam 
didisci Ac. 


Nunc quam vo- 
lim, quoniam 
intor amicos 
re» a^itur. 


i 3 r 


Sein quia nec 
tapientbai- 
mum. 


Null» re nia^riN 
inta curatur 
prent i*. 


Contraque 

pleroaque 

novimus. 


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104 


A leur plaisir par quelque peu de jours, 

Lear volupte et plaisanee parfaicte; 

Mais, au devant que eussent d’amours secours, 
3290 Provision n’y povoit estre faicte. 

Nii consuicius II n’est rien plus consult que, apres que amour 

CSt poatquam r 1 r ^ 

amor ossibus v ient lierdre es os de aucun fol amoureux, 

hcsit quam 

furor^cedere Luy donner lieu, c est le souverain tour; 

Car se efforcer contre air tempestueux, 

3295 Souvent la nef faict es lieux perilleux 
Perir, noyer; mais qui a la tempeste 
• 3» Obtempere, souvent en est joyeux 

Et surmonte a grande joye et feste. 

Je t’ay ce dit briefment et recite 
Pour que mon cas d’amours congneu te soit, 

Et aussi pour que puisse en verite 
Congnoistre ce que pour moy cy endroit 
Faire vouldras, ja cele ne te soit 
Le grant prouffit que de ce fest venu: 

Car de mon cueur, quoy que en avienne ou soit. 
Es partie reputß et tenu. 

Ha Pendale, mon bon et eher amy, 

J’ayme du cueur Lucresse sans faintise! 

Par ma culpe m’est advenu cecy, 

Fortune ad ce a ma pensee snbmise; 

Dessoubz sa main est la machine mise 
I)e ce monde, eile gouverne tout. 

De vous autres les meurs aussi la guise 
De la eite ne congnoisses en tout, 

putniiam e»o 3315 11 me sembloit que les dames d’icv 

femjn«is . J 

vrentes, quod Seutoient ou cueur ce oue Toeil demonstroit, 

oculis mon- . \ 

stmnt, in cordc Jen uv este desceu. je le te affy, 

scntircA cetera. . 4,7 

Car si tost que Lucresse regardoit 
De ses doulx yeulx vers moy, il me sembloit 
3320 Que estoie aime d’elle et eher tenu; 

Ce m'a contraint de l'aymer bien estroit, 

En ses prisons suis livre et tenu. 




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105 


Jamais n’avrois si allejante dame 
Voulu laisser sans avoir quelque amant, 

3325 Elle me sembloit sans reproche ne blasme, 
Estre digne d’avoir loyal servant 
Qui fust a son amour correspondent; 

Je ne congnois que bien peu ton lignage, 
Mais j’ay ayme, estre ayme esperant; 

3330 Dire mon faict te vueil en brief langage. 

Qui est celluy tant soit de röche dure 
Ou de dur fer, qui ame ne amera, 

En ensuivant l’ordre dame nature? 

J’ay faict tout ce que cueur d’amant fera 
3335 Mais quant j’ay veu que Lucresse point n’a 
Le cueur a l’oeil correspondant, j’ay dit 
Lors a parmoy: cy tromperie a; 

Je espere en vain d’amours avoir credit. 

Ce neantmoins pour que steril du tout 
3340 Ne fust amour, j’ay mis peine et moiens 

De Lucresse eschauffer, tout jusques au bout 
Du feu d’amours l’embraser, ce retiens, 

Pour qu’elle fust de semblables liens 
Estroitement liee, car honte estoit 
3345 Que brulasse et qu'elle ne sentist riens 
De l’angoisse que mon cueur enduroit. 

De jour et nuyt triste et langoureux 
Ay longuement est6 sans hors aller; 
Finablemeut a mon mal douloureux 
3350 Ay quelque fin trouve par travailler, 

Car j’ay tant fait par venir et aller, 
Continuant mon labeur et emprinse, 

Qu’elle a este et est au paraler 

Du feu d’amours, comme je suis, esprinse. 

3355 Elle brusle et je ars, n’en doubte point, 
Nous perissons; remede ne trouvon 
De nos vies alonger; sur ce point 
Mourir convient, se recoufort n'avons. 


Xec tarn ele- 
gantem domi- 
nam dig*nain 
putavi. 


i 4 r 


Qui» tarn 
»axcus nut 
ferreus £c. 


Ne lneus 
sterili» e»»et 
umor *tc. 


Anxieta» 
animi me die 
noctuque 
mirum in 
modum rru- 
ciahat Ac. 


Illaincensnc»t, 
pgo ardeo <tc. 


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106 


i 4* 


Vir custodit ct 
fratcr Ac. 


Xovi offo fami- 
liam ventram. 


Si f| ui* ost, qui 
possit remstcre 
fati» 


Nisi benp ru- 
tratnr raaßnuin 
quod Ac. 


Si (le partoy nous n’avons guerison 
3360 Aide et secours, il est faict de nos vies. 

A ce besoing te supplie que soyon 
Brief secourus, sans ce que en rien denyes! 

Menelaus. son mary, et son frere 
De si trespres la gardent, sans doubtance, 
3365 Que le dragon la toison d’or tant chere 
Ne gardoit pas par si grant vigilance, 

Ne Derbere par si grant diligence 
Ne garde point des palus infernaulx 
L’entree, comrae faict par sa folle cuidance 
3370 De Lucresse le mary pas et saulx. 

Je congnoy bien et voy vostre famille, 
Qu’estes nobles, premiers de la eite, 

Riehes, aymes des plus grans de la ville; 

Et puis qu’il fault que die verite, 

3375 Advenu fust a la mienne voulente 

Que Lucresse jamais n’eusse congneue, 

Point ne fusse par amours supplant6, 

Prins ne vaincu, c’est chose clere et sceue. 

Mais qui est eil qui peut sa destinee 
3380 Et fortune par moyens eviter? 

Je ne l’ay point eleue, ains destinee 
Par fortune m’a este, sans doubter, 

Qui de l’aymer m’est venu exorter. 

La chose ainsi est alee par fortune; 

3385 Nostre fait est couvert, mais mal porter 
Tont se pourroit, se joye n’avons aucune. 

Se nostre amour n’est bien a droit conduit, 
II en pourroit grant scandale venir. 

Ce Dieu vueille avertir, qui produit 
3300 Toutes choses selon son bon plaisir! 

Quant est de moy, se je vouloye choisir 
Et mieulx avoir d’icy partir que attendre, 

Je pourrois bien, tout en paix a loisir, 

Mon grief mechief apaiser sans mesprendre. 


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107 


3395 Et jasoit ce que ce tresgrief me fust 
Fort a porter et de grant desplaisance, 

Ce neant moins, pour que toute honneur eust 
Vostre maison, je feroie diligence 
De moy vuider pour vostre bienveillance 
3400 Entretenir, se aucun prouffit voioye. 

Mais je congnois qu’elle brülle a oultrance 
Et que mon temps aussi labour perdroie. 

Car apr&s moy toute seule viendroit 
Ou, se seulle close estoit et tenue, 

3405 De sa propre main el se occiroit, 

Dont scandale sortiroit par la rue; 

A deshonneur perpetuel venue 
Elle seroit et tout vostre lignage. 

Ta personne ay pour ce convenue 
3410 Au grant prouffit de vous et avantage. 

Trouvons moyen de obvier a ces maulx 
Cy pardevant recites, c’est le mieulx. 

Kemede aucun n’y voy, fors que loyaulx 
De nostre amour conducteur et songneux 
3415 Nous te mettons, que sur tous en tous lieux 
Secret tiennes nostre amour par longtemps 
Dissimul6: de ce soies curieux! 

Nous ferons tant que tu seras contens. 

A toy du tout me rens aussi commande, 
3420 Donne et voue sans james departir; 

A nostre amour et fureur si tresgrande 
Vueilles ung peu de ta grace impartir! 

Par ton labeur fay que puissons sentir 
La grand ardeur estre en nous moderee. 

3425 Que plus croistroit se on vouloit dissentir 
Ou empescher qu’elle ne fust temperee. 

Fay nous tous deux emsemble convenir! 
Tantost l’ardeur de nous se humiliera, 

Et nous verras en sante revenir: 

3430 Tollerable lors nostre ardeur sera. 


Quod quam- 
quain esset 
mihi ^ravissi- 
mum. 


An me sequcre- 
tur aut manere 
Ac. 


Nec alia via 
nisi ut amoris 
nostri Ac. 


Ktfo me tihi 
commcndo Ar. 


i > 


Cura ut simul 
conveniro 
possimus Ac. 


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108 


Sei» quando 
me vale» intro- 
ducere 


l r ni Verna Lii- 
eret ie verba «le. 


A»»i» er^o et 
quando ah- 
futuru» »it «te. 


i 6 r 


F.t quod dii 
»apiunt hane 
tibi provinci 
am fort»»»»* 
committct £c. 


Tous les secretz de l’ostel ca et la 
Te sont congneuz, entrees et pertuis, 

Tu sces aussi quant ce mary hors va, 
Quant a l’ostel il est ou devant l’uis. 

3435 Tu sces asses Teure que tu pourras 
En la maison moy mettre et introduire. 
Pour ce frere sagement gueteras, 

Car il sera tousjours prest de te nuyre; 

Si pertinax est, com j’ay ouy dire, 

3440 Au guet faire sur le fait de Lucresse 
Que a toute heure sur eile veiller tire, 

Com s’el estoit sa seur; point n’a de cesse. 

Les parolles de Lucresse et les faictz 
Considere, aussi sa contenance; 

3445 Se eile gemist, craclie ou toust, les effaictz 
De ce poise ce frere a la balance. 

C’est mon avis que a grande diligence 
Devons mettre peine a le decevoir, 

Ce ne pourroit sans ta bonne prudence 
3450 Estre parfaict, com je puis concevoir. 

Soies doneques diligent et songneux 
De regarder, quant ce mary ira 
Dehors, que me faces ioyeux 
En me boutant leans la ou te plaira; 

3455 Et le frere qui demoure sera, 

Destourneras a part, te donnant garde 
Que autres gardes ne boute ?a ou la. 

Il te croira sans que a rien prenne garde. 

Et peut estre, ce que veullent. les dieux, 
3460 Que la Charge de ce te baillera, 

Se tu la prens, et puis que sur les lieux 
Tu me treuves, tout a seurte sera; 

Car. taut comme chascun leans dormira, 

Tu me pourras secretement loger 
3465 En quelque lieu, ainsi que avisera 
Ta prudence, pour mon mal mitiger. 


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109 


Et quans prouffis pourront de ce venir, 

Je espoire asses que ton sens et prudence 
Pevent en appert ce voir et bien choisir, 
3470 Car c’est cliose qui est en evidence. 

De ta maison l’onneur par sapience 
Tu garderas, et l’infamie hors mise 
Qui couverte est n’avra quelque apparence, 
Ta cousine sera en vie soustinse. 

3475 Menelaus sa femme retiendra 

Par ces moyens, ne si fort dommageux 
Ne lui sera, quant bien on l’entendra, 

Que je, qui suis de Lucresse amoureux, 

Puisse au desceu de tous les faulx jaleux 
3480 Avec eile coucher par une nuyt, 

Que quel coure par amour furieux 
Au veu de tous apr&s raoy faisant bruyt. 

En me suivant perdroit tout son honneur; 
Car se apr&s moy, qui suis noble et puissant, 
3485 Venir vouloit pour sa grande chaleur 
Refrigerer, jusques chies moy suyvant, 

Quel deshonneur avroit le triumphant 
Renom de tout vostre noble lignage! 

Le peuple yroit de ce treffort riant, 

3490 De autre chose on ne feroit langage. 

Et ne viendroit pas cela seulement 
Au deshonneur des parens [et] amis, 

Mais a note perpetuelement 
De la eite, ainsi que m’est avis. 

3495 D’infamie a tousjours seroit mis 

Quelque chapeau, que oster on ne pourroit; 

A ces causes, pour que tout soit remis, 

A nostre amour obtemperer on doit. 

Aucun pourroit par aventure dire 
3500 Que mieulx vauldroit tuer par ferrement 
Ceste femme ou par venin lui nuyre, 

En l’estaingnant asses secretement, 


Ex his quot 
emorxant utili- 
tates arbitror 
de. 


Monel ao uxo- 
rem custodies. 


i 6r 


Quid si me 
domi nobilein 
atquo potentem 


Neduin vostra 
sed tociusurbin 
infamia et 
cetera. 


Diceret forsan 
aliquis de. 


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110 


Sed ve illi qui 
ho hu m an o sun- 
guine polluit 
A o. 


i 7 r 

Noshooscimus 
ox duobuB 
lioni« melius 
elitfendum. 


Per quid 
medium »an- 
Ruini tuo oon- 
huIos A rotora. 


Sed hic sunnis, 
eu deducta res 
est. 


Que permettre qu’el face aucunement 
Chose qui soit infame ou impudique, 

3505 Car on pourra asses legierement 

La despecher sans macule publique. 

Mais tout mal eur et malediction 
Vienne sur eil qui ses mains souillera 
En sang humain et vindicacion 
3510 Et pour moindre peche, que aucun fera, 

Par trop plus grand vengence requerra. 

On doit les maulx apetisser non croistre, 

Ce chascun scet qui bien regardera, 

Faire ce doit tant ou siede qu’en cloistre. 

3515 Et bien savons que devons des deux biens 
Celui qui est plus excellent eslire, 

De mal et bieu par bons et sains moyens 
Le bien cboisir, le mal laisser et fuyre. 

Mes de deux maulx celui qui peut moins nuire 
3520 Prendre devons: danger par tout y a, 

Ce neantmoins la voie que monstre a suyre 
Moins de peril aux amans portera. 

Par ce moyen non pas a ton lignage 
Porter prouflit seulement tu pourras, 

3525 Avecques ce me feras avantage 

Et graut prouffit que pas tu ne perderas. 

Car cruci6 je suis, n’en doubte pas, 

Quant je appergoy que pour cause de moy 
Lucresse meurt sans plaisir ne soulas, 

3530 Aucun avoir de ce douldre me doy. 

Et eil effect nous sommes la venus 
Que, si ton art et engin curieux 
Ne gouverne la nef, ou contenus 
Sont les amans par moyen tressongneux, 

3535 Espoir ne voy de salut, si m’aid dieux! 

Nostre secours, aide et reconfort 
Est en tes mains situ6, se tu veulx, 

Pour nostre nef conduire et mettre a port. 


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111 


Aide nous donc! Elle et moy nous metton 
3540 Entre tes mains pour nostre fait conduire, 

De macule conserve ta maison, 

Fay que puissons nous esbatre et deduire! 

Que soie ingrat, ne fault penser ou dire. 

Tu congnois bien la grande auctorite 
3545 Qu’ay en la court de Cesar, nostre sire; 

Ce n’est fable, mais pure verite. 

Tout ce de quoy requerre le vouldrß 
Pour et ou nom de toy sera parfait; 

Je te promes que tout bien absouldr6, 

3550 Je t’en baille ma foy, c’est asses fait, 

Mais plus y a, car par real effect 
Je te fere conte palatin estre. 

Bien desservi te sera ton bien fait, 

On te verra en bien fleurir et croistre. 

3555 De ce tiltre conte palatin 

A tousjoursmes jouyra ton lignage. 

Pour tant sur tout, soit au soir ou au matin, 
Te recommand Lucresse la tressage, 

Si fay je moy et oultre de avantage 
3560 Nostre loyal amour et bon renom, 

Aussi l’onneur de ton noble parage 
En ta foy soit, garde et protection! 

De tout te fay juge, arbitre et moyen; 

Tout est en toy, tout peulx faire ou defaire, 
3565 Je te supply, par tout regarde bien. 

Tout peulx saulver ou perdre du contraire.“ 
Lors Pandalus, quant eut ouy Taffaire 
D’Eurialus, a soubzrire se print, 

Quelque petit de pause voulut faire, 

3570 Puis a parier ce que ensuit entreprint. 


Juva fitfit ur et 
illam A me 
tuamque 
donium. 


i 7r 

Quidquid 
pecieriin im- 
petrntum tibi 
efriciam. 


Omnemque 
tu am posteri- 
tatem hoe 
titulo tfavi- 
surum Ar. 


Tu arbiter es, 
nmnia hec in 
te situ sunt Ar. 


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112 


Comment Pandalus respondit a Eurialus fort joyeulx de 
ce qu’il devoit estre eonte et comment lui promist les 

assembler, lui et Lucresse. 


i tir 

Noram hec, 
Kurialo, dixit, 
et utinam non 
aeeidissent 


3575 


„Euriale“, dist Pandalus, „je avoie 
Bien entendu des pieqa cest amour, 

Et te promet et jure que vouldroie 
Que ce ne tust avenu quelque jour. 
Mais, ainsi qu’as recite Sans sejour, 

La chose est ja en tel train parvenue 
Qu’il me convient trouver fagon et tour 
D’acomplir ce qu’as dit d’une venue. 


Nisi etnostrura 
ifcnuH efttci 
contumelns. OOOU 


3585 


Necessite de ton vouloir parfaire 
Si me coutrainct, se ne vueil mon lignage 
Estre a jamais infame sans retraire 
Et d'infamie estre mis au servage. 
Contumelies, scandales davantage 
I)e la venir pourroient, bien je l’entens; 
Maulx infinis en viendroient, c’est l’usage, 
Ce que eviter a mon povoir pretens. 


Ardct mulier 
sicut dixisti 


3590 


Je congnois bien que Lucresse est brulee 
Du feu d'amours, ainsi qu’as recite. 

Klle n’est point de soy dame trouvee; 

Se el n'a secours, je croy en verit6, 

Qu’el se occira par grand crudelitG 
De aucun glaive, ou qu'el se jettera 
Des fenestres embas. Se humanitö 
Ne la secourt, bien brief, tout gastera. 


Noc vite sibi 
nee honoris est 
cura 


3595 De sa vie el n’a eure ne soing, 

De son honneur encor moins, on le voit 
Evidemment: son grief mal et besoing 
M’a descouvert autant qu’as cy endroit. 
J’ai resiste: et la cuidoie au droit 
3G00 Sentier tousjours ramener et reduire 
En l’increpant ainsi que droit vouloit, 
Mais son propos eile veut tousjours suyre. 


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113 


J’ay essaie par moyens et tendu 
A refroider sa grant chaleur extreme, 

3605 Mais de certain j’ay en vain pretendu 
Et sur ce point ay failly a mon esme; 

Pale, foible devenue est et blesme, 

Tont desprise, vivant en grand esmoy. 

II n’est sirop, brevage ne cyroisme 
3610 Qui reconfort luy donne, fors que toy. 

Tousjours tu es en son courage escript, 
Mis et pose; tousjours eile te demande, 

Toy desirant comme paint et inscript 
Seul sans autre en son cueur de tresgrande 
3615 Affection, eile veult que je pretende 
La guerison de son mal importable; 

A l’une fois m’appelle, puis commande, 

Mais tousjours fait de toy quelque notable. 

Euriale escoute, je te prie! 

3620 Geste femme est par amour cliangee 
En tel fagon que on peut, je t’affie, 

Dire qu’elle est muee et estrangee, 

D’une fagon en l’autre transmuee. 

Ha, grant piti6 et grant douleur me tient, 
3625 Quant sa vertu ainsi voy comrauee 

De bien en mal: de rien ne me souvient. 

En la eite n’avoit plus chaste femme, 

Plus prudente, sans doubte, que Lucresse. 

Que nature, si excellente dame, 

3630 Au dieu d’amours a vertu et prouesse 

Si grandz donn6 que soudain, sans peresse, 
Peut es pensees des humains resider, 

C’est merveille: grant puissance et noblesse 
Lui a donnö pour plus hault presider. 

3635 A ce grief mal convient trouver secours, 
Combien que autre remede je n’y voy 
Que celluy que as trouve; c’est le recours. 
Mon plain devoir en ce cas je feray; 

8 


i 8» 


Lenire flam- 
mamstudui 4c 


Tu illi HPinDcr 
in ment« sedes 


Audi precor, 
Euriale, sic 
mul i er ex 
amoro inutata 
est etc. 


Nulla in urbe 
tota vel rastinr 
vel pmdentior 
4c. 


k lr 

Medendum est 
huic oßritudini 
4c. 


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114 


Ktfo, ut vitem 
infamiam &c. 


At, Eurialus 
inquit. 


k lr 


Non aperno, in- 
quit randaJus 
Ac. 


Quant il sera temps, je te appelleray. 

3640 Grace ne vueil, salaire ne loyer. 

De homme de bien l’office, com je croy, 

N’est salaire prendre sans meriter; 

Mais a la fin que je puisse eviter 
L’infamie que sur nostre famille 
3645 Pourroit tumber, vueil experimenter 
Bon remede par voye asses subtille. 

Et s’il avient que ce te soyt utille, 

Pour ce ne vueil quelque loyer avoir; 

II me suffist que par fa^on abille 
3650 Puisse a vos maulx, ainsi que entens, pourvoir.“ 


Comment Earialus de rechief promet a Pandalus le faire 

conte palatin. 

Eurialus respondit a Pandale: 

„Voy cy le bien et grace que en avras: 

Car, quoy que soit, qui qu’en sermonne ou parle, 
Conte, soys seur, palatin tu seras. 

3655 Se tu me crois, pas ne refuseras 

La dignit6, car eile est belle et haulte. 

Tousjours de plus en plus te esleveras, 

Mois je te pry que a ce fait cy n’ait faulte.“ 


Com me Pandalus faint ne rouloir estre conte par offlce 
de macreau, mais bien par nutre moien se possible estoit. 

Lors Pandalus a Euriale dist: 

3660 „La dignite je ne vueil refuser, 

Mais bien vouldroys que ce pas ne venist 
Par ce moien, s’on povoit aviser 
Liberaument que on la me peust donner 
Sans quelque esgard avoir a ce fait cy. 

3665 Je ne vouldrois honneur habandonner, 

Ce que ferois, quant il seroit ainsi. 


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115 


Se estre povoit que j’eusse a ton deceu 
Par mon labeur et diligence faiet, 

Que tu eusses, sans en avoir rien sceu, 
3670 De Lucresse tant a ton plaisir faict, 

Plus voulentiers eusse le tout parfaict; 

Ce neantmoins le possible feray, 

En faisant tant que joyeux et refait 
Te trouveras. Sur ce a dieu te diray.“ 

3675 Eurialas dist a dieu. de sa part, 

Telz parolles a Pandalus disant: 

„Puis que tu m’as par ta Science et art 
Le courage rendu, fay en faignant, 

Treuve moiens en bien dissimulant 
3680 Que nous soyons assembles et unis 
En quelque lieu; ne soyes delayant 
De Lucresse me bailler vis a vis!“ 


Sipotuiaaethoc 
te nesciente Ac. 


Et tu vale, re- 
tulit Eurialu« 
Ac. 


Pandalus lors a Euriale dist: 

„Ne te soucye, car joyeulx tu seras.“ 

3685 Grande joye en son cueur est et gist, 

Disant a soy: „De quoy te soucieras, 

Puis que l’amour d’ung si grant homme as?“ 

11 esperoit conte palatin estre, 

Plus desirant ce avoir, n’en doubtes pas, 

3690 Que moins semblant monstroit le vouloir estre. 


k 2r 

Pandalus letua 
ahiitquod tanti 
viri gratiam 
inveniaaet. 


L’acteur parle de aucuns hommes qui ont nature 

feminine. 

Aucuns hommes sont aux femmes parelz 
Lesquelles ont teile condicion, 

Quant on leur dit: ‘plaisir faire veilles,’ 

Elles en feront lors denegation, 

3695 Mais c’est a lors qu’elz ont devocion 

De parfaire ce dont elles sont requises. 

De Pandalus tel fut l’afection 
Par manieres et faintises exquises. 

8 * 


Sunt onim 
homine» qui- 
dam ut mulie- 
re» Ac. 


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116 


Hic lenocinii 
mercedem *or- 
titUH 08 t ot 
cetera. 


3700 


3705 


Pandalus eut de macreau le salaire. 
Bien tost apres fut conte palatin; 

De noblesse, pour mieulx le tout parfaire, 
Les ornemens receut a ung matin. 

Ce fut ass6s tire pour ung hutin; 

Sa lignee en est magnifiee, 

Portans habis de veloux et satin 
Aux plus nobles par tout parifiee. 


k 2* L’acteur monstre qu’il y a plusieurs manieres de noblesses 
et dont eile est reime et que eile a eu originelle naissance 
de pechö quaut a plusieurs, ainsi qu’il apert de Pandalus, 
et que pour les bieus mondains komme ne doit estre dit 

noble. 

En noblesse plusieurs degr&s y a, 

Et qui vouldroit de noblesse querir 
L’originel naissance, on trouvera, 

Comme je croy, se on veult bien enquerir, 

Que on ne savroit trouver ne requerir 
Noblesse, tant soit vieille de parage, 

Au moins bien peu, que on ne treuve venir 
Et proceder de peche ou de oultrage. 


In nobilitate 
inulti Hunt 
t^raduH. 


3710 


Cum eniin hos 3/15 

dici nobilon 
videarau» ©t 
cetera. 


3720 


Et comme ainsi soit que nobles tenons 
Ceulx qui les biens du monde ont a monceaulx, 
Et que a tart les vertus nous voions 
De rickesses compaignes, que dirons 
De noblesse le principe? Pourrons 
Estre en tous lieux veu tresadulterin, 
Degenerant de vertu, ce povons 
Par chascun jour voir au soir et matin. 


Hüne uBure 
ditaverunt, 
illum de. 


Par usures est l’un devenu noble, 
Riehe et puissant, et l’autre par pillage. 
3725 Et par traisons et poison tresinnoble, 
Par flateries, pathelins, cocquillage, 


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117 


Adulteres, macrelleries, bagage, 

Par bien mentir et toutes voies obliques, 

De la viennent a plusieurs avantage, 

3730 Noblesse, estas et par autres trafiques. 

Et les autres de leurs femmes houliers 
Sont pour avoir richesses sophistiques, 

De leurs Alles le sont a grans milliers, 

Plus que bourreaux infaitz par telz pratiques; 
3735 Et les autres leurs atins et apliques 
Pour les aucuns occire ont tendus, 

Charchans avoir richesses redupliques 
Par faulx moiens, par la loy deffendus. 

Ou trouveroit a peine lioms qui peust 
3740 Grans richesses justement assembler, 

Et ne vit on oncques faucheur qui eust 
Faulx tresample que pour tout arrabler, 
Toutes herbes recueillir et trencher. 

Grans richesses assemblent les mondains 
3745 Sans, d’ou viennent, penser ne regarder, 

Fors au nombre, se sont les communs trains. 

A toutes gens est plaisant ce vers cy: 
Dont tu ayes, nul fait question. 

Avoir convient, de ce ont peine et soucy; 

3750 Par pillerie ou faulse paction 

Ilz boutent hors loy, foy, devocion 
Pour amasser et devenir puissans. 

Quant de ducas avront plaine maison, 

Nobles seront, riches et triumphans. 

3755 Mais noblesse, par ces moiens aquise, 

C’est le loier de leur iniquite, 

Et se tout bien je remerabre et avise, 

Mes ancesseurs ont de nobilite 
Nom et armes de long temps aporte, 

3700 Pour ce esperner eulx ne moy ne vouldroye. 
Je ne les croy meilleurs avoir este 
Que les autres, quelque excuse que voye. 


k 3 r 

Quidam 
faciunt ex con- 
iutfe questum 
4c. 


Harns eat qui 
juste diviciaa 
conf^re^et 4c. 


Omnibus hic 
veraua placet: 
unde haben.*« 
querit nemo 


Que aic queaita 
nil eat aliud 
quam premium 
iniquitatis 4c. 


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118 


k 3" 

Sola excunabat 
antiquita.M quia 
non sunt m 
memoria. 


Non miror 
aureas veate» 
equoa Ac. 


Quem Bi qui* 
nohilem dixerit 
ipse flet Htul- 

tUB. 


k ir 

Non multia 
post diebus Ac. 


Antiquitß seulement les pourroit 
Aucunement excuser, pour qui sont 
3765 Hors memoire de plusieurs, on le voit, 

Car on ne scet dont teile noblesse ont; 

Voicy de ce mon opinion. Donc 
Nul n’est noble, s’il n’aime les vertus; 

I^e plus noble de sang les peches font 
3770 Devoir estre villain dit et sentus. 

Je ne loue vestemens d’or ne chiens 
Ne grans chevaux ne de servans grant suite, 
Les grans convis garnis de mes et biens. 

Les haulx palais, villes ou l’en kabite, 

3775 Fermes, estangs; haulte, moyenne justice, 

Parcs et forests, garennes ne prairies, 

Puis que komme fol les peut par injustice 
Toutes avoir, par ses grans pilleries. 

Et se aucun dit que tel est noble et digne, 
3780 Je vous promet que eil qui ce dira 
Doit et sera repute fol indigne 
Par eil qui bien la verite visera. 

Nostre mignon Pandalus en fera 
A tous la foy, qui par son macrelage 
3785 Fut conte faict; par ce bien infera 
Que fol estoit devenu et peu sage. 


L’acteur retonrne a sa matiere principale et monstre 
comment Pandalus emprunta la haquenee d’Eurialus pour 

Menelaus qui alloit dehors. 

Bien peu de temps apr&s ce que dit est, 

Les laboureurs et fermiers du mary 
De Lucresse eurent quelque interest, 

3790 Noises, debas. Menelaus marry 

Fut grandement, en son cueur espeury, 

Car on luy dist que apres boire ilz avoient 
Quelque ung d’entre eulx navre, tu6, murtry. 

Aller convient veoir comme ilz le faisoient. 


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119 


3795 Et pour icenlx apaiser fnt besoing 
Que ce mary Menelaus allast 
Par devers eulx, car de ce avoit soing. 
Lucresse lors, comme se bien soignast 
De la sant6 du mary et pensast 
3800 Le captiver, luy a dit qu’il estoit 

Grave, foible, que cheval qui trotast 
Dorenavant pas bon ne luy seroit. 

Elle luy dist: „Mon amy, empruntes 
Pour aller hors aucune hacquenee!“ 

3805 Aux assistens il dist: „Par tout sentes. 

Et que aucune me soit tost empruntee.“ 
Pandalus dist: „Je croy que en la contree 
On ne pourroit meilleure recouvrer 
Pour doulx aller, mieux passant ne acoutree, 
3810 Que une que ay veu a Eurial mener. 

Et si te plaist, je la te emprunterk“ 
Menelaus respond que c’est bien dit. 

Eurialus ne dist pas: „Non fere,“ 

Ains commanda, que plus tost fait que dit, 
3815 On amenast sans quelque contredit 
La haquenee; signe de joye receut, 

Car a parsoy secretement a dist: 

„La besongne mieulx avenir ne peut 

Menelaus, ce plaisir bien te vueil! 

3820 Sur ma beste, com je voy, monteras, 

Mais qui que en ay despit, feste ne dueil, 
Ainsi que mon cheval chevaucheras, 

En ta maison, quant, parti tu seras, 

Ta Lucresse pour toy chevauchere. 

3825 l)e ce marry estre ne deveras, 

Ce que ne peus parfaire, achevere!“ 


Opusque fuit 
ad ros compo- 
nendus Mene- 
laum proficisci. 


(«radarium ali- 
quem recipe 
coinmodatum. 


Si mo vis 
petere. Pete, 
inuuit Mene- 
laus Ac. 


k 4 ▼ 

Tu moum 
rquura asron- 
dos, Menelao, 
e<fo tu am uxo- 
rem equitabo 
Ac. 


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120 


Comment aprfes qne Menelaos fut party, Eurialus fnt 
jusqoes a mienuyt a l’uys de Locresse et ne povoit entrer 
pour le frere de Menelaus qui ne vonloit aller dorinir, 

jasoit ce que Pandalus de ce le cansast. 


Conventum 
erat, ut noctia 
ad horam quin- 
tum in vico Ac. 


3830 


Apointe fut que Eurialus vendroit 
A cinq heures a la rue devant l’uys. 
Se Pandalus chanter lors il oyoit, 
Signe seroit qu’il avroit bonnes nuys. 
Menelaus estoit desja partis, 

Les tcnebres de la nuyt aprochoient, 
Du ciel s’estoient les clertes departis. 
Par les rues peu de gens tournoient. 


Malier in 
cubili terapus 
uianebat 


3835 


3840 


Lucresse estoit sur son lit, attendant 
Que son amy Eurialus venist, 

Qui devant l’uys estoit ja tounioiant 
Et ne faisoit que atendre que on luy fist 
Le signe, ainsy qne Pandalus predist. 
Chanter ne ouoyt ne cracher l’expectant; 
L’eure passoit; Achates lors luy dist: 
„Alon nous en, de toy se vont gabant.“ 


k 5' 


T)umm 3845 

erat nimmt i 
recedere Ac. 


3850 


II estoit dur de partir a l’amant 
Et maintenant il charchoit une cause 
I)e demourer; l'autre cause querant 
Il delayoit le partir, faisant pause, 

Car de chanron ne oyoit verset ne clause, 
Pour Pandalus qui le frere doubtoit 
De ce mary, tenant la maison close; 
Entierement sur Lucresse guettoit 


Omne* uditu* 
flcxutabatur 
nc quid inaidia- 
rum fier**t 
noctevn trab« - 
bat inHoinncm 
Ac. 


Les entrees, portes, fenestres, huys 
Tenoit serrees ce frere saus doubtance, 

De regarder par tout il estoit duys. 

La nuyt passoit sans dormir par plaisance, 
3855 Quelque labeur qu’endurast ou souffrance 
Ne lui chaloit, mais que bon guet il fist. 
De ce avoit Pandalus desplaisance. 

Qui par couronx telz parolles luy dist: 


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121 


Comment Pandalns remonstre au frere de Menelaus qu’il 
e8t heure de aler coucher, affin que Eurialus entrast. 

„Nous yrons jamais en ceste nuyt 
3860 Coucher? vecy trop veille, ce me semble. 

L’eure passe, il est apres minuyt, 

Dormir me prent taut que mort je semble. 

Quant j’ay pense toutes choses ensemble, 

D’une chose me vois esmerveillant, 

3865 Que a ung viellart ta nature ressemble, 

Et si es tu jeune et gentil galant. 

Les vieilles gens, esquelz humeur default, 

Dormir ne pevent; trop consumö en eulx 
Est radical humeur, doubter n’en fault. 

3870 Quant vient le jour, lors sont fort sommilleux. 

Quant on se doit lever, ilz cloent les yeulx, 

Dormir veulent, c’est leur propre nature. 

Trop ressembler, ainsi que voy, leur vieux 
Contre raison; pas n’est ta nourriture. 

3875 Alons doncques dormir, je te supplie, 

Que valent taut de vigiles et soings?“ 

Lors le frere lui dist: „Puis qu’il t’enuye, 

Alons coucher; mais premier est besoings 
Que les portes de verroulx et de coings 
3880 Soient barries, pour que mauvais larrons 

Ne surviennent; mettre y convient les poings, 

Et puis apres coucher nous en yrons“. 


('omme le frere de Menelaus harroit les portes en la 

presenee de Pandalus. 

A la porte tont droit il s’en ala. 

L’une et l’autre serreure mist apoint. 

3885 Et la barre de l’uys il abilla, 

Une barre de fer vit sur ce point 
Que a grant peine deux homes en pourpoint 
Eusse[nt] leve: de ce barrer vouloit 
L’uys; ja soit que on ne l’en barrast point 
3890 Ou paravant, fermer il l’en cuidoit. 


Nunquam nc 
hac nocto eubi- 
tum ibimuH 


kf)v 

QuibuH niecituM 
somnum auf- 
1 « * r t « nunquam 
rioriniunt 


KamuH tune 
dormitun» 


Veniensque ad 
OHtium nunc 
Ac. 


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122 


k 6 r 

Quod po»t- 
quam ad- 
movere non 
potuit, iuva 
ine, inquit, 
Pandale 


Tum Pandalus: 
quid tu paraa 
Ac. 


Si furei» time», 
»at clauBum est 
Av. 


Quin ncapuln» 
doleo A cetera 




Mais quant il vit que trop pesant estoit 
Et que lever de terre ne la peilt, 

A Pandalus dist que, s’il lui plaisoit, 

II lui voulsist aider, mais il ne veult. 

3895 Eurialus tout cela oyt et sceut 

Disant: „C’est fait, se la barre est levee!“ 

De paour, qu’il a, le cueur lui tremble et deult, 
Car la porte trop eust este clouee. 

Lors Pandalus lui dist: „Que veulx tu faire? 
4000 II peut sembler que on te veult assiger! 

De tant barrer n’est cliose necessaire, 

Car en eite sommes ou n’a danger. 

Qui te viendra en ce lieu oultrager, 

Ou nous avons paix, repos et plaisance? 

4005 Nostre ennemy florentin deloger 

Ne te viendra: loing fait sa residence. 

Et se tu crains les larrons, trop est l’uys 
Barre; aussi si les ennemis sont 
En la ville, faire chose ne puis 
4010 Qui te puisse saulver, ilz te prendront 
En la maison, barriere froisseront. 

Si sage es, l’uis ainsi laisseras. 

Quant de ma part, les barres demourront; 

Aide de moy sur ce aucune ne avras. 

4015 Les espaules me deulent griefvement 
Et suis rompu du bas, pourquoy ne puis 
Chose lever ne moy aucunement 
A fais porter efforcer, dont je suis 
Tresdesplaisant, et se jamais cest huis 
4020 On ne povoit barrer, tant que de moy 
Ce gros barreau de fer y fust assis, 

Tousjours ainsi demourroit, par ma foy“. 


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123 


Comment le frere de Menelaus, mary de Lucresse, se 
ala coucher, et Lucresse mist Eurialus cn la niaison a 

grant peine. 

„Fy de telz gens“, dist ce frere a Pandale, 

De la tout droit dormir il s’en ala. 

4025 Eurialus, qui morfondu et pale 
Sur le pave estoit, ne se bouja, 

Ains dist de vray que une heure la sera 
Pour escouter, se aucun ouvrira l’uys. 

Son compaignon, a qui moult ennuya, 

4030 Le mauldisoit tout bas et vis a vis. 

Et ne tarda pas longuement apres 
Que Eurialus, par la feilte de l’uys, 

Vit Lucresse qui s'approcha plus pres; 

Au devant vint, comme entendre je puis, 

4035 A travers l’uys luy a dit: „Bonnes nuys 

Vous envoit dieu, ma doulce amie Lucresse!“ 
Espantee fut, de fuir eut avis, 

Puis s’appensa de demander: „Qui esse?“ 

Eurialus a sa dame et maistresse 
4040 Lors respondit: „C’est vostre amy loyal 
Eurialus: mon cueur et ma liesse, 

Ouvres moy l’uis, j’ay est6 cy aval 
Sur le pave toute nuyt, ou moint mal 
Froit et douleur ay souffert, sur mon ame. 

4045 Ouvres moy l’uis, par vouloir cordial, 

Je vous requier et supplie, ma dame!“ 

Lucresse bien la voix de son amant 
Lors entendit, mais doubtant la faintise 
El n’osa pas son huis ouvrir devant 
4050 Que secretes enseignes el avise, 

Aux deux amans congneues selon leur guise. 

A grant labeur les serreures ouvrit, 

Toute vertu, sens et puissance a mise 
A deffermer ce que l’autre clouit. 


k 6» 


Vah , satis eat, 
inquit, dormi- 
tumque ceaaifc 


Nec diu man- 
Hum oat cum 
per rimulam 
viaa eat 
Lucreaaia 


Kurialua tuua, 
inquit, aperi 
uiea voluptaa 
AC. 


k 7 r 


Apnovit IjU- 
rreaaia voccrn 
Ac. 


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124 


Sed quia pluri- 
ma ferramenta 
Ac. 


Noc hoc, ait 

Kurialus, ob- 

»tabit 


k Ir 


Muli er em 
medium 
amplexatiiN est 


Oculi« clauaif* 
simili» raortue 
j>er omnia 
videbatur Ac. 


4055 Mais pour ce qne les portes si estoient 
I)e plusieurs gros ferremens touroullees, 

Et que les mains fermeraent n’avoient 
Pas puissance des choses bien serrees 
A plain ouvrir, elz furent deserrees 
40G0 A demy pie d’ouverture ou viron. 

A Lucresse furent lors conferees 
Doubles vertus pour loger son mignon. 

Quant Eurial apperceut l’ouverture 
Qui estroicte et peu patente estoit, 

4065 Dist: „Je mettray mon corps a l’aventure“, 
Et en entrant il mist son cost6 droit; 

Son corps gresle, gent et mignon estoit, 
Mais de trop plus le fist gresle et habile. 
Dedens entra, amours lors lui aidoit, 

4070 A vrais amans n’est chose difficile. 


Comment Lucresse se pasnia et evannouyt entre les bras 
de Eurialus, des douleurs et plaintes qu’elle flst. 

II embrassa tresamoureusement 
Sa plaisance. sa dame et sa liesse, 

Dehors se tint Achates longuement 
Faisant le guet, qui moult au cueur le blesse. 

4075 Entre les bras d’Eurialus Lucresse. 

Fust de crainte ou de joye, se pasma. 

Elle devint pres que morte en la place, 

Pale, blesme; sans parier demoura. 

Les yeulx avoit clos la plaisant Lucresse 
4080 Et de tont point a morte ressembloit, 

Et n’y avoit de vie quelque adresse, 

Fors la chaleur et le poulx qui mouvoit. 

Eurialus qui ainsi la tenoit, 

Tont espante fut du cas de fortune 
4085 Et ne savoit que faire lors pourroit; 

II povoit bien adonc conter pour une. 


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125 


„Se je m’en fuy,“ disoit il, „on dira 
Que de sa mort seray cause, et diront 
Qu’en tel peril, nul ne contredira, 

4090 Ne la devois laisser, c’est ung mot ront. 
Se je arreste les varles qui ceans sont, 
Me trouveront; je suis de toutes pars 
Triste et perplex, scandale me feront, 

Je periray par coups d’espee ou dars. 


Si ubeo, inquit, 
mortis sum 
reus 


Comment Kurinlus fait invective contre nniours. 

4095 Ha fol amour, tant tu es maleureux, 

Plus as d’amer fiel que de doulceur! 

L’absince n’est si amer, si m’aist dieux, 

Comme tu es! trop m’as fait de rigueur! 

En quans perilz et dangiers par foleur 
4100 M’as tu ja mis et offert en mains lieux 
Et a quantes manieres par fureur 
De mort m’as tu livre, jeunes et vieulx! 


k 8 r 

Heu simor in- 
felix. qui plus 
fellis uuam 
muH in nahes 
Ac. 


Se seulement respit, comme j’entens, 

Que entre mes bras rendisses pale et morte 
4105 Celle de qui toute ma joye j’atens, 

Que ne m’as tu occis devant la porte, 

Plus tost que ainsi par tresestrange Sorte 
Tout mon plaisir et joye esvanouir, 

Ou a beste cniele, dure et forte 
4110 Comme ung lion, livre pour moy gloutir? 

J’eusse de trop plus voulentiers ame 
En son giron mourir et trespasser 
Que son gent corps entre mes bras pasrne 
Fust en ce point pour ceste vie laisser.“ 

4115 Amour vainquit l’amant, car delaisser 

Ne la voulust, quelque dangier qu’il vist; 

Mieulx eust am6 de ceste vie passer 

Que abandonner celle ou tout son cueur gist. 


Hoc nunc 
restabnt ufc 
meis brachiis 
fcminam 
examinares 


Heu quam 
optabilis erat 
in hujus mo 
potius gremio 


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126 


Elevans altius 
corpus atque 
desosculatus 
raadidus la- 
crimis Ac. 


4120 


4125 


II la levoit sur bout a sa puissance. 

En la baisant de lermes l’arousoit, 

Et lui disoit: „Mon bien, ma souvenance, 

Tout mon plaisir, ce que dire on pourroit, 

Ou estes vous? ouvres icy endroit 
Vos oreilles! que ne respondes vous? 

Que ne ouyes vous ce que mon cueur con^oit 
De deul et pleurs, tout pour l’amour de vous? 


k 8* 

Aperi oculos, 
obt»ecro,meque 
respice Ac. 

4130 


Ouvre les yeulx, regarde ton amant, 
Ma volupte, ma plaisance, ma joye! 

Je te supply, regarde moy devant 
Que je meure! se ainsi est que je doie 
Mourir icy avec toy, que je soye 
D’un ris tout seul de la bouche esjouy, 
D’un petit ris tel que avril le souloie. 
Devant ma mort sere tout resjouy. 


Tuushicassum 4135 

Kurialus Ac. 


4140 


C’est ton amy Eurial qui cy est, 

Cil proprement qui te tient embrassee; 

Je me esmerveil ou ton cueur present est, 
De ainsi estre dois estre lassee! 

Helas, mon cueur, mon confort, ma pensee, 
Es tu dehors ou si tu dors ainsi? 

Ou pourroy je te trouver? si passee 
Une fois es, mourir me fauldra cy. 


Cur, si mori 
voleb&s, non 
monuisti 

4145 


4150 


Se ainsi estoit que eusses ferme propos 
De ainsi mourir et venir a la mort, 

Tu povois bien cela, com je suppos, 

Me reveler, affin que par accord 
Je me feusse avec toy, pour confort, 

A mort livre, c’estoit ma de[s]tinee. 

Autre secours, remede ne confort 
N’eusse charche pour femme qui soit nee. 


Nisi me audis, 
en jam latu9 
meum aperiet 
gludius 


Se tu ne veulx mes paroles ouir, 

De mon glaive bien fourby et trenchant 
Le mien cost6 tu me verras ouvrir, 

Nous deux avrons une mort depeschant. 


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127 


4155 Ha ma vie, ma doulceur, que ayme tant, 
Mes delices et ma seule esperance, 

Tout mon repos et mon bien accroissant, 
Mourras tu cy sans aucune allejance? 

Ouvre les yeulx, leve le chief en hault, 
4160 Pas encores n’es morte, comme je croy! 

Je regarde que as le corps encores cliault 
Et que aspires l’air en tirant a toy: 

A quoy tient il, que ne parles a moy? 
M’as tu mande pour teile chere me faire? 
4165 Sont ce les joyes que avecques toy reqoy, 
Me donras tu nuyt si aigre et contraire? 

Mon seul repos, lieve toy promptement 
Et regarde ton loyal amoureux, 

Ton Eurial et ton alegement, 

4170 Qui te tient cy transi et douloureux!“ 
Quant eut ce dit, un fleuve de ses yeulx 
Abundamment de lermes descendit 
Dessus le front de Lucresse amoureux 
Et les temples toutes moullees rendit. 


Comment Lucresse retourna de pamaison et 
eyennouyssenieiit et des parolles qu'elle dist a Eurialus. 

4175 Et tout ainsy que se on eust d’eaue rose 
Front et temples arouse doulcement, 

Aussy comme en grief dormir enclose, 

Se resveilla et tresbenignement 
Sur son amy eile getta son voyement. 

4180 „Helas^, dist eile, „mon amy, quelle part 
Puis je avoir este si longuement, 

Comme si mort m’eust frapee de son dart? 

Que ne m’as tu icy laisse mourir 
Ent re tes bras, ce m’eust este plaisant! 

4185 Bien euree on me avroit peu tenir, 

Se entre tes mains mon esperit languissant 


1 lr 

Aperi oculos, 
eleva cnput, 
iiondum mor- 
tua ea Ac. 


AaaurgG, oro, 
requieamea Ac. 


Quihua tam- 
qtiam roseis 
aquifi Ac. 


1 1 * 

Cur ine non 
potius obire 
ainisti 


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128 


Eusse rendu, sans estre deloiant, 

Ains que fusse de avec moy departi! 
Car le depart me sera moult poignant 
4190 Et ou glaive de la mort converti.“ 


Comment len deux amans se allerent coucher ensemble 
aprfes la tribulacion dessusdicte et des parolles qu’ilz 

disoient l’ung a l’autre. 


Cum sic in- 
viam fantur, in 
thalamum 
pcrffunt etc. 


4195 


En devisant ainsi que dit avons, 

En la chambre monterent les amans, 

Et si eurent, ainsi que nous croions, 
Autelle nuyt qu’eut Paris bien visans 
Quant Heiaine plaisant et jeune de ans 
Es navires eut mise aussi posee; 

Du jeu d’amours les esbas conduisans 
Furent autant que dura la nuytee. 


Tamque dulcis 
nox ista fuifc Ac. 


4200 


4205 


Et leur sembla la nuyt si amoureuse, 
Doulce et plaisant, et chascun d’eux disoit 
Que Mars n’avoit point eu nuyt si eureuse 
Avec Venus com chascun d’eux avoit. 

Car Eurial Lucresse appelloit 
„Ganimedes“ et „son doulx Ypolite“, 

Puis „mon plaisant Diomedes“ nommoit 
Pour louenge d’amours, tiltre et merite. 


1 2 ' 


Tu micbi Poli- 
xen iih es, Eu- 
rial us refore- 
bat A. 


4210 


Eurialus par semblable fa<jon 
Sa Lucresse „Polissene“ appelloit, 

„Mon Emylie, ma Venus de renom,“ 

Puis la bouelie et les joes lui baisoit, 

Et ses beaulx yeulx treslumineux louoit, 
Puis en levant parfois la couverture, 

Les beaux secretz, que jamais veus n’avoit, 
II comtemploit par diligente eure. 


rius, dicebat, 4215 Puis il disoit : „Je treuve plus de biens 

invenio quam 

putarem Kn ce gent corps que on ne pourroit penser, 

Quant Diane, se le cas bien retiens, 

En fontaine se voulut abaisser 


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129 


Et que Anthion la vit illec baigner, 

4220 Elle estoit lors teile, se ra’est avis; 

Plus beaux membres on ne savroit trouver 
Ne mieux formes, plus blans ne plus der vis. 

J’ay racliate tous dangiers et perilz, 

II n’est cliose que pour toy ne souffrisse. 

4225 0 poictrine plus blanche que le lis, 

0 mamelles tresplaisans, ferme cuisse, 

A cette fois je vous ay, sans que on puisse 
Moy empescher, vous estes en mes mains, 

Corps et membres souffisans pour un prince, 
4230 Et fust il duc ou roy tressouverains. 

Content serois de mourir et mieulx vault 
En ceste joye, si plaisant et nouvelle, 

Que d’attendre de fortune l’assault, 

Qui me pourroit calamite morteile 
4235 Livrer apres et de ma damoiselle 

Et son gent corps prendre par quelque effort.“ 
Puis il disoit: „Mon cueur, ma jouvencelle, 
Vous tienge ou non ou se songe ainsi fort? 

Est veritable ceste plaisance ou non, 

4240 Ou si je suis hors moy, ainsi ravy? 

Certes nenny, ce n’est pas fiction, 

Je ne songe ne reve, il est ainsi! 

0 doulx baisers sans reproche ne fy, 

I)oulz acolers, morsures melliflues! 

4245 Plus eureux n’est komme, je vous affy, 

Que moy vivant, marckant parmy les rues. 


Com 


II 


ent Eurialus se complaignoit de la nuyt qui estoit 
trop courte; il parloit a Apollo et Aurora. 


Las, les heures sont trop briefves et courtes! 
Envieuse nuyt, pour quoy t’en fuis tu? 

Sire Appollo, puis que es enfers te boutes, 

4250 Arreste t’y, pourquoy te hastes tu? 

9 


Jam redemi 
pcricula Ac. 


Nunc mori 
faciuH Aceteru. 


1 2r 

Vera no ista 
voluptus est 
etc. 


Sed heu, quam 
veloces höre, 
invida nox, 
fingis Ac. 


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130 


Tes clievaulx n’ont quelque repos, si tu 
De repaistre ne leur donne loisir; 
Tousjoure ilz ont le col au jou tendu, 
Arreste les, s’il te vient a plaisir! 


Da michi noc- 4255 
tem ut Almene 
dedisti 


4260 


Je te suppli, donne moy teile nuit 
Que tu donnas a la plaisant Almene! 

Las Aurore, qui t’a faict si grant bruit 

Que de Titon le logis et demaine 

As si soudain laisse? ce m’est grant peine. 

Se autant plaisoie a Titon que Lucresse 
Me plaist, pour vray, a trop plus longue alaine 
Te dormirois comme dame et maistresse. 


13 ' 


Haud tarn 
mane sur^ere 
to permitteret 
Ac. 


4265 


.4270 


Si tresmatin lever ne te lerroit, 

Au pres de luy te tiendroit voulentiers. 
Oncques ne vy nuit, quant a mon endroit, 
Qui si courte me semblast plus du tiers, 

Si ay je este es contrees et sentiers 
De Bretaigne et de Dacie aussi. 

A Dieu pleust il que la nuyt trois quartiers 
Eust encores, je seroie sans soucy!“ 


Comment Lucresse se complaignoit pareillement de la 

nuyt qui si tost passoit. 


Sic Eurialus, 
ncc minora 
dicehat 
Lucressia Ac. 


Eurialus ainsi se complaignoit 
De la eierte du jour, qu’il avisa, 

Et Lucresse pas moins si n’en faisoit, 
Oncques ung seul baiser ne postposa 
4275 Ne parole ne obmist; si bien Visa 

Qu'elle ne rendist a tout sa recompense. 
Se Tun estrainct, l’autre aussy bien serra, 
Soy reposans quant sont las de la dance. 


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131 


Comment les amans se fortifioyent pour les esbas d’amours 
acomplir a la maniere de Anthens, filz de la lerre. 

Mais tout ainsi que Antheus se levoit 1 3» 

4280 Plus fort apres qu’il n’estoit par avant sedutAnthous 

Quant sur terre son corps couche avoit, vaiidior ro- 

Pareillement Lucresse et son amant surKt “ 

A la jouste d’amours si tresavant 
Fors et joyeux entre eulx se combatirent, 

4285 Que si l’un est bien chault, l’autre est suant; 

Ou fait d’amours leur devoir granment firent. 


Comment Eurialus s’en ala et par plusieurs fois aprbs 

s’amye Lucresse vint veoir et visiter. 

Et la nuit estoit toute parfaicte, 

Quant Aurore ses cheveulx esleva 
De la grant mer; pas ne fut imparfaicte 
4290 De deux amans la joye, quant eile leva. 

Eurialus sur ce point s’en ala. 

Et peu de jours apr£s trouva fagon 
Que ces esbas amoureux recouvra. 

Si metoit l’en gardes a grant foison. 


Nocto poraeta 
cum erines 
Huoa cx oceano 
Ac. 


4295 Mais amours tout vainquit et supera sed oram 

/-v . , . . . superavit anior 

Qui la voye trouva facilement ac. 

Par la quelle les amans assembla. 

Et les unit tresamiablement. 

Cesar voulut aler finablement 
4300 Vers Eugene, qui pape lors estoit; 

Car avec luy tresacordiablement 
Par bonne paix consilie s’estoit. 


Comment Lucresse sceut par quelques moyens que 
l’empercur s’en vouloit aler a Romme, ce que Eurialus 

luy celoit, dont eile fut desplaisante. 

Lucresse sceut asses tost l’entreprinse; 

II n’est chose que amour bien n'aper^oive. 

4305 Qui est celluy qui savroit par faintise 
Tromper amant, que tantost ne congoive 


1 4 ' 


Sentit hoc 
Lucretia, quid 
enim non 
sentit ainor 



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132 


La fallace ou en cueur ne regoive 
Quelque signe de ce declaratif? 

Lucresse fist. ains que menjusse ou boive, 
4310 Lettres a son amant de cueur actif. 


Coniment Lucresse escript a Eurialus qu’il luy veult 
celer son partement et les complaiutes (l’elle. 

si posset „Se je povois contre toy me marrir 

nnimus meu« . 

ira*ci tibi Et que mon cueur ce peust faire et courage, 

Je le feroLs pour ung seul desplaisir 
Que j’ay conceu present, soit fole ou sage, 

4315 C’est de ce qu’as par faintise ou oultrage 
Dissimule et teu ton partement; 

Mais mon esperit, pour perte ne dommage, 

Ne te savrait hair apertement 


Araat te quam 
me mntfis 
»piritus meus 
de. 


Las, mon esperit plus que soy mesmes t’aime 
4320 Et ne se peut encontre toy mouvoir, 

Helas mon cueur que tant cheris et ame, 
Pourquoy m’as tu ainsi cel6 le voir 
Du partement de Cesar, sans m’avoir 
Premierement de ce fait avertie? 

4325 En ce faisant, eusse fait ton devoir. 

Dure sera pour moy la departie. 


mu?eb?B i»cio s ?*y asses que tu ne demourras 

* 0 .’ Pas derriere, quant Cesar partira. 

Las, je te pry, dy moy que tu feras 
4330 De moy lasse? quant ainsi t’en iras, 

Que feray je? qui reconfortera 

Mon dolent cueur? certes, se tu me laisses, 

Deux jours entiers en vie ne sera, 

Soys en tout seur, veu t’en foys et promesses. 


Per ergo has 4335 

littoras mois 
lacrimis 
madidas 


Je te supply par ces lettres qui sont 
De mes larmes plaines et arousees, 

Par ta dextre et foy, lesquelz m’ont 
Ou paravant par toy est6 baillees, 


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133 


4340 


Si aucun plaisir je t’ay fait es journees 
Du temps passe, et si aucunes doulceurs 
As avec moy prinses ue recou vrees, 
Ay[e]s mercy de mes maleureux pleurs! 


Ayes mercy de la povre amoureuse 
De tont mal eur et calamit6 plaine! 

4345 Je ne requier chose trop ennuieuse, 

Que demeures; mais avec toy me maine! 
Je faindrä bien ung jour de la sepmaine 
Que en Betheleem hors ville aller vouldre. 
Une seule vieille, que avec moy maine, 
4350 Pour compaignie me faire je prendray. 


Fay tant que deux ou trois de tes servans 
Soient la tous pres pour mon corps recueillir. 
Pas grant labeur n’y a . . . [ajsavans 
A rober ce qui aide a se ravir. 

4355 Craindre ne fault deshonneur advenir. 

Le filz Priam eut par ravissement 
Heiaine et si en fist a son plaisir; 

De leurs amours jouyrent longuement. 

A mon mary ne feras quelque injure 
4360 En ce faisant; certain sois et asseur 
Qu’il me perdra aussi bien, ce te jure, 

Se me laisses, la mort. le fera seur; 

Car de ma main, a bon ou mauvais eur, 

Je me occiray, j’en feray le depart 
4365 De mon mary et de moy. C’est l’erreur 
Ou me boutes, se tu n’y prens egart. 

Ne me vueilles estre si trescruel, 

Ne me laisser ainsi mourir seulete, 

Qui t’ay chery autant que ay fait mon oeil, 
4370 Et plus que moy aym6, c’est ma desserte! 

Se par toy suis ainsi laissee deserte, 

Lasche amoureux on te reputera. 

Emmaine moy, soit a gaing ou a perte, 

Cela mon cueur du tout confortera.“ 


Miserere infeli- 
cis amanti« Ac. 


1 5 r 

Assint illic duo 
vol tres faniuli 
ex t ui» A cetera. 


Non in- 
juriaberis viro 
meo, is enirn, 
Ac. 


Sed noli tu es so 
rrudelia Ac. 


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134 


1 5 * 

Ad hec 
RurialuB in 
hone modum 
rcBcripsit: cc- 
Javi te, mea 
LucresBia 


Nec Cesar sic 
reeodifc ut non 
sit revereurus 


Quod »i Cesar 
aliam viani 
fccerit 4c. 


Errabundoque 
similem mc 4c. 


Comment Enrialns escript lettres a Lncresse consolatives; 
des complaintes qu’elle faisoit par ses dessnsdictes 

lettres. 

4375 Eurialus aux lettres respondit 
En la forme qui ensuyt cy apres: 

„Ma Lucresse, m’amour, pas ne t’ay dit, 

Ains t’ay cele mon parti r par exprfes, 

Pour que, devant que ne feussons tous pres 
4380 De deloger, n’eusses affliction. 

Se congnois bien tous les meurs a peu pres, 

Trop te crucie sans moderacion. 

Cesar ne va de ceste ville hors 
Sans revenir; icy retourneron. 

4385 Quant de Romme retournra, suis recors, 

Doubter n’en fault, que par cy passeron. 

C’est le chemin, au moins, pres ou viron 
Pour retourner droit en nostre pays, 

Plus tost cent lieux de pays forvoyrion. 

4390 De ce, pour dieu, si fort ne te esbays! 

Et se Cesar prenoit autre chemin 
Et que par cy ne voulsist. retourner, 

Se je suis vif par le vouloir divin, 

Avecques toy m’en viendre sejourner, 

4395 Ne me vueillent les dieux jamais donner 
Grace d’entrer en ma terre et pays, 

Se ne revien vers toy sans delayer, 

Et deusse je du prince estre hays. 

Veullent les dieux que ne cesse d’errer 
4400 Et fourvoier, sans tenir voie ne sente, 

Ainsi que fist Ulixes, ains que entrer 
En son pays por dix ans, se me absente . 

Si loing de toy pour bien avoir ne rente, 

Que ne viengne voir mes doulces amours! 

4405 Respire donc. ma mignonne tresgente. 

Laisse toutes afflictions et plours, 


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Pren courage et tes vertus resume! 

Ne te maigris, mais viz joyeusement! 

De toy ravir ass6s certes presume 
4410 Qu’il en viendroit grant inconvenient. 

Ce touteffois ferois je liement, 

Je ne sarois avoir plus grant plaisance 
Que nous feussons continuellement 
Ensemblement pour faire demourance. 

4415 Mes touteffois mieulx vault ä ton honneur 
Conseil donner que suyvir ma plaisance; 

A ce faire me oblige la valeur 
Et la bont6 de la foy et constance 
De laquelle m’as baille alliance. 

4420 Conseil te doy donner bon et loyal 
Et a ton fait mettre tel pourveance 
Qu’il n’en puisse advenir quelque mal. 

Tu congnois bien que tu es noble dame 
Et mariee en moult noble maison. 

4425 On ne savroit trouver plus belle femme, 

De ce par tout as le bruit et renom. 

Es Ytalies ne vole pas ton nom 
Tant seulement, car les Teutoniens 
Et les Boesmes font de toy mencion 
4430 En te louant, et les Panoniens. 

Tous les peuples des parties d’occident, 
Pareillement ceulx de septentrion 
Font grant feste de toy, ce est evident, 

Hz congnoissent ta beaulte et renom. 

4435 Se te ravis, — mencion ne faison 

De mon honneur lequel contemneroie 
Pour ton amour — regardons ta maison 
Et tes amis, que je vilenneroie! 

De quelz douleurs seroit ta bonne mere 
4440 Pointe et navree! cela consideron. 

Tant eile avroit au cueur douleur amere! 

Et puis de toy qu’on diroit, avison! 


1 6r 

Heu ainor in- 
felix qui plus 
felüs quam 
mellis nahes 
etc. 


Hoc nunc 
restabat ut 
meis brachiis 
feminam 
oxaminares. 


Heu quam 
optabilis orat 
in hujus me 
potius gremio. 


Kl oy ans altiua 
corpus atquo 
desonculatu* 
madidun lacri- 
mii Ac. 


1 6 * 

Quibus dolori- 
bus matrem 
puntfercM. 


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136 


F.cco Lucre*- 
wiaui que Bruti 
coniuffe cantior 
Ac. 


Heu, mo 
q iiantus 
meror A cetera. 


Nec unquam to 
laudata fuisti 
quantum vitu- 
porarcnt 


1 7 r 

Is* me viru m 
fecit potentem, 
divitem etc. 


Par le monde quel parier, quel blason 
Seroit de toy, on ne le saroit dire, 

4445 Doubte ne fays; car ce seroit raison 

Qu’on ne pariast plus que on ne peut escrire. 

Vecy les motz que dire l’en pourroit: 
Voiez, pour dieu, ceste grande merveille 
De Lucresse, que plus chaste on tenoit 
4450 t^ue de Brutus la femme bonne et belle. 

Et meilleure que la sage et tresbelle 
Penelope! eile suyt ung ribault! 

Elle a son pays, amys et parentelle 
Abandonnes, moult avoit le cul cliault! 

4455 Las, que de deul avrois et desplaisir, 
Quant je oroye de toy telz sermons faire! 
Encor n’avons, graces dieu, que plaisir; 
Nostre amour est secret et de bon aire. 

II n’est homme qui ne te vueille faire 
4460 Biens et honneur, on te loue par tout. 

Se rapine de toy voulois parfaire 
Et t’en mener, je troubleroie tout. 

Tu n’euz oncques bonnes louenges tant 
Que tu avrois de blasme et vitupere. 

4465 Mais or laissons le bon nom, qui vault tant, 
Et avisons comment se pourroit faire. 
Impossible seroit, ne le fault taire, 

Que nous peussons de nostre amour user, 

Car a Cesar Service me fault faire 
4470 A toute heure, ce ne puis refuser. 

Cesar m’a fait homme riebe et puissaut, 
.le ne le puys ainsi abandonner 
Sans ruine de mon estat: pourtant 
Provision fault sur ce point donner, 

4475 Se le laisse pour bien tout ordonner, 
Decentement tenir ne te pourroie. 

Si je me veil a court suyvre adonner, 
Licitement tenir ne te savroie. 


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137 


Tu n’avrois repos ne jour ny heure, 

4480 Tousjours d’un lieu en l’autre remuon. 

Je ne vis onc a Cesar tel demeure 
Ne si longue, en lieu ou nous feusson, 

Faire qu’il a cy faite, pour raison 
De la guerre qui a ce l’a contrainct. 

4485 Si me snyvois, c’est la mode et fai’on, 

Pour publique femme gens te tiendroint. 

Avise bien, quel deshonneur seroit 
Autant pour toy que pour moy, je te prie. 

Pour ces causes et raisons cy endroit! 

4490 Treshumblement de bon cueur te supplie 
Que tu vueilles ceste merancolie 
Loing de ton cueur bouter hors, et trop mieulx 
A ton honneur conseiller, sans folie, 

Par bon conseil et vouloir curieux. 

4495 Et peilt estre que ung autre, qui seroit 
De toy autant amoureux que on peut dire, 

Ce conseil cy pas ne te donneroit; 

Mais te priroit grandement de le suyre, 

Pour qu’il usast de toy, tandis que rire 
4500 Et passer temps avecques toy pourroit, 

Sans regarder qui peult aider ou nuyre 
Fors seulement au plaisir qu’il avroit. 

Mais tel amant ne seroit pas loyal 
Ne vray amy, quant plus tost ameroit 
4505 Sa volupte, en conseillant tresmal. 

Que bon renom du quel ne lui chauldroit. 

Ma Lucresse, je te conseile droit 
Et advertis de ce qu’est prouffitable 
A tout honneur et salut cy endroit, 

4510 Je te supply, prens mon conseil notable! 

Demeure icy, je te prie humblement, 

De mon retour ne fay quelque doubtance! 

Ce qui sera pour le gouvemement 
Des Etrusquins a faire, j’ay fiance, 


Nulla quies 
esset, omni die 
castra move- 
inuH. 


Unde quantum 
esset michi ot 
tibi decoram 
etc. 


Ali us fortassis 
mnator aliter 
sii:ul« a tur Ae. 


1 7 * 

Sed in non 
esset amator 
verus. 


Mane hic, ro^o, 
ne me dubita 
rediturum Ac. 


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138 


4515 Que l’empereur. qui devant tous m’avance, 
Commission et Charge me donra 
Par tout mettre si bonne pourveance 
Que de ton corps le mien joyeux sera. 


I)abo operain 
ut to frui etc. 


4520 


4525 


Je feray tant, sans [que] quelque dommage 
Tu encores, que a nostre aise rirons. 

A dieu te dis, ma mie, sur ce passage 
Vy et me ayme! quelque fois nous dirons 
Aut re chose, mais de ce te prions 
Que ne croies que moins brule que toy 
Du feu d’amours, car plus que toy ardons. 

A dieu te dy, souvienne toy de moy!“ 


Comment Lucresse fnt consolee et acquiessa an conseil 

de Eurialns qui sagement la conseilloit. 


1 Sr 

Aquievit hi» 
mulier et 
imperata fac* 
turani ro- 
»cripHit 


Lucresse ass6s voulentiers acomplit 
Ce que Eurial lors rescript lui avoit, 

Et peu de jours apres Cesar partit; 
4530 Vers Romme ala: Eurial le suyvoit. 

Quant a Romme furent, croire l’en doit 
Que Eurialus fut de fievre saisi, 

Qui durement nuyt et jour le vexoit. 
De amour ardoit et de la fievre aussi. 


Comme Enrialus fut malade a Romme apres son parte- 
ment et ne povoit guerir par quelque conseil de medecin. 


Cum jam vires 
amor ex- 
ton nässet 


4535 Amour l’avoit d'ung coste fait si foible 
Et la fievre tant presse d’autre part 
Que il estoit si deffaict et endable 
Par les douleurs de mal qui brule et art, 
Que a peu s’en fault que Tarne ne part. 

4540 Les medecins la vie ou corps lui tiennent 
Par cliascun jour Cesar va celle part 
Le visiter, quelque affaires qui viennent. 


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139 


Comment Eurialus fnt revalide si tost qu’il ent en lettres 

de Lncresse. 

Comme son filz reconforter l’aloit, 

Et de Apolin toutes les medecines 
4545 Par curieux estude luy faisoit 

Bailler: affin que de sante les signes 
Peust recouvrer: mais oncques si tresdignes 
Ne vaillables receptes ne trouva 
Que les lettres de Lucresse, ou dignes 
4550 Et louables nouvelles recouvra. 

Car il congneut par les lettres a plain 
Qu’elle vivoit et que estoit en bon point, 

Et de cela fut son mal ponr certain 
Diminue en tel fa?on et point 
4555 Que sur ses pi&s il revint si apoint 

Qu’il fut present, quant Cesar sa couronne 

Print, et receue gent[e] et [a]coint 

Fut par Cesar fait qui tel honneur donne. 

Quant Cesar fut de Romme delog6 
45G0 Et qu’eut tire son chemin vers Peruse, 

Eurialus estoit encores löge 

En la eite de Romme, ou pas ne muse; 

Car il voulut la maladie incluse, 

Qui encores pas guerie n’estoit, 

4565 Estre du tout hors mise sans cabuse. 

Moult bien savoit que apr^s faire devoit. 

Comment Eurialus, aprfes qu’il fut guery, retourna a Senes 
pour voir Lncresse, ainsi qu’il ini avoit promis. 

Car de Romme a Senes se tira, 

.Ta soit ce qu’il fust povre, maigre et pale; 

Quant arrive fut la. moult desira 
4570 A Lucresse parier en chambre ou sale. 

Il la peult voir, mais la chose fut male, 

Car de parier moien trouver ne peut; 

Fortune ainsi les amoureux ravale. 

# 

Joyeux les fait ou tristes quant eile veult. 


1 s* 

Et quasi tilium 
solabatur. 


LucroHBic 
scriptum quo 
viventem illam 
et sospitein 
cotfnovit A ca. 


Posthac cum 
(’esarPerusiam 
Ac. 


m 1 r 

Exindn Scnas 
venit et cetera. 


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140 


Epistole pluros 
utrinquo misse 
sunt. 


m 1 ▼ 

Nunguam 
tanta aulccdo 
in convorsando 
A. 


Oeulos alter in 
alterumjererat 
Ac. 


Comment ilz ne peurent parier ensemble qne par lettres. 

4575 Plusieurs lettres furent faictes par eulx; 

Tant d’ung coste que d’autre escrivoient. 

D’eux enfuir il fut traicte entre eulx, 

Quant ilz virent que joindre ne povoient. 

Et par trois jours d’escrire ne cessoient, 

4580 Puis Eurial, voyant que entrer ne peut, 

Avec lermes qui des yeulx lui couroient, 

Son partement faire savoir lui veult. 


Comment les deux amans enrent plus de deul a departir 
qu’il ne avoient eu de joye a converser ensemble. 

Onques n’eurent les amans tant de joye, 

En conversant ensemble par amour, 

4585 Qu’il receurent, foy que doy saincte Avoye, 

Au departir de tristesse et doulour. 

Lucresse estoit toute remplie de plour 
Aux fenestres, voyant son amoureux 
Par les rues en moult. piteux atour 
4590 Sur son cheval, triste et calamiteux. 


Comment Lucresse cheut pasmee, quant eite eut perdu la 

veue de son amy qui s’en aloit. 

L’un sur l’autre avoient gette les yeulx, 

Se Tun ploroit, 1’autre n’estoit pas moins 
De lermes plain; de douleur sont tous deux 
Si fort remplis, angoisses et estraincts, 

4595 Qu’il peut sembler que des Sieges humains 
Leur cueur se doit arracher et sortir. 

Plus aspre n’est le dart tresinhumains 
De mort que fut des amans le partir. 


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141 


Comment la douleur que eurent les deux amans a departir 
semble estre plus grande que la douleur que aucun parti- 

culier a a mourir et les raisous de ce. 


Se aucun ue scet quel peine on peut sentir . 
4600 Quant de la mort viennent les durs assaux, 

Luy plaise un peu, sans vouloir dissentir, 

Des deux amans les angoisses et maulx 
Viser, aussi les peines et travaulx 
Que a departir eurent nos deux amans. 

4605 II trouvera, se a juger je ne faulx. 

Qu'ilz souffrirent plus que mort endurans. 


m 2 r 

Si quin de obitu 
quantus ait 
dolor itfnorat 
4 cetera. 


La raison est bien clere a toutes gens: 
Car l’ame envis du corps veult departir, 
Pour qu’elle aime, sans estre negligens, 

4610 Ce corps mortel du quel ne veult sortir; 
Mais quant absent est l’esperit, plus sentir 
Ne peut le corps ne peine ne misere. 

Quant deux ames sont joinctes, sans mentir, 
Plus au partir ont de peine et de haire. 


Dolfit nnimua 
in morte 4c. 


4615 Et de tant est plus dur le departir 
Que chascun des amans est plus sensible. 

Les deux amans avant leur departir 
Ung seul esperit avoient indi visible. 

Et d’une ame, par euvre perfectible, 

4620 Estoient deux corps soustenus sans doubtance. 
Aristophon, s’on veult, en est credible; 

Qui ne le veult froire, si face instance. 


Tanto ponoaior 
o»t separatio 
quanto aensi- 
bilior 4c. 


Par les moyens que j’ay recites cy, iuquc non 

L ame de 1 un des amans ne laissoit ab animo. 

4625 Pas l’autre, ains, si bien avise cy, 

Ung seul amour en deux trenche estoit, 

Ung cueur en deux parties se divisoit. 

L'une partie de Tarne si s’en va, 

L’autre, pour vray, d’ung cote demouroit, 

4630 Et tous les sens de partement sont la. 


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142 


m 2* 

Et a se ipsia 
discedere 
flebant. 


Non mannit in 
araantium 
faciebus Ac. 


Laudomia 

recodente 

Prothcselao. 


m 3 r 

Porcia poat 
Bruti necein 
Ac. 


Au departir et apr&s les corps ont 
De deux amans pleurs, douleurs et misere, 

Ce que les corps de ceulx qui meurent n’ont. 
Dire donc fault, c’est chose necessaire, 

4035 Que plus eurent de grief mal et contraire 
Les deux amans a leur departement 
Que eil qui n’a que un corps, qu’il puisse atraire 
A mort sans plus endurer de tourment. 


Cominent les deux amans, aprfes qu’ils furent separös, 

mouroient quasi su bout. 

En leurs faces goute ne demoura 
4040 De sang; lermes et pleurs pour sang avoient. 

En soy plaignant chascun d’eux soupira 
Et d’estrois mors deux exemples donnoient. 

Qui seroient ceulx qui savroient ou pourroient 
Narrer, penser ou escrire leurs deulz? 

4045 Tous les vivans a ce ne souffiroient, 

S’ilz ne estoient en deul pareilz a eulx. 

Laudomia presque morte tumba 
Quant eile vit partir Prothelaee, 

Son doulx amy, qui de aler proposa 
4050 Aux grans assaulx de Troye tant reclamee. 

Quant de sa mort oyt la renommee, 

Elle ne peut plus vivre ne durer. 

Et Dido eut piteuse destinee 
Pour Eneas, soy voulant peaimer. 

4055 Portia, qui de Brutus estoit femme, 

Ne voulut point vivre apres son mary: 

Pareillement Lucresse, noble dame, 

Quant de Eurial, son gracieux amy, 

Eut la veue perdue, je vous affy, 

4000 Elle tumba sur la terre pasmee, 

Puis portee fut sur son lit bien garny, 

Tant qu’elle fust a soy mieulx retournee. 


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143 


Comment Lncresse laissa tous ses riches faabis, aprfcs que 
Eurialus fut parti, et se vestit de deul et oucques puls 

ne chanta ne rist. 

Quant l’esperit lui fut bien revenu, ut vero ad B c 

o * ,, * , • rediit 4c - 

Ses vestemens dor et pourpre laissa; 

4665 De Hesse ne fut plus retenu 

Quelque aornement, car tout eile mussa, 

De vestemens de dueil tousjours usa. 

On ne la vit puis ne chanter ne rire; 

Par facessies et jeux on essaia 
4670 [L]a consoler, mais son dueil luy empire. 

Comment Lucresse cheut au lit malade et trespassa entre 
les bras de sa mere par desplaisance de l’absence de son amy. 

Ouquel estat quant eut persevere ms» 

Par aucun temps, eile cheut au lit malade, Quo in statu 

Pour que son cueur d eile estoit separe; diu peraeve- 

On n’y trouvoit remede, tant fust sade. " rt 

4675 Entre les bras sa mere, triste et fade, 

En vain plorant, son esperit el rendit. 

Le doux Jesus en ait l’ame en sa garde, 

Qui pour pecheurs hault en la croix pendit. 



ment Eurialus s’en ala vers l’empereur triste et 

merencolieux. 


Eurialus triste et dolent s’en va, 

4680 A personne de ses gens mot ne dist. 

A soy mesmes souventeffois pensa, 

S’il reviendroit jamais, car tousjours gist 
Dedans son cueur Lucresse. II ne fist 
Tout le chemin point d’autre pensement 
4685 Jusques a ce que a Cesar se rendist 
A Peruse, ou se tint longuement. 


Eurialus poat- 
quam ex oculia 
Ac. 


Eurialus de Peruse suivit Quom deinde 

Cesar jusques a Ferrare et Man tue; M.mtLa r m *c. 

De Tridente a Constance courit, 

4690 Jusques au palais de Cesar se e vertue, 


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144 


Avecques luy tira d’une venue 
De Hongrie jusques au pays des Boesmes, 
Mais en son cueur Lucresse contenue 
Estoit tousjours, plus que parens ne proesmes. 


m 4 r Comment Eurialus se vestit de deul, aprfes qu’il eut 

certaiues nouvelles de la niort de Lucresse. 


Sic enim 4695 

LucrosHia 
sequebatur in 
somnis Ac. 


4700 


Lucresse ainsi le suivoit en dormant 
Comme il suyvoit Cesar, soies certains, 

Et de repos n’avoit ne tant ne quant. 
Quant de sa mort eut lettres en ses mains, 
Com vray amant mena douleurs et plains, 
Kobe de deul vestit, sans confort prendre, 
Jusques a ce que Cesar souverains 
Une femme lui donna chaste et tendre. 


Comment Eurialus espousa depuis une noble damoiselle 
par le commandement de l’empereur Cesar. 


Formosam 
raHtisMiniam 
atque pru- 
dentem niatri- 
munio junzit. 


4705 


m 4 v 

4710 


Du sang estoit d’un noble duc venue; 
La plaisante pucelle espousa. 

Belle, chaste et prudente tenue. 

Sage lioms estoit: moult l’ama et prisa. 
Es oraisons, qu’il faisoit, tousjours a 
De la bonne Lucresse remembrance. 

Cil qui le corps a ame n’oublira 
L’ame jamais, s’il a bonne prudence. 


Le pape Pie, avant sa papautä nommd Enee Silvie, aucteur 
de ce livre, pour la conclusion de son euvre dit a Marianus 

auquel il le dirige. 

Mon eher amy Marianus, tu as 
Icy la fin du livre des amans. 

L’amour n’en est fainct ne eureux, se bien as 
Par tout vise: te suis affermans, 


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145 


4715 Qui ce livre liront, s’ilz sont savans, 

Se garderont de clioir en telz perilz. 

Le brevage d’amours ne soient bevans, 

Ou d’aloes plus que miel est mis. 

Le translateur. 

L’histoire que ay cy devant translatee, 
4720 Se par bon sens on la veult digerer, 

Et qu’el ne soit qu’en bien interpretee, 

A personne ne veult mal suggerer. 

Toute vertu et bien veult ingerer, 

Peche fuyr et faictz pernicieux, 

4725 Mais qui voudroit son venin egerer, 

Le bien seroit rendu caligineux. 

Femmes de bien ne perdront a bien vivre, 
A fole amour ne s’abandonneront. 

Car il n’est vin si fort qui tant enyvre 
4730 Que fol amour, bien icy le liront. 

Ceulx qui d’amours le train suyvir vouldront, 
Si se mirent au noble Eurialus, 

De leurs dames l’onneur ilz garderont, 

Et si seront tous scandales tolus. 


Finis. 



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9 


Anmerkungen. 


7. Eine echt mittelalterliche Wendung. 

20. Da in dieser Strophe -ton einsilbig zählt, fehlen diesem Verse 
zwei Silben; vermutlich triste. 

22. Die fehlende Silbe wohl les [forfaiz. 

28. Lies huitiesm(e). 

33. Komma nicht nach sondern vor opportune. Opportun war 
damals noch ein neues Wort und steht hier in einer latinisierenden, dem 
modernen Gebrauch sich nicht einfügenden Bedeutung: , die wohl gelegene, 
die gut geeignete Stadt, aus der ich stamme.’ De Senes gehört zu eiti; 
die Wortstellung ist gequält. Da es sich jedenfalls um eine seltene und 
ausgesprochen latinisierende Wendung handelt, wäre es auch denkbar, in 
opportune das Adverb und in dem ganzen Vers 33 eine Apposition zu 
Sigismundus zu sehen: .gelegener (sehr willkommener) Weise in der Stadt, 
aus der ich stamme’. Das Original: L'rbem Senatn, unde ... mihi origo. 

39. Das Tor, durch welches der Kaiser einzog, war Porta Tufi (Tho- 
phorum). Worauf sich des pie?a ainsi dicte bezieht, ist nicht klar. 

56. Dem Vers fehlt eine Silbe; entweder [if] einzusetzen, oder, da 

rit — v ist auch auffallend ist, tust in reit zu ändern, das ja zweisilbig sein 
könnte. Vgl. S. XLII. ^ 

57. Nimmt man avecques dreisilbig, muß et a- verschliffen werden, 
vgl. XLIII ff. 

59. joyes muß einsilbig genommen werden. Eventuell könnte das s 
ein Druckfehler oder überhaupt joy zu lesen sein, vgl. V. 1284. 

84. Die Skansion fordert croies, der Sinn eher croi. 

85. Eine Silbe fehlt^ 

87. Skandiere face s certes, vgl. S. XL VII. 

92. croistre: faktitiv statt faire croistre. 

95. de vermeillc liqueur übersetzt ostro. 

96. Lies coulource. 

97. Texte: sa sorte. 

121. Ruten, Zweige schneiden, also sich bäuerlich beschäftigen. Hars 
bedeutet auch den aus Weidenruten u. ä. gewundenen Strick des Ver- 
urteilten. 

130. Naheliegend wäre die Textänderung: plaisante, De templetes d’or 
clos eile avoit. 


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147 


147. Die fehlende Silbe ist jedenfalls Com [le souleil ; dann ist der 
Punkt statt nach hebetoit nach tressutilles zu setzen. 

158. Das -es von dictes wird zu zählen sein, das von joes nicht, wie 
V. 161. 

167. Ungeschickte Wiederholung des Küssens. 

176. Entweder que | on oder ve\oit. 

192. non '. . . tristi fade honestatem ostendebat usw. Ganz mißverstanden. 
Sie trug nicht mit düsterer Miene ihre Tugend zur Schau, sondern mit fröh- 
lichem Gesicht Anstand. Daraus Octovien: sie zeigt ihre schlechte Laune 
nicht, und eine Ausführung dieser Tugend. Viel richtiger und zierlicher 
Braccio S. 149 : quando era lieta niente era piu dolce e suave del suo par- 
lare; e cost essendo turbata, nuUa || era piu in ölest o e grave deüe sue parole. 
E non come fanno le piu donne con severa fuccia la sua onestu, ma con 
angelico volto la sua modestia dimostrava. Und Niclas von Wyle (Ausgabe 
1510: Transaktion oder tütschungen des hochgeachten Nicolai von Wyle, 
den zyten Statschriber der Stat Esselingen, etlicher bücher Enee silvij, 
Pogii floreutifti usw.). Von liebhabenden Lucrecia und Euriolo. fol. al T : 
Ir erberkeit ertzcigt sye nit als vil fransen thünt mit ernstha ff tigern, sunder 
mit gültigem und frölichem angesiebt lyess sy ir getnüt erschynen. 

223. aeecques zweisilbig. 

261. Setze Komma nach faconde. 

265. An ihm gab es kein Wenn, kein Aber und kein Wie. 

267. Lies ces. 

277. Meneon zweisilbig, wohl Druckfehler für Mennon. 

281. Beachte die moderne Verwendung eines pluralischen Artikels 
zu Substantiven im Singular; ganz ebenso ist 444 das Possessivnm im 
Plural: ses pays, pere, maisons. 

287. Skandiere ve\ oit. 

302. Tisbes ist aus dem lateinischen Text herübergenommen, wo es 
aber Genetiv ist. Fabel und Name sind seit dem XIII. Jahrhundert in 
Nordfrankreich bekannt. 

322. Eine überzählige Silbe. Entweder Verschleifung von a ou- oder 
Kürzung des Namens in Eurial. Eine Verschleifung EuriaUus) ist nirgends 
nachweisbar. 

324 pr. Lies emervdUoit. 

332. Lies Tunt statt Cant. 

370. Die Texte: ung autre. 

375. en dureroit = endureroit. 

381. Lies tant, se je puis, envers. 

419. Eays ist einsilbig, vgl. S. XLIII, ebenso 591 und 592. 

423. Cotnme l’en dit die herkömmliche Einführung einer sprichwört- 
lichen Redensart, hier des ubi bene, ibi patriu. 

457. Anführungszeichen nach joyssunce. 

470 — 73. Zusatz Octoviens. 

503. Die Texte: tresprivement. 

540. Die Schilderung des Pferdes ist gekürzt und der Vergleich mit 
Lucrezia ausgelassen, offenbar schien dies Octovien verletzend. 

10 * 


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148 


552. Eine Silbe fehlt; eventuell veoient zu schreiben und zu zählen. 

558. Lies bise. 

602. Ergänze Komma nach choisi. 

612. farie = faerie Zauberwort, Zauber, vgl. dazu Einleitung S. XLIV. 
Das croie desselben Verses ist auffallend. 

619. Skandiere com(me). 

631. Eine Silbe zuviel. Entweder zählt das -e von eslieve nicht, oder 
pur müßte gestrichen werden ; andrerseits ist par nur eine altertümliche 
Wendung. 

636. oy=oui ist noch zweisilbig. 

664. Setze Komma nach desconfort. 

680. Ergänze Komma nach faire. 

712. fortune nc lui savroit pas nuire chose = nicht ein bischen. 

121. Das zweite vostre ist einsilbig, vgl. Einleitung S. XXXIX. 

734. perceptibles vgl. Einleitung S. XXXVIII. 

744. de la viele (de) chastete. Der Damen, die als Ziel ( meta ) die 
Keuschheit ins Auge fassen. • 

767. Lies ayes statt ayes. 

777. cueur de r ous statt vostre, in seltenen Fällen seit dem ältesten 
Französisch, vgl. Roland 2387 de mei l'aneme. 

788. Lies neu f re statt ncufue. 

790. Zwei Silben fehlen. 

800. Mein Tod wird unendlich ehrenhafter sein, als es wäre, wenn 
ich mich hinterher vernichtete. 

816. Skandiere bruit und el(le). Vgl. dagegen S. X 1. 1 1 1 

831. Lies se. Dieses Werk wird durch meine Vermittelung zustande 
kommen. 

834. ce que dessus das obige. 

870. Ergänze Komma nach advisees. 

883. Conime larron übersetzt furtieus (!). 

886. Die Mehrzahl der Texte: engrege ou alume. Ou ist auffallend, 
aber möglich. — Es ist die im Altfranzösischen häufige Wendung, das Größere 
vor dem Kleineren, das weiter Fortgeschrittene vor dem Anfänglichen zu 
bringen. Man erwartet die steigernde Darstellung: wird entzündet oder 
(und), wenn es schon vorhanden ist, vergrößert. 

897. Skandiere mesm(e$), vgl. Einleitung S. XXXVIII. 

898. Lies: „Euriale u , disoit il aparsoy, sagte er zu sich selbst. 
Ergänze Anführungszeichen 899 am Beginn und 905 am Ende der Zeile. 

906. Ergänze Komma nach rcsisloit. 

918. t ne noucelle wohl im Sinne der Troubadoure = das Liebes- 
erwachen. 

927. Lies bride . . . seile statt brüte . . . seile. 

928. Der jouvenccaux ist Aristoteles. 

929. Siehe Latinismen S. XL. 

953. Unter dem Flügel = im Herzen. Damals nicht originell; vgl. 
Le Parnasse satyrique du XV<> sifccle (hrsg. von Martin Schwöb) 193,25 
soubz les esles De teües vacarmes N’aray plus querelies. 


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149 


955. vert = viride, dagegen 957 rer« = varins, in der mittelalter- 
lichen Bedeutung .dunkel'. 

957. Ergänze Komma nach beau. 

959. Sipho, Pharaon statt Sapho und Phaon. Die Entstellung der 
Namen ist jedesfalls dem Drucker zur Last zu legen, da V. 1439 Sapho 
steht und das Versmaß Phaon fordert. Übrigens zeigen auch lateinische 
Texte die Form Pharaon. Vgl. Wolkan S. 362. Der Vers 958 so rernrs 

suis d’ung dit asses nouveau legt die Vermutnng nahe, daß Octovien hier 

• • 

auf seine eigene Übertragung der Epistres d'Oride anspielt, in der die 
Epistel der Sapho (bei Ovid — sofern sie als echt anerkannt und überhaupt 
aufgenommen wird — die 15.) den Schluß bildet. Dort lautet die betreffende 
Stelle: Tu sces assez, soit en maisons ou granches , Que les colombes qui 
sont helles et blanclies Ayment sourent les pigeons bruns ou noirs Et les 
cherchent sourent en leurs ma noirs. Ia>s papegaux, 8t vers et deleetnbles, 
Par mainteffois es terres habitables Cherchent les teurtres et roulentiers les 
voyent, Jafoit pourtant que toutes noires c//c[s| soyent. In der Einleitung 
nennt Octovien diese I bersetzungen le premter labeur de ma plume, iasoit 
que trop est eile rüde , rurale et agreste pour cultiver en si sumptueux et 
feconde territoire chose dont fruict louable se jniisse rapporter usw. Nimmt 
man die Saphoepistel als Maßstab, so spricht sich in diesem Urteil zwar 
eine entwaffnende, aber nur zu wahre Selbsterkenntnis aus. Die eine hier 
zitierte Stolle zeigt uns schon die beiden Hauptmängel der Übersetzung: 
die weitschweifigsten Füllsel, gegen die der Stil des Eurialns sich vorteil- 
haft abhebt, und die Umstellung der Verse des Originals, die in vielen 
Fällen den Sinn, meistens den Aufbau vernichtet Dazu kommt noch, daß 
Octovien sich in der Saphoepistel oft noch die alte epische weibliche Cäsur 
gestattet (Que les colombes ||, Cherchent les to/rfrrs||), wovon er später 
abging; im Eurialus findet sich nur ein einziges sicheres Beispiel, V. 1084, 
während V. 1779 auch anders erklärt werden kann. Vgl. S. XL VII. Der 
Wechsel zwischen männlichen und weiblichen Reimen ist zwar häufiger 
als im Eurialus, aber durchaus nicht regelmäßig festgehalten. Dies alles 
scheint die Annahme zu stützen, daß die Saphoübersetzung wirklich zu 
Octoviens Erstlingsarbeiten gehört und schon vor dem Eurialus anznsetzen 
ist. Die ältesten Handschriften der Epistres d f Ovidc sind allerdings vom 
16. Februar 1496 (also 1497 n. St.) datiert ; aber nichts hindert, anzunehmen, 
daß die Übersetznngsarbeit sich durch längere Zeit hinzog, ja die Ungleich- 
heit der Übersetzungen spricht eher dafür, daß der jugendliche Dichter 
eben im Verlauf der Arbeit Fortschritte machte. 

960. Lies ou statt on. 

970. Die afrikanischen Löwen entsprechen den Peni (= Poeni) leones. 

985. Ergänze Komma nach estrive. 

1000. conclud vereinzelte Form bei Octovien, aber in anderen zeit- 
genössischen Texten gleichfalls vorkommende Schreibung. 

1026. Vgl. Anmerkung zu 777. 

1035. ame vgl. Einleitung S. XXXIX. 

1049. Die überzählige Silbe ist je. 

1051/52. Setze Komma nach transy, Ausrufungszeichen nach dieux. 


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150 


1084. Vgl. Anmerkung zu 959. 

1123. Die Texte haben maries, was doch wohl nur als Druckfehler 
aufzufassen ist, da sonst e für ee nicht geschrieben wird, wenn auch ec 
nur für e zählt. 

1158. abiens vetula cavit, ne amplius inveniretur etc., während 
Octovien sagt, sie entfernt sich schleunigst, aus Angst vor Schlägen. Sie 
hat im Augenblick keine zu fürchten. 

1194 ff. Obzwar Eurialus der Brief Lucrezias hart schien und ent- 
gegengesetzt dem, was die Kupplerin gemeldet hatte, und ihn nicht er- 
freute, (hätte er nicht den Weg gewiesen, daß einer dem andern wieder 
schreiben könne), zögerte er nicht . . . 

1198. se la voie et chemin ne montrassent. Ein Vers, der mit dem 
Füllsel noch kaum genügt und die Flüchtigkeit der Arbeit bekundet, die 
übrigens die ganze Strophe kennzeichnet. 

1208. qui prius ab aliis mutuabatur. Eurialus benützte Wendungen 
anderer. 

1213. Anakoluter Objektssatz. 

1234/35. Setze das Komma statt nach douee nach deux. 

1247. d’cux donner sie (= solche Geschenke) zu geben. Man be- 
schwigtigt die Götter indem man ihnen gibt Selbstverständlich alles 
Octoviens Eigenbau. 

1257. Vgl. Einleitung S. XL. 

1284. Lies m’a statt ma. 

1287. Für die Reime vgl. Einleitung S. XL VII. 

1290. Es gibt auch nicht einen einzigen. 

1298. Vgl. Einleitung S. XXXVII. 

1300,01. Etwas ungeschickte Wendung für non quod tiequeas sed 
quod nolis doleo. Der Akzent liegt auf poves (V. 1300) im Gegensatz 
zu voulis (1302). Wenn ihr nicht könnt, mißfällt es mir weniger, als wenn 
Ihr nicht wollt. Das macht mich seufzen. 

1300. Gelegentlich wurde von der älteren Gepflogenheit Gebrauch 
gemacht, längere Satzglieder durch ein Komma als beendet anzuzeigen. 

1322 ff. Der Passus von der Grausamkeit (anch im Original ziemlich 
ausführlich) erinnert durchaus an die Troubadourdichtung, vgl. 918, 
1010 ff., 1610ff., 2300, 3841, 4025. Beachte auch die Personenschilderungen 
V. 125 ff., die Einführung des Gatten als lächerliche Figur V. 111 ff., die 
mit anderen Zügen, z. B. 2274, im Widerspruch steht. 

1324. Skansion: s’ainsi. 

1352. Ce nicht statt ce que. Es ist ein Füllsel. 

1358 — 60. doubter ist als media vox hier in bonam partem zu ver- 
stehen. Zögernd sehe ich ein, langsam überzeuge ich mich, daß du (so) 
bist, daß ich (Dir) gern zu Gefallen wäre. Participant = Anteil gebend. 
Die fehlende Silbe in 1359 ist offenbar Suis, [tu. 

1390. accorder afrz. aussöhnen. Er hat sich Medea (die ihn als 
einen Fremdling von vornherein haßte) versöhnt, indem er versprach, sie 
mit sich zu nehmen. 

1396. Adriane steht auch in allen lateinischen Texten. 


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1465. Lies adire. adirer fehlen, tadeln. Das Füllsel ou peu adire soll 
also besagen, daß der Brief „fast“ wörtlich wiedergegeben wird, oder daß 
fast nichts daran ausznsetzen war. 

1467. Beachte die latinisierende Stellung der Satzglieder. 

1485 — 88. Der Konjunktiv devrois =■ fast muß ich euer Wissen so 
bewundern, daß ich darüber das Widersprechen vergesse. Vielleicht ist 
plus que = en plus que. Ich muß euer Wissen bewundern und noch dazu 
vergessen zu widersprechen. 

1508. viennent im Reim auf requerent ist natürlich fehlerhaft, irr ent? 
Die Form begegnet sonst nicht mehr. 

1556. Das Beispiel Antonius -Cleopatra wird bei Octovien noch un- 
passender als bei Äneas durch den Zusatz, daß sie sich nie verließen. 

1562. com je crois ist nicht ganz Füllsel, ersetzt vielmehr in un- 
geschickter Form si tu legi st i. 

1565. Ont steht sowohl für den Satz V. 1565 als^für V. 1566. 

1570. Der Reim fordert pa | ys, das Metrum pays oder royuulm(es). 
Auch 1590 ist es unbestimmt, ob das - e von fortune vor der Casus zählt 
und pays einsilbig ist oder umgekehrt. 

1577. jusques , einsilbig vgl. Einleitung S. XLV. 

1612 und 1617 ff., speziell 1648. Vgl. Anmerkung zu 1322. 

1660. Qui la sentoient ist fehlerhaft, da es aber ein Füllsel ist, läßt 
sich schwer erkennen, was einzusetzen wäre. Dr. Leo Spitzer schlägt vor 
qui l’assentoit „wenn sie jemand versuchte“. Dies entspräche gut dem 
si admotus nries fuerit des Originales, paßt aber gar nicht an die Stelle, 
an der es ist, müßte vielmehr im Nachsatz stehen, statt des ungeschickten 
V. 1662. Vom Standpunkt des Metrums aus ist natürlich gegen -oient 
nichts einzuwenden. 

1692. Eine Silbe zuviel; que könnte eliminiert werden: de taut plus 
aisb — de tant en est. 

1700. Wohl sieht sich vor, wer sich (an jemanden) wendet. 

1703. noblesse doch wohl nur des Reims halber eingeführt, da Lucrezia 
aus dem höchsten Adel Sienas stammt und auch die Vornehmheit als 
solche die Frauen nicht erfahrener macht. Vornehmheit der Gesinnung 
kann hier schon gar nicht in Betracht kommen. 

1756. Alle Texte haben laqueüe, das keinen Sinn ergibt; auch fordert 
der Reim -ide; andrerseits ist Schreibung -eile = eitle nicht selten, vgl. 
Einleitung S. XLI. Der Sinn der Strophe ist wohl folgender: Läßt der 
Gatte seine Frau von Dienern bewachen, so wird sie mit diesen anbinden. 
Sie wird vorsichtig zuerst einen ansehen (ob er danach ist), daß ihn die 
(Liebes)raserei im Sprung ergreife; und hätte er keinen roten Heller 
(= weder Schrift noch Bild der Münze) für seine Streiche, sie wird mit 
dem zu spielen anfangen, der ihr der Geeignetere erscheinen wird. Pour des 
siennes = für seine Streiche wäre wohl der älteste Beleg dieser Redensart. 
Es könnte übrigens auch zu jouer commencern gehören und also auf die 
Frau bezogen werden. Der Sinn des pour des siennes wird dabei wenig 
verändert. Zu ihrer Unterhaltung = auf ihre Kosten. Das „Spielen“ ist ja 
auf alle Fälle obszön gemeint. 


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1766. Vertausche die Interpunktionen am Versende von 1766 und 1767. 

1779. Zur Skansion vgl. Anmerkung zu 959. 

1856. Alle Texte geben: avantage et yve, das irgendwie verändert 
werden muß. Avantage könnte natürlich auch Partizip sein. G'ar el Vavoyt 
avantage sie hatte ihn so bevorzugt. Dann könnte das fragliche Wort 
vielleicht etine sein , ja wahrhaftig' (so bei Villon, Marot). Eher scheint mir 
die in den Text anfgenommene Korrektur zu befürworten, die die geringste 
Veränderung erfordert; essiver ( assirier , esset ier < c.raquare usw.) landen, 
ankommen, (das Schiff) ins Trockne ziehen, z. B. St Gilles 801 Dreit vers 
la rite vent la tief-, Si seinement est essivee. Das andere essever ( essiaver 
essiever < exaquare) laufen lassen, ins Wasser dirigieren paßt weniger; 
man müßte erklären: ihr Vorteil (ihr Glück) war im Gang. Am wenigsten 
paßt das dritte essiever ( essiaver usw. •< exaequare ) erproben, aichen. 

1874. Vgl. das Sprichwort Amour, toux, fumee et argent Ne sc peu- 
vent cacher longuement bei Le Roux de Lincy, Le livre des proverbes 
framjais, II, S 237. 

1879. Der Lärm, den die Leute machen, wenn Ihr ausgeht, kann sie 
veranlaßt haben, herzutreten. 

1893. jtercial in den Texten. Da keine paralelle Erscheinung das 
Vorhandensein einer solchen Form stützt, ist ein Druckfehler für prccial 
anzunehmen. 

1900. Lies promis = (er hat) ein Geschenk versprochen. 

1901. Le Heu par lui bien vise ist absolut: nachdem der Ort von ihm 
gut beobachtet war. 

1908. Die Texte: navoit, das keinen Sinn gibt; auch so fehlt noch 
etwas. Da der Vers um eine Silbe zu kurz ist, vielleicht y [ arriver . Die 
Erklärung für diesen Zusatz, daß man die Sonne dort nicht sehen kann, 
ergibt sich aus dem folgenden: weil der evier nur drei Ellen breit war. 
Octovien setzt evier an Stelle der cloaca. Weniger bedenklich war Nyclas 
v. Wyle, vgl. b4 r . Nisus . . . fand . . . ein tafem hituler Menelay liuss 
gelegen, die hindelzü ein gesicht hat in die kamer Lucrezie : danimb macht 
er ym zu frunde den trynschenken derselben tafem . ... Es war zwiischen 
beden hiisem ein eigens gesslin darynn die heimlichen gemahe geleitet 
waren : dasselb iet uiuler sehe ulen das fenster Lucrecie dryer elenbugen fern 
tun der tabernen. 

1943. qui lui voublroit donner = wenn Einer . . . wollte. 

1954. d'ung « l'autre. Einmal mit, einmal ohne Artikel. 

1964. Verkürzte Ausdrucksweise: tasclie [d'empecher] ce qu’empe scher 
ne peut. 

1966. Zeile 7 dieser Strophe fehlt in sämtlichen Texten. 

2010. Die Texte haben mais que und das gäbe an sich einen genügen- 
den Sinn: vorausgesetzt daß (er) sich in die Liebe stürzt. Dabei fällt aber 
auf, daß gar kein Subjekt angegeben ist. Im vorhergehenden Satze ist es: 
le premier degrey de sapience-, da müßte also doch der Subjektswechsel 
ausgedrückt werden. Daher scheint Änderung in qui notwendig. Das 
que ist voll ausgedruckt. 

2069. Lies ensemble. 


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2088. Die Texte: fmr. Als geschickter Mann wollte er dem kleineren 
der zwei Übel folgen. 

2105. Lies reputea statt reputes. 

2109. Lies soubte statt soubte. 

2111. resoulte das fern. ptc. zu reaoudre , seltener als dissoute ; die 
entschlossenste Bewachung von seiten der vorsichtigen Gatten. 

2116 pr. Lies Venus. 

2120. d’engin und sains hängen, wie lettre, von prudent ab. Man 
erwartet lettrea. Sains kann wohl nichts anderes sein als signum ; sens 
schließt der Reim aus (vgl. allerdings S. XLVII), für suins läßt sich keine 
schlagende Bedeutungsparallele beibringen. Eurialus war der erste und 
nächste vom Kaiser, am besten von ihm aufgenommen, voll Verstand und 
Kenntnissen. 

2145. Lies Metamorphoa, das auch in den Texten steht. 

2172 pr. Z. 3 lies el le statt eile. 

2177. Lies serre . . . honte statt serre . . . boute. 

2183. Lies Hesse Voua du nt gebe Euch. 

2203 soll die Korrektur nicht [Ze] sondern [ZVi] heißen und V. 2*204 
statt serre serre stehen. 

2223. Die überzählige Silbe ist et. 

2224. Lies fus. 

2262. seurement (= in Sicherheit), also an Stelle eines Prädikates oder 
eines lokal-modalen Adverbiales. 

2263. Lies peu. 

2284. Vgl. Einleitung S. XLIII. 

2289. Schande besteht zu recht. 

2300 ff. Vgl. Anmerkung zu 1322. 

2322. Die Texte: me statt ne. 

2336. Skandiere ay\e. 

2376. In flüchtiger Arbeit ist der voiunt in zwei aufeinander 
folgenden Zeilen verwendet. Eine Sinnvariante des Ausdrucks ist kaum 
erfindlich. 


2384. „Mehr Glück als Verstand“. 

2411. Streiche Anführungszeichen. 

2415. Vgl. Einleitung S. XLIII. 

2430. = meum lilium rosarumqtie cumulua (!) 

2434. Saillir de deux en trois rasch überspringen, ne tarde deux 
ne trois zögere keinen Augenblick. Es ist kaum anzunehmen, daß deux 
en trois als stehende Redensart auch bei tarder in Anwendung kam, so 
daß ne ein Druckfehler statt en wäre. Eher dürfte deux et trois = eins, 
zwei! sein, im Prohibitiv deux ne trois. 

2447. Die fehlende Silbe vielleicht: et [motn. 

2479. Wiederholendes Füllsel statt punica. 

2484. Ungünstige Umstellung: oblitus timoris modestiam quoque abs 


sese repulit. 

2493. Vgl. S. LXI. Die Form requere ergibt den reineren Reim. 
2497. Streiche das Komma. 


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2524. Ergänze Anführungszeichen. Die Rede springt plötzlich aus 
der indirekten in die direkte Form Uber. 

2554. Die Texte fiesse. Die Form feisse ist im Euryalus sonst nicht 
belegt ; da aber das Perfekt veiste usw. durchweg vorkommt und feit neben 
fit noch im 16. Jahrhundert belegbar ist, schien kein Grund vorhanden, in 
fisse zu ändern. 

2563 pr. Im Original: Nisus, Achates, Palinnrus; im lat. Randtext 
Nisus Achates Plinins, im Französischen in der Kapitelüberschrift: deux 
(Nisus Achates) in der folgenden Strophe Nise Achate Pline. In L auf dem 
Bilde nur zwei Freunde. 

2573. les crainte et jotje. Vgl. Einleitung S. XLV und V. 281. 

2628. cussent este faictz. 

2639. Au cler vis erinnert an die altfranzösische Dichtung. 

2648. Xe wäre in les zu bessern. 

2670. Streiche Komma nach poli. 

2679—80. Excitatif kommt auch sonst als Substantiv vor, generative 
kaum. Bemerke das Fehlen des Artikels bei Excitatif. 

2684. Über Achates vgl. Einleitung S. XXXVII. 

2692. Lidia S. XXXVIII. 

2719. ce: nämlich, daß sie niemand hatte, mit dem sie ausführlich 
reden konnte ; denn schweigsam verbarg sie ... 

2738. Vgl. Einleitung S. XL. 

2743. tresancien bezieht sich auf amour. Amour et Union ist als 
ein Begriff genommen. 

2755 pr. Im Original ein Veilchen. 

2766. Vgl. Einleitung S. XLIII. 

2779. Die fehlende Silbe kann durch Änderung in ce est ergänzt 
werden. 

2780. Über den Reim vgl. Einleitung S. XLVII. 

2819. Soi scoir „da sein“; sc seoit = ci cstoit = der eben anwesend 
war. Ein armseliges Füllsel, anf alle Fälle. 

2833. Vgl. Einleitung S. XLIV. Der Skansion verte entspricht obscurte 
2261. Vgl. noch V. 2833. 

2856. Beachte die Stellung des que. 

2863. Streiche que. 

2868. Ihre (dieser Weisen) Aussprüche teile ich jenen Weisen mit, 
die ... (Ich halte ebensoviel von dem Ansspruch dieser, daß man kein 
Glück brauche, als von der Versicherung jener, daß sie sich glücklich 
fühlen, obzwar Tugend ihr einziger Besitz usw.). 

2878. Die fehlende Silbe wäre zu ergänzen durch Einsetzung von 
die statt el. Der Vers bleibt auf alle Fälle sehr dürftig. 

2887. Lies se statt ce. 

2888. Die Texte: response. 

2956. je ist akzentuiert. 

2977. Die überzählige Silbe leicht zu entfernen durch Streichung von 
le\ vgl. 2982. Der Fehler beweist, daß lendemain schon anfing, ein Wort 
zu werden. 


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3023. Der ganze Vers wie ein Einschiebsel ans älteren Dichtnngen. 

3048. Ergänze Komma vor affin. 

3062. Besonders ungeschickt: fessamquc navigeo Citheream nunc Ceres 
re feit nunc Bacchus. 

3064. Zwei Silben fehlen. 

3084. Ergänze Anführungszeichen nach mary und vor Le. 

• • 

3121. Bei Aneas Angabe des Ortes und der Weinsorte. 

3135. Wie das comme Ven dit anzeigt, ist gacongner le vin dessus la 
lie ein sprichwörtlicher Ausdruck. Ich konnte ihn sonst nirgends finden; 
vin sur la lie bei God. = reiner Wein; gascogner zu gächer wässern, spülen? 
Oder etwa gar^oner mit Verachtung behandeln > etwas schlecht > ober- 
flächlich tun? Im Originale: nunc hunc nunc iUum cadum terebravit ac 
cum viro pitissavit (W. 381). Meder la lie ,Wein pantschen' findet sich 
in den Vaux de Vire, hsg. von L. Jacob, S. 132, kann aber selbstredend hier 
nicht helfen. 

3144—46. celeement, prireement sind dreisilbig. 

3174. Octoviens Zusatz. 

3179 ff. Wie schon die Kapitelüberschrift mit dem bestimmten Artikel 
ausdrückt, ist der tavemier derselbe, von dem V. 1899 ff. die Rede war, 
die Stilisierung am Beginn der Strophe, als ob es sich um Einführung 
einer neuen Person handelte, also irreführend. 

3191/92. hurter = heurter, noch jetzt im Berry. Sie wußten keine 
List und keinen Weg, die Möglichkeit zu finden, heimlich zueinander zu 
gelangen. 

3200. Das Komma vor n’en im Text. 

3202. Afrz. Sprichwort: Qui bien aime a tart oublie vgl. Le Ronx 
de Lincy, a. a. 0. II S. 383. Andere gefaßt: Bien aime qui n' oublie ebd. 
S. 248. 

3204. Lies qu’on. _ 

3206. Skandiere suyre, vgl. S. XLIII. 

3237. ceier substantivischer Infinitiv. 

3241. Die Texte: ne navoie. 

3258. Die fehlende Silbe vielleicht bon [vouloir. 

3267. Sanctissimus David ist übersprungen. 

3297. Lies obtempere statt obtemperc. 

3299. In Anbetracht der auch für Octovien seltenen Weitschweifig- 
keit dieser Auseinandersetzung ist das briefment sowie 3330 brief nicht 
ganz am Platz. 

3334. Setze Punkt nach fern. 

3343. Hen </ ligamen ist natürlich zweisilbig. 

3395. Häufung von Steigerungen : tresgrief — fort. 

3437. Ce frere = Agamemnon, der Bruder des Gatten. 

3453. Zwei Silben fehlen. 

3454. Leuns ist wie immer einsilbig, vgl. S. XLIII. 

3469. Pevent ist einsilbig. 

3474. soustinse analogische Bildung zu prinse und wie dieses im Reim 
auf : ise. 


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3530. avoir = puissance. douldre < indnlgere, vielleicht auch nur 
Druckfehler für douloir dulden, devoir = schulden , d. h. nicht besitzen, 
ermangeln. Me ist als ethischer Dativ zu fassen. Mir fehlt jede Fähig- 
keit, das zu ertragen. 

3535. aid = alter Konj. prs. in latinisierender Schreibung. 

3539. nous mettons reflexiv. 

3555. Die fehlende Silbe vielleicht tiltre [<ic] conte. 

3589. de soy daine Herrin ihrer selbst = potens sui. 

3609. eyroisme = ceroesme, cyroisne und andere Varianten. Der Reim 
erfordert die Form cyroesme, die sich sonst nicht findet. Vgl. jedoch 
S. XLVm. Salbe aus Öl und Wachs. 

3674. Vgl. S. XLIV. 

3678. Wirke unter Verstellung. 

3693. Die fehlende Silbe wohl tu [veilles. 

3695. Lies Hz. 

3697. So zeigte sich auch die Beschaffenheit des Pandalus in aus- 
gesuchter Manier und Verstellung. 

3720. Tresadultcrin ohne -s; durch den Reim nicht einwandfrei gestützt, 
vgl. S. XLVI. 

3730. et pur autre trafiques gehört zu de la. 

3748. Eine Silbe fehlt Vielleicht nul [n<*] fait. 

3762. Die Texte haben = qui, daher die Besserung in que näher 
lag als die in qu’y. 

8770. 8mtu8 : vertus, als ob Rekt. sgl. vorläge. 

3781. doit et sera rejmte statt doit estre et . . . 

3810. a = ab, mener passiver Infinitiv. 

3821. ay = aye 3. Prs. Konj. 

3834. Eine Silbe fehlt. 

3841. Die Gestalt des wartenden Begleiters (vgl. Anmerkung zu 
V. 1322) ist nicht nnr ganz nnvermittelt eingeführt, sondern auch ganz 
überflüssig, da Pandalus anwesend ist. Der Kompositionsfehler fällt Äneas 
znr Last. 

3842. Der ganze Vers wie aus einer alten Dichtung eingeschoben. 

3850. Agamemnon ist Subjekt. 

3859. Die fehle.ide Silbe ist wohl ne [ yrons . 

3862. Eine Silbe fehlt. 

3874. Das ist nicht deine Erziehung (die auf ritterliche Haltung, 
nicht philiströses Sichgehenlassen mit mangelnder Straffheit abzielte). 

3883 ff. Die Flüchtigkeit der Arbeit zeigt sich in der Häufung gleicher 
Wörter, hier harre, barre. 

3887. en pourpoint im Waffenrock, im Gegensatz zu: im Mantel; 
also mit freibeweglichen Armen zu besserer Arbeit. Der Zusatz hat hier 
jedenfalls nnr den Wert eines Füllsels. 

4057. Die fehlende Silbe ist wohl sans [fermement. Ohne Unter- 
stützung (Halt, Stütze) hatten Lucrezias Hände keine Kraft, wohl Ver- 
schlossenes ganz zu öffnen. Die Texte haben 4058 nach puissance Doppel- 
punkt, der unhaltbar erscheint. 


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4074. Vgl. Anmerkung zu V. 3841. 

4091. Komma nach arreste statt nach sont. 

4096. Vgl. S. XLm. 

4102. Vielleicht liegt ein Druckfehler vor und es sollte n’as heißen; 
dann müßte natürlich das Komma gestrichen werden : n’as tu livre jeunes 
et vieulx! 

4145. Der Reim auppos (1. Sg.) : propos scheint ein sicherer Beleg 
für Aussprache des auslautenden -s, besonders wenn man V. 2145 meta- 
morphos dazu hält, vgl. dagegen 8. XL VI. ' 

4161. Die überzählige Silbe ist entweder das -e von regarde oder 
das -es von encores. Nach dem S. XLVI und XLV Gesagten dürfte das 
letztere zu eliminieren sein. 

4175. eaue rose = Rosenwasser. Über die Verwendung der eaue rose 
bei Ohnmächten vgl. Pathelin, V. 606, Rom. XXX, 432. 

4188. fusse = fusses. Vgl. S. XLV. 

4208. Die Texte: Si. Eventuell möglich als Verstärkung von sein- 
blable fafon. 

4209. Emilia aus Boccaccios Teseide. Vgl. Warton-Hazlitt, History 
of English Poetry IV 297, wo erwähnt wird, daß sich Äneas’ Novelle in 
der Bibliothek der Königin Elisabeth zu Kenilworth befand. 

4220. se m’est avis wohl nur Druckfehler statt ce, da dies die gewöhn- 
lichere Form dieses Füllsels ist. Sonst würde man ein Adverb zu avis 
erwarten, vgl. V. 4625. 

4260. plaisoie = plaisoies. 

4267,68. Beide Verse sind nur Füllsel. 

4290. de deux am am-, man erwartet des (vgl. 4632). 

4309. ains que ehe sie gegessen oder getrunken hätte. Der Kon- 
junktiv drückt ihre Eile und Besorgtheit aus. 

4315. Die Texte cas. 

4325. eus8e = eusses. 

4334. veu Gelöbnis. 

4337. Die fehlende Silbe ergäbe sich durch Änderung von lequelz in 
lequeües. 

4353. Zwei Silben fehlen, von denen eine wohl das a von asavans 
(= geschickt) sein dürfte, das hier besser paßt als savans, wenn dieses 
letztere auch häufig in einer Bedeutung vorkommt, die von der modernen 
weit genug absteht und an die Troubadourauffassnng erinnert , z. B. 380 
= „erfahren in Liebessachen, wohlunterrichteter Liebender“. Zur Ergänzung 
der anderen fehlenden Silbe vielleicht n’y a[vra\ as., oder [ pour ] as. Gegen 
[ung\ as. spricht das -s, das zwar im Rektus noch steht, aber nicht mit un. 
Der Rektus uns kommt natürlich nicht mehr vor. Behält man savans bei, 
so könnte amant eingesetzt werden. 

4411. Lies lieement. 

4413. continuellenient gehört zu feussotis, ensemblement zu faire 
demouranee. 

4445. fays = fay. 


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4477. Archaische Stellung des Objektes vor dem Infinitiv. 

4479. Die fehlende Silbe könnte durch Einsetzung der Form avroies 
ergänzt werden. 

4501. Das im Text ausgedruckte gut könnte eventuell geäudert werden 
in qu’i oder que. 

4507. Lies conseiüe. 

4519. Das que ist unbedingt gefordert: ohne daß du irgendwelche 
Gefahr läufst. 

4522 26. Die Einführung der 1. Ps. Plur. statt des Sgs., der in V. 4524 
wieder eingesprengt ist, erfolgt natürlich nur dem Reime zuliebe. 

4537. endable : faible vgl. Einleitung S. XL VIII. 

4557. Die Texte : receut gent et coint. Die politischen und militärischen 
Ehren, die Eurialus empfängt — er erhält den goldenen Sporn (Kaspar 
Schlick wurde in Rom iu den Freiherrnstaud erhoben) — , hat Octovien 
ganz ausgelassen. Edler Empfang und Freundschaftlichkeit (familiarite) 
wurde ihm vom Kaiser geboten. 

4585. Das Kloster Ste-Avoye, dessen Bewohnerinnen nach den Regeln 
des heiligen Augustin lebten, bestand noch in der Revolutionszeit und 
wurde 1838 beim Durchbruch der jetzigen Rue Rambutaud uiedergerissen. 
Vgl. Longnon in seiner Villon-Ausgabe S. 343. Inwiefern Octovien irgend- 
ein besonderes Interesse an der Heiligen oder ihren Nachfolgerinnen hatte, 
läßt sich nicht feststellen; am naheliegendsten ist die Annahme, daß Ste- 
Avoye in literarischen Kreisen durch Villon bekannt war, der sich in ihrer 
Kapelle seine Grabstätte bestellt ( Grünt Testament 1868). Den Hauptanteil 
an der Berufung auf diese Heilige hat wohl die Freude an einem Wort- 
spiel: avoyer auf den rechten Weg bringen, also: so wahr ich recht be- 
raten bin. 

4593. De gehört auch zu angoisses et estraincts. 

4621. Aristophanes. 

4625. Vgl. Anmerkung zu 1322 ff. 

4630. Alle Empfindungen des Abscheidens, des Sterbens sind vor- 
handen. 

4632. Die Texte Je. Die einfachste Änderung ist de. Vgl. 4290. 

4642. Texte des trois mors. Man ist versucht an das Fabliau Les 
trois mors et les trois vis zu denken (Montaiglon, Recueil V S. 61 ff.). Es 
liegt jedoch keine greifbare Anspielung vor. Viel eher ist eine Auseinander- 
rückung durch Druckversehen anzunehmen, cstroit gepreßt, estroitesse 
Angst = angoisse. Daher kann für estroit auch die Bedeutung „angst- 
voll“ angenommen werden. 

4647. Laudomia lat. u. frz. statt Laodamia, eine im XV. Jahrhundert 
geläufige Föhn. Eine Schwester Äueas’ führte diesen Namen. 

4648. Protheselaee könnte im Vers untergebracht werden, wenn man 
el{le) liest. 

4659. Skandiere veu \e perdue. 

4692. Boesmes ist zweisilbig genommen, da es mit proesmes reimt 
Aus der Skansion allein ließe sich bei diesem Verse nichts Bestimmtes 


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erschließen, da sowohl jusques als pays als -ie verschieden meßbar sind. 
Skandiere : D(e) Hongri \ e ju&ques au pa\ys den Buestnes. 

4705. Die für klug . . . gehalten wurde = im Rufe der Klugheit . . . 
stand. 

4714. Die fehlende Silbe vielleicht je [te. 

4725,26. Der Übersetzer gibt zu, daß die Geschichte ein Gift ent- 
hält; wie bei einem Arzneimittel wirkt die Mischung im ganzen heilsam, 
wollte aber jemand das Gift für sich allein herausnehmen, würde der Erfolg 
beeinträchtigt, das Gute getrübt werden, egerer = lat. egerere. 


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Glossar. 


A: a ce 2955 dabei; a ceste fois 
2044 diesmal; a ces causes 267, 
3497 n. a. daher; a cop 1335 sofort; 
au duvant 2000 vor; au parsus 
253 obendrein ; a peu 2744, u poy 
que 2947 fast; au desceu de tuus 
3479 im Geheimen; au veu de tous 
3482 vor aller Augen; a tart 3171 
3717 schwer; a moi 1210 über 
mich; kausales a 3810. 
abitter la barre 3885 den Türbalken 
vorschieben. 

acoint 4557 Familiarität. 
acoustumer 694 absolut (ohne pers. 
BdL). 

acteur 1558 = auteur. 
adirer 1465 fehlen , ermangeln, 
tadelnswert sein. Vgl. Anmerkung. 
adresse 4081 Richtung, Geschicklich- 
keit, Fähigkeit (Weg zum Leben). 
adviser 77 n. a. = aviser 4442 (sich) 
beschäftigen, betrachten. 
affique 211 breite Spange, Schmuck- 
platte. 

aguiser 969 = aiguiser. 

aid 3535 die afz. Form Konj. 3. Sg. 

mit latinisierender Schreibung. 
aiser 393 zufrieden stellen, versehen, 
bequem machen. 

aist 4097 u. a. eher = aid als zu aiser. 
Die Formel ist auch sonst häufig; 
aist ist wohl auf Einwirkung der 
Formel si plaist a dieu zurück- 
zuführen. 

allejant 3323 fröhlich, tröstlich zu 
aüegier trösten, erheitern. 


aUejance 4158 = aJlcgence 26 Trost, 
Erleich terung. 

aparsoy 898 = a par soy 1124 = 
aperfoy 1207 für sich, bei sich, 
allein; a parvous 1140, a parmoy 
1337. 

aprins 2201 gebildet, geschickt. 
arguer 2824 bezichtigen, in die Enge 
treiben, sticheln. 

arter 391 1372 = arrester 4091 ver- 
weilen. 

aspendre 866 nähren. 
asseur 4360 adj. = sur. 
a tente 1824 Unternehmung. 
atin8 3735. Nur an dieser Stelle 
belegt. Godefroy übersetzt es ohne 
Erklärung mit t engint'. Eher ist 
es Deverbale zu at(t)iner reizen, 
stechen, s’attaquer ä z. B. Oresme 
ils attignent ä leurs voisins et out 
guerre ä eux. Also aiin Streit- 
sucht (Angriff), Stechen. Alm* et 
apliques . . . ont tendus. Ihr Stich 
und ihre Aufmerksamkeit ist darauf 
gerichtet (gespannt). Vgl. dazu 
sp. atinar und atino. 
attrempö 190 maßvoll; attrem pement 
1401 Maß. 

aucunement 606 1809 irgendwie, 
etwas. 

aussy 254 745 3313 3402 3419 usw. 
sowie = und. 

autelle 4194 = teile. Vgl. Picot, Rec. 

gen. des Sotties II 196 V. 246. 
avec ce Anthitus (S. XXX) und dazu. 
avertir 3389 = lat. avertere. 


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161 


uvoir Heu 2809 geachtet sein; — a 
faire de — 2281 brauchen. 
ayre 916 erzürnt. 

Bagage 3727. Man erwartet ein 
Abstraktnm, synonym zu adultere, 
macrellerie. Die bekannten Be- 
deutungen von bagage entsprechen 
nicht; ebensowenig das von Picot 
im Recueil general des Sotties III 
(Soc. A. 1. 104) angeführte bagage 
= ehose inutile. Viel eher paßt 
in den Gedankenkreis afz. baguer 
= nipper une femme, sie mit 
Kleidern usw. versehen, also mit 
(überflüssigem , event. ungerecht- 
fertigtem , unerlaubtem) Luxus 
ausstatten; ein hierzu gebildetes 
bagugj wäre Ausstaffierung (zum 
Zweck der Kuppelei). 
beau sire 510, fast ein Wort, als 
typische Ansprache. 
blason 2680 Ruf ; pour que au blason 
longuement ne sejounws 123 daß 
du dich nicht lange bei der Per- 
sonalbeschreibung aufhaltest. 
blasonner Anthitus (S. XIV) loben. 
bastue 1159 = bal(l)ue. Kann so- 
wohl Einwirkung von baston sein 
als nur graphische Verwechslung. 
boe 2138 = boue. 
boiart 538 = baiart, braunes Pferd. 
bruit 1072 Ruf, in bonam purtetn. 

Cabusc 4565 Betrügerei, List, Hinter- 
list. Cabuser 1553 3226. 
calumiteux 4590 = lat. calamitosus. 
causer 3826 pr.: (latinis.) zur rede 
stellen, streiten. 
certain 643 Adj. zuverlässig. 
ce teinps pendant 1816 pr. inzwischen, 
während dieser Zeit. 
chanu 775 Adj. greis. 
chieux 1784 pr. = chies 3486 = chez. 
choisir 599 3469 erblicken. 
clamee 1074 beleumundet. 
clers 2798 = der cs. 


clouee 3899 geschlossen, Perf. clouit 
4054. 

coles 528 en- in der Laune. 
comparager 1548 vergleichen. 
contant 2106 = content vergnügt, 
befriedigt. 

contemner 2598 = lat. contemnere. 
contenement 537 Benehmen, Ver- 
halten. 

contens 2140 Widerstreit, Wider- 
spruch. 

contremettre 353 (sich) gegenüber- 
stellen. 

courser 1210 = couroucer. 
coyement 2927 leise. 
cuder 2458 = cuider wähnen im 
Gegensatz zu wissen; cudoit 888, 
cuid- 890. 

curieua • 1204 sorgfältig, 3417 besorgt. 

D’aventure 730 durch Zufall. 
debouter 569 wegstoßen. 
dedire 3207 widersprechen. 
deduire 3542 sich erlustigeu. 
delayer 4397 = deloyer 2088 zögern. 
demourance 576 = demeure. 
depurt 4365 das Scheiden, die Ab- 
scheidung. 

depescliant 4154 adj. eilig. 
desserte 4370 Lohn , zu dcsservir 
verdienen. 

diffamc 1073 Schmach. 
donne 1900 Geschenk. 
dont 2184 = doint 672 der alte 
Konj. präs. Diese Form konnte 
jederzeit gebildet werden, es muß 
daher kein Druckfehler vorliegeu. 
dou(b)te 2780 3153, fern., synonym zu 
crainte u. ä. 
drame 3281 Drachme. 
duire 132 stehen, passen, duys 3853 
veranlaßt. 

Emprise 447 gewalttätige Unter- 
nehmung. 

en = on 2978 3107 4294 u. a. 

11 


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162 


en Präp.: en ma bouche 2676 an 
meinem Munde, avoir en nom 2725. 
endable 4537 = endeble, endaible, 
endoible, debilis. 

endroit 4265 = quant a; endroit de 
moy was mich anbelangt, von da 
(quant ä) mon endroit. 
ennuyer 2930 schwer anfliegen 
(wie ennuieux 4345 beschwerlich, 
schwierig), von da , nicht erwarten 
können 1 = tarder, mit Dativ. 
ensemble 2156 pr. und zugleich. 
envis 4608 ungern. 
epi stelle 1500 = epistolle 1068 u. a. 
esbatement 2503 = esbas 3143 Unter- 
haltung, Vergnügung. 
e scher er 16 vermeiden, ausweichen. 
escondirc 417 abschlagen, weigern. 
esgucrcc 1407 = egaree 768. 
esme 3606 Ziel. 
espemer 3760 = lat. spernere. 
espeury 788. 3791 erschreckt. 
esplourement 3114 weinerlich, tränen- 
voll, zu afz. esplourer. 
estut 598 Gepränge, Aufzug. 
estraine 2834, a bonne — zum Guten. 
Vgl. bonne estraine der gute Wurf, 
(F. Seinrau, Würfel und Würfelspiel 
im alten Frankreich, S. 79). 
C8trangee 3622 verändert. 
estroit 878 zugespitzt, 4642 angstvoll, 
vgl. Anmerkung. 

(soi) esvertuer 4690 = seine Kräfte 
auspannen, sich rasch verfügen. 
eul 312 = teil 399. 
euere 2077 akzent. Form zu ouvrir, 
absolut = öffnet sich. 

Facilles 145 ( yeulx ) kräftig, scharf 
blickend, leuchtend. 
fade, triste et — 4675 bekümmert, 
bleich. Auch ersterbend, jedoch 
bezieht es sich offenbar nicht auf 
Lucrezia. 

faindre, soi 3023 sich zieren. 
faire 1332 absolut: verfangen, wirken ; 
2988 trop fait meilleur viel besser 


ist es; avoir a — de 2278 2281 
brauchen; — foy 3783 den Beweis 
liefern; — instance 4622 einen 
Ein wurf machen, Berufung an- 
melden. 

fait 3440, fais = faits 1089 das Tun 
und Treiben, 3539 Angelegenheit. 
faüace 4307, fallaces 2332 Täuschung. 
fays 1087, vielleicht = fais u. ä. 
bei Godefroy , Kummer, Ärger 1 und 
als Ausruf zu fassen, mit Komma 
davor. Dem Stile Oct.s würde 
eher etwas anderes entsprechen. 
Vielleicht fays statt a fays = 
lästig, widerlich, unwillkommener- 
weise, du sprichst mit mir, du 
siehst mich an, sehr zu meiner 
Belästigung. Vielleicht Druckfehler 
für frais adv. frisch (schlankweg, 
frech)? 

feal 2571 pr. = fidele. 
fcusse 1925, feussent 1572, fettst 3142 
= fasse usw. 

fin 2248 Ziel 
finer 2659 = finir. 
fiseau 949 = fu(i)seau. 
foler 450 töricht handeln. 
frisque 232 frisch. 
fumeUe 963 = femeUe. 
fuyre 344 = fuir 3079. 
fy, Sans — 4243 ohne Tadel; — de 
telz gens 4023; dire — d’or et 
d’onneur a qui n’a joye 433 für 
den, der — . 

Gucongnant Je vin 3135 — ? Vgl. 
Anmerkung. 

gallicr Anthitus (S. XXVIII) fröh- 
licher Stutzer. 

garnier 2073 = gucrnicr 2173 = 
grenier. 

gaster 3594 absolut: schief gehen, 
verunglücken. 

gaudir 2962 = lat. gaudere. 
gorgias Anthitus (S. XXVII) ele- 
ganter Stutzer, der große modische 
Kleiderpracht entfaltet. 


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gorre 50 großer Putz, modischer 
Aufwand; gorrier 270, tresgorriere 
232. 

grave 3801 unmittelbar aus dem lat. 

Text: gravi* schwerfällig. 
guestre 2172 pr. = guetre 2139 mit 
Gamaschen bekleidet; die für 
Landleute übliche Kleidung. Vgl. 
Litre s. v.: Journal de Charles VI 
S. 149 Charretiers vestus de roques, 
guiestres en leurs jambes usw. 
u. ft. Belege. 

Hatte 4614 Schmerz. 
hanter 1774 oft kommen; — avecques 
eile 535 verkehren. 
h erd re 3292 = erd re anhaften, fest- 
setzen, einnisten. 

herpailles 2139, meistens als coli, 
sing, herpaille (harpaille) Ge- 
sindel, Bettelvolk. 
hoher 2371 schreien, als Grundform 
zu hobeler gleicher Bedeutung, 
wie hoher sich bewegen zu hobeler 
stoßen. 

houlicr 1942 Zuhälter. 
hutin 3703 = hustin Zank, Kampf. 
Also: Das war genug Beute aus 
einem Waffengang gezogen. 

Inclin 3262 = enclin 3270, wie in- 
cliner neben encliner. 
incluse 4563 ganz. Er wollte die 
ganze Krankheit ausgetrieben 
haben. 

increper 897 = increpare. 
ingerer 4723 = ingerere. 
infait 1990 3734 = infectt vergiftet, 
giftig- 

inferer 3785 (unpersönl.) ersichtlich 
werden, den Schluß erbringen = 
conclure. 

Joe 2468 = joue. 
joy 1284 = joye. 

justice 3775, huulle, moyentie — 
Oberherrschaft u. Gerichtsbarkeit. 


163 

Lerras 3103 u. ä. = laisseras ; vgl. 

Einleitung S. XXIX. 
lerer 4290 abs. aufgehen = se lever. 
liberaument 3663 freiwillig, von 
selbst. 

liens 2400 2818 usw. = Irans 3052 

U8W. 

liete 2357 Bändchen. 
lignie 685 721 = lignee 111 Ab- 
stammung, Geschlecht. 
locatif mercenairc 2129 entlohnter 
Mietsmann. 

loqueteura 2168 Lumpenpack, Leute 
in Lumpen. 

ly 291 akz. Mask. = lui. 

Mais que 2371 es sei denn daß, ohne 
daß. 

mais = wies, toujours — 1583. 
memore 298 = memoire, 
merancolie 681 4491 Gemüts- 

stimmung, Laune, Einfall, Vor- 
satz. 

merchcr 2986 = marquer unter Siegel 
bezeichnen und versperren. 
me8 3337 = Wirts. 
meschant 907 unselig, elend. 
mieulx: a qui mieulx 1960, a qui 
mieulx mieulx 3067 um die Wette. 
mignon 402 633 u. a. (vornehmer) Jüng- 
ling, Liebhaber; vgl. mignongne 
1865 Liebhaberin; tremignonne- 
ment 271. 

miste 255 schön, elegant, gut ge- 
kleidet. 

moint 1284 = maint. 

muce 2254 u. a. = müsse Truhe; 

wii<sser4666 verstecken, aufheben. 
muser 4562 nachdenken, überlegen. 

Nice 2520 töricht. 
noise 588 708 Lärm, lärmendes Be- 
nehmen. 

non 1584 = notn. 
n ote 263 in peiorem partem: Tadel, 
übler Ruf. 

11 * 


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164 


noum'ture 3122 Zucht, Lebensweise; 

estre nourri 2126 erzogen sein. 
noyer 1041 töten. 

übjectz 1332 = nfrz. objcctions. 
obscurte 2261 = obscurite. 
odieuse, devint — 323 sie begann 
zu hassen. 

om = afrz. el < in illu. 
ouvre 2635 gearbeitet. 
ouvrir 1015 — mon courage meine 
Gesinnung eröffnen, vgl. 1242. 
oze 2208 = ose kühn, mit reinem 
Infinitiv als Objekt. 

Patience 2970 Ruhe. 
paiz 525 = pais zu paitre. 
par: parlaps de temps 305 mit der 
Zeit; — jour 1837 am Tage; par- 
avant 448 früher; — apres 2404 
darauf; au parater 364 im Verlauf 
derZeit ; für den modalen Ausdruck : 

— usage 1277 wie es üblich ist, 

— couroux 3858 zornig, — amour 
2408 liebevoll; pur fait 1727 wahr- 
haftig. 

parfont 3239 = pro fand, 
passagc 4521 = contrat, Überein- 
kommen. 

patente 4064 = offenstehend. 
pathelins, cocquiUage 3726 Ausdrücke 
für Betrügerei, Geschwätz. 
paupcs Antliitns (S. XXVIII) Deck- 
blätter. 

pautonnier 3186 Zuhälter. 
percevoir 477 bemerken. 
per esse 2695 = par esse, 
perimer 4654 vernichten. 
perie, estre - 1966 zu faktitiv. perir. 
pcrmettre 739 = parmettre, mfrz. für 
setzen, geben : der Mann, der euch in 
den Schatten der Sünde (ver-)setzt. 
pluscher 3220 mehr. 
poin(t)s 1763, scs longs poins espier 
ihre weitgehenden (in der Ferne 
liegenden) Projekte erspähen, ihre 
Ziele von weit her ins Auge fassen 


und verfolgen; en hon point 4552 
bei gutem Befinden. 

1 poise 3446 = pesc. 
pourtant 2482 deswegen (wegen so 
vieler Gründe). 

povoir Anthitus (S. XXVIII) absolut: 
Raum, Einlaß finden. Vgl. den- 
selben Gebrauch von it. potere. 

I pratique 3212 ärztliche Praxis; 2132 
Kniff. 

prendre, en — bien 3226 gut fahren. 
present, des — 1707 wie des apresent. 

Quant was anbelaugt, quant en cas 
present 761 ; quant est de lui 2968 
so weit es auf ihn ankommt. 
Quibus 115 Besitztümer. 

Ravaler = rav aller 4573 nieder- 
werfen. 

rebouque de eng in 2456 töricht, vgl. 
rebouchcte = stupidile, rebouche- 
ment hebetatio. 
rebouter 1105 zurückstoßen. 
rechiner 2968 schimpfen, nörgeln. 
recouvrer 562 erhalten; 2279 4293 
wiedergewinnen ; 2067 4341 

nehmen. 

refroider 3604 = refroidir. 
regiber 572 sich unterhalten, nfrz. 

regimber strampeln, ausschlagen. 
relenquir 1613 verlassen. 
remirer 1398 aufmerksam betrachten. 
remis 2640 abgeschwächt: (ihre 
schlagfertige List) nicht zögernd, 
nicht schwächlich. 
r enger 2826 = nier. 
rcspitcr 4103 zögern, verweilen. 
revoir 1885 Sbst., das Wiedersehen. 
rigle 947 = regle. 
ront, c'est un mot — 4090 das ist 
ausgemacht. 

Saison 1697 Zeit. 

savant 380 505 u. a. verständnisvoll, 
verständig. 

sentir 3089 höreu; sentes 3805 horcht 
herum, trachtet zu erfahren. 


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165 


sieclc 3514 als Gegensatz zu doistre. 
signantement 1364 sehr stark. 
signe 8 1475 Siegelring. 
soignant 1205 = songneux 3414, 
songneuse 320 sorgetragend, auf- 
merksam, sorgenvoll. 

Sorte 4107 = muntere. 

sortir = sortiri zufallen, sortist 1985. 

1951; 294 bewirken. 
sotelet 2986 dumm. 
soubte 2109, mettre en — verachten, 
unterschätzen. 

sourprendre 2914 nehmen, heimlich 
nehmen. 

subtif 1405 = subtil, 
supercr 4295 = superare. 
su(r)bout 125 aufrecht, 4638 pr. sofort. 
sugre 3602 usw. = suioir 342 nsw. 

Tuncer 2968 schimpfen, nörgeln. 
tapir 585 verstecken, ducken; er- 
sticken. 

tarder Anthitus (S. XIV) zögern (wer 
das lobt oder zögert, es zu tun); 
4031 unpersönlich : es dauerte nicht 
lange. 

turger 3050 zögern. 
tnrge 1275, d'umour — Liebeswaffe. 
templetc 130 Stirnschmuck, der be- 
sonders an den Schläfen anliegt. 
tendray 673 = tiendrui vgl. Ein- 
leitung S. XXXIX. 
tendre 1794 zu gehen beabsichtigen; 

1987 streben, trachten nach. 
terrienne Anthitus (S. XXX) In- 
haberin großen Landbesitzes, Guts- 
besitzerin. 

tirer 2172 3441 sich begeben, los- 
steuem, auf etwas ausgehen. 
tourouller 4056 = toreiliier ver- 
riegeln. 

trufique 454 irafic. 
trait de oil, jeler ung — 150 einen 
Blick werfen. 

tresfeuble 175 sehr verläßlich. 
tressucr 1877 sehr schwitzen. 


tressongneiu 3534 sehr sorgfältig. 
Ireuce = trouve vgl. Einleitung 
S. XXXIX. 

tristresse 2838 tristesse, 
trop sehr: trop jtlus 1246 viel mehr, 
trop jilus grünt 1281 unendlich 
größer; plus honneste de trop 800 
um vieles tugendhafter. 
tyessit 2179 Pf. zu tut re 2270. Wenn 
nicht Druckfehler statt tissit (vgl. 
Risop, Studien z. franz. Konj. -»>) 
oder tessit (vgl. S. XXXIX), so 
Kontaminationsform aus diesem 
und tist. 

üne : 2737 unveränderlich; 4086 con- 
tcr pour — wie en uvoir pour 
— er konnte das wirklich für 
eine außergewöhnliche Schicksals- 
fügung zählen. 

Vuquer 827 = vacare ulicui rei. 
venue 4691 usw. d’une — auf ein- 
mal, in einem Zuge. 

1 r enuste 138 = venustus. 
vers 657 bei. 

vers 957 = vuirs dunkel. 
teu 4334 = vorn, 
reu 3482 s. au — . 
vieulx 3873 = teulx, 2. Ps. Sing. 
villenot 3087 Bäuerlein. 
viron = enriron, 4060 ou viron 
ungefähr. 

vistement 811 schlagfertig, 2098 
rasch. 

voisons 3152 = aillons. 
voycmctit 4179 Blick, vgl. wien. 
G'schau. 

voult 796 = voulut. 
vueil 1. Ps. Sg. absolut: 3810 ich 
gönne es dir; 669 ne le — ich 
verlange nicht von dir. 

Ydoyne 862 = idoneus. 
yciere 94 = icoire. Vielleicht nur 
ein Druckfehler. 


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A nhang. 


Die Versfüllsel. 

Die V ersfüllsel Octoviens sind teils eigentliche Chevilles, teils Doppe- 
lungen des Ausdrucks; sie fallen nicht immer zusammen. Die Chevilles 
sind da, um dem Vers die nötige Silbenzahl zu geben, sehr häufig, um 
fehlende Reime zu ergänzen ; das trifft bei der Doppelung nicht zu. Sie ist 
offenbar Selbstzweck; sie muß als ein Stilprinzip Octoviens bezeichnet 
werden. Die Synonymen machen ihm sichtlich Freude. Es handelt sich 
hier nämlich nicht uin paarische Ausdrücke wie 332 le Loire et le inniger, 
niain et soir u. a., sondern um Doppelungen, bei denen das eine Wort das 
andere nicht erweitert. Die wenigen paarischen Ausdrücke der ersteren Art 
sind prinzipiell nicht mit verzeichnet worden, ebensowenig Stellen, in denen 
irgendeine Steigerung wahrgenommen werden kann, wie 2230 Ostes ce sricff. 
oder Wendungen, in denen die Koordination an sich nicht gerechtfertigt 
erscheint, wie 1893 tuvenxe et Heu fort precial, wo der zweite Ausdruck 
die nähere Beschreibung des ersten ist. Die folgenden Listen geben also 
nur Doppelungen im eigentlichen Sinne, Ausdrücke, die fast oder ganz 
synonym sind, z. B. 682 espoux et mary, so daß mindestens der eine 
gestrichen werden könnte, ohne dem Verständnis zu schaden. Gelegentlich 
bilden beide eine Cheville zu einem dritten Synonym. Zu besserer Über- 
sicht sind die Chevilles in der linken, die Doppelungen in der rechten 
Kolonne gedruckt, die Verszahlen geben schon für sich allein Aufschluß 
über ihre Häufung. 


9 l’homme humain 


V. 11 soir et main 
„ 13 selon commune opinion 

„ 18 par maniere d’occupacion 
„ 19 et aucune felicitd 
„ 21 l’orrible peine et latribulation 


15 passer temps . 
. . . oysivet^ 


et eschever 


19 sonlas et .... felicitö 

22 perils et forfaiz 

23 misere et affliction 


30 Car c’est chose presque par 
tont commune 
41 moult honnorablement 


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167 


V. 

71 

V. 49 sans nul deffault 
„ 50 et plus que grant possible 
s, 55 affin cbois 

n 

„ 67 quant bien sont avisees 

n 

n 

n 

„ 89 vergongneuse maniere miri- 
fique 

„ 90 simplement 

71 

„ 98 c’est avenante chose 
„ 104 quant l’oeil bien viser veut 
„113 ains fut ung vray abus 

71 

7) 

„ 137 ponr dire voir 
„ 138 Plus venuste ne a veoir plus 
agreable 

„ 144 One plus belles n’enrent 
femraes ne Alles 
„ 150 Quant jeter le vonloit 

71 

„ 163 fnst main on soir 

71 

77 

„ 176 par ce que on veoit clerement 

71 

71 

71 

§ 71 

„ 204 car eile n’estoit point come 
autres mnable 

„ 215 Si proprement que on ne 
pourrait pas mieulx 

71 

71 

„ 238 en quoy lui fist honneur 

71 

71 

77 

71 


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44 triumphe et honneur 
48 noble estat et hault 


64 cointes et atournees 

70 tresviel et ancien 
76 beaulte et faconde 
81 merveilles Et grant beaultä 


91 beaulte et face almifique 


115 biens et . . . quibns 

132 tresbien et beau 

134 sans macule ne . . . ride 


155 decentement et tresbien 

171 plaisant et cordial 

172 chant et voix melodieuse 

181 Facessies ... Et parolles 
exquises 

188 beaulx ditz et rethoriqncs 
fleure 

194 joyeuse et attrempee 
202 constant et immuable 


230 belle . . . et . . . avenant 

231 fleur et jeunesse 

240 le sens et la valeur 
244 le pris et tout le parement 
249 melencolie et deul 
254 Riehe et puisant 


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168 


V. 314 qne james n’avait veu 
„ 318 par care langoureuse 


„ 340 sans qne luy contredie 


„ 369 tant soit il sage 
„ 371 c'est le commun usaige 
„ 375 en place 


„ 385 C’est mon avis 
„ 388 c’est chose rnisounable 
„ 391 ce croy 

„ 399 soit tost ou tart 

„ 401 sans doubter froit ne bise 

„ 408 comme je croy 
„ 423 comme l'cn dit 

„ 425 c’est mon edit 
„ 427 en grant bruit 
„ 429 soit de jour ou de nuyt 

„ 437 quoy qu’il leur nuyse 

„ 453 se mon sens bien aplique 
„ 461 c’est yeritd 
„ 464 par nnite . . . par conforme 
propos 


V. 257 asseure et liardis 
„ 280 temps et loisir 
„ 287 triste et marry 
„ 307 sans mesure ou raison 

„ 319 en place ne en lien 
„ 329 veoir et ouyr 
„ 336 de peril et d’erreur 

„ 355 retirer ne hors mettre 
„ 356 amour . . . et . . . grace 
„ 360 dueil et dommage 
„ 363 sans danger ne oultrage 


„ 376 decevoir ne trahir 
„ 377 Fraude ne dol 
„ 382 bon et loyal 
„ 384 courtois et feal 


„ 393 servir ... et aiser 

„ 400 parle et divise 

„ 407 plaisant ne eureuse 

„ 423 Vivre et passer son temps 
„ 424 estre plus mal euree Ne pis 
avoir 

„ 426 honneur Et bon renom 

„ 428 mal . . . ne . . . douleur 

„ 432 m’esbatray et prendrai mon 
deduyt 

„ 438 reprinse Et chastiement 
„ 447 erreur et emprise 


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169 


V. 496 sans sejour 

„ 514 Ce m’est chose cougneue 
„ 520 Quant il l’eut aperceue 

„ 526 sans faintes ne frivoles 

„ 544 a voir dire 
„ 555 sans doubtance 


„ 566 sans faindre 
„ 567 sans doubte 


„ 612 ce croye 
„ 619 comme je croy 
„ 622 par son art mirilique 
„ 636 sans faillir 
„ 638 sans vous mentir 


„ 648 m’en pregne bien ou mal 
„ 651 n’a pas longtemps 


„ 666 sans differer 
„ 667 ne tarde point 
„ 670 n’en doubte point 

„ 693 c’est chose voire 
„ 694 si tost que on l’acoustume a 
boire 


„ 725 cbascun le scet 


V. 477 perceu ou rencontre 
„ 487 l'amour et le courage 

„ 497 Face ct conleur 

„ 525 paiz et consoles 
„ 529 veoir et remirer 

„ 558 avance Et fait haster le feu 
„ 564 maiut tour ... et signe 
„ 565 gouvemer ne contraindre 

„ 567 croire et noter 
„ 569 la chasse et la deboute 
„ 588 sans noise ne debas 
„ 590 Viel, ancien 


„ 640 les canses et raisons 
n 643 certain et loyal 
„ 647 venir et retirer 

„ 655 vouloir et courage 
„ 658 reposer ne dormir 
„ 659 paix ne confort 
„ 662 art ou sort 
„ 664 deul et desconfort 


„ 6S2 vostre espoux et mari 


n 695 si serf et si subject 
„ 704 son courage et sa guise 
„ 714 tressimple et miserable 
„ 718 infame et adultere 
„ 721 parens et . . . lignie 


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170 


V. 729 je vous affy 
„ 730 d’aventure 


„ 740 ainsi comme L’en dit 


„ 824 pour vray dire 


„ 880 fust chault ou froit 

„ 892 je vous afis 
„ 893 ce voyt on clerement 
„ 900 combien voy 
„ 910 qui en ayma quelque une 
„ 912 comme il pleut a fortune 
„ 913 se bien le fait contemple 
„ 930 pour vray 


„ 964 sans tarder 


„ 984 tost et tart 


„ 993 par piteuse souffrance 
„ 996 par vouloir cordial 

„ 1008 com je croy 
„ 1009 ce congnoissez 


„ 1023 ce confesse 


V. 734 perceptibles Et der voiant 
„ 736 adulteres et peches deffec- 
tibles 

„ 742 forfaite Et hors mise 
„ 762 estrivö ... Et debatu 
„ 771 les pleurs et plains 
„ 798 sans faire ... Ny acomplir 
„ 802 la sorte ... et maniere 
„ 821 de fole amour et furieux 
martire 

„ 839 loyal et sage 
„ 862 congru et ydoyne 
„ 879 transperse et assault 

„ 886 engrege et alurne 


„ 937 temps et saison 
„ 957 bien et beau 

„ 974 denie ne veult 
„ 978 couragc et vouloir 
„ 979 brule et art 
„ 981 les loix ... et art 
„ 984 Servir ... et obeir 
„ 986 ferme et seur 
„ 992 maleure Et languissant 

„ 1000 conclud et parfait 

„ 1014 proposö . . . mes . . . maux 
et ouvert mon courage 
„ 1018 prins et ly6 
„ 1021 le command ... et flames 

„ 1025 vaincre et me tirer de presse 


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171 


V. 1027 sans doubtance 


„ 1052 8i m'aist dieux 


„ 1080 quoy que soit 
„ 1081 par sa folie 


„ 1110 sana sejour 
„ 1122 com je croy 
B 1125 com je avise 
„ 1131 je vous prie 
„ 1133 je le vous certiffie 
„ 1135 je vous supply 
„ 1136 par vostre courtoisie 


„ 1152 ainsi m’aist Dieux 
„ 1156 sans doubtance 


„ 1171 sans doubtance 
„ 1181 soit jour ou nuyt 


V. 1026 eierte et resplendeur 

„ 1032 usage et soustenance 

„ 1035 desire et appelle 

„ 1041 perdre ou noyer 

„ 11M7 prins et lid 

„ 1053 baille et confy 
„ 1055 deffense et garde 
„ 1073 macule ne diffame 


„ 1102 tantost d’une suyte 
„ 1104 abnsee et seduite 


„ 1137 grace et pardon 
„ 1148 tremble et tressault 
„ 1150 espace ne lieux 

„ 1153 joyense et bien haitee 
„ 1156 douleurs et plains 
„ 1159 bastue et fustigee 
„ 1161 partie et absentee 
„ 1165 rompu et decirö 

„ 1173 mis et pose 

„ 1182 lettres et messages 
„ 1184 de ceulx ... ne de leur 
assemblee 

n 1189 amour . . . suivir et aimer 
„ 1198 voie et chemin 
„ 1216 infame ou diffamee 
„ 1218 chaste et pudique 
„ 1220 insolente, impudique 
„ 1225 lonange et . . . joye 
„ 1226 Fourme et beaulte 
„ 1231 mis et poses 
„ 1233 divine et sans blasme 
„ 1234 riche et douee 
„ 1235 pour ce vous ayme et prise 


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172 




V. 1236 soy£s tonte asseuree 

„ 123!) je vous asscure 
„ 1245 pour vray dire 


„ 1267 ponr vray 

„ 1270 affin chois 

„ 1277 par usage 

„ 1278 tressage 

„ 1325 n’en soyes point doubtant 
„ 1334 sans plus 
sans tarder 

„ 1348 n’en donbtez bien et beau 

„ 1352 ce pou vous coustera 

„ 1365 soir et main 


„ 1380 c’est chose bien congneue 
„ 1386 sans doubtance 


„ 1401 par ung fait conjure 
„ 1405 comnie lison 


„ 1413 c’est pour le mieulx 
„ 1420 sans doubter 


„ 1442 te supply 


V. 1238 renon et fame 

„ 1245 dons et presens 
„ 1256 par art ... Et ouvrage 
„ 1261 dit ne prouve 
„ 1265 ne puis ne vueil 

„ 1273 honneste et propice 

„ 1320 foiye Ou temps perdu 


„ 1337 joyeux et eure 

„ 1353 joye et plaisir 
„ 1364 signanteraent en hault 

„ 1368 voie et train 
„ 1369 meurs et natu re 
„ 1371 ne rigle ne maniere 
„ 1374 porte ne barriere 

„ 1381 los et fames 

„ 1395 mors et glouty, rungö et 
devore 

„ 1397 transsi et expire 
n 1399 amaut ... et ainoureux 

r 1407 seulete et esgueree 
„ 1409 doulente et esplouree 
„ 1410 peril et danger 

„ 1414 fermes et courageux 

„ 1427 vie ne renom 
„ 1432 peril ou dangier 
„ 1434 noble et riche 
n 1436 la porte et . . . l’uys 

„ 1453 petite et courte 


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173 


V. 1465 ou peu adire 
„ 1472 saus que plus vous tardes 

„ 1485 ainsi qu’est mon advis 
„ 1487 sans doubtance 


„ 1537 quant lui pleut 
„ 1540 com je sens 
„ 1541 Et qui pas bien en raison 
ne seroit 

„ 1550 soit a droit ou envers 
„ 1554 je vous pry 
„ 1562 com je croy 


„ 1577 sans aucunes reprinses 
„ 1580 je vous prie 

„ 1596 soit a gaing ou a perte 

„ 1606 sans arrester 
„ 1608 De ce ne fault aucunement 
doubter 

„ 1617 pour Dien 


„ 1643 sans blasme 
„ 1644 sans ce que mal vous face 

„ 1647 sans aucune fallace 


V. 1455 prix et bonte 
„ 1464 veu et leu 

„ 1475 aneau et signe 
„ 1480 fin et termine 

„ 1486 vos faitz et dis 
„ 1487 esmerveiller et louer 
„ 1489 savoir et prudence 
„ 1499 fait et cause 
„ 1500 leu et veu 
„ 1503 apperceu et visc 
„ 1511 source et obscure carriere 
„ 1516 bois et foretz 
„ 1519 plaisant et delectable 


„ 1563 memoire et sonvenance 
„ 1565 amours et aliance 
„ 1568 peine et souffrance 
„ 1570 royaulmes, pays 
„ 1574 resider et faire leurs re- 
paires 

„ 1584 honneur et bon non 
„ 1588 plaisir et joye 

n 1605 faire et executer 


„ 1609 Charge et legation 

„ 1621 menes . . . guerre ... et 
crucies 

„ 1629 blesmir Pallir 
„ 1645 lieu et place 


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174 


V. 1656 taut eu terre qu’en mer 
„ 1660 qui la sentoient 


„ 1666 en bien dissimnlant 
„ 1677 saus donbter 
„ 1685 comme j’ay iua confidence 
„ 1687 sans plus faire d’ instance 


„ 1709 soyes jeune ou vieux 

„ 1717 pour vray 
„ 1719 je vous affie 

„ 1729 qui estoit son espouz 

„ 1739 par diligente eure 
„ 1740 Soit main ou soir 
„ 1740 c’est le voir 

„ 1777 sans doubte 
„ 1787 peurent seinbler 
„ 1800 par confonnante sorte 


„ 1807 comme l’entens parfaire 

„ 1816 par amoureux decret 
„ 1820 le suyvant 

„ 1828 par edit 
„ 1829 saus contredit 


V. 1652 loyaux ... et bien veillans 

„ 1661 froissee et vincible 
„ 1663 vaincue et ductible 
„ 1664 ingenieux et cault 
„ 1665 veu et congneu 

„ 1676 par moyen ne par fait 

„ 1684 pren bien garde et y pense 

„ 1686 promis et escrit 

„ 1701 prudence et sagesse 
„ 1702 prevoir et aviser 
„ 1703 la noblesse Ne le savoir 
„ 1705 la Charge . . . Et la eure 
„ 1708 donne et livre 

„ 1715 a souffisance . . . asses 

„ 1725 seule . . . Sans garde avoir 
„ 1752 de sa part et costd 


„ 1774 hantoit et l’aloit visiter 
„ 1776 parier et quaqueter 


„ 1802 embusche et maniere de 
faire 

„ 1804 chemin et . . . part 
„ 1806 plaisance Et voluptd 

„ 1814 seur et secret 

„ 1822 embusche ou fallace 
„ 1823 fu . . . deliberant Et differa 


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175 


V. 1831 quant on lui a ce dit 

„ 1839 tant que le temps dura 
„ 1846 sans doubtance 
„ 1866 qui pres de lui estoit 

„ 1880 que on fait 

„ 1900 comme en tel cas on doit 
„ 1907 tant fust snbtil 
„ 1922 B’il vous plaist 
„ 1931 sans contredit 
„ 1936 sans faire quelqne bruit 
„ 1939 comme je croy 
„ 1952 pour me donner confort 
„ 1958 sans doubte 
„ 1959 savoir povds 

„ 1980 sans quelqne contraire 
„ 1982 puis qu'il est necessaire 
„ 1994 soir ou mains 

„ 1999 pour soy deduire 


„ 2024 sans en rien contredire 
„ 2025 autant qu’il peut suffire 

„ 2028 ja n'en seras coursee 


„ 2036 C’est ma plaisance 


„ 2059 sans doubtance 
„ 2061 je te supplie 


V. 1838 de pleur et de deul 


„ 1872 l’aurore et clarte 
„ 1873 moien ne mesure 

„ 1896 gaudir et faire bonne chiere 
1899 concilie, Donne promis 


„ 1972 aveugle . . . sans qu’el voye 


„ 1995 riche ou doud de rente 

„ 2003 bailld et commis 
„ 2007 foy . . . et promesse 
„ 2013 celd et couvert 
„ 2014 Qu’il ne vienne en appert 
... Et que son cas ne 
soit point descouvert 
„ 2016 seule sans messager 
„ 2023 prompt et legier 

„ 2026 loyaulte et foy 
„ 2027 communiquer ... et dire 

„ 2029 vouloirs et plaisirs 
„ 2032 sans bruit . . . Tenu secret 
„ 2034 peine et desplaisance 

„ 2050 exteiute et ostee 
„ 2058 temperd . . . couvert . . . 
Secret . . . modere 


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176 


V. 

2063 

je te prie, n’y fains mie 

V. 

2065 




n 

2068 

n 

2071 

se bon luy semble 

n 

2073 




n 

2075 




n 

2086 

n 

2088 

sans que plus deloyast 

n 

2096 

T) 

2097 

n’en doubtez mie 

n 

2102 




n 

2106 




n 

2114 




n 

2116 




n 

2118 




n 

2121 

n 

2127 

comme l’en voit 

n 

2128 




n 

2138 

n 

2144 

lequel nous appellon 



n 

2147 

par bonne fiction 

« 

2155 




n 

2186 

n 

2193 

Et l’ordre aussi 

n 

2198 

n 

2199 

com lisons 

n 

2199 




T> 

2204 

n 

2209 

comme on voit 

n 

2209 

n 

2211 

quoy que soit 



n 

2212 

bien le voy 



n 

2244 

legierement 

r> 

2247 

n 

2260 

comme il me semble 



n 

2272 

tout suant 



n 

2280 

ainsi qu'il povoit croire 



n 

2283 

point ne le fault taire 

n 

2287 




n 

2289 




n 

2294 




n 

2303 




n 

2304 




n 

2306 




yy 

2308 

n 

2310 

tant de nnyt que jour 

n 

2311 


se veste et couvre 
sac ou pouche 

forme et usage 
prudent et sage 
grant et pesant 

commans et charges 

aveugle, peu voyant 
aspre ou dur, plain et doulx 
a crainte ny a donbte 
aveugle ne vois goute 
le premier ... Et plus 
prochain 

pourpres et trains 

charges et sacs 

boe, immundice et ordure 


muee et changee 
quis et desirö 

perilz et dangiers 
embrassö . . . tenu 
Estraint, serre 
danger et peril 


subtil et savant 


jeunesse et legierte 

happe et prins 

vain et sot 

de peine et de labeur 

la folie et l’erreur 

cours traveaux et bien peu 

de sueur 

vain et fol amour 
molesties et peines 


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177 


V. 2325 sans tarder 


„ 2336 jour ne nuit 


„ 2363 qui n’est pas aventage 
„ 2368 je vous affy 
„ 2374 sans paresse 

„ 2377 tant soit il clair voiant 

„ 2378 c’est l’usage 
„ 2379 le cas est apparant 
„ 2380 pour vray 
„ 2381 je vous affi 
„ 2383 ce vous dy 
„ 2384 je le vous certiffy 
„ 2386 avec lny 
„ 2387 par le vouloir divin 
„ 2390 sans quelque faulte 
„ 2391 Par ou monter et descendre 
failloit 

„ 2393 ce qu’il fist 
„ 2394 ainsi qu’elle entendoit 

„ 2399 sans dire riens 

„ 2400 liens 


„ 2415 sans donbtance 
„ 2418 sans instance 

„ 2431 a fin chois 

„ 2447 main et soir 

„ 2459 je le s$ay 

„ 2471 entre autre clioses 


V. 2313 exemple et fable 
„ 2323 grace et largesse 

„ 2332 fallaces Et malices 
„ 2334 lienx et places 

„ 2342 donbte et soing 
„ 2346 soadain . . . acoup 
„ 2361 ne perdons et n'ayons grant 
dominage 


„ 2375 si sage Si der voyant 


„ 2396 prins et recueilli 

„ 2404 Puis par aprfes — salnerent 
En lni disant adien 
„ 2407 tantost sans long sejour 
„ 2409 ferm£ et barre 
„ 2411 acoup, ne tardds point 

„ 2424 par bonne guise Et fa^on 

„ 2441 soufert et endurö 
„ 2446 par craintes et tormens 

„ 2456 de engin rebouqud... et rüde 

„ 2465 la clarte et Inmiere 

12 


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V. 2479 comme pommes rondes eile 
les avoit 

„ 2487 sans ennuy 


„ 2506 selon mou sentement 
„ 2523 pour voir 


„ 2600 a voir dire 
„ 2603 et doit 
„ 2607 tout a une fois 
„ 2608 com je croys 


„ 2615 je vous certiffie 
„ 2616 a ma grant infamie 


„ 2662 a vray dire 
„ 2667 sans faire departie 


„ 2695 sans peresse 
„ 2699 d’nne venue 
„ 2712 se bien l’avoir perceue 
„ 2717 ne plus ne moins 
„ 2728 en cette saison 
„ 2736 soit yver ou est6 

„ 2741 je vous affie 


V. 2483 soy refraindre ou retraire 

„ 2490 eure et soucy 
„ 2491 De honnestetd et bon nom 
„ 2505 atort et sans rien faire 

„ 2515 lieux convenable et place 

„ 2579 peine et douleur 
„ 2593 honte et infamie 
„ 2598 vü et fol 


„ 2610 occist et bat 
„ 2612 m’eust fait grace du corps 
et m’eust donnd ma vie 
„ 2614 cas et forfait 

„ 2628 clamenrs et cris 
„ 2634 sens ne . . . prudence 
„ 2637 de danger et de peril 
„ 2640 non tardif ne remis 
„ 2644 ne aye ... creance Et . . . 
ta foy ensuyvir 

„ 2653 Consid6r6 ne lemoyen pensö 

„ 2666 a toy me rens et commande 
en ta foy 

„ 2669 clers ... et lumineux 
„ 2671 souefz et amoureulx, 

„ 2675 resjouir et aiser 


„ 2738 leur estat et beaulte 

„ 2742 amour ... et Union 
„ 2746 ne dit et clarifie 
„ 2747 consume et art 


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179 


V. 2755 pour y faire oraisons tres- 

utiles 

„ 2760 qu'a fait faire 
„ 2766 qui doit de ce estre crue 
„ 2767 sans aucune faintise 
„ 2770 par bonne guise 
„ 2771 sans fallace 


V. 2759 conduire et parfaire 


„ 2776 treshnmblement ... et in- 
8tammant 


„ 2819 qui se seoit 

„ 2831 suant a grosse alaine 
„ 2834 a bonne estraine 

„ 2844 c’est sa plaisance 
„ 2847 par joyeuse guise 
„ 2848 par serieuse emprise 

„ 2862 c’est chose veritable 
„ 2864 quant ont bien regardS 
„ 2872 en valee ne en mont 


„ 2900 qu’entre les mains vint de 
ce mary 

„ 2912 chacun le peut entendre 
„ 2919 comme je croy 

„ 2922 sans faire grans effrois 


„ 2971 rien n’est plus mal propice 
„ 2981 soit anguille ou brochet 

„ 2986 Par telz moiens 


„ 2780 doubte Ne ... peril 
„ 2798 gens clers et d’escolle 
„2811 dure et parfonde 

„ 2824 triste et marry 
„ 2825 sale et maison 

„ 2836 jura et fist promesse 


„ 2859 regist et avance 


„ 2876 mestier et besoing a 
„ 2877 grans faveurs de fortune 
et ses biens 

„ 2891 sage et prudent 
„ 2910 espace et teinps 

„ 2921 petit et estrois 

„ 2932 partit et s’en ala 
„ 2944 eure et Charge 
„ 2968 rechine ou tance 

„ 2984 merche ... et clot 

„ 2995 gosiera et museaulx 
„ 2997 eure et soing 
„ 3002 parolle ne signe 

12 * 


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180 


V. 3014 par ma foy 

„ 3018 matin et tart 
„ 3026 de quelque lieu qu’il vienne 

„ 3034 qui fut vray personnage et 
fidele 


„ 3051 Sans que ancnne personne 
rien en sceust 


„ 3086 en foy de gentillesse 

„ 3098 com je pense 
„ 3102 je te supply 
„ 3106 n’en doubtös pas 

„ 3117 je te jure 

„ 3120 c’est ma natnre 
„ 3134 je te snpplie 
„ 3126 si ne t’eunuye 

„ 3134 comme l'en (lit 
„ 3136 je le vous certiffie 
„ 3138 je vons affie 

„ 3152 Et croy asses 

„ 3158 en mainte clause 
„ 3165 ponr en dire le voir 
„ 3174 Car de changer tousjours 
apetit a 


V. 3014 aux sains et dien 
„ 3016 prudence et art 

„ 3029 babil et langage 

„ 3039 danger ... et malefice 
„ 3040 doulx et propice 
„ 3043 du bien fait recors sans 
l’oublier 

„ 3044 venue et arrivee 
„ 3047 double peril ... et danger 

„ 3058 mignotises et blandisses 
„ 3062 lasse et a grosse aleine 
„ 3066 engin et force 
„ 3070 peines et durtes 
„ 3071 travail et soing 
„ 3075 fist savoir et nun?a 
„ 3085 retourn6 et venu 

„ 3091 pastoure on bergerete 
„ 3094 temps ... ne saison 


„ 3115 cherissoit et prisoit 
„ 3119 soing et eure 


„ 3128 tantost sans delayer 


„ 3151 pariast ou dist 
„ 3153 doubte ou suspicion 


„ 3176 parier ou escrire 
„ 3191 par engin ne compas 


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181 


V. 3193 n’en doubtez pas 

„ 3213 ainsy qu'on dit 

„ 3217 c'est chose eiere 
„ 3223 sans deloyer plus 

„ 3237 sans plus 
„ 3238 c’est le ront 
„ 2341 par valee ne mont 

„ 3247 a journee 

„ 3253 par vouloir gracieux 
„ 3257 saus qnelqae deffidence 

„ 3263 Soit ce vertu ou vice du 
contraire 

„ 3279 pour les garder de blasme 

„ 3293 c’est le sonverain tour 

„ 3301 en veritä 
„ 3305 quoy qn’en advienne ou soit 

„ 3312 eile gouverne tout 

n 3317 je le te affy 

„ 3342 ce retiens 

„ 3264 sans doubtance 
„ 3366 par si grant vigilance 
„ 3369 par sa folle cuidance 


V. 3193 douleur ... Et cruciement 
„ 3197 snbtillitd ne effort 
„ 3206 faire ou suyre 
„ 3213 es grans perilz de mort . . . 

quasi pres de la biere 
„ 3215 medecine et matiere 

„ 3222 triste et confus 

n 3228 Ou plus secret . . . secrete- 
ment 

„ 3236 diligence et foy 


„ 3244 loyale et esprouvee 
„ 3248 Pareillement si 

„ 3261 soubmis ... et inclin 

„ 3266 exempt ... ne respite 
„ 3272 brule et art 

n 3286 embrassemens et tours 
„ 3288 volnptä et plaisance 

„ 3298 joye et fest« 

„ 3299 dit . . . et recit4 


n 



repute et tenu 


„ 3313 les meurs aussi la guise 


„ 3320 aimd ... et eher tenu 
„ 3322 livrö et tenu 
„ 3325 sans reproche ne blasme 
„ 3340 peine et moiens 


„ 3352 labeur et emprinse 
„ 3360 aide et secours 


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182 


V. 3382 sans doubter 
„ 3389 qui prodnit Toutes choses 
selon son bon plaisir 

„ 3394 sans mesprendre 


„ 3412 c’est le mieulx 
„ 3415 en tous lieux 


„ 3431 ?a et la 

„ 3439 com j'ay ony dire 
„ 3442 point n’a de cesse 

„ 3447 a grande diligence 
„ 3450 com je puis concevoir 

„ 3458 sans que arien prennegarde 
' „ 3459 ce que veullent les dieux 


„ 3477 quant bien on l’entendra 
„ 3486 jusques chies moy suyvant 
„ 3494 ainsi qne m’est avis 
„ 3497 pour que tout soit remis 
„ 3502 ass^s 

„ 3513 Ce chascun scet qui bien 
regardera 

„ 3514 tant ou siede qu’en cloistre 


V. 3378 prins ne vaincu 
„ 3378 chose clere et sceue 
„ 3379 destinee Et fortune 


„ 3391 choisir Et mieulx avoir 
„ 3393 tout en paix a loisir 

„ 3395 tresgrief . . . Fort a porter 
et de grant desplaisance 
„ 3404 close ... et tenue 
„ 3410 prouffit ... et avantage 

„ 3419 rens et commande 
„ 3420 donne et voue 
„ 3421 Amour et fureur 

„ 3432 entrees et pertuis 
„ 3436 mettre ou introduire 

„ 3443 les parolles ... et les faictz 
„ 3445 crache ou toust 

„ 3451 diligent et songneux 

„ 3468 sens et prudence 
„ 3469 voir et . . . choisir 
„ 3473 qui couverte est n’avra 
quelque apparence 


„ 3504 infame ou impudique 
„ 3507 mal eur et malediction 


„ 3517 bons et sains moyens 
„ 3518 laisser et fuyre 
„ 3525 avantage Et grant prouffit 


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183 


V. 3527 n’en doubte pas 


„ 3535 si m'aid dieux 


„ 35-16 Ce n’est fable mais pure 
veritd 

„ 3550 Je t'en baille ma foy 
c’eat asses fait 
n 3551 par real effect 

„ 3557 au soir ou au matin 
„ 3559 de avantage 

„ 3565 je te supply 
„ 3566 du contraire 

„ 3575 sans sejour 

„ 3578 d’une venue 
„ 3581 sans retraire 
„ 3583 davantage 
„ 3584 bien je l’entens 
„ 3585 c’est l’usage 
„ 3588 ainsi qu’as recite 
„ 3590 je croy en veritd 
„ 3591 par grand crudelitd 
„ 3594 bien brief 

„ 3596 on le voit Evidemment 


„ 3619 je te prie 
„ 3621 je t’affie 


„ 3626 de rien ne me souvient 


V. 3529 sans plaisir ne soulas 
„ 3532 art et engin 

„ 3536 aide et reconfort 
„ 3538 condnire et mettre a port 
„ 3542 esbatre et deduire 
„ 3543 penser ou dire 


„ 3554 fleurir et croistre 

„ 3562 garde et protection 
„ 3563 arbitre et moyen 

„ 3573 proraet et jure 
„ 3577 fa?on et tour 

„ 3583 Contumelies, scanUales 


„ 3595 eure ne soing 

„ 3597 son g rief mal et besoing 
„ 3600 ramener et rednire 
„ 3603 essaid ... et tendu 
„ 3607 Pale ... et blesme 
„ 3612 Mis et posd 
„ 3613 paint et inscript 
„ 3614 seul sans autre 

„ 3622 muee et estrangee, D’une 
fa^on en l’autre transmuee 
„ 3624 grant pitid et grant douleur 


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184 


V. 3628 sans doubte 
„ 3629 si excellente dame 

„ 3631 sans peresse 

„ 3637 c’est le recours 

„ 3641 com je croy 
„ 3646 ass6s 
„ 3650 ainsi que entens 

„ 3653 quoy que soit 
„ 3654 soys senr 


„ 3689 n’en doubtes pas 

„ 3702 a ung matin 

„ 3710 comme je croy 

se on veult bien enquerir 


„ 3722 au soir et matin 

„ 3746 ce sont les communs trains 

„ 3762 quelqne excuse que voye 
„ 3765 on le voit 
„ 3767 Voicy de ce mon opinion 

„ 3774 ou l’en habite 


„ 3815 sans quelque contredit 
„ 3820 com je voy 
„ 3821 Mais qui qu’en ay despit, 
feste ne dueil 


V. 3630 vertu et prouesse 
» 3633 puissance et noblesse 
„ 3640 salaire ne loyer 


„ 3652 bien et grace 
„ 3653 qui qu’en sermoune ou parle 

„ 3656 belle et haulte 
„ 3668 labeur et diligence 
„ 3677 Science et art 
„ 3680 assemblös et unis 
„ 3685 est et gist 

„ 3698 manieres et faintiscs 
„ 3709 L’originel naissance 

„ 3711 trouver ne requerir 
„ 3713 venir Et proceder 
„ 3714 peches ou . . . oul trage 

„ 3724 riche et puissant 
„ 3745 penser ne regarder 

„ 3749 peine et soucy 


„ 3770 dit et sentns 

„ 3779 noble et digue 
„ 3786 fol . . . et peu sage 
„ 3790 Kornes, debas 
„ 3793 tuö, murtry 
„ 3809 Pour doulx aller, mieux 
passant 


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185 


V. 

3846 

faisant pause 

V. 

3847 

verset ne clause 




fl 

3851 

entrees, portes . . . huys 

n 

3852 

sans doubtance 




n 

3854 

par plaisance 

fl 

3855 

labeur . . . ou souffrance 

n 

3860 

Ce me semble 




n 

3869 

doubter n’en fault 




n 

3873 

ainsi que voy 




n 

3875 

je te supplie 

fl 

3876 

vigiles et soings 




fl 

3879 

de verroulx et de coings 

n 

3892 

Et que lever de terre ne 






la peut 




n 

3893 

s’il lni plaisoit 

fl 

3897 

tremble et deult 




fl 

4004 

repos et plaisance 

n 

4018 

dont je suis Tresdeplaisant 




n 

4022 

par ma foy 

fl 

4025 

morfondu et pale 

n 

4034 

comme entendre je puia 

fl 

4039 

dame et maistresse 

n 

4044 

sur mon arae 




n 

4045 

par vouloir cordial 

fl 

4046 

requier et supplie 

n 

4051 

selon leur guise 

fl 

4053 

sens et puissance 




fl 

4064 

estroicte et peu patente 

n 

4074 

qui moult au cneur le blesse 

fl 

4078 

pale, blesme 

n 

4090 

c’est ung mot ront 

fl 

4092 

triste et perplex 




fl 

4094 

coups d'espee ou dars 

n 

4097 

si m’aist dieux 

fl 

4099 

perilz et dangiers 




fl 

4100 

mis et oßert 

n 

4103 

comme j’entens 

fl 

4108 

plaisir et joye 




fl 

4109 

dure et forte 

fl 

4110 

pour moy gloutir 

fl 

4112 

mourir et trespasser 

n 

4114 

en ce point pour ceste vie 






laisser 




fl 

4123 

icy endroit 

fl 

4126 

deul et pleurs 

n 

4129 

Je te supply 

fl 

4144 

mourir et venir a la mort 

fi 

4145 

com je suppos 





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186 


V. 4146 par accord 
„ 4147 pour confort 
„ 4148 c’estoit ma destinee 

,, 4158 sans aucune allejance 
„ 4160 comme je croy 


„ 4187 sans estre deloiant 
„ 4193 ainsi que nous croions 


„ 4217 se le cas bien retiens 
„ 4220 ce m’est avis 

„ 4230 Et fust il dnc ou roy tres- 
souverain8 

„ 4245 je vons affy 
„ 4246 marchant parmi les rnes 

„ 4250 Pourquoy te hastes tu? 

„ 4254 8’il te vient a plaisir 
„ 4255 Je te suppli 

„ 4261 pour vray 

„ 4264 Au pres de luy te tiendroit 
voulentiera 

„ 4265 quant a mon endroit 
„ 4268 aussi 


„ 4305 par faintise 
„ 4312 Et que mon cueur ce peilst 
faire et conrage 
„ 4314 soit fole ou sage 


V. 4149 remede ne confort 
„ 4152 fourby et trenchaut 

„ 4162 aspires l’air en tirant a toy 
„ 4166 aigre et contraire 
n 4170 transi et douloureux 

„ 4196 mise aussi posee 
„ 4200 douce et plaisant 
„ 4206 tiltre et merite 

„ 4223 dangiere et perilz 
„ 4243 sans reproche ne fy 
„ 4247 briefves et courtes 


„ 4258 logis et demaine 
„ 4262 dame et maistresse 


„ 4267 es contrees et sentiers 

„ 4295 vainquit et supera 
„ 4301 tresacordiablement Par 
bonne paix 


„ 4315 par faintise ou oultrage 
„ 4316 dissimule et teu 
„ 4317 pour perte ne dommage 
„ 4321 cheris et ame 
„ 4322 celd . . . sans m’avoir . . . 
avertie 


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187 


V. 

4329 

je te pry 




n 

4334 

soys en tout seur 

V. 

4334 

veu ... et promesses 




71 

4337 

par ta dextre et foy 




71 

4341 

prinses ne recouvrees 




71 

4344 

mal eur et calamitö 




n 

4360 

certain ... et asseur 

n 

3461 

ce te jure 




n 

4363 

a bon ou mauvais eur 




n 

4373 

soit a gaing ou a perte 

71 

4382 

trop . . . sans moderacion 

n 

4384 

icy retourneron 




n 

4385 

suis recors 




n 

4386 

doubter n’en fault 




71 

4390 

pour dieu 




n 

4393 

par le vouloir divin 

71 

4396 

terre et pays 




71 

4399 

errer Et fourvoier 




71 

4400 

voie ne sente 




n 

4403 

bien ... ne rente 




71 

4406 

afflictions et plonrs 




71 

4407 

Pren courage et tes vertus 






resume 




71 

4418 

foy et constance 




71 

4420 

bon et loyal 




71 

4426 

bruit et renom 

n 

4433 

ce est evident 

71 

4434 

beault6 et renom 




71 

4437 

ta maison Et tes amis 

71 

4440 

cela consideron 

n 

4440 

Pointe et navree 




71 

4443 

quel parier, quel blason 

71 

4448 

pour dieu 

71 

4450 

bonne et belle 




71 

4451 

sage et tresbelle 




71 

4455 

deul et desplaisir 

71 

4457 

graces dieu 

71 

4458 

secret et de bon aire 




71 

4460 

biens et honneur 

71 

4465 

qui vault tant 

71 

4464 

blasme et vitupere 

71 

4467 

ne le fault taire 




71 

4470 

ce ne puis refuser 

>1 

4471 

riebe et puissant 




71 

4479 

ne jour ny heure 

71 

4485 

c’est la mode et fagon 




71 

4488 

je te prie 




71 

4489 

cy endroit 

71 

4489 

causes et raisons 


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188 


V. 4493 sans folie 
„ 4494 Par bon conseil et vouloir 
curieux 

„ 4509 cy endroit 
n 4510 Je te snpply 
„ 4511 je te prie humblenient 
„ 4514 j’ay fiance 

„ 4531 croire l'en doit 

„ 4553 pour certain 

„ 4565 sans cabuse 

„ 4581 qui des yenlx lui couroient 
„ 4585 foy que doy saincte Avoye 


„ 4601 sans vouloir dissentir 


„ 4605 se a juger je ne faulx 
„ 4609 sans estre negligens 

„ 4613 sans mentir 

„ 4619 par euvre perfectible 
„ 4620 sans donbtance 
„ 4621 s’on veult 
n 4622 Qui ne le veult croire, si 
face instance 
„ 4625 si bien avise cy 
„ 4629 pour vray 

„ 4634 c’est chose necessaire 


„ 4654 soy voulant perimer 
„ 4659 je vous affy 


V. 4490 treshumblement de bon 
cueur 


„ 4509 honneur et salut 


„ 4516 commission et Charge 

„ 4537 deffaict et endable 
„ 4538 brule et art 

„ 4554 fa?on et point 

„ 4570 en chambre ou sale 

„ 4586 tristesse et donlour 
„ 4590 triste et calamiteux 
„ 4594 angoisses et estraincts 
„ 4596 arracher et sortir 

„ 4602 angoisses et maulx 
„ 4603 peines et travaulx 

„ 4612 ne peine ne misere 
„ 4614 de peine et de baire 


„ 4632 douleurs et misere 

„ 4635 grief mal et contraire 
„ 4640 lermes et pleurs 
„ 4644 penser on escrire 
„ 4652 vivre ne durer 

„ 4668 ne chanter ne rire 


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189 


V. 4675 triste et fade 
„ 4678 Qui pour pechenrs hault en 
la croix pendit 

„ 4696 soi6s certains 
„ 4700 sans confort prendre 

„ 4707 qu’il faisoit 
„ 4710 s’il a bonne prudence 
„ 4713 se bien as Par tout vis6 
„ 4714 te suis affennans 
„ 4715 s'ilz sont savans 


„ 4730 bien icy le lirout 


V. 4669 facessies et jeux 


„ 4679 triste et doleut 
„ 4694 p&rens ne proesmes 

„ 4699 douleurs et plains 

„ 4702 chaste et tendre 
„ 4705 chaste et prndente 


„ 4723 vertu et bien 
„ 4724 pech6 ... et faictz pemi- 
cieux 


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Druck von Ehrhardt Karras G. m. b. H. 

in Halle (Saale). 


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Verlag von Max Niemeyer in Halle a. S. 


Romanische Bibliothek, herausgegeben von Wendelin Foerster. kl. 8. 

1. KristianvonTroyes, Cliges. Textausgabe mit Variantenauswahl, 

Einleitung, Anmerkungen und vollständigem Glossar. Uerausgegebeu 
von Wendelin Foerster. 3. umgearbeitete und vermehrte Auf- 
lage. 1910. LXXXIX, 288 S. .H 6,- 

2. Die beiden Bücher der Makkabäer. Eine altfranziisische 

Uebersetzung aus dem 13. Jahrhundert Mit Einleitung, Anmerkungen 
und Glossar zum ersten Male herausgegeben von Ewald Goerlich. 
1888. L, 1 30 S. JI 4, — 

3. Marienklage, Altpro venzalische, des 13. Jahrhunderts. Nach 
allen bekannten Handschriften herausgegeben von W. Mushacke. 

1890. L, 65 S. Ji 3, — 

4. Wistasse le Mo ine. Altfranzösischer Abentenerroman des 13. 
Jahrhunderts nach der einzigen Pariser Handschrift von neuem 
herausgegeben von Wendelin Foerster und Johann Trost. 

1891. XXXI, 88 S. .HS,— 

5. Kristian von Troyes, Yvain (der Löwenritter). Textausgabe 
mit Variantenauswahl, Einleitung, erklärenden Anmerkungen und 
vollständigem Glossar. Herausgegeben von Wendel in Foerster. 
4. verbesserte und vermehrte Auflage. 1912. LXVI, 293 S. .H 6,— 

6. Adamsspiel, Das. Anglonormannisches Mysterium des 12. Jahr- 

hunderts. Herausgegeben von Karl Grass. 2. verbesserte Auflage. 
1907. LX1X, 95 S. Ji 4,— 

7. Walter von Arras, Ille und Galeron. Altfranzüsischer Aben- 

teuerroman des 12. Jahrhunderts. Nach der einzigen Pariser Hand- 
schrift herausgegeben von Wendelin Foerster. 1891. XLVII1, 
244 S. Ji 7,— 

8. Bertran von Born. Herausgegeben von Albert Stimming. 

2., verbesserte Auflage. 1913. X, 205 S. Ji 4,00 

9. Caravajal, Don Baltasar de, La Handolera de Flandes (El Ilijo 
de la Tierra). Commedie Spagnuole del Secolo XVII, Sconosciute, 
inedite o rare, pubblicate da Antonio Restori. 1893. X, 112 S. 

.H 2,80 

10. Sprachdenkmäler, Altbcrgamaskische (9.— 15. Jahrhundert). 
Ilerausg. u. erläut. v. J. Etienno Lorck. 1893. 236 S. Ji 

11. Sordello di Goito, Vita e Poesie, per Cesare de Lollis. 

1896. VIII, 326 S. Ji 8,— 

12. Folquet von Romans, Gedichte. Herausgegeben von Rudolf 

Zenker. 1896. VIII, 91 S. .>*2,40 

13. Kristian von Troyes, Erec und Enide. Textausgabe mit 

Variantenauswahl, Einleitung, erklärenden Anmerkungen und voll- 
ständigem Glossar. Heransgegeben von W. Foerster. Zweite 
gänzlich umgearbeitete und vermehrte Auflage. 1909. XLVIII, 
273 S. .H 6,— 

14. Estoria, La, de los quatro Dotores de la Santa Eglesia. 
Die Geschichte der vier grossen lateinischen Kirchenlehrer, in einer 
alten spanischen Uebersetzung nach Vincenz von Beauvais, heraus- 
gegeben von Friedrich Lauchert. 1897. XIV, 443 S. Ji. 12, — 

15. Gesta Karoli Magni ad Carcassonam et Narbonam. Latei- 

nischer Text und provenzalische Uebersetzung mit Einleitung heraus- 
gegeben von F. Ed. Schneegans. 1898. 270 S. Ji 8, — 


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Verlag von Max Nlemeyer in Halle a. S 


Romanische Bibliothek. 

16. Lope de Vega, los Ouznianes de Toral 6 cotno lia de usarse del 

bieu y ha de prevenirse el mal. Cmmoedie Spagnuole del Secolo 
XVII, sconoseiute, inedite o rare, pubblicate da Antonio Restori. 
Mit 1 Faksimile. 1899. XX, 10t) S. 3,GU 

17. Adan de le Ilale le Hochu d’Aras, Canchons nnd Partures, 

herausgegeben von Rudolf Berger. Bd. 1: Canchons. 1900. 
VIII, 53o S. .* 12,— 

18. Die Lieder des Troveors Perrin von Angicourt. -Kritisch 

herausgegeben und eingeleitet von Georg Steffens. 1905. XII, 
364 S. Ji 8,— 

19. La vie sainte Paule zum ersten Male herausgegeben von Karl 

Grass. 1908. L1I, 79& .*3,60 

20. Kristian von Troyes, Wilhelm von England (Gnillaume d’Angle- 
terre). Ein Abenteuerroman. Textausgabe mit Einleitung heraus- 
gegeben von Wendelin Foerster. 1911. XXXV, 92 S. .*2,40 

21. Kristian von Troyes. Wörterbuch zu seinen sämtlichen Werken, 

unter Mitarbeit von Hermann Breuer verfasst und mit einer 
literargeschichtlichen und sprachlichen Einleitung versehen von 
Wendelin Foerster. (Im Druck) 

— Textausgabe. Kristian von Troyes, Yvain (der Löwenritter). Text- 
ausgabe mit Einleitung. Herausgegeben von Wendelin Foerster. 
1913. XXXI, 186 S. 2,— 

Arbeiten, Romanistische, herausgegeben von Carl Voretzsch. 8. 

1. Schnwerack, Josef, Charakteristik der Personen in der alt- 

französischen Chanson de Guillelme. Ein Beitrag zur Kenntnis der 
poetischen Technik der ältesten Chansons de geste. 1913. XVIII, 
138 8. Ji 4,— 

2. Zanders, Josef, Die altprovenzalische Prosanovelle. Eine literar- 
historische Kritik der Trobador- Biographien. 1913. VIII, 136 S. 

.*4,— 

3. Schwartz, Wilhelm, August Wilhelm Schlegels Verhältnis znr 
spanischen und portugiesischen Literatur. 1914. X, 144 S. .*4,40 

4. Wulff, August, Die frauenfeindlichen Dichtungen in den roma- 

nischen Literaturen des Mittelalters bis zum Ende des 13. Jahr- 
hunderts. 1914. X, 199 S. Ji 6,- 

5. Stiefel, Heinrich, Die italienische Tenzono des 13. Jahrhunderts 

und ihr Verhältnis zur provenzalischen Tenzone. 1914. XIII, 
151 S. J( 5, — 

6. Falke, Ernst, Die romantischen Elemente in Prosper Merimße's 

Roman und Novellen. (Im Druck) 

Beutler, Martin, Der Wortschatz in Kdmond Rostands Dramen. Eine 

stilistische Untersuchung. 1914. 8. VIII, 85 S. Jb 2, — 

Raoul von Soissons, Lieder. Herausgegeben von Etnil Winkler. 

1914. kl. 8. X, 96 S. und 2 Tafeln. Jb 3, — 

Soltmann, Hermann, Syntax der Modi im modernen Französisch. 

1914. 8. IX, 266 S. geh. Jb 7,— ; gebd. Jb 8,— 


Hruck vod Ehrhardt Karras G. in. b. II. in Halle (Saale). 


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